Monitoring: Auch für Politiker ein großes Thema

17. November 2007PR-Leute sind meist pingelig darauf bedacht, die im Rahmen ihrer Kommunikationsarbeit für den Kunden erzielte Medienberichterstattung zu sammeln. Da wird „geclippt“ was das Zeug hält, werden spezielle Agenturen damit beauftragt …


PR-Leute sind meist pingelig darauf bedacht, die im Rahmen ihrer Kommunikationsarbeit für den Kunden erzielte Medienberichterstattung zu sammeln. Da wird „geclippt“ was das Zeug hält, werden spezielle Agenturen damit beauftragt all das zu sammeln, was in den Zeitungen stand, was on Air war oder über die TV-Schirme flimmerte. Soweit zur Welt der Kommunikation 1.0.

Wie aber sieht es mit dem Gewirr an Stimmen aus, das sich täglich online mit Produkten, Dienstleistungen, Marken oder Personen beschäftigt? Wird hier auch „aktiv zugehört“, geclippt, gemonitort und – im besten Fall – mitdiskutiert? Nur in den seltensten Fällen. Warum? Weil es vielen Verantwortlichen primär immer noch darum geht, was in der Zeitung steht, wie die eigene Marketing-Botschaften klingen, Messestand und Firmenfolder aussehen.

Der aktuelle Fall von einem YouTube Video, das ein paar Halbwüchsige von einem Auftritt des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider auf einem Sommerfest gedreht und mit „Heil Haider“-Rufen unterlegt hatten, gehört hier her. Das Video, es ist nicht mehr abrufbar, da es die Verantwortlichen – gegen sie wird derzeit ermittelt – vom Netz genommen haben, macht deutlich, dass es auch für Politiker längst nicht mehr unerheblich ist, was online über sie verbreitet wird, was andere hier über sie sagen. Wäre man auf dem online-Auge nicht so offensichtlich blind oder anders ausgedrückt, nicht so stark auf Zeitung/Radio/TV fixiert, die Kärntner Tageszeitung hätte möglicherweise eine fette Story weniger im Blatt gehabt. Nun ja, Monitoring macht eben Sinn, egal ob es um Politiker, Hotelbetriebe, Marken oder Produkte geht.

2 Gedanken zu “Monitoring: Auch für Politiker ein großes Thema

  1. Hast scho recht, und gerade im Netz ist es eigentlich einfacher als in den klassischen Medien, weil Google vergisst ja nix. Ich denke in der Regel reicht es, Google Alerts mit eeinschlägigen Keywords zu schalten und bei Technorati zu suchen. Und da man beide Suchen schon lange als RSS abonnieren kann, kommt der Berg auch jeden Tag hübsch zum Profeten.