Studie: EuroBlog2006 liefert interessante Ergebnisse

24. Januar 2006Mit interessanten Ergebnissen wartet die erste europaweite Weblog-Studie (pdf.) auf. An der zwischen November und Dezember 2005 durchgeführte online-Studie haben sich 587 PR-Fachleute (52% weiblich 47% männlich) beteiligt. Generell förderte …


Mit interessanten Ergebnissen wartet die erste europaweite Weblog-Studie (pdf.) auf. An der zwischen November und Dezember 2005 durchgeführte online-Studie haben sich 587 PR-Fachleute (52% weiblich 47% männlich) beteiligt. Generell förderte die Studie eine große, innerhalb der PR-Zunft bestehende Kluft zu Tage. Ein Drittel der Befragten ist selbst in der Blogsphere aktiv. Ein Viertel der Befragten ignoriert das Medium jedoch vollständig.

Factors_2
Für mich dabei besonders interessant sind die Faktoren, die nach Ansicht der Befragten dafür sprechen, Weblogs nicht einzsetzen. 31.3% der Befragten gaben an, dass es für sie am unklaren Nutzen von Weblogs liegt. 22.1% der Befragten begründen den Nicht-Einsatz von Weblogs durch fehlende personelle Ressourcen. 13,8 Prozent haben schlichtweg keine Kohle für Weblogs und – man höre und staune – lediglich 8,7 % wollen deshalb nichts von Blogs wissen, weil sie das Feedback nicht kontrollieren können. Diese Angst habe ich und auch andere bislang stets als den wesentlichsten Punkt betrachtet.

Opportunities
Interessant sind auch die Studienergebnisse zu den Chancen und Möglichkeiten. Nur für 13,7% beispielsweise bieten Blogs die Möglichkeit zur authentischen und persönlichen Vermittlung von Botschaften. Nur 10,3% der Befragten sehen in Blogs die Chance zum "environmeltal scanning". Und lediglich 7% der Befragten freuen sich über die Möglichkeit, durch Blogs zu Feedback zu gelangen. Im Gegensatz dazu sehen 33.7% in Blogs die Chance, als early adopters zu glänzen…

Wie die Studie zeigt, wird es innerhalb der PR-Branche noch einige Zeit dauern, bis Blogs ohne Berührungsängste als eines von mehreren Tools der Unternehmenskommunikation betrachtet werden können. Ganz wichtig werden dann, denke ich, jene Punkte sein, die in der Rubrik "Chancen" relativ weit hinten stehen (Direktes Feedback, menschliche Kommunikation fernab vom "Marketing-Sprech", kommunikative Umweltbeobachtung, etc.) Eher unwichtig jene, die jetzt vorne sind. Wir werden’s alle noch erleben

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