Gute Bewertungen leicht gemacht

7. September 2007Mit dem vorigen Blogpost zum Thema Hotelbewertungen im Hinterkopf bin ich heute Mountainbiken gegangen. Da fällt mir ein, dass Axel vor längerer Zeit über ein mexikanisches Restaurant gebloggt hat, das …


Mit dem vorigen Blogpost zum Thema Hotelbewertungen im Hinterkopf bin ich heute Mountainbiken gegangen. Da fällt mir ein, dass Axel vor längerer Zeit über ein mexikanisches Restaurant gebloggt hat, das seine (hoffentlich zufriedenen) Kunden hiermit

Etourism

dazu auffordert, es auf diversen Gastro-Foren zu bewerten. Stinkonormaler Zettel, Kosten gleich null aber dafür möglicherweise große Wirkung.

Wenn man das nun auf die Ebene von Hotelbewertungen herunterbricht, so macht das hier sicher auch Sinn. Warum also nicht gezielt Gäste darauf aufmerksam machen, dass man sich freuen würde, wenn sie das Hotel bewerten. Natürlich anonym. Schließlich will man sie bestmöglich servicieren und, sollte mit dem angebotenen Service etwas nicht stimmen, die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Ich finde die läppischen Fragebögen in den Hotelzimmern so doof, dass ich mich nicht erinnern kann, je einen solchen ausgefüllt zu haben. Zuerst die vorgefertigten Fragen, bei denen man ankreuzen kann und dann noch unten der obligatorische Punkt "Sonstiges" mit ein paar leeren Zeilen. Hat das schon jemals wer ausgefüllt??! Das geht heute viel einfacher. Und warum nicht direkt vom Hotel-PC aus? Da macht es sich dann natürlich weniger gut, wenn ich dem Hotelgast für die Benützung der Inernet-Ecke (mit dem er den Betrieb hoffentlich während seinem Aufenthalt bewertet) noch ein paar zusätzliche Euros abknöpfe… Dieser Offensiv-Schritt geht natürlich NUR dann, wenn ich als Hotelier von meinem Angebot überzeugt wirklich überzeugt bin, für die Freundlichkeit meines Mitarbeiterstabes die Hand ins Feuer legen kann, etc. etc.

Ich denke aber auch noch etwas anderes: Nehmen wir einmal an, ein wirklich gutes Hotel (lassen wir mal bei Seite, was das heißt) wird in einem Forum arg verrissen, irrsinnig schlecht bewertet und das ganze wächst sich zu einem echten Problem, sprich Imageschaden aus. Warum dann nicht mit internet-affinen Stammgästen Kontakt aufnehmen? Warum nicht sie, die ja aus eigener Erfahrung wissen, was sie an diesem "ihren" Hotel haben, höflich darum bitten, aktiv zu weden und positiv gegenzusteuern? Vielleicht gibt’s dafür beim nächsten Kärntenurlaub einen Buschenschank-Abend oder von mir aus einen Nachmittag mit dem Super-Cabrio gratis dazu? Augenauswischerei ist das nämlich keine, in meinen Augen zumindest. Statt dessen kann ich – auch unterm Jahr – an der (Stamm-) Kundenpflege-Front arbeiten und spare mir noch dazu eine fakende Agentur, die mir dafür wahrscheinlich ein Vermögen abnimmt…

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