FlipCamp: Laptops bitte draußen bleiben

25. August 2008Von einer Idee bis zu den ersten Schritten ihrer Realisierung, das geht auf einem BarCamp ganz schnell. In der Feedback-Runde am BarCamp Traunsee regte Robert Lender ein BarCamp an, das …


Quelle Robert Lender : flickr.com

Von einer Idee bis zu den ersten Schritten ihrer Realisierung, das geht auf einem BarCamp ganz schnell. In der Feedback-Runde am BarCamp Traunsee regte Robert Lender ein BarCamp an, das wie er schreibt gänzlich ohne Notebooks, W-LAN, und miteinander kommunizierenden Telefonen auskommen soll. Statt über Powerpoint und Keynotes (das Konkurrenzprodukt am Apple Mac) soll die Wissensvermittlung über Gespräche, und FlipCharts (daher der Name!) vor sich gehen. Ziemlich komisch so eine Idee inmitten hochgeklappter Notebooks und funkendem W-LAN. Mit dieser Idee konfrontiert gab ein BarCamp Teilnehmer spontan zu bedenken, dass er ganz nervös werde, sobald er nicht online gehen könnte jederzeit. Ha! Erwischt!! 

Aber mal im Ernst: Ist es gut und richtig immer vernetzt und online zu sein? Ist es gut, wenn das eMail Programm quasi dauernd eingeschaltet ist und sich zudem Twitter, ICQ und andere Dienste ins Bild drängen?? Das deutsche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL fragte provokant ob wir durch das Internet nicht alle verbölden. Ich denke nein, solange wir das ganze als Arbeitsbehelf, als Werkzeug sehen. Dennoch macht es Sinn, Dinge wie sie nun offensichtlich laufen, kritisch zu hinterfragen. Und das FlipCamp scheint ein mehr als geeigneter Rahmen dafür zu sein, das Gespräch zu suchen, oder besser: wieder für sich zu entdecken :)

hier gehts zur Brainstorming-Seite. Später soll's dann ganz ohne Computer gehen…

5 Gedanken zu “FlipCamp: Laptops bitte draußen bleiben

  1. „Einfach mal machen“. Genauso würde ich es auch sehen. Es ist für mich ein Experiment mit dem BarCamp Format und auch damit mal ohne das technische Dingens (das ich ebenso gerne dabei habe) auszukommen.
    Einfach mal machen und erleben was dabei passiert…

  2. ganz ehrlich gesagt ich s* mich auf Veranstaltungen gar nichts mehr. Wenn nicht bestuhlt ist, ist der Schlepptop dabei und fertig. Ich mag das sofort online gehen bzw. sein auf BarCamps natürlich auch. Andererseits könnte ich es mir „ohne“ auch mal ganz gut vorstellen. Da stellen sich bestimmt ganz andere Gedanken oder Zugänge ein. Keine Ahnung, einfach mal machen :)

  3. Ich bin dauernd auf Veranstaltungen, wo’s unhöflich wäre, den Laptop aufzuklappen. Gerade das „erlaubte“ Multitasking find ich auf den BCs sehr angenehm, außerdem ist es für mich sehr wichtig, die Seiten und Services, die besprochen werden, gleich anschauen zu können. Daher würde ich einem Flipcamp eher fernbleiben – hatte noch nie das Bedürfnis, irgendwas ohne Laptop zu machen :-)

  4. Ich finde die Idee klasse! Und, genau wie Robert, mag ich total gerne WLAN, mein MacBook, etc.
    Dennoch denke ich, dass man durch bewusstes Weglassen der Technik mal auf andere Herangehensweisen stößt, mal anders über die Dinge nachdenkt. So mache ich das immer, wenn ich ein neues Design anfange. Weisses Blatt Papier und einen Bleistift – mehr nicht. Und das ist gut so. Technik kann so viel ablenken von eigentlichen Thema.

  5. Danke für den Artikel.
    Nur zur Klarstellung. Ich mag Notebooks, WLAN,.. auf BarCamps. Das hat seine eigene interessante Dynamik.
    Aber diese auch mal draussen lassen. Ganz ohne diese Gimmicks über das Web zu reden könnte spannend sein. Ich sehe es – wie schon geschrieben – als Experiment. Vielleicht können wir uns ohne Tech auf ganz andere Themen konzentrieren, oder an die gleichen Themen ganz anders herangehen.
    Auf alle Fälle freue ich mich über die bisherigen Unterstützungszusagen und bin zuversichtlich, dass wir ein erstes FlipCamp bald ankündigen können.