Skifahren 2.0 (zweiter Teil)

2. Januar 2007Dass es auch anders geht, sprich, dass sich das Mitmach-Internet durchaus auch für Skigebiete auszahlt bzw. sich in deren bestehende Angebote integrieren lässt, zeigt das Projekt Powderfriends. Drei große Skigebiete …


Dass es auch anders geht, sprich, dass sich das Mitmach-Internet durchaus auch für Skigebiete auszahlt bzw. sich in deren bestehende Angebote integrieren lässt, zeigt das Projekt Powderfriends. Drei große Skigebiete (Davos, Feldberg und St. Anton am Arlberg) machen hierfür gemeinsame Sache und bieten ihren jungen Gästen reichlich Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu treten und Erfahrungen auszutauschen. Herausgekommen ist ein Ding, das MySpace ziemlich ähnlich sieht.

Powderfriends

Der Content der Seite ist teilweise professionell semiprofessionell (von Ausnahmen abgesehen). Alles was herauskommen soll und tatsächlich auch herauskommt, ist das Feeling, das man hat, wenn man sich die Ski anschnallt, die Brille zurechtrückt und sich – mit einer leichten Gänsehaut im Nacken- in die Abfahrt wirft. Eher nicht so gut gefällt mir, dass man sich, um in den Genuss der Services zu kommen, anmelden muss. Und dass alle "Blog"-Beiträge aller Mitglieder in einem Sammelblog "verkocht" werden. Trotzdem finde ich die Idee witzig, gut umgesetzt, um nicht zu sagen (bislang) einzigartig.

7 Gedanken zu “Skifahren 2.0 (zweiter Teil)

  1. Das ist ja wirklich lang ….
    Merci bien.
    Betreffend Blog-Verbreitung: Seit ein paar Monaten versuchen wir uns auch als corporate blog ehrlich und authentisch in der bloggosphäre zu bewegen. Das geht natürlich nicht von einem auf den anderen Tag. Wir hatten ja keine Ahnung ob die beiträge überhaupt blogwürdig sein werden. Und ob die Kollegen überhaupt mitbloggen wollen.
    Mittlerweile glauben wir dran – weil alles was drin steht, echt ist. Manchmal selbst erlebt, manchmal selbst gehört oder gelesen – aber immer persönlich als gut empfunden. Witzig ist ja, dass es persönliche Urlaubs-Geheimtipps zum Nachlesen im netz ja kaum gibt. Bin für Hinweise aber immer dankbar.
    Apropos echt. Damit keiner jetzt groß anfangen muss zu recherchieren wer bei der ÖW hinter Joe_Bertl steht: Es steht für SchoBert, Martin. Verwend ich immer. Ist so ein Spleen von mir.
    Und betreffend der unglaublich langweiligen Prospekte, Werbefilme und Messestände im Tourismus: Leider haben´s viele Touristiker einfach immer noch nicht kapiert, daß inszenierte Bilder und Pistenkilometer niemanden mehr motivieren dort zu urlauben. Meist trauen sich die Kollegen auch nicht, darauf zu verzichten. Weil der Tourismusobmann, oft Chef eines mehr oder weniger guten Hotels, der Meinung ist, dass das einfach so gehört. Ein anderes Problem ist: alle müssen mitgenommen werden. Auch die weniger Guten. Was dann meist in Mittelmaß endet – und wieder niemanden interessiert. Ein Satz der bei uns dzt. oft kursiert ist: Tiefe ist gefragt, Breite erzeugt Langeweile. Genau an dem soll sich auch unser blog orientieren. Die besten persönlichen Erlebnisse einfach erzählt, so wie sie erlebt wurden. Bin gespannt wie es ankommen wird, im Sommer werden wir mehr wissen …

  2. Und GENAU deshalb sollten sich Community-Betreiber oder Leute, die eine solche anbieten (wollen) gut überlegen, wie sie „Community“ definieren und denken. Es gibt nämlich mehr Leute von der Sorte wie du. Eine ganze Menge sogar. Ein Blog etwa, auf dem ich mich registrieren muss, wirkt auf mich wie Weihwasser auf den Teufel.

  3. Also die Idee von Powderfriends finde ich genial. Ich bin begeisterte Tiefschneefahrerin und Arlbergliebhaberin und war demnach von dieser Plattform-Idee grundsätzlich total begeistert. Allerdings ist es wirklich ein grobes Manko, daß man die Inhalte nur als registrierter User sehen kann. Schade, denn das ist nicht jedermann’s Sache-meine zumindest nicht!

  4. Hallo Joe, danke für den Beitrag. Ich denke du bringst es toll auf den Punkt wenn du sagst, unser erstes Blog-Projekt war nicht so toll aber wir versuchen es weiter. Ich denke, dass man auch von corporate Seite her viel öfter mal was riskieren, einen Stein ins Wasser werfen sollte. Aber das ist wohl kulturell bedingt.
    Auch das Ziel, das ihr mit dem Blog verfolgt, nämlich persönliche Empfehlungen authentisch und ehrlich im Web zu platzieren, spricht für sich. Dass wir Prospekten, Werbefilmchen und bunten Websites immer weniger glauben, liegt doch auf der Hand. Im Imagefilm sieht schließlich alles bunt und „liftnahe“ und „sonnig“ aus. Auch der Wellnessbereich erscheint im Prospekt doppelt, ach was sag ich, dreimal so groß aus, wie es sich dann vor Ort herausstellt (ist mir in Zauchensee gerade selbst so ergangen).
    Was lernen wir daraus? Dass uns viel wichtiger ist, was andere erlebt, erfahren, gefühlt haben. Was sie erkannt oder gesehen haben. Wie sich ihr Urlaub aus ihrer eigenen subjektiven Sicht darstellt. Ich denke, dass die sich bietenden kommunikativen Möglichkeiten (Social Media) ein Muss sind und speziell für Tourismusverantwortliche ganz oben auf der Agenda stehen sollten. Dass die Österreich Werbung hier mit von der Partie ist, wundert mich also wenig. Weiter so!
    Andererseits wundert es mich schon, wie stiefmütterlich ihr euer Blog (warum handelt es „nur“ von kulinatischen Themen. Österreich hat so viel zu bieten) auf der offiziellen Homepage behandelt. Ich kann es auf den ersten Blick dort jedenfalls nicht finden. Oder ich bin einfach nur blind. Eine Suche (aber wer tut das schon wenn er gar nicht weiß, WONACH er suchen soll bzw. dass es ein Blog gibt?) zeigt dann erst den Weg zum Blog. Ich denke, wenn man das Blog prominienter auf der Seite platzieren würde (bitte auf keinen Fall im Pressebereich einsperren, da gehört es nämlich nicht hin!) hätte dies zur Folge, dass mehr Menschen mit euch ins Gespräch kommen würden. Große Potentiale sehe ich darüber hinaus aber auch im Bereich des User Generated Advertisings. Aber das ist eine andere Baustelle :) Danke fürs Reinschaun! Ed

  5. Tja – schon interessant was sich alles in der „touristischen“ bloggosphäre grad tut. Jeder versucht ein wenig mitzumischen, Ahnung haben die wenigsten. Inklusive uns „Experten“. Ich bin nämlich Österreich-Werber und beschäftige mich seit ein paar Monaten mit dem Thema. Selbstkritisches Negativbeispiel – unser Mozart-Blog vom Vorjahr http://zuckerwatte.twoday.net/stories/2923931/
    Doch wir versuchen`s weiter. Unser Ziel: persönliche Empfehlungen authentisch und ehrlich im web platzieren. Unser nächster Versuch: http://blog.austria.info
    Sehr simple, aber echt. Freu mich auf Kommentare, ist ja „training on the job“ für uns …