Online-PR: Mark Cuban macht sich’s selbst

21. Februar 2006In der aktuellen Ausgabe des Magazins Wirtschaftsjournalist schreibt Carla Palm über den Privatfeldzug, den Mark Cuban, Dot.com Milliardär und Besitzer der Dallas Mavericks, mit der New York Times führt. Auf …


In der aktuellen Ausgabe des Magazins Wirtschaftsjournalist schreibt Carla Palm über den Privatfeldzug, den Mark Cuban, Dot.com Milliardär und Besitzer der Dallas Mavericks, mit der New York Times führt. Auf einen Artikel, den Cuban als bösartig empfand, antwortete er mit der Offenlegung des gesamten E-Mail Verkehrs zwischen ihm und dem betreffenden Journalisten. Wie ich im Artikel des Wirtschaftsjournalisten lese, ist dieses Verhalten in den USA längst gang und gäbe. Im Bericht kommt auch der Inhaber einer New Yorker PR-Firma, Steve Rubenstein zu Wort, der solche Techniken immer dann einsetzt, wenn Medienberichte einem seiner Klienten schaden könnten. Er sagt, hier geht es darum, dem Artikel schnell etwas entgegenzustellen, das "Google-able" ist, d.h. über die Suchmaschine schnell und für jeden leicht gefunden werden kann. Klar eigentlich. Mir stellen sich hier zwei Fragen 1) ob diese Vorgehensweise mit dem europäischen Verständnis von PR und Journalismus überhaupt kompatibel ist und 2) ob hier nicht die Gefahr droht, kostbares Porzellan zu zerschlagen. Vertrauen, gegenseitiges Verständnis und Dialog sind schließlich auch in der PR ein knapp bemessens Gut.

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