Jetzt neu! Der Kunde als Ideenlieferant

28. September 2006Im neuen Wirtschaftsmagazin on top, es erscheint dreisprachig im Alpen-Adria Raum (Kärnten, Oberitalien, Slowenien), gibt ein Marketingexperte und Innovationsberater nützliche Tipps, wie Unternehmen Kunden in die Produktentwicklung miteinbeziehen können. Und …


Im neuen Wirtschaftsmagazin on top, es erscheint dreisprachig im Alpen-Adria Raum (Kärnten, Oberitalien, Slowenien), gibt ein Marketingexperte und Innovationsberater nützliche Tipps, wie Unternehmen Kunden in die Produktentwicklung miteinbeziehen können. Und so einfach geht’s: Stellen Sie ihrem Kunden folgende Fragen:

a) was wissen Sie über unser Produkt und was würden Sie noch gerne darüber wissen?
b) wie, wann, wo, zu welchem Anlass verwenden Sie unser Produkt derzeit und wie würden Sie es gerne gebrauchen
c) was halten Sie von unserem Produkt bzw. was müsste passieren, damit sich Ihre Meinung verändert (verbessert)?
d) Welche Erfahrungen möchten Sie in Zukunft damit machen?
e) Was fällt Ihnen Lustiges, Kurioses und Außergewöhnliches rund um unser Produkt ein?

Was mir hier natürlich abgeht, ist die Art und Weise, wie ich meinen Kunden dieses Wissen entlocke, ihn an mein Unternehmen, seine Marken und Produkte quasi heranführe. Verwickle ich ihn en passant in ein Gespräch, in dem ich ihm dann ein Loch in den Bauch frage? Vielleicht. Schick ich ihm einen Fragebogen zu, mit der Bitte, diesen in BLOCKBUCHSTABEN auszufüllen? Auch möglich, wenngleich wenig zielführend.

Lange Rede kurzer Sinn: Wie bringe ich meinen Kunden dazu, mir seine Meinung gerne mitzugeilen. Frei von der Leber weg, sozusagen? Ich würde meinen, indem ich es ihm so einfach, so bequem wie möglich mache, mit mir in Kontakt zu treten. Und hier kommt als eine, wohlgemerkt mehrerer Möglichkeiten, das Corporate Weblog ins Spiel. Richtig eingesetzt und entsprechend verstanden, eröffnet ein Corporate Blog dem Unternehmen einen wichtigen zusätzlichen Kommunikationskanal, über den es sich vortrefflich, da unaufdringlich, miteinander ins Gespräch kommen lässt. Bestehende oder potentielle Kunden werden mir hier vielleicht nicht alle Fragen auf einmal beantworten (wollen), mir aber doch nützliches Feedback liefern, kritische Fragen stellen, mich loben oder auch auf den Boden der Tatsachen zurückholen, mich auf die eigene Betriebsblindheit aufmerksam machen, mir hier oder da die Augen öffnen, etc.

Natürlich kann man auch tiefer in die Tasche greifen und wichtige Kunden (Multiplikatoren) aktiv dazu einladen, einen neuen Fahrzeugmotor, eine neue Dienstleistung zu entwerfen oder sich an anderen Prozessen im Rahmen der Produktentwicklung zu beteiligen, das stimmt schon. Aber fangen wir doch einmal klein und überschaubar an, sehen dann, ob es funktioniert, ob die Kunden diese Art der Kommunikation annehmen, ob es ihnen, dem betreffenden Unternehmen, dem Produkt einen effektiven Mehrwert bietet. Ist dies einmal erreicht, dann ist ein wichtiger Schritt getan.

via: on top

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