Was Blogs so alles können sollten

3. Oktober 2006Irgendwie hätte ich es mir denken können. Sobald man damit beginnt, sich beruflich um die Weblogs anderer zu kümmern, wird es um das eigene Blog leiser und leiser. Derzeit bin …


Irgendwie hätte ich es mir denken können. Sobald man damit beginnt, sich beruflich um die Weblogs anderer zu kümmern, wird es um das eigene Blog leiser und leiser. Derzeit bin ich gerade dabei, mir vorzustellen, was ein Blog technisch so alles können soll. Als absoluter Nicht-Technik-Freak gehen mir jetzt einige Sachen im Kopf herum. So fällt mir ein sehr erfolgreicher Unternehmer ein, der gesagt hat, dass er mit seinem Mobiltelefon eigentlich "nur" telefonieren möchte. Basta. Er will erreichbar sein. Einen grünen Knopf, einen roten und ein Telefonbuch. Und das wars.

Ist es kühn oder gar dumm, sich ein Weblog vorzustellen, dass einfach nur all das kann, was "wirklich" (Definitionsfrage!) gebraucht wird? Oder wäre es nicht klüger, in das Blog einige Applikationen zu integrieren, mit deren Hilfe sich der Leser seine "eigene" Blogoberfläche zusammenzimmern kann.  Also um es kurz zu machen: Fragen über Fragen.  Hier ein paar Blogs, über denen ich gerade brüte:

http://climbtothestars.org/
Die Navigation durch das Archiv finde ich sehr gelungen. Was aber, wenn das Blog gerade erst beginnt?

http://www.brainsonfire.com/blog/
Warum müssen alle Rot sehen, nur weil meine Lieblingsfarbe Rot ist. Auch ein Customizing-Ansatz, über den man vortrefflich nachdenken kann.

http://www.toprankblog.com/
Social Bookmarking einmal andes. Statt einem Wald aus Icons werden die wichtigsten herausgenommen, die restlichen in einem Drop-Down Menü angeboten.

Natürlich sind das Spielereien. Und natürlich kommt es primär auf den Inhalt an. Aber sollte man nicht auch darüber nachdenken?

3 Gedanken zu “Was Blogs so alles können sollten

  1. @Georg:
    simpel – stimmt prinzipiell, es sollte aber (v.a. bei Corporate Blogs) dem CD entsprechen
    RSS – und bitte nicht erst weit weit unten, knapp unterhalb des untersten Randes, wie’s leider häufig der Fall ist
    Blogroll – ich habe bewusst darauf verzichtet, weil mir das zu statisch bzw. zu viel Wartungsaufwand ist. Ich werde aber demnächst probeweise meine Kommentar auf anderen Weblogs via coComment einbauen. Das ist dynamischer und erfüllt einen ähnlichen Zweck, nämlich jene Blogs zu verlinken, die mir wichtig genug sind, dass ich dort einen Dialog führe
    Kommentare ohne Anmeldung – wäre ohne die Spammer-Heerscharen schön, werde ich aber auf meinem Blog weiterhin nicht spielen.

  2. Was Blogs können müssen:
    – Simpel gestaltet – keine Schnörkel
    – RSS so einfach wie möglich (Logo und daneben ein Link „Was ist RSS“)
    – Reduzieren, reduzieren, reduzieren: Statt etwa einer Blogroll reicht oft der Verweis auf auf die OPML-Datei auf http://share.opml.org/
    – Kommentare ohne Anmeldung (leider lassen das viele auf Twoday nicht zu – ich schreib dann halt nix).

  3. Hallo!
    Wenn ich andere Blogs besuche, dann sehe ich auch oft ganz toll gestaltete Webseiten. Manchmal bin ich von den Animationen so fasziniert, dass ich den Inhalt vom Text gar nicht beachte.Die Inhalte und Texte sind dann auch oft die grosse Schwachstelle. Jeder nach seiner Art.
    Gruss schlagloch.