eReputation für Uni-Profs

10. Oktober 2007Das Gespräche mit PR-Blogger Klaus Eck von vergangenem Montag spukt noch immer in meinem Kopf herum. Klaus erklärte die Bedeutung des Themas elektronische Reputation (eReputation) damit, dass er sinngemäß sagte, …


Das Gespräche mit PR-Blogger Klaus Eck von vergangenem Montag spukt noch immer in meinem Kopf herum. Klaus erklärte die Bedeutung des Themas elektronische Reputation (eReputation) damit, dass er sinngemäß sagte, dass wir uns ALLE angestellt, selbstständig oder was immer, auf einer Bühne befinden. Es kommt nur darauf an, ob wir auf dieser Bühne herumstolpern oder gezielt einen Schritt nach dem anderen setzen. Was bedeuten würde, das wir das Bild, das andere von uns haben beobachten, ggf. korrigieren bzw. daran aktiv mitarbeiten. Online wie offline.

Für eine Veranstaltung vom PR-Club Kärnten die sich morgen abend mit dem Thema StudiVZ auseinandersetzen wird, klicke ich mich gerade durch verschiedene Studentenforen. Und werde gerade mal wieder ziemlich stutzig. Von der Plattform Meinprof.at habe ich schon vor längerer Zeit mal gehört. Angesehen habe ich sie mir aber erst vor wenigen Minuten. Mein Fazit: Diese Plattform kann einem in Sachen online Reputation einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen bzw. zumindest dafür sorgen, dass man auf Google sehr weit oben sehr alt aussieht. Da denke ich gerade wieder an die Worte von Klaus Eck in Sachen Bühne…

Ein Beispiel: Meinprof.at listet auf seiner Seite ziemlich brutal die am besten wie auch die am schlechtesten bewerteten Lehrbeauftragten Österreichs. Klar dass ich mir hier zB die Universität Salzburg sehr genau angesehen habe. Schließlich beehrte ich dieses Haus für sieben Jahre. Dann stöberte ich mich bis zur Alpen-Adria-Universität Klagenfurt durch. Das Ranking dort von Herrn Prof. Dr. Mittermeier (den ich persönlich nicht kenne und deshalb auch nicht bewerten kann) ist gelinde gesagt alles andere als förderlich. Listet er hier doch mit neun anderen Unilehrern ganz weit unten. Hm… dachte ich mir, mal sehn was Google dazu sagt. Und zack! Ein Volltreffer. Ganz oben in der Trefferliste steht zum betreffenden Namen der Verweis auf das Profil auf meinprof.at. Autsch!

Bewertungen sind subjektive Momentaufnahmen, klar. Die Rache von Studierenden zB. nach einer schlechten Note also nicht ausgeschlossen. Und dennoch lohnt es sich, über das Google-Ergebnis nachzudenken UND, noch viel wichtiger, geeignete Maßnahmen zu setzen, dieses zu korrigieren. Vorausgesetzt, einem ist dies nicht egal. Wer will schließlich denen, die Google mit betreffenden Namen füttern mit einer solchen Bewertung entgegentreten?!

Meinprofat

Anmerkung: Mit diesem Blogpost kann ich selbstverständlich keine Wertung in irgend eine Richtung vornehmen. Ich schreibe hier lediglich darüber, wie transparent verschiedene Plattformen den Unibetrieb bereits machen und welche Auswirkungen auf die Reputation sich daraus ergeben (können).

2 Gedanken zu “eReputation für Uni-Profs

  1. hi tom! danke für deinen view from the top. ich habe im blogpost nicht explizit darauf hingewiesen aber du hast selbstverständlich recht mit dem was du sagst. schlecht bewerteten referenten hilft imho kein SEO oder sonst etwas sondern einzig und alleine die steigerung ihrer performance in den seminarräumen und vorlesungssälen. Grüße!

  2. Hi Ed,
    liebe Grüße aus Berlin. „Wer will schließlich denen, die Google mit betreffenden Namen füttern mit einer solchen Bewertung entgegentreten?!“ – viele :)
    Wir bekommen am Tag so circa 20 Mails von Dozenten – meist aber positive 😀
    Ja wir sind recht gut bei Google unterwegs. Das Ziel eines Dozenten der bei uns schlechte Bewertungen sammelt, sollte unserer Meinung nach aber nicht sein zu versuchen unsere Seite nach unten oder seine weiter nach oben zu bringen, sondern etwas an der Qualität seiner Lehrveranstaltung zu ändern.
    Wir geben übrigens Dozenten die Möglichkeit sich bei uns mit einem eigenen Account anzumelden um zB Passwörter oder gar TAN Listen für ihre Kurse zu vergeben.
    Des Weiteren können Vortragende ein Statement zur Lehrveranstaltung hinterlassen und auch mit den Studierenden in einem Forum direkt Kontakt aufnehmen.
    Uuuund :) selbstverständlich löschen wir (sobald wir Kenntnis davon erhalten) jede Beleidigung. Denn weder im öffentlichen Leben noch im Internet haben Beleidigungen und untergriffige Kommentare einen Platz.
    Lieben Gruß
    Thomas