Human Resources (HR) Management 2.0

17. Dezember 2007"Rekrutieren im Netz – Das Internet ist eine unerschöpfliche Informationsquelle. Auch für die HR-Arbeit", steht da auf einem Zettel, der mir gerade auf den Tisch flatterte. Hm… Dass Human Resource …


"Rekrutieren im Netz – Das Internet ist eine unerschöpfliche Informationsquelle. Auch für die HR-Arbeit", steht da auf einem Zettel, der mir gerade auf den Tisch flatterte. Hm… Dass Human Resource Manager und Headhunter Social Networking- und andere Plattformen (i.e. Xing, LinkedIN, Facebook, Myspace, Bebo, Parship, etc.) immer stärker für ihre Arbeit nutzen ja eigentlich liegt auf der Hand. Eine mir bekannte Headhunterin sagte einmal "Ed, wenn ich eine Stelle besetze, dann fang‘ ich mal bei meinen Xing Kontakten an…" Das hat mich damals fast umgehauen aber so funktioniert es nun mal! Im Rahmen der Studie "The Virtual World of Work" (Sept. 2007) hat GfK NOP für den Personaldienstleister Manpower UK 1.000 britische Arbeitnehmer befragt. Etwa über ihre Einstellung, wenn Social Networks von Unternehmen Zur Informationsgewinnung über sie verwendet werden..

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33 Prozent der Befragten finden das "in Ordnung", 43 Prozent ist es unangenehm, 10 Prozent sind darüber entrüstet und 56 Prozent (!) halten die Tatsache, dass Unternehmen Social Networks zur Informationsgewinnung über bestehende bzw. potentielle ArbeitnehmerInnen nutzen sogar für ethisch nicht vertretbar. All jenen, die sich darüber auf gut Österreichisch "aufpudeln" sei an dieser Stelle gesagt, dass sie ihre Profile entweder mit einem virtuellen Türschloss versehen oder es zumindest entschärfen sollen. Sich darüber aufzuregen, dass Personaler und Headhunter online auf die Jagd gehen, finde ich jedoch scheinheilig. Denn ziehen laut Studie erst vier von zehn Arbeitnehmern die Konsequenzen, sprich säubern ihre privaten Einträge. 30 Prozent sind mögliche Folgen egal. Und ein eben so hoher Anteil hat an diese Frage noch überhaupt keinen Gedanken verschwendet.

Fakt ist, dass Human Resources Manager, Personalchefs und Headhunter das Internet vielleicht vor so mancher anderen Branche für ihre Zwecke nutzen. Und das beste für uns. Wir können das auch tun! Wir können uns fein herausputzen, können einiges unternehmen, dass wir, wenn wir denn gefunden werden, im besten Licht erscheinen. Und schon kommunizieren wir positiv, sprechen von Chancen, Möglichkeiten und neuen Ufern. Und da sollen Social Media meiner Ansicht nach verortet werden. Genau da!

4 Gedanken zu “Human Resources (HR) Management 2.0

  1. Gerade durch eigene Spuren im Netz kann sich jeder so darstellen, wie er ist – und nicht, wie es andere vielleicht sehen oder wie es ein Ex-Chef vielleicht sieht (der vom potentiellen neuen Chef angerufen wird).
    Es wäre im Gegenzug ein schlechter Job- / Unternehmenssucher, der sich nicht im Netz über den potentiellen Arbeitgeber informiert.
    Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied…
    Was für mich wiederum bedeutet aktiv und offen zu sein: Curriculum Blogae: Take me or leave me! – denn schließlich müssen beide zueinander passen:
    http://www.injelea.de/plog/blog.php/injelea/2007/05/25/cb-curriculumb-blogae

  2. Die machen das ja nicht aus Spass, sondern weil der Markt (speziell bei technischen Fachkräften) leergefischt ist. Daher greifen Recruiter zu allen möglichen Mitteln. Du wirst auch ein paar davon beim XING-Treffen in Graz kennen lernen. 😉

  3. da hast du natürlich recht. wenngleich ich mir es ganz schön aufwändig vorstelle 200 Foreneinträge durchzulesen… Andererseits: Wenn ich einen hoch dotierten Job besetzen muss, ist mir das die hierfür investierte Zeit sicher wert.

  4. Viele Recruiter gehen sogar noch einen Schritt weiter und durchforsten nicht nur die XING-Profile, sondern wachen auch sehr genau über die schier unüberschaubare Forenlandschaft der Community. Gerät jemand ins „Radar“ dieser Personaler, werden detailliert seine Postings analysiert. Denn bei 200 bis 400 Statements hat man schon eine recht schöne Ahnung, mit welchem Menschen es man hier zu tun hat – vom Fachwissen ganz zu schweigen. Ich sehe darin aber kein großes Problem sondern, ein großes Potenzial für künftige Mitarbeiter.