Folien zum Thema Internetrecht

12. März 2008Das Thema Recht im Internet ist eine ziemlich kniffelige Materie und kaum spricht man vor Leuten über das Mitmach-Web, kommt – wie das Amen im Gebet – die Frage nach …


Das Thema Recht im Internet ist eine ziemlich kniffelige Materie und kaum spricht man vor Leuten über das Mitmach-Web, kommt – wie das Amen im Gebet – die Frage nach dem Umgang mit Hotelbewertungen. Bewertungen der negativen und verläumderischen Art, versteht sich. Bewertungen die von einem Herrn XY online gestellt wurden, der nachweißlich nie im Hotel genächtigt hat, das er nun online durch den Kakao zieht. Umso besser also, dass ich gestern im Rahmen der GAST in Klagenfurt einem Vortrag von Mag. Martin Sablatnig vom Team Wirtschaftsrecht des Servicezentrums der Wirtschaftskammer Kärnten beiwohnen konnte, der genau dieses Thema behandelte. Sablatnig ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Juristerei im neuen Web und hat mir seine Folien dankenswerterweise für den Upload auf Slideshare.net zur Verfügung gestellt.

Was nun Bewertungen auf Portalen wie Tripadvisor, HolidayCheck, Venere oder Booking.com anlangt, ist es zielführend, zwischen

a) Nicht überprüfbaren Werturteilen und
b) Unwahren Tatsachenbehauptungen

zu unterscheiden. Gegen a) kann man genau gar nichts tun. Sich ärgern, ja. Rechtlich wird man hier nichts erreichen. Bei b) gibt es über die Haftung des Forenbetreibers für publizierte Inhalte entsprechende Möglichkeiten (Stichwort Forenhaftung). Als Kommunikations-Mensch rate ich vom Klagsweg, von Abmahnungen und dergleichen jedoch ab. David und Goliath lassen grüßen. Die Grenzen zwischen a) und b) – und darauf hat Sablatnig auch explizit hingewiesen – sind jedoch fließend. Jetzt lassen wir aber besser die Folien "sprechen".

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