Na endlich: Internet-Guru sieht Ende des Hypes

20. November 2007Hugh! Häuptling O’Reilly hat gesprochen. Wie ich hier lese, erzählte er der APA am Rande der Web 2.0 Expo in Berlin, dass der Hype am Ende angelangt sein und dass …


Hugh! Häuptling O’Reilly hat gesprochen. Wie ich hier lese, erzählte er der APA am Rande der Web 2.0 Expo in Berlin, dass der Hype am Ende angelangt sein und dass nun eine Phase der Konsolidierung folgen würde. Weiter unten im APA-Text heißt es dann irgendwo dass durch eben diese Konsolidierung das Web 2.0 nun auch wirtschaftlich interessant(er) werden könnt. Hm…

Was ich sagen möchte ist folgendes: Es ist doch völlig egal wie bzw. in welcher Verpackung das, was wir hier – wieder mal – Web 2.0 nennen, daher kommt. Ob es sich konsolidiert, weiter gehypt oder nicht mehr gehypt wird. Warum? Weil die damit einhergehende Machtverschiebung hin zum Konsumenten längst Realität ist. Und weil das was sich hier und heute im Internet tut morgen nicht verschwunden sein wird, sich nicht in Luft auflöst sondern nur vielleicht auf einer höheren / anderen Entwicklungsstufe angelangt sein wird.

Ich möchte also alle die jetzt sagen, na super, jetzt sagt sogar schon der Erfinder des Begriffes Web2.0, dass der Hype vorbei ist, herzlich dazu einladen, nachzudenken. Nachzudenken wie wir das Internet Mitte der 1990er Jahre gesehen und bewertet haben. Sich zu überlegen, wie sich das ganze bis heute entwickelt hat. Und nicht zuletzt die Augen gaaanz weit aufzumachen weil man die Realität eben so am besten einfangen kann. Allen anderen, die es natürlich immer schon gewußt haben, dass das "neue Internet" Blödsinn ist (Motto: Newsgroups gab es ja immer schon…), rate ich auch weiterhin, ihre Firmenfolder zu digitalisieren, in Einbahnstraßen zu denken und den Kopf noch ein wenig tiefer in den Sand zu stecken!

3 Gedanken zu “Na endlich: Internet-Guru sieht Ende des Hypes

  1. Markets are Conversations oder: Das neue Internet

    Gerade lernen wir, das Web 2.0 auch hierzulande einzusetzen, schon verkündet Internet-Guru Tim O`Reilly

  2. Heute setzten Kunden Unternehmen in Echtzeit in Konkurrenz und haben keine Skrupel identische Produkte zum besten Preis zu kaufen.
    Web 2.0 steht für transparente Märkte. Das hat gerade erst angefangen.

  3. hallo ed,
    der hype um web2.0 endet meiner meinung nach für die, die etwas neues brauchen um ihre ideen zu verkaufen. das sieht man ganz deutlich in der geschichte des internets. wenn ich aber sehe wieviele noch gar nicht wissen was web2.0 überhaupt bedeutet, wie kann das also „vorbei“ sein?
    egal – ich denke der begriff web2.0 war/ist gut für die branche um den benutzern mehr möglichkeiten zu bieten bzw zu entwickeln.
    nun gilt es (vielleicht webx.0) aus dem „gemachten“ also dem „mitgemachten“ etwas weiteres zu schaffen. sicher geht die branche jetzt dank iphone und smartphones bzw googles android auf andere plattformen – aber schau ma mal wie lange es dauert das der nutzer alle plattformen optimal für sich nutzen kann ohne in einer informationsflut „unterzutauchen“ und wieder abzutauchen – in die reale welt. dort wird er dann nur noch reduzierter bzw. optimal „nutzen“ und weiter „mitmachen“ – reality2.0 also 😉
    lg markus
    PS reality2.0 braucht sicher noch einige jahre, da man ja vorher noch ordentlich geld verdienen will z.b. mit iphone-verträge usw. 😉