Ihr Leserinnen und Leser meines Blogs!

28. April 2006Ich weiß, dass es euch gibt. Ich weiß, dass ihr zwar nicht allzu viele seid, aber ich weiß dennoch, dass das, was ich hier schreibe, gelesen und diskutiert wird. Ich …


Ich weiß, dass es euch gibt. Ich weiß, dass ihr zwar nicht allzu viele seid, aber ich weiß dennoch, dass das, was ich hier schreibe, gelesen und diskutiert wird. Ich weiß zudem, dass es nicht immer allen gefällt, was hier steht. Und oft fällt mir das auf den Kopf, mit dem ich manchmal durch die Wand will. Ein ehrliches Danke meiner exklusiven Leserschaft für die Treue! ed

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5 Gedanken zu “Ihr Leserinnen und Leser meines Blogs!

  1. Hallo Herwing! Zuerst mal danke fürs Reinschaun auf diesen mittlerweile schrecklich inaktuellen Weblog. Ich gelobe Besserung. Zur Sache: Wir waren heute spazieren. Es war wunderschön, bis ein Hubschrauber auftauchte, der mit einem riesigen Werbetransparent – einer bekannten Molbilfunkmarke – kreuz und quer über Klagenfurt knatterte und ungefähr 20 Minuten der sonntäglichen Ruhe und Stille den Garaus machte. Ich kochte, wußte aber, dass ich darüber sicher keinen Leserbrief und keinen Blog-Beitrag mit Firmennamen, etc. schreiben würde können. Das macht mich irgenwie krank, traurig und zornig zugleich. Warum kann man Dinge, die nerven, nicht auch beim Namen nennen? Warum Unternehmen, die sich solch krauser Werbeformen bedienen (Lärmbelästigung, Umweltverschmutzung) nicht nach den dahinter liegenden Überlegungen fragen. Und zu deinem tollen Beispiel was die Frisur der Frau beim Candlelight-Dinner anlangt auch ein kleiner Sidestep: Es tut weh, seiner Partnerin zu sagen, der Rock… ich weiß nicht, der sieht aus wie ein alter Vorhangstoff. Und, ja, es gibt dann Zoff. Klar. Wenn ich drei Wochen später aber sage, wow, die Frisur, die Schuhe, etc. sehen toll aus und passen dir super, dann haben meine Worte wesentlich mehr Gewicht als wenn ich meine Partnerschaft nach dem Motto „super Schatzi“ leben würde. Das Wort „Partnerschaft“ könnte man natürlich auch durch das Wort „Kundenbeziehung“ ersetzen.

  2. Mir geht´s genauso. Die meiste Zeit ist man nicht mit dem Schreiben der eigenen Meinung beschäftigt, sondern mit dem Abwägen, wen was warum nerven könnte, der dann irgendwo rumlästert oder nicht mehr bei uns einkauft. Das hielten meine Mitarbeiter dann nicht für ein dolles Ergebnis des Bloggens. Darf man das stark abgemilderte Geläster von Mathias stehen lassen http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/2006/05/samtweiche_ober.html, oder verschreckt man damit potentielle Kunden eher? Es hilft nix Ed, ein Blog ist wie im richtigen Leben, wenn Du ihr sagen würdest, dass Du die neue Frisur ganz furchtbar findest, bist Du vielleicht ehrlich, aber es wird keine schönen Abend mehr.
    Nicht jammern, weiterbloggen.

  3. Hallo,
    ich glaube zwar nur eingeschränkt an Wunder, aber manchmal wundere ich mich darüber, wieviele Leser sich auf meiner Webseite einfinden. Manche Surfer sind auf der Suche nach einem Schlagloch und fallen in mein Weblog – Schlagloch. Ich benütze nicht sehr viele Namen, weil bei meinen Beobachtungen, die in das Blog kommen, genügt eine gewisse lokale Zuordnung völlig.
    Gruss schlagloch.

  4. Danke Stefan. Trotzdem stimmt es mich irgenwien moll, dass die Selbstzensur die Frage der Fragen des Bloggens zu sein scheint. Anderen zu schaden ist meine Sache mit Sicherheit ebensowenig, wie die, mich hier ständig selbst abzufeiern. Dennoch darf in meiner Lebenszeitung auch meine persönliche, also absolut subjektive Sicht nicht auf der Srecke bleiben. Hier immer den Mittelweg zu finden, ist schwer. Ich werds wohl weiter versuchen müssen.

  5. Ohne den genauen Hintergrund zu kennen, aber fuer dich stellt sich jetzt die Gretchenfrage alle Blogger: Wie weit muss ich mich selbst zensurieren? Glaub mir, ich habe mehr als ein Mal Beitraege aus meinem Blog gekickt (und nicht nur weil mir am naechsten Tag mein pathetisches Geweine peinlich war), sondern weil sie Dinge beinhalten haben, die mir oder anderen Schaden zufuegen haetten koennen. Mittlerweile denke ich ueber meinen Blog nicht mehr wie ueber ein Schaufenster („Schaut her, was ich euch alles zu sagen habe“), sondern wie ueber meine persoenliche Lebenszeitung. Nicht alles was ich weiss/denke/fuehle, steht auch da drin. Alles Gute und Kopf hoch, wuenscht dir Stefan