Echtheit: Wie fühlt sich das an?

22. Mai 2007Reinhard Lanner, der erste Tourismusmanager Österreichs mit einem eigenen Weblog, ist gefrustet. Sein Blog – er schreibt hier über Tourismus & Freizeitideen für Menschen und Marken – tuckert so über …


Reinhard Lanner, der erste Tourismusmanager Österreichs mit einem eigenen Weblog, ist gefrustet. Sein Blog – er schreibt hier über Tourismus & Freizeitideen für Menschen und Marken – tuckert so über die Landebahn, hebt ab oder doch nicht. Und Reinhard redet drüber. Einfach so. Und ich denke, das, genau das ist es (auch) was Bloggen sein kann und sein soll. Klausur mit uns selbst. Steine ins Wasser werfen. Soziale Interaktion. Hinfallen und Aufstehen. Was Lanners Eintrag bei mir bewirkt hat? Nach den ersten paar Zeilen wurde mir klar, dass hier jemand schreibt, was er wirklich meint, was ihm durch den Kopf geht, was ihn bewegt. Und das ist es doch, was wir Blogleser eigentlich wollen, oder etwa nicht? ICH will das. Ich will echte Menschen, echte Probleme und echte Freude hören, sehen, spüren oder lesen. Den marktschreierischen Rest an Botschaften (die schönste Therme, der längste Skilift, den größten Pool, etc. pp) bekomme ich doch schon anderswo.
Ob ich will oder nicht.

Ein Gedanke zu “Echtheit: Wie fühlt sich das an?

  1. Yep, genau! Aber das braucht Mut, sehr viel Mut. Denn Echtheit basiert auf Ehrlichkeit und Offenheit. Und alle drei bieten sie viel Angriffsfläche für verletzende Angriffe. Jede Stichelei, jeder doofe Kommentar, der sich gegen echte Texte richtet, verletzt.
    Deshalb kann ich verstehen, wenn sich Menschen bewusst gegen die ehrliche Öffnung des eigenen Selbst entscheiden.
    Und ich bewundere umso mehr diejenigen, die sich dafür entscheiden.