Von Journalisten und Laborratten

6. April 2007Stolpere da im Informationcommunication-blog gerade über eine Grafik die sich mit dem in Veränderung geratenen Rollenverständnis von Journalisten bzw. des Journalismus an und für sich beschäftigt. Und unter uns gesagt, …


Stolpere da im Informationcommunication-blog gerade über eine Grafik die sich mit dem in Veränderung geratenen Rollenverständnis von Journalisten bzw. des Journalismus an und für sich beschäftigt. Und unter uns gesagt, ich mag es ja auch immer wieder gerne mal einfach und verständlich.

Journalismus20_2 Die in beide Richtungen zeigenden Pfeile zwischen den Rezipienten, die in früheren Zeiten Informationen einfach passiv aufgenommen haben und jetzt ebenfalls ein neues Rollenverständnis entwickeln, lassen mich unweigerlich an die Mark&Ed Show, eine kleine Session zum Thema PR 2.0 anlässlich des Barcamps in Klagenfurt im vergangenen Feber bzw. an Markus Pirchners genialen Ausspruch "die Laborratten schlagen zurück" denken.

Die Laborratten, das sind nämlich wir. Wir, die wir uns nicht länger auf die Rolle bloßer Konsumenten von Information beschränken lassen und vieles was uns aus Funk und Fernsehen, von Konzernen & Co vorgesetzt (vorgegaukelt?) wird nicht mehr unreflektiert "schlucken" wollen (Stichwort: PROsument).Wir, die wir uns zunehmend vernetzen, an Zahl, Wirkungs- und Verbreitungsgrad zulegen und uns – erstmals wirklich – neuer Informations- und Kommunikationstechnologien bedienen, die uns nunmehr als mächtige Werkzeuge zur Verfügung stehen. Unternehmen, Marken, etc. die diesen Umstand verinnerlichen, und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen in der Lage sind, haben die Zeichen der Zeit erkannt.

Ich weiß schon. Es ist Ostern und ich spreche hier von Ratten. Vielleicht habe ich ja auch goldene Lind-Ratten gemeint mit roter Masche und Glöckchen dran. In diesem Sinne, ein paar geruhsame Tage!

Nachtrag: wie ich hier gerade sehe, ist die oben veröffentlichte Darstellung eine Anlehnung an das von Prof. Christoph Neuberger entworfene Kommunikationsmodell zur veränderten Rolle des Journalismus im Kontext des Internets.

4 Gedanken zu “Von Journalisten und Laborratten

  1. Tja, so geht es einem mit den Ratten 😉 Am Ende werden sie trotzdem alle wieder hinterher laufen. Mit und ohne Glöckchen :)

  2. zu viel der Ehre, lieber Ed. Die Urheberschaft für den Spruch von den Laborratten kann ich leider nicht für mich reklamieren. Ich habe ihn lediglich aus dem Englischen übertragen; die Quelle weiß ich im Moment leider auch nicht.
    Aber lieber gut abgekupfert als schlecht selber erfunden.