Von Social-Networking Mähdreschern

13. April 2007Wieviel Kontakte hast du auf Xing? Wie viele Leser hat dein Blog? Aha,  ich habe aber… So oder ähnlich verlaufende Gespräche fallen mir zunehmend auf die Nerven. Nein, ich möchte …


Wieviel Kontakte hast du auf Xing? Wie viele Leser hat dein Blog? Aha,  ich habe aber… So oder ähnlich verlaufende Gespräche fallen mir zunehmend auf die Nerven. Nein, ich möchte mich hier nicht als Qualitätsapostel aufspielen, aber im Ernst: Wenn ich nicht weiß, wen ich zur Lösung der einen oder andere kniffligen Frage anrufen kann, nützen mit Xing, StudiVZ oder MySpace oder wie die Social Networking Plattformen auch alle heißen vielfach auch nichts. Dennoch geht es in Social-Networks vielen offensichtlich nur noch darum, möglichst viele Kontakte bzw. "Freunde" (würg!!) zu haben. Und genau in diese Kerbe schlägt jetzt ein selbsternanntes XXL-Social Netzwerk aus München Wien.

Wer es nämlich schafft, als erster eine Mio. "Freunde" zu haben, bekommt eine Mio. Euro bar auf die Kralle, tönt es da in der Presseaussendung. Da hat sich dann jede Diskussion darüber, wie viel ein Freund "wert" ist erübrigt. Ein Euro! Wer sich da nicht wie im 75 Cent-Shop vorkommt, ist selbst schuld! Nun ist der Plattform für die Idee eigentlich zu gratulieren. Das ganze läuft natürlich unter dem bezeichnenden Motto "Alle machen mit und du bist dabei". Wow! Wie damals beim Kasperl! Ein paar werden schon mitmachen. Ein paar Bogger offensichtlich ja auch. Auch der generierte Buzz wird sicher stimmen. Dennoch finde ich wie Mähdrescher durch die Gegend fahrende Social Networker gelinde gesagt zum k*. Leute, die nicht mehr schlafen können, weil  ihr Blog zu wenig Leserschaft hat detto. In diesem Sinne!

5 Gedanken zu “Von Social-Networking Mähdreschern

  1. ach wo. verärgert geht anders. sein tu ich vielleicht… am ehesten verwundert.
    @ oberweite: du, das kriegt man schon hin, eine Hülle ist schnell zusammengezimmert, ein avatar erschaffen. aber stimmt. oberweite hilft immer. siehe tina tequila oder wie diese pute auf myspace heißt. andererseits nehme ich das gleich weider zurück. sie soll nämlich geld verdienen damit. also geschäftsmodell quasi. und aus :)

  2. Du wirst doch nicht etwa verärgert sein? 😉
    Solange es einen Markt für Boulevard gibt, wird es auch Platz für derartige „Geschäftsmodelle“ geben. Sind sie erfolgreich, dann bedienen sie offenbar ein Bedürfnis, wenn nicht, dann gehen sie eh schneller ein, als du ihren Namen buchstabieren kannst.
    Lass die Dummen ihre Zeit verschwenden; währenddessen stehen sie uns wenigstens nicht im Weg :-)