Was macht einen Evangelisten aus?

19. Oktober 2007Ich kenne jemanden, der trinkt für sein Leben gerne Guinnes Bier. Er sucht seine Lokale in die er abends weggeht fast schon danach aus, ob er dort sein Lieblingsbier bekommt …


Ich kenne jemanden, der trinkt für sein Leben gerne Guinnes Bier. Er sucht seine Lokale in die er abends weggeht fast schon danach aus, ob er dort sein Lieblingsbier bekommt oder nicht. Auch zu Hause hat er diverse Fanartikel und hat in der Runde  schon so manchen vom (seiner Meinung nach) einzigartig super tollen Geschmack von Guinnes überzeugt. Klar, dass dieser jemand wenn er mit seiner Kamera unterwegs ist, Bilder von vollen, leeren oder halbvollen Guinnes-Gläsern macht und sie auf Flickr stellt. Ist doch klar. Warum nicht, wenn man Marke und Produkt toll findet. Jemand anderer den ich kenne schwört (wie mittlerweile ich auch) auf Apple. Und damit nicht genug. Dieser jemand ist als Apple-Evangelist unterwegs und überzeugt laufend andere davon, vom PC auf Apple umzusteigen. Weil auf Apple einfach alles intuitiver, einfacher und wunderbarer ist. Wird er von Apple dafür bezahlt? Natürlich nicht! Macht er damit unbezahlbares Empfehlungsmarketing und setzt laufend Word of Mouth Prozesse in Gang? Natürlich ja!

Marken-Envangelisten haben Gemeinsamkeiten. Sie haben etwas wunderbares entdeckt (ein Produkt, eine Dienstleistung, ein Angebot, etc.) oder haben eine tolle Erfahrung gemacht und sind darüber so verzückt, dass sie diese Erfahrung, dieses Wissen mit anderen teilen wollen. Komme was da will!

Dass ich mir als Unternehmen den Evangelismus anderer nicht zukaufen kann liegt auf der Hand. Dass ich um solche Prozesse in Gang zu setzen, um bei etwas Handfestem zu bleiben, ein exzellentes Produkt oder eine ebensolche Dienstleistung benötige, ebenfalls. Klar ist zudem, dass Evangelisten auch schon mal über tolle Erfahrungen mit einzelnen Personen reden. Die sich daraus ergebenden Prozesse sind für Einzelpersonenunternehmen (EPU’s) die selben wie für Brands oder Produkte. Hier ist Kundenverblüffung angesagt, hier geht es darum über seine Grenzen zu gehen, jemanden so zu servicieren oder zu begeistern, wie er es eben nicht erwartet hat. Ich denke in diesem Bereich haben wir alle extremes Potential. Ob angestellt, pragmatisiert, selbsständig oder bereits in Pension :)

insprired by: LeapFrog

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