Weihnachtszeit, Geschenkezeit

26. Dezember 2006Die Socken von Tante Emma, die Krawatte von Muttern und die Pralinen vom liebenswerten Nachbarn. Wer kennt ihn nicht, den alljährlichen vor- und nachweihnachtlichen Geschenke-Krampf. Wohin damit, wohin damit?! Gottseidank …


Die Socken von Tante Emma, die Krawatte von Muttern und die Pralinen vom liebenswerten Nachbarn. Wer kennt ihn nicht, den alljährlichen vor- und nachweihnachtlichen Geschenke-Krampf. Wohin damit, wohin damit?! Gottseidank gibt es Ebay. Was aber tun, wenn man Journalist ist, und zu Weihnachten mit erlesenen Weinen, hochwertigen Kugelschreibern und Füllfederhaltern, Mobiltelefonen, ja sogar Premiere-World-Empfängern bedacht wird?

Da ist guter Rat teuer. Und überhaupt: Wahrscheinlich will der Füllfederhalter- oder Handyherschenker dann im kommenden Jahr auch noch wohlwollende Berichterstattung? Das kann ja wohl nicht sein! Dies haben sich auch Journalisten der APA (Austria Presse Agentur) gedacht, wie ich heute erfahren habe. Zwar werden die kleinen oder größeren Geschenke von ihnen angenommen. Diese werden dann aber (auf freiwilliger Basis) zusammengetragen und intern versteigert. Jeder Redakteur kann mitmachen. Und die hübsche Summe die dabei herauskommt, wird Licht ins Dunkel oder einem anderen guten Zweck gespendet. So machen Journalistengeschenke – über einen kreativen Umweg – also doch Sinn.

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