Dietmar Ecker spricht für Natascha Kampusch

1. September 2006Jetzt ist es raus: Der bekannte österreichische PR-Profi Dietmar Ecker von der Agentur Ecker & Partner wird versuchen, das enorme öffentliche Interesse an Natasche Kampusch, jener jungen Frau, die von …


Jetzt ist es raus: Der bekannte österreichische PR-Profi Dietmar Ecker von der Agentur Ecker & Partner wird versuchen, das enorme öffentliche Interesse an Natasche Kampusch, jener jungen Frau, die von ihrem Entführer acht Jahre lang festgehalten wurde und vor wenigen Tagen wieder aufgetaucht ist, in strategisch-kommunikativ günstige Bahnen zu lenken. Selbstverständlich wird Ecker für seine Tätigkeit keine Rechung stellen. Alles andere würde auch kein gutes Bild machen.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Möglichkeit, den Fall medial zu betreuen für den PR-Berater und seine Agentur eine schier unglaubliche Umwegrentabilität besitzt. Dass es gerade Ecker ist, der für die heikle Mission engagiert wurde, ist für die Agentur mit Sicherheit so wie Ostern, Weihnachten und Pfingsten zugleich. Wenn eine PR-Agentur einen großen, sprich prestigeträchtigen Etat an Land zieht, dann läuft das in der Regel so ab, dass sie dafür in einigen Branchenblättern "abgefeiert" wird. Das war’s dann aber auch schon. Beim vorliegenden Fall ist es anders. Schließlich handelt es sich bei der Entführung Natascha Kampuschs um etwas in der österreichischen Kriminalgeschichte Einzigartiges, etwas noch nie Dagewesenes. Das ist es, was die PR-Betreuung von Natascha Kampusch aus Agentursicht unter anderem zu einem gigantischen Jackpot werden lässt. Und wer heute den "Kopf des Tages" in der Tageszeitung DER STANDARD gelesen hat, der weiß, dass die Euros für "den Arbeiterbub aus Wels" bereits kräftig zu klingeln begonnen haben.

4 Gedanken zu “Dietmar Ecker spricht für Natascha Kampusch

  1. Hallo Schlagloch! Hm… Stell dir einmal vor, niemand würde sich aus PR-Sicht um das Opfer kümmern? Sie müßte der geballten medialen Öffentlichkeit alleine entgegentreten. Mit kaum abschätzbaren Folgen. Es geht hier, glaube ich, weniger darum, für N.K.am meisten herauszuholen (das glaube ich zumindest), als darum, einen gangbaren Weg zu finden, mit der Situation bestmöglich klar zu kommen. Auch Ärtze, Psychologen, etc. befinden sich im Team, warum nicht auch ein PR-Mann?

  2. Hallo!
    Für mich wirft es kein gutes Licht auf die Medienlandschaft, dass es einen PR Berater bedarf um mit der „Medien Meute“ zurecht zu kommen. Die N. K. ist in der selben Situation wie ein von Hunden geheztes Reh. Hoffentlich wird sie nicht die Beute der jagenden Hunden.
    Gruss schlagloch.