Natascha Kampusch wechselt PR-Strategen

27. Oktober 2006Natasche Kampusch wechselt ihren PR-Berater. Dietmar Ecker von der PR-Agentur Ecker & Partner zeichnete bislang – wie hier berichtet – für die PR-Betreuung des acht Jahre lang festgehaltenen Entführungsopfers verantwortlich. …


Natasche Kampusch wechselt ihren PR-Berater. Dietmar Ecker von der PR-Agentur Ecker & Partner zeichnete bislang – wie hier berichtet – für die PR-Betreuung des acht Jahre lang festgehaltenen Entführungsopfers verantwortlich. Jetzt muss offensichtlich ein Neuer her. Er heißt Stefan Bachleitner, ist Partner der Skills Group und – genau! – verlangt natürlich wieder nichts für seine Dienste. Das kennen wir ja bereits von Dietmar Ecker. Interessant ist, dass der Wechsel in der Medienbetreuung im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens getroffen wude, zu dem sechs österreichische (welche?) Agenturen eingeladen wurden. Da geht man schon ganz schön professionell zur Sache, respekt! Die Skills Group über den eigenen Mann:

Der auf sensible Themen spezialisierte PR-Berater will für "einen respektvollen Umgang mit Frau Kampusch und ihrer Familie" sorgen und steht für eine professionelle Behandlung von Medienanliegen.

Jetzt würde mich natürlich interessieren, ob und wenn ja, was Dietmar Ecker falsch gemacht haben könnte, dass er nun den Sessel vor die Türe gestellt bekommt. Wahrscheinlich von Frau Natascha K. höchst selbst? War er zu wenig sensibel? Zu wenig professionell in der Behandlung von Medienanliegen? Wohl kaum. Na egal. Ecker hat den Löwenanteil der Aufmerksamkeit (zB.: hier) rund um den einzigartigen Kriminalfall für sich und sie Agentur längst eingeheimst. Um die Brotkrumen können sich jetzt ruhig andere kümmern. Ob Bachleitner im STANDARD wohl auch einen Kopf des Tages bekommt, wie Ecker? Wohl kaum. So ist das halt mit der Aufmerksamkeit.

via: APA Originaltext Service

3 Gedanken zu “Natascha Kampusch wechselt PR-Strategen

  1. Es hat möglicherweise damit zu tun, dass die Sache halt weitaus komplexer sein dürfte, als auf den ersten – medial vermittelten (verfälschten?) – Blick zu erkennen ist. Gerade in diesem Fall tun wir sehr gut daran, die Fakten besonders akribisch unter die Lupe zu nehmen, bevor wir eine Einschätzung treffen.
    Nur weil der „Neue“ die Sache „sensibel“ und „respektvoll“ anpacken will, heißt das nicht, dass der „Alte“ das nicht auch getan hätte. Das kann man m.E. daraus nicht ablesen. Für mich ist das eher eine allgemeine Ansage, wie S. Bachleitner es „anlegen“ will.
    Man sollte nicht zu viel in die PA hinein interpretieren. Die Arbeit, die Dietmar Ecker für NK geleistet hat, gibt genug Stoff für Diskussion; für deren Beurteilung ist die PA des neuen Betreuers irrelevant.

  2. Aha, interessant. Die Botschaft entsteht aber auch in diesem Fall beim Empfänger. Also bei mir. Der eine PR-Mann geht und der neue kommt. Und der Neue sieht sich als Spezialist für sensible Themen und will einen respektvollen Umgang, etc. erreichen. Ja hallo? Was war denn eigentlich der Job von Ecker, wenn nicht genau das?

  3. Dietmar Ecker hat den Sessel nicht vor die Tür gestellt bekommen, wie kommst du auf diese Idee. Die Betreuung von NK war aus Sicht von Kollegen Ecker von Anfang an eine befristete und ist auch schon seit einiger Zeit – wie geplant – beendet. In den vergangenen Wochen waren die Medienanwälte zuständig; jetzt ist die Ausschreibung abgeschlossen und Stefan Bachleitner übernimmt – in einer neuen Phase, die mit der voran gegangenen nicht mehr viel gemein hat.
    Ich verstehe auch den seltsam negativen Unterton in deinem Beitrag nicht. Ich empfehle das Interview mit Dietmar Ecker im PRVAnews.cast Nr. 4, das bringt möglicherweise etwas mehr Licht in die Sache.