Hosen runter beim CIA

23. Juni 2007Zu einem ungewöhnlichen (und bereits lange geforderten) Schritt hat sich nun der US-amerikanische Geheimdienst CIA entschlossen. Laut  Der Standard sollen in der kommenden Woche geheime Dokumente, im US-Slang als "family …


Edwohlfahrt

Zu einem ungewöhnlichen (und bereits lange geforderten) Schritt hat sich nun der US-amerikanische Geheimdienst CIA entschlossen. Laut  Der Standard sollen in der kommenden Woche geheime Dokumente, im US-Slang als "family jewels" bezeichnet, aus den Jahren 1953 bis 1973 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Sie betreffen eine hoch brisante Zeit (Kalter Krieg, Schweinebucht, etc.) in der mit Sicherheit eine ganze Reiher für den CIA wenig schmeichelhafter Dinge geschehen sind. Kolportiert werden geheime militärische Interventionen, Attentatsversuche und andere Dinge, die jeder Rechtsgrundlage entbehren. Auf die Frage, warum der CIA nun die Leichen aus dem eigenen Keller holt, sagt Ober-Geheimdienstler Hayden etwas Interessantes. Nämlich dass Mythen und falsche Informationen oft schädlicher seien als die Wahrheit. Wie recht der damit doch hat! Und trotzdem wird so oft gemauert, "strategisch" informiert, gemauschelt und – ja! – verarscht, sprich die Öffentlichkeit für dumm verkauft. Beispiele gefällig? Bawag, Hypo, Eurofighter, und und und.

Jetzt bin ich nicht so blauäugig, zu behaupten, der CIA spiele zu 100 Prozent mit offenen Karten. Dennoch könnten sich an der nun verfolgten Policy einige ein kleineres oder größeres Stückchen abschneiden. Es kommt doch sowieso alles mal ans Tageslicht!

Further Reading: LA Times
Blogger zur Story: Family Jewels

2 Gedanken zu “Hosen runter beim CIA