Österreich sucht einen Bären

30. Mai 2006Da kann man als PR-Mensch wirklich neidisch werden. Ganz Österreich befindet sich derzeit auf der Suche nach Bruno dem Bären. Und der verzeichnet so ganz nebenbei eine unglaubliche Medienpräsenz. Ob …


Baer
Da kann man als PR-Mensch wirklich neidisch werden. Ganz Österreich befindet sich derzeit auf der Suche nach Bruno dem Bären. Und der verzeichnet so ganz nebenbei eine unglaubliche Medienpräsenz. Ob ihn das wohl kratzt? Wir werden’s nie erfahren. Via Krone kann man täglich mitverfolgen, wo sich Meister Petz – er soll ja Italiener sein – gerade herumtreibt. Mit Headlines wie "Unser Bruno darf nicht sterben", "Schwimmend durch den Inn: Bruno wandert vom Zillertal in den Norden", "Der Bär brülle mich an" (das ist überhaupt mein Favorit…) oder "Bärendame soll Bruno in Falle locken", ist man stets informiert. Der heutige Krone-Artikel ist sogar mit putzigen kleinen Tatzen hinterlegt. Die werden wohl nicht zu einem Bären gehören… gefallen aber trotzdem.

An alle Freunde und Verantwortlichen des Regional- und Tourismusmarketings z.B. von hier, hier oder auch hier: Es ist so einfach! Borgen sie sich z.B. hier ein Bärenkostüm aus, ziehn es sich an und rennen damit ein paar Runden durch den Wald. Sorgen sie unbedingt dafür, dass sie gesehen werden (bloß nicht von bewaffneten Jägern…) und sichern sie "ihrer" Region damit einen Platz an der medialen Sonne. Die Krone und alle anderen Medien werden sie dafür lieben.

Info: Bärenkostüme kosten gar nicht viel, wenn man den enormen Werbewert bedenkt. Im Fundus des Stadttheaters Klagenfurt fallen für ein Braunbärenkostüm exakt 29,20 Euro Ausleihgebühr + 5,90 Euro für den Bärenkopf an. Ja, der wird extra verrechnet. Und 40 Euro Kaution nicht vergessen. Lang lebe und erfreue uns Bruno!

7 Gedanken zu “Österreich sucht einen Bären

  1. „Print is where words go to die“ Hm… entweder reicht mein Hauptschulenglisch nicht aus oder die weisen Worte der Buzz-Machine entstammen einem Zusammenhang, den ich (noch) nicht kenne… Mal sehn, vielleicht gibt es eine Auflösung?

  2. Was die Bären-Überführung an der Autobahn Richtung Arnoldstein anlangt, hat die Kärntner Krone mal etwas Interessantes geschrieben. Demnach stehen die Kosten für die Brücke in keiner Relation zur Bärenfrequenz. Ergo: Zu viel Steuergeld für zu wenig Bären ;)Jaja, in Zeiten wie diesen wird nicht nur der Werbe- sondern vermehrt auch der Bäreneuro dreimal umgedreht…

  3. Hallo,
    nachdem in Österreich der „Bär los“ ist, ein Eintrag aus meinem Blog.
    BÄREN . BRÜCKE
    Über die Alpen-Adria -Autobahn ist im Autobahnabschnitt zwischen Villach und Arnoldstein im Bereich des Naturpark Schütt eine Brücke errichtet worden. Der Zweck der Brücke ist es den Braunbären, die von den Julischen Alpen in das Gebiet der Gailtaler Alpen wandern, das gefahrlose Überqueren der Autobahn zu ermöglichen. Sollte ihnen bei der nächsten Fahrt zur oberen Adria von einer Autobahnüberführung ein Bär zuwinken so ist dies kein verkleideter Faschingsnarr, sondern ein freundlicher Braunbär.
    Bär sucht Mitfahrgelegenheit. Wann kommt der nächste Bär ?
    Ich hoffe „Bruno“ schafft den Weg über die Bärenbrücke.
    Gruss schlagloch.

  4. Ja, drauf bin ich jetzt glatt nicht gekommen. Aber wenn man sich die KRONE der letzten Tage ansieht, dann flößt einem dieser Bär schon gehörig Respekt ein 😉 Aber Pfui! Wir Web 2.0er denken doch nicht in so profanen Kategorien wie Kronenzeitungs-Seiten…

  5. Und nicht vergessen: Das Firmenlogo gut sichtbar auf dem Bärenkostüm anbringen! :-)
    Aber auch ein Geschäftsmodell á la Million-Dollar-Website – Millionn-Dollar-Bearskin – wäre denkbar. Wo sich die Leute doch so gerne einen Bären aufbinden lassen.