Vermutung in Sachen Ja! Natürlich Blog

12. September 2006Ich habe eine Vermutung und möchte sie gerne mit euch teilen. Die Vermutung geht so: Die New Media Agentur Knallgrau macht sich nicht allzuviel aus Webtracking. Ergo: Auftraggeber und Kunden …


Ich habe eine Vermutung und möchte sie gerne mit euch teilen. Die Vermutung geht so: Die New Media Agentur Knallgrau macht sich nicht allzuviel aus Webtracking. Ergo: Auftraggeber und Kunden von Knallgrau machen sich nicht allzuviel aus Webtracking bzw. wissen darüber (Holschuld hin, Bringschuld her?) nicht richtig Bescheid. Ein Corporate Blog stirbt und keinen bekommt es mit. Von den Leserinnen und Lesern einmal abgesehen. Dies wiederum hat zur Folge, dass andere darüber bloggen. Aber nicht nur das. So mancher CIO wird sich gut überlegen, ob er angesichts der Entwicklung des Ja! Natürlich Bogs, selbst ein Blog umsetzen soll. Und dies ist nicht nur schlechte PR für Ja! Natürlich, REWE, Billa, Knallgrau Hochegger & Co sondern vor allem auch schlechte PR für Corporate Blogs insgesamt. Und genau das finde ich schade.

8 Gedanken zu “Vermutung in Sachen Ja! Natürlich Blog

  1. Ja!Natrlich: Hausverstand statt Billigladen

    Eine Supermarktkette hat genug vom ruinsen Preiswettbewerb und will sich zum Lebensmittel-Dienstleistungszentrum entwickeln.
    Billa will nicht lnger fr „Billiger Laden“ stehen, sondern fr hochwertige, natrliche und lei…

  2. @ Dieter: Völlig richtig. Natürlich kann es auch Blogs mit begrenzter Haltbarkeit geben, die als Kampagnenblog eben nur eine Zeitlang funktionieren sollen und vielleicht im Jahr darauf wieder reaktiviert werden können. Gerade bei Messen und Kongressen kann das durchaus sinnvoll sein.
    @ Gattereder: Es spricht wirklich nichts dagegen, Kommentare zu filtern und auf Ihre Inhalte hin zu überprüfen. Nur sollte man bei den Kriterien vorsichtig sein. DocMorris scheut bspw. nicht davor zurück, zumindest in Nach-Arbeitszeiten, sehr kritische Kommentare zuzulassen (siehe PR-Blogger-Artikel). Derartige Anfeindungen gab es vielleicht wirklich nicht im Ja!Natürlich-Blog. Im Zusammenhang mit meinem nicht besonders negativen Kommentar kam mir das jedoch etwas spanisch vor. Aber natürlich freue ich mich darüber, wenn das Ja!Natürlich-Blog weitermacht. Es würde ja auch schon genügen, wenn es jede Woche einen Beitrag oder zumindest einen Hinweis auf die geringere Frequenz geben würde. Stattdessen schweigt es Ja!Natürlich… Schade, drum.

  3. Vielleicht hierzu ergänzend – vor knapp 1 Jahr haben wir http://www.iaablog.com im Auftrag von BMW für die IAA realisiert. Ein Projekt das sehr erfolgreich gelaufen ist und in der Folge zu http://podcast.bmw.com und http://vodcast.bmw.com geführt hat. Das Blog wurde 3 Wochen vor der Messe bis 2 Wochen danach aktiv betrieben. Für uns interessant war, dass der Peak der Zugriffe im März 2006 war – also knapp 1/2 Jahr nach der Messe und Ende des Blogs. Warum das so ist wussten wir zuerst auch nicht – Letzten Endes war es wohl so, dass BMW im Kontext der IAA erfolgreich eine Themenwelt besetzt hat die dann durch Google auch mittelfristig zum tragen kam. D.h. der Content Lifecycle wurde massgeblich verlängert und damit auch der potentielle ROI.
    Generell ist es natürlich richtig, dass nur ein aktuelles Blog lebt. Aber v.a. Eventblogs haben 1. Ihre Berechtigung und 2. natürliche Ablaufzeiten. Da ist das dahinterliegende Kommunikationsziel als auch das Anwendungskonzept eben ein anderes.

  4. Danke für die ausführliche Stellungnahme. Es ist interessant, die Info aus erster Hand zu bekommen. Von meinem Verständnis her muss Kommunikation neben anderen Parametern v.a. langfristig angelegt sein. Zum Thema Ablaufdatum: Ein Blog das nicht mehr aktualisiert wird stirbt. Punkt. Ihre Beobachtung (Traffic nimmt nicht ab sondern bleibt sogar konstant) in Ehren; aber ich kann das nicht so recht glauben. Wie lange schätzen Sie, wird das wohl noch so bleiben? Wenn ich beispielsweise auf eine Medienanfrage antworte „das können Sie prima im Weblog xy nachlesen“, und es stellt sich dann heraus, dass das Blog bereits vor Monaten eigemottet wurde, naja, ein richtig gutes Bild wird damit nicht vermittelt. Natürlich haben Sie recht, wenn Sie sagen, die Information ist deswegen nicht schlecht. Trotzdem sollte man auch die sich verändernden Anspruchshaltungen der Nutzer in Betracht ziehen. Content – und hier vor allem aktueller Content – is King. Daran führt kein Weg vorbei v.a. in Zeiten von Social Media. Danke fürs Reinschaun!

  5. Vielen dank für ihren eintrag in das ja! natürlich weblog und ihren Input zu diesem Projekt. Das Comment Tracking wird von martrix (Betreuende Agentur) sehr ernst genommen und auch genau verfolgt (Kommentare und Logfiles).
    Der letzte Eintrag ist vom 4. September und bis vorgestern (Ihre Anfrage) gab es keine neuen Einträge. Leider hatte die zuständige Person zwei Tage Urlaub, daher die Verspätung bei der Freischaltung – wird aber nachgeholt.
    Das Tracking bzw. Freischalten der Kommentare ist völlig normal, bei anderen Blog Projekten wurde das offene Kommentieren in Form von Beschimpfungen missbraucht und führte zu verbalen Kleinkriegen zwischen einzelnen verfeindeten Usern (Antarctica Weblog).
    Daher der Entschluss das Comment Monitoring zu verwenden.
    In diesen Projekt wurden bisher alle Kommentare freigeschalten und es gab reihenweise interessante Dialoge zwischen User und den Qualitätsmanagern und nicht nur „Eure Beiträge sind super“ Kommentare. Auch Jobanfragen wurden über das Weblog gestellt.
    Der Weblog selbst ist anhand der Zugriffszahlen, Kommentare bzw. Dialoge, Verlinkungen und Findabillity über google ein grosser Erfolg.
    Der Corporate Blog zeigt authentisch die Arbeit der Qualitätsmanager nach Aussen zu den Usern und das war auch für uns neu nach innen in den Konzern als Know-How Transfer Tool selbst.
    Interessant ist hier zu erwähnen, das die Zugriffe trotz weniger Beiträge nicht abnehmen sondern konstant bleiben.
    Die Beiträge werden mit zunehmenden Alter nicht schlechter und bleiben für viele als Informationsquelle interessant. Viele der Tätigkeiten der Qualitätsmanager wiederholen sich und Anfragen zu den Aufgaben und Produkten werden nach wie vor beantwortet. Daher meine Frage: Gibt es ein Ablaufdatum für Weblogs
    Ist die Information später schlechter oder nicht mehr zeitgemäß? Wie lange darf ein Weblog dauern? Viele Weblogs geben einen Einblick hinter die Kulissen eines Unternehmens, ohne sich zeitlich festzulegen – hier gibt es imho keine Regelung.
    Vier Qualitätsmanager(4 Blogs im Blog), dokumentieren transparent ihre tägliche Arbeit und beantworten Fragen zu Produkten und Abläufen.
    Bei Ja! Natürlich schreiben keine Ghostwriter oder Redakteure die Inhalte, es ist handmade – daher entsteht auch ein nicht zu unterschätzender Aufwand für das Qualitäts Team, welcher in diesem Projekt nicht gescheut wurde.
    Jedoch nehme ich Ihren Input gerne auf und werde es mit den zuständigen Personen diskutieren und bedanke mich für Ihr Interesse und die Diskussion.
    michael gattereder, martrix

  6. Also wie gesagt – in diesem Projekt stellen wir leider nur die Infrastruktur und die technische Umsetzung zur Verfügung. Ansonsten ist unser Einflußbereich begrenzt, deshalb macht es auch keinen Sinn sich zu „rechtfertigen“.
    Auch was das Comment Tracking/Monitoring betrifft liegt das nicht in unserer Hand. Mehr als Aufklärungsarbeit können wir leider nicht leisten.
    Generell ist imho ein Comment Review bevor etwas online geht gerade bei Corporate Blogs völlig normal und übliche Praxis (siehe Großteil der US Corp Blogs) und auch kein Problem, solang man eben darauf reagiert…
    Aber danke für die intensive Auseinandersetzung mit dem Projekt und für das Aufzeigen der Probleme in Corporate Blog Projekten!

  7. Immerhin werden die Kommentare automatisch zensiert. Ich habe gestern Nachmittag auf dem Blog bei Ja!Natürlich via Kommentar auf die Kritikpunkte verwiesen und damit das Monitoring eigentlich ganz leicht gemacht, dennoch war das Ergebnis: keine Reaktion. Stattdessen bleiben die nichtigen Kommentare bei Ja!Natürlich stehen, die sich ja auch viel besser lesen: „Ich finde deine Beiträge wirklich sehr lesenswert.“ oder „Eure Beiträge sind echt super.“