Social Media: Die Spreu trennt sich vom Weizen

24. Juni 2008Ist jetzt auch schon wieder einige Tage her, da saß ich einem Kunden gegenüber. Wir besprachen wie wir in Sachen Social Media weiter vorgehen würden, überlegten dies und ventilierten das. …


Ist jetzt auch schon wieder einige Tage her, da saß ich einem Kunden gegenüber. Wir besprachen wie wir in Sachen Social Media weiter vorgehen würden, überlegten dies und ventilierten das. Da sagte der Kunde aus heiterem Himmel folgenden Satz. "Was wir brauchen ist ein Social Media Fahrplan bis Ende nächsten Jahres". Ja, Gänsehaut sogar noch jetzt! Das geht doch runter wie gut temperierter Sommerspritzer! Und nicht zuletzt deshalb bin ich der Meinung, dass es sich auszahlt, an Dingen, die man sich einmal in den Kopf gesetzt hat, festzuhalten. Eines dieser Dinge war es beispielsweise, dass ich diesen Satz irgendwann einmal aus dem Mund eines Auftraggebers hören möchte. Yeah! 

Was mich die ganze Sache aber auch noch lehrt, ist, dass es längst nicht mehr reicht, ein Blog aufzusetzen, ein wenig von Trackbacks und anderem Tech-Kauderwelsch daher zu labern um daraufhin fette Rechnungen zu stellen. Und Gott sei dank, dass es nicht mehr reicht! Gar nicht wenige tun das derzeit oder besser gesagt, sie beginnen gerade damit. Aber sie sind spät dran. WordPress? Cool! Können wir auch! Was diesen Leuten derzeit jedoch abgeht ist nicht nur die Passion für das Thema selbst, sondern darüber hinaus ein tieferes Verständnis für die Umwälzungen der Kommunikationslandschaft, die sich jetzt, jetzt oder doch jetzt (diese bwin Werbung ist so dermaßen bescheuert!!) also quasi vor unseren Augen vollziehen. 

Ja, auf diese Umwälzungen kann man mit hektischem Aktionismus oder dem Aufsetzen eines neuen WordPress-Blogs reagieren. Ja, kann man. Es wäre dann halt einer von derzeit 3,411,346 Mio. WordPress Blogs. Auf den sich derzeit abzeichnenden Paradigmenwechsel kann man aber auch anders reagieren. Quasi ganz ohne Blog. Nämlich mit dem kalkulierten neu Denken von Althergebrachtem, dem Verlassen eingetretener Pfade und der Einsicht, dass sich in unserer Kommunikationslandschaft derzeit Dinge tun, die wir ziemlich sicher erst aus einiger Entfernung im Rückspiegel der Zeit begreifen werden. 

In diesem Sinne und weil es für mich gut passt Fanta4 (Neues Land)

(…) also nehmt euch Zeit und werdet aufnahmebereit
denn wir sind hier ihr wisst Bescheid
wir sind die vier und der Verstand gibt uns die Hand
und wir betreten Neuland

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.