Ronald McDonald übt sich in sozialer Verantwortung

26. Januar 2006Wow, da lacht das Herz jedes an Corporate Blogging Interessierten. Im seinem Blog Open for Discussion, fliegen Bob Langert, Senior Director für CSR des weltgrößten Burger-Fabrikanten die Herzen nur so …


Wow, da lacht das Herz jedes an Corporate Blogging Interessierten. Im seinem Blog Open for Discussion, fliegen Bob Langert, Senior Director für CSR des weltgrößten Burger-Fabrikanten die Herzen nur so zu. In einem Kommentar etwa heißt es:  "Hallo Bob, Sie und McDolands machen den Eindurck, dass Sie wirklich meinen was Sie da sagen. Alleine die Tatsache, dass die Kommentarfunktion offen steht, spricht Bände" und es geht noch besser wenn es in einem anderen Kommentar heißt: "Bob, Sie haben es im ersten Absatz geschafft, meine Sicht von McDonalds radikal zu ändern…"

Genial einfach, einfach genial! Ich lasse die Kommentarfunktion meines Blogs offen und werde gefeiert. Ich schreibe einen Absatz und mache hundert Menschen zu glühenden Fans meines Unternehmens. Und noch besser: Ich bin professionell und sorge dafür, dass mein CSR freudiges Unternehmen hier, hier und hier ordentlich im Gespräch bleibt.

Ich denke jedes Unternehmen sollte schleunigst einen Blog betreiben bzw. betreiben lassen. Ich denke dabei natürlich insbesondere an sensible Unternehmen aus der Energie- und Pharmabranche, die sonst ja weniger zu Lachen haben. In ihrem Weblog können sie sich endlich selbst abfeiern (lassen). Aber wir brauchen auch die Politik, unbedingt sogar! So haben wir die Politiker überhaupt noch nie gebraucht! Auch vor ihren Blogs werden wir stehen mit offenen Mündern und sagen: "Wow! Die interessieren sich ja wirklich für uns…"

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2 Gedanken zu “Ronald McDonald übt sich in sozialer Verantwortung

  1. Hallo Jürgen! Danke für’s Reinschaun. Zugegeben, der Fall McDonalds ist einigermaßen kniffelig. Ich muss das eingehender beobachten um bewerten zu können, ob sie die Leser des Blogs http://csr.blogs.mcdonalds.com/ für dumm verkaufen, sprich ihnen Verantwortlichkeit vorzugaukeln oder mit dem Blog einen neuen Weg in Richtung Corporate Social Responsibility und offenen Dialog gehen. Ich hoffe, Letzteres ist der Fall. Grüße! ed

  2. Ja ja, das kennen wir doch von den politischen Leserbriefen der Tageszeitungen… die „Stimme des Volkes“ ist wohl meist eine Phantomgestalt der Partei – oder in diesem Fall des Unternehmens 😉