Bahn wirkt. Wie aber wirkt ein Inserate-Bann?

12. August 2006Dem Chef der ÖBB, Mag. Martin Huber, reicht es. Vier namhafte Österreichische Tageszeitungen (WirtschaftsBlatt, DerStandard, DiePresse, SalzburgerNachrichten) hatten – seiner Meinung nach undifferenziert – über das Unternehmen berichtet und bekommen …


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Dem Chef der ÖBB, Mag. Martin Huber, reicht es. Vier namhafte Österreichische Tageszeitungen (WirtschaftsBlatt, DerStandard, DiePresse, SalzburgerNachrichten) hatten – seiner Meinung nach undifferenziert – über das Unternehmen berichtet und bekommen fortan keine ÖBB-Inserate mehr. Huber wird mit den Worten zitiert:

"Mit sachlicher Kritik habe ich kein Problem, ich akzeptiere aber nicht kaum recherchierte, einseitige Geschichten in Zeitungen, die wir mit Anzeigen finanzieren" (Quelle: Wirtschaftsblatt 11. Aug. 2006, S. 24)

Wie reagieren die Medien? Verschnupft. Siehe hier, hier, hier oder hier. Meine Empfehlung an den ÖBB-Chef: Machen Sie es berühmten Kollegen gleich und beginnen Sie ein Corporate Weblog. Eröffnen Sie Ihren eigenen, persönlichen Kanal und transportieren Sie darüber Ihre Botschaften und Ihre Sicht der Dinge. Sie werden sehen, hier unterbricht Sie niemand. Hier kommen SIE zu Wort und, was noch viel wichtiger ist: Sie setzen ein weithin sichtbares Zeichen und unterstreichen Ihre Dialogbereitschaft. Zielsetzungen, die Sie mit einem Inserate-Bann nie und nimmer erreichen werden.

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