PR-Qualitätssicherung: Können Weblogs helfen?

13. März 2007In der aktuellen Ausgabe des Medienjournals (Titel: Public Relations udn Qualitätssicherung) beschäftigt sich DDr. Benno Signitzer, seines Zeichens Leiter der Abteilung für Publc Relations & Unternehmenskommunikation an der Universität Salzburg, …


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In der aktuellen Ausgabe des Medienjournals (Titel: Public Relations udn Qualitätssicherung) beschäftigt sich DDr. Benno Signitzer, seines Zeichens Leiter der Abteilung für Publc Relations & Unternehmenskommunikation an der Universität Salzburg, mit der Frage, wie eine Qualitätssicherung "von unten" aussehen könnte. In seinem Kommentar schreibt er

Wenn es stimmt, dass Zielgruppen und Kunden (gemeint sind Kunden von PR-Agenturen Anm.) ohnedies schon – mehr oder weniger massiv – Einfluss nehmen dann ist es klug, sie ins Boot zu holen und als Ressource zu nützen (…). Auf einer Skala der Intensität der Beziehung (…) wären etwa folgende Maßnahmen denkbar:

  • genaues aber passives Monitoring der Reaktionen von Zielgruppen und Kunden auf unsere Aktivitäten;
  • aktives und systematisches Einholen von Feedback von Zielgruppen und Kunden;
  • quasi "offizielle" Einbindung von Zielgruppen und Kunden in formalisierte Qualitätssicherungsverfahren (z.B. Ausschüsse, Beiräte, regelmässige Brainstormings).

Fassen wir zusammen: Es geht also um die Professionalisierung der PR-Branche von unten, für die der Autor so ewas ähnliches wie "mehr Zuhören" vorschlägt. Worauf ich hinaus will, ist die Frage, ob die PR-Branche zu dieser Form der Einbindung ihrer (mündigen) Dialogpartner heute überhaupt schon bereit ist. Ich habe da so meine Bedenken.

Des weiteren möchte ich hier die These aufstellen, dass Social Media für die im Artikel beschriebene und angeregte Professionalisierung von unten von unschätzbarem Wert, ja mehr noch, eine unglaubliche Chance ist. Dass der Großteil der heimischen PR- und Kommunikationsbranche diesen Umstand noch nicht ausreichend reflektiert bzw. sich sogar dagegen sträubt, steht auf einem anderen Blatt. Weblogs und andere Social Media Dingens sind in Signitzers Artikel  natürlich kein Thema. Darauf will ich aber gar nicht hinaus. Ich denke aber, dass echtes Zuhören, aktiver Dialog und Austausch mit den Stakeholdern vielerlei Gestalt annehmen kann. Auch und eben nicht zuletzt auch die von Social Media!

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