Twollow: Online Relations ganz easy

20. November 2008Vor wenigen Tagen fand ich diese Statistik. Sie zeigt, wovor sich Unternehmen Online am meisten fürchten bzw. was sie davon abhält sich am Online Dialog mit ihren Stakeholdern aktiv zu …


Vor wenigen Tagen fand ich diese Statistik. Sie zeigt, wovor sich Unternehmen Online am meisten fürchten bzw. was sie davon abhält sich am Online Dialog mit ihren Stakeholdern aktiv zu beteiligen.

Angst Studie FH Köln

Quelle: WebKnow Studie 2008 der FH Köln

Nun ist die Angst das eine, die Realität das andere. Wie kann diese Realität aussehen? Ich würde sagen, genau so, wie die Befürchtungen aussehen. Aber die Realität findet statt, egal ob man Angst hat oder nicht. Nicht zu vergessen ist aber auch die Möglichkeit, dass sich Stakeholder online positiv (!) zu Wort melden, an die ich noch nie einen einzigen Gedanken verschwendet habe. Von denen ich als Unternehmen nicht einmal weiß, dass ich sie habe. Fans zum Beispiel, Tippgeber, Kontributoren, Auskenner, etc. Leue die das interessiert was ich mache, die darüber vielleicht sogar mehr wissen, wie ich selbst, die beitragen können und vor allem wollen. Passion based audiences mit einem Wort.

Die Frage, wie ich a) davon erfahre b) mit diesen Stakeholdern in Kontakt trete und mit ihnen c) in einen Dialog auf Augenhöhe trete, sind einige zentrale Themen der Weiterentwicklung klassischer Public Relations, die unter den Begriffen onlinePR, PR 2.0, Cluetrain PR oder newPR daherkommt.

Über den Micro-Blogging Kanal Twitter (Was ist Twitter?) können findige Kommunikatoren nun beide Situationen auf einmal gebacken kriegen. Über Twollow kann ich Begriffe eingeben (Firmennamen, Produktnamen, etc.) und beobachten lassen. Sobald irgendwo auf der Welt in einer Twitter Meldung betreffendes Schlagwort auftaucht, wird der Absender dieser Botschaft automatisch zu meiner Kontaktliste hinzugefügt. Wie gesagt, zwei Fliegen (Beobachtung und Beziehungsaufbau) mit einer Klappe.

Twollow onlinePR Ed Wohlfahrt

Wobei es richtigerweise ja zweimal um Beobachtung geht. Einmal um Monitoring, das zweite mal darum, mehr von einem für mich offensichtlich relevanten Dialogpartner zu erfahren. Insofern ist "Beziehungsaufbau" wohl etwas zu dick aufgetragen. Zum Aufbau und zum Halten von Beziehungen braucht es wesentlich mehr als das Hinzufügen von "Freunden" oder "Followern". Unter anderem echte Gespräche, nicht zuletzt im echten Leben, sinnvolle d.h. für beide Seiten werthaltige Inhalte und vieles andere mehr. Dafür bietet Twollow dann doch nur ein Sprungbrett. Dieses sinnvoll einzusetzen erscheint jedoch sinnvoll.

Via: OpenSourcePR (wo es auch ein Twollow-Video gibt)
Mehr zum Twitter und seiner Bedeutung für die Organsiationskommunikation:

Tweetbeep: "Google Alert" für Twitter
Empfindungen checken mit Summize
What's hot? Twitter gibt Auskunft

Ein Gedanke zu “Twollow: Online Relations ganz easy

  1. Gewaltig, was ich von dir hier immer lerne, indem ich einfach & kostenlos das RSS-Abo dieses Weblogs abonniert habe… .
    Danke, dass du dein Wissens via Blog immer mit uns teilst.