Politische Kommunikation von Dummies

1. August 2006Heute war es so weit. Das Jörg Haider Blog ist gestartet. Da ist quasi alles drin und alles dran. Und natürlich alles auf einmal, versteht sich. Im ersten Eintrag führt …


Heute war es so weit. Das Jörg Haider Blog ist gestartet. Da ist quasi alles drin und alles dran. Und natürlich alles auf einmal, versteht sich. Im ersten Eintrag führt Herr Landeshauptmann eindrucksvoll vor, was in einem einzigen Post so alles Platz hat. Das ist einmal das Veranstaltungsprogramm, ein wenig Persönliches, ein wenig Schelte der politischen Mitbewerber, ein wenig Nahostpolitik, ein wenig "den Wählern auf’s Maul schau’n" und ein wenig Villacher Brauchtumswoche drinnen. Ein Überraschungsei ist da nichts dagegen. Kommentare und Trackbacks natürlich unerwünscht. Wer will denn Haider schon widersprechen?

7 Gedanken zu “Politische Kommunikation von Dummies

  1. @Georg: „ist das überhaupt ein Blog?“
    Nach meinem Verständnis nicht. Aber das ist ja nicht die erste Mogelpackung (Jörglpackung?), die uns Haiders Jörg aufs Auge drücken will.

  2. Wer Interaktion will, der soll sich gefälligst die Presseaussendung ansehen, dort ist nämlich genau davon die Rede. Ich hab sie im Post „Nachtrag“ eh zum Anschaun. Auf alle Fälle: Wir sind Wir!!

  3. Ist das überhaupt ein Blog? Ich meine, das ist höchstens ein Web-Content-Management, das Einträge nach Datum sortiert.
    Wo ist die Kommentarfunktion? Wo sind RSS-Feed oder Trackbacks? Wo ist ein bisserl was an Interaktion?

  4. auch wenn „euer“ LH :-) nicht selber Hand anlegt: der Tonfall klingt ziemlich authentisch. Wahrscheinlich läuft einfach ein Tonband mit und irgendeine arme Sekretärin muss dann ein paar Passagen transkribieren.

  5. Ich kann mir denken, was das ist. Das Blog stammt aus der Feder eines Menschen, der viel Zeit am Rücksitz des haiderschen Dienstwagens verbringt und wohl so manches mitbekommt. Dass diesem Jemand – ich glaub nämlich nicht, dass der LH selbst bloggt – jedoch jeglicher Backgroud fehlt, ja fehlen muss, liegt auf der Hand. Was herauskommt ist ein bunter Mix aus diesem und jenem, den, so glaube ich, der Bigboss nicht einmal zur Freigabe vorgelegt bekommen wird.

  6. Als es noch leer war, war’s schon schwer verdaulich, aber schon nach dem ersten Eintrag denke ich mir, dass ich gar nicht so viel essen kann, wie ich kotzen möcht‘.
    Schade, dass sich dieser [Verbalinjuire a la mode] nicht beim Gurktaler Speckfest fix anstellen lässt, sondern seinen widerlichen Zynismus in typischer „black NLP“-Manier absondert:
    O-Ton: „Man denke nur was los wäre, würden in Israel Bomben-Angriffe einer Nachbararmee Kinder und Frauen liquidieren.“
    Und die tausenden von Katjuscha-Raketen der Hezbollah auf fast ausschließlich zivile Ziele in Israel sind was? Ein unterhaltsames Feuerwerk?
    Nicht, dass dieser plumpe Antiamerikanismus und Antizionismus (um nicht zu sagen Antisemitismus) aus der Klaue des Bärentalers nichts Neues ist, macht die Sache leider um keinen Deut weniger verachtenswert.