Forsa-Studie attestiert Internet steigende Relevanz

7. März 2006Immer wieder ist das Argument zu hören, das Internet sei verglichen mit den "klassischen" Medien wenig glaub- und vertraunswürdig. Dies deshalb, weil hier sowieso jeder tun und lassen kann, was …


Immer wieder ist das Argument zu hören, das Internet sei verglichen mit den "klassischen" Medien wenig glaub- und vertraunswürdig. Dies deshalb, weil hier sowieso jeder tun und lassen kann, was er möchte, so die – auch in PR-Kreisen – weit verbreitete Meinung. Nun ja, wie gestern hier berichtet, ist es auch mit der Verlässlichkeit der klassischen Medien nicht immer zum Besten bestellt. Eine Studie belegt nun, dass die Relevanz des Internet als Informationsquelle zunehmend wichtiger wird. Siehe dazu die Presseaussendung von SevenOne Media. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Reise, Musik, Gesundheit, Wetter und Sport.

Generell denke ich, dass das eingangs erwähnt Argument, das Internet sei zu wenig vertrauenswürdig, leicht entkräftet werden kann. Natürlich gibt es Fake-Sites, Rechtslücken und Desinformation. Aber liegt es nicht auch in der Verantwortung des Lesers, Hörers, Sehers, kritisch zu hinterfragen, welchen Inhalten er sich aussetzt?

Es schön und gut, wenn Leute sagen, das Internet sei als Quelle wenig vertrauenswürdig. Faktum ist und bleibt, und dies zeigen ja auch Studien wie jene von Forsa, dass das Internet ein relevanter Faktor ist und auch bleiben wird, ja in seiner Bedeutung noch weiter zunimmt.

Solange täglich Millionen Menschen googeln und sich ihre Patchwork-Informiertheit Stück für Stück  selbst zusammen suchen, und diese über Rückkoppelungsschleifen wiederum Eingang in die klassischen Medien finden, ist die Debatte darüber, ob das Internet ein vertrauenswürdiges Medium ist oder nicht, ziemlich müßig.

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2 Gedanken zu “Forsa-Studie attestiert Internet steigende Relevanz

  1. Hallo Hanna! Danke für diesen sehr interessanten Beitrag. Es stimmt natürlich, dass Studien mit Vorsicht zu genießen sind. Glaube nur jene, die du selbst gefälscht hast, heißt es so schön… Dass Medien aber auch gerne auf Studien zurückgreifen, ist auch klar. Ich denke hier etwa an den Durex-Report oder die Henkel-Studie über die Waschgewohnheiten von Herrn und Frau Österreicher. Für mich war die Studie lediglich Aufhänger für die Debatte darüber, ob das Internet vertrauenswürdig ist oder nicht. Ich denke, diese Frage stellt sich gar nicht, da das Internet und unser Umgang damit heute nicht mehr und nicht weniger sind als Realität. Danke fürs Reinschaun!

  2. Lustig, wenn Studien (an und für sich eine hinterfragenswerte Info-Quelle, weil immer von jemandem in Auftrag gegeben), die per Presseaussendung kommen (wer möchte denn da unbedingt in die Medien?), einem weiteren Medium (Internet, seit langem in Verruf was die Seriosität betrifft) Vertrauenswürdigkeit bescheinigen. Und die Studienergebnisse kriegen wir dann in Zeitungen, Radio, TV und ja: auch in Blogs serviert.
    Ich sage nur: Sie sind unter uns! Seid auf der Hut 😉