eTourism der Marke ökosozial

19. Mai 2008Steht irgendwo Tourismus 2.0 drauf, dann geht es ihnaltlich meist um Microcommunities, Crowdsourcing, Google-Optimierung, eMarketing, Videoblogging und andere Dinge, bei denen viele – mir inklusive – oft genug Bahnhof verstehen. …


Tourismus20_kosozial
Steht irgendwo Tourismus 2.0 drauf, dann geht es ihnaltlich meist um Microcommunities, Crowdsourcing, Google-Optimierung, eMarketing, Videoblogging und andere Dinge, bei denen viele – mir inklusive – oft genug Bahnhof verstehen. Aber was sich in der Einladung mit dem Thema "Tourismus 2.0 – Ökosoziale Denkansätze für den heimischen Tourismus" verbirgt, das finde ich schon sehr interessant.

Im Programm jedenfalls hat Fachchinesisch keinen Zutritt. Statt dessen geht es in der Veranstaltung, sie wird am 28. und 29. Mai 2008 vom Ökosozialen Forum im Ort Ramsau ausgetragen um meiner Einschätzung nach höchst lohnende und tiefgehende Fragestellungen. Ein paar Beispiele der angebotenen Sessions:

  • Nachhaltiger Tourismus – Definitionen, Strategien und Umsetzungsbeispiel
  • Erfolgreich und höchst individuell – der Kleinsasserhof
  • Beseeltes Dienen – Warum die Therme Vals fast immer ausgebucht ist
  • Genuss im Wandel – alte Gemüse- und Obstsorten erobern den Gaumen
  • Zuerst kooperieren, dann investieren – Tourismusverbände und der Rest der Region
  • Hinterstoder – Infrastruktur neu erfinden statt neu bauen

Also alles klassisch Web 2.0 oder was!?? Ja, genau! Derlei Fragen führen uns doch eigentlich weg von Google-Analytics, von Buchungsformularen und aufgesetzter Hüttengaudi al la Piefkesaga. Aber ist jemand gleich ein verschrobener Kautz, weil man sich um alte Gemüse- und Obstsorten kümmert und damit eine kleine Community (da haben wir es schon wieder, Mist!) um sich schart, für die genau dies touristisch relevant ist? Oder einen Gasthof hoch über dem Ort Spittal an der Drau mit tonnenweise Krimskrams herrichtet wie einen Flohmarktstand? Ich denke nicht. Hier geht es um Qualität, Reflexion und Besinnung auf vorhandene, jedoch nicht beliebig reproduzier- und kopierbarer touristische "Rohstoffe". Für mich riecht diese Veranstaltung des Ökosozialen Forums erfrischend nach touristischem Longtail.

Ein Gedanke zu “eTourism der Marke ökosozial

  1. Hallo Ed,
    Dieser Termin klingt von der Konzeption her wirklich interessant. Zur Zeit scheint, siehe ITB 2008, das Thema Nachhaltigkeit im Tourismus enorm an Relevanz zu gewinnen. Daher liegt die Veranstaltung gut im Trend der Zeit.
    Noch viel besser finde ich aber, dass hier auch mal an das Produkt, an die regionale Authentizität, an Werte und soziale Einstellungen und ihren Bezug zum Tourismus gedacht wird – spannend. Wenn ich an dem Tag noch Zeit finde, schaue ich vielleicht direkt von Kitzbühel aus vorbei.