Das Sharing-Tool Nr.1 heißt E-Mail

8. August 2008Gegenseitiges Geben und Nehmen ist im Social Web ein großes Thema. Wer dieses Prinzip verstanden hat, weiß bereits eine ganze Menge. Eingedenk, dass es darum geht, zuerst zu geben, bevor …


Sharing Ed Wohlfahrt

Gegenseitiges Geben und Nehmen ist im Social Web ein großes Thema. Wer dieses Prinzip verstanden hat, weiß bereits eine ganze Menge. Eingedenk, dass es darum geht, zuerst zu geben, bevor man nimmt. Hier ist der Begriff des Teilens, zu Neudeutsch "Sharing" nicht weit. Mit wenigen Klicks kann zB. auf Facebook jeder Inhalt mit all meinen "Freunden" geteilt werden. Mundpropaganda hat natürlich auch mit dem Teilen sozialer Güter (zB. Informationen) zu tun, alleine, die Mundpropaganda über das Internet hat heute Formen und Ausmaße angenommen, die sich a) keine geographischen Beschränkungen mehr auferlegen lassen, Meinungen und Empfehlungen verbreiten sich in Windeseile und b) nicht mehr gesteuert werden können.

Als Blogger ist es mir natürlich ein Anliegen, dass Inhalte, sofern sie für andere interessant sind, leicht geteilt werden können. Warum? Weil es mir Verbreitungs- und Vernetzungsgrad, Authorität, Reputation und auch Aufträge bringt. Der grüne "Share This "-Button am Ende diesess Posts so ein Vesuch, es den Lesern leichter zu machen.

Was nun aber die Wege anbetrifft, wie Internet User Informationen mit anderen teilen, zeigen sich interessante Dinge und mir fällt Helge ein, der vorgestern sagte "Es gibt ein gut funktionierendes Social Network und das heißt E-Mail". Die Zahlen und die oben gezeigte Kreisgrafik stammen vom Unternehmen Share-This, das übrigens auch den gleichnamigen grünen Button herstellt und reflektieren den US amerikanischen Online Markt. Also 1:1 auf Europa übersetzen läuft wohl kaum. Dennoch zeigt sich, wie wichtig und wie weit vorne das eMail (35%) für das Teilen von Inhalten im Web ist. Die Social Networks Facebook, (10%) und  MySpace  (6%) sowie die Social Bookmarking Seite Digg (7%) liegen was ihre Brauchbarkeit für das Teilen von Inhalten anlangt weit dahinter.

Learnings:

a) Vergessen wir das "gute alte" eMail nicht. Es hat uns immer schon gute Dienste geleistet und spielt in der Verbreitung von online Inhalten immer noch eine zentrale Rolle

b) Teilen wir um zu bekommen. Geben wir um zu erhalten. Das hat nichts mit Altem oder Neuem Testament zu tun. Das hat mit der neuen Umgebung des Social Webs und den sich daraus ergebenden flachen Informations- und Kommunikationsstrukturen zu tun. Wer teilt gewinnt. Nicht sofort und vielleicht über den einen oder anderen Umweg, aber er gewinnt. Und wer sich schwer tut mit dem Geben, der kann es ja auch aus reinem Eigennutz tun :)

2 Gedanken zu “Das Sharing-Tool Nr.1 heißt E-Mail

  1. das ist es gerade worauf ich hinaus wollte. das eMail ist schon eine so weit geteilte / verbreitete technologie, dass sich darüber prima teilen lässt. Dauerte aber auch ganz schön lange, bis es soweit war damit. Insofern hat RSS noch ein paar Jährchen zeit und wie können uns weiter auf die Bewusstseinsarbeit stürzen :)

  2. Interessante Grafik. Das Instrument email schätze ich als „schneller Brief“ im Alltag sehr. In der Massenverbreitung von Informationen ist mir persönlich RSS lieber als diese Massennewsletter, auch wenn sie eine persönliche Anschrift haben. Ich stelle im Alltag aber fest, dass RSS sowie die Nutzungsmöglichkeiten noch nicht sehr verbreitet scheinen.
    Ausserdem glaube ich auch: Wissen und Liebe sind die zwei Dinge im Leben, die sich vermehren wenn man sie teilt.