Blogs: Die Klowände des Internet

21. Januar 2006Über den Sager von Jean-Remy von Matt wurden hier, hier, aber auch hier bereits viel gesagt. Lauter interessante Sichtweisen, keine Frage. von Matt, Agenturchef und ohne Untertreibung eine Lichtgestalt der …


Über den Sager von Jean-Remy von Matt wurden hier, hier, aber auch hier bereits viel gesagt. Lauter interessante Sichtweisen, keine Frage. von Matt, Agenturchef und ohne Untertreibung eine Lichtgestalt der internationalen Werbebranche, ist ein Fehler unterlaufen. Reden kann man über alles, nur mit E-Mail versenden solle man es halt nicht unbedingt. Schon gar nicht in vernetzten Zeiten wie diesen.

Ja, es krass, Blogs als die Klowände des Internets zu bezeichnen. Sich über diesen Sager nun aber wütend aufzuregen, hindert daran, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und zu fragen, warum von Matt so argumentiert.

Da ist einmal ein verletztes Kind-Ich, das sich eine Kampagne in die viel guter Wille und Hirnschmalz investiert wurde, nicht madig machen lassen möchte. Das ist  mehr als verständlich. Da ist andererseits ein Werber (Jahrgang 1952) für den Medien auf eine gewisse Art und Weise funktionieren bzw. zu funktionieren haben. Klassische Medien, wohl gemerkt. Sich nun mit Rückkoppelungsschleifen, direktem Feedback und plötzlich mündigen Empfängern schwer zu tun, sollte auch einem Werber gestattet sein. Deshalb: Nachsicht mit Jean-Remy!

zurück zur Hauptseite / E-Mail

3 Gedanken zu “Blogs: Die Klowände des Internet

  1. Irgendwie hat er ja Recht:
    „Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern?“
    [Vorsicht Ironie …]

  2. Naja, zugegeben, es ist Laut und die Lautstärke ist durchaus dem Anlass auf dem ersten Blick nicht angemessen. Laut ist aber nicht gleich wütend.
    So wie ich das überblicke dürfte die verbreitetste Stimmung außerhalb der PR-Blogs vor allem eine gewisse Belustigung und Freude an der Subversivität sein, mit der die „Klowände“ diese Geschichte in die Welt blasen und Herrn Matt und jedem, der sich das anschaut an seinem Beispiel zeigen, wie gut das inzwischen funktioniert mit dem Internet und der Kommunikation von vermeintlich „unten“.