Warum mich der Ring Freiheitlicher Jugend ankotzt

11. April 2006Auf dem Weg von der Innenstadt zurück in die Agentur fiel mir auf einem Einfahrt-Verboten Schild ein Pickerl auf. „Die Indianer konnten die Einwanderung nicht stoppen… heute leben sie in …


Auf dem Weg von der Innenstadt zurück in die Agentur fiel mir auf einem Einfahrt-Verboten Schild ein Pickerl auf. „Die Indianer konnten die Einwanderung nicht stoppen… heute leben sie in Reservaten“, stand da in weißen Lettern auf weißem rotem natürlich… Grund. „Stand“, wohlgemerkt. Ich habe das Pickerl selbstverständlich fachgerecht entfernt.

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Mit diesem abscheulichen Sticker wirbt bzw. warb (?) der Ring Freiheitlicher Jugend, die Jugendorganisation der Freiheitlichen Partei Österreichs, für die Initiative „Österreich Zuerst“. Es ist so jammerschade, dass in diesen absonderlichen Vereinen namens FPÖ, BZÖ oder Freiheitliche in Kärnten – wie immer die zur Zeit gerade auch heißen – auch bereits die Jugend das Gedankengut der kadergehorsamen Gestrigen und Ewiggestrigen verbreitet.

Noch kränker macht hier nur ein Kärntner Landeshauptmann, der scheinbar nichts anderes im Sinn hat, als die leidige – und den Alpe-Adria-Gedanken zutiefst beleidigende – Ortstafeldiskussion möglichst lange am Köcheln zu halten. Das bringt schleißlich Wählerstimmen. Ach ja, nebenbei stürzt noch die Fluglinie ab, in die das Land Kärnten vorsorglich über drei Mio. Euro investierte und die Hypo Landesbank muß Stück für Stück zugeben, Verluste gigantischen Ausmaßes gebaut zu haben. Haiders Landesrat, er hört folgsam auf den Namen Martin Strutz, sagte zum jüngsten Hypo-Crash (Verlust: 328 Mio. Euro) wörtlich: „Man soll aus einer Mücke keinen Elefanten machen“. Meine Damen und Herren: DAS IST KÄRNTEN.

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3 Gedanken zu “Warum mich der Ring Freiheitlicher Jugend ankotzt

  1. Eva G. im Unterhemdchen beim Blutspenden auf der Krone-Titelseite, Eva G. bauchfrei beim Heiraten, Eva G. schwanger am Woman-Cover, und gestern: Eva G. in den Seitenblicken beim Klavierspielen auf der Bühne. Es reicht!
    Ad EDs Blogeintrag: Das ist genau das, was ich mir von Eva G. NICHT erwarte. Jammerschade. Diese Frau kam mal blitzgescheit drüber – jetzt ist sie nur noch peinlich.

  2. Anhand solcher beispiele sieht man, denke ich, wie verzweifelt diese typen sind. Anstatt dass sie zu aktuellen themen stellung nehmen reiten sie lieber auf alten geschichten wie Ortstafeln oder Indianerreservaten (ich kann immer noch nicht den sinn dieses spruchs erkennen) herum. Lächerlich und nicht ernst zu nehmen sag ich.

  3. Aber in Klagenfurt leben doch bis auf die musizierenden Indianer am Alten Platz doch nur ganz wenige amerikanische Ureinwohner? Wozu dann ein eigenes Reservat, die Fußgängerzone ist doch ohnehin für den Verkehr gesperrt – warum ein Indianer-Réservoir errichten?