Fake-Bilder: Reuters entlässt Fotografen

9. August 2006Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Diese Frage stellt sich nicht nur im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen. Aber natürlich immer auch dort. Ein Fotoreporter der bei der Nachrichtenagentur Reuters als Freelancer angestellt …


Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Diese Frage stellt sich nicht nur im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen. Aber natürlich immer auch dort. Ein Fotoreporter der bei der Nachrichtenagentur Reuters als Freelancer angestellt war, hat ein Bild nachbearbeitet und der traurigen Wirklichkeit im Libanonkrieg damit verbotenerweise ein wenig nachgeholfen. Das Bild zeigt angeblich ein Wohngebiet in Beirut nach israelischem Beschuss.

Rauch01

Der Fotograf hat sich gedacht, das Bild würde etwas mehr Rauch vertragen und sich so noch besser verkaufen.

Rauch02

Dabei macht er die Rechnung allerdings ohne die Blogger. Sie erbrachten den Nachweis, dass es sich bei dem Bild um ein Fake handelt und sorgte damit für einigen Wirbel in der Bloggosphäre. Reuters, veständlicherweise um seine Reputation als seriöse Nachrichtenquelle besorgt, hat den – angeblich libanesischen – Fotoreporter kurzerhand entlassen. So schnell kann’s gehn…

via: DerStandard

3 Gedanken zu “Fake-Bilder: Reuters entlässt Fotografen

  1. Der Reuters-Skandal: Wann ist ein Foto gefälsch?

    Skandal schreit die versammelte Blogging- und nicht-Blogging-Welt. Da hat ein Reuters-Fotograf doch gewagt, bei einem Beirut-Foto etwas mehr Rauch hinzuzufügen, als tatsächlich da war. Doch der eigentliche Skandal ist für mich wieder e…

  2. hab ich mir natürlich auch gedacht. aber wer weiß, ob es sich dabei wirklich um die „original-fälschung“ handelt??

  3. Reuters muss auch ganz schön naiv sein, wenn sie die Fotomontage nicht als selbige enttarnt… die regelmässige Wiederholungen in den beiden Rauchfahnen zeigen schon sehr offensichtlich, dass hier dilletantisch mit dem Kopierstempel-Werkzeug gearbeitet wurde.