Europa nutzt das Internet falsch: Hat Arora recht?

23. Mai 2006Nikesh Arora, der vom deutschen Manager Magazin in einem Artikel als "Zukunftsmacher" tutulierte Europa-Chef von Google, lässt  mit einem Sager aufhorchen, der derzeit ziemliche Wellen schlägt. Die britische Zeitung Telegraf …


Arora
Nikesh Arora, der vom deutschen Manager Magazin in einem Artikel als "Zukunftsmacher" tutulierte Europa-Chef von Google, lässt  mit einem Sager aufhorchen, der derzeit ziemliche Wellen schlägt. Die britische Zeitung Telegraf zitiert ihn hier unter anderem mit folgenden Passagen:

"The internet will change the shape of commerce, advertising, newspapers, entertainment. . . of most industries it touches" bzw. "Europe has not embraced the internet as a commerce platform as much as the US."

Ein deutschsprachiger Bericht darüber findet sich auch im online STANDARD. Jetzt kann man natürlich sagen, dass es keine bessere Möglichkeit gibt, eine Konferenz zu bewerben, mit der Google so etwas ähnliches schaffen will wie ein kleines Davos, als so, und dass es deshalb logisch ist, dass man dafür allen einmal kräftig eines vor den Latz knallt. Man kann die Sache auch mit einem lapidaren "Europa ist nicht gleich USA" abtun. Das ist meiner Meinung nach aber zu kurz gegriffen. Ich finde die kontroversen Aussagen gut, da sie uns wachrütteln oder zumindest zum Nachdenken bringen (können).

Über unsere Sicht der Welt (ok. das ist wohl ziemlich platt) oder zumindest über die Art und Weise, wie wir Geschäfte machen, miteinander kommunizieren, Medien konsumieren, unsere sozialen Beziehungen leben, uns in der im Wandel begriffenen (massen-) medialen Kommunikationswolke bewegen, etc. etc. Ich stelle die Frage nochmal: Denkt/nutzt Europa das Potential des Internet falsch? Bzw. auch: Kann es in diesem Zusammenhang ein "richtig" oder "falsch" überhaupt geben? Und wenn ja, wie könnte man es besser machen / denken?

via: der Standard & Telegraph

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