Krisentipps: So werden Sie als Arbeitnehmer unersetzlich

1. Dezember 2008Die Krise ging, wie hier dargestellt, bislang an mir vorbei. Nun frisch sensibilisiert hab ich mir ein wenig Gedanken gemacht, was die Wirtschaftskrise für Otto Normalabweichler bedeutet. Für Menschen, die …


Die Krise ging, wie hier dargestellt, bislang an mir vorbei. Nun frisch sensibilisiert hab ich mir ein wenig Gedanken gemacht, was die Wirtschaftskrise für Otto Normalabweichler bedeutet. Für Menschen, die beispielsweise bei Unternehmen angestellt sind und um ihren Job Angst fürchten müssen. Auch für sie ist Veränderung, in Wirklichkeit jedoch etwas damit in Verbindung stehendes angesagt: Veränderungskommunikation. Ja, ich denke Change-Communication darf nicht nur für große Unternehmen ein Thema sein. Es betrifft jeden einzelnen von uns und das doppelt und dreifach in Zeiten, in denen der Wind rauher weht. Nachfolgend ein paar Punkte, die mir spontan eingefallen sind. Die Liste ist beliebig erweiterbar. Bitte dies in Form von Kommentaren zu tun. Danke dafür schon jetzt!

1. Investieren Sie in sich selbst
Viele jammern derzeit. Dabei ist der einzige Mist, auf dem garantiert nichts wächst, der Pessimist. Klug ist, wer gerade jetzt in sich, in seine Ausbildung, in sein Know-how investiert. Spanisch lernen? Warum nicht! Wenn es dem beruflichen Fortkommen dienlich ist, wenn es einen näher ans Ziel heranbringt, machen!

2. Lernen Sie etwas Neues
Eine Software oder eine neue Fertigkeit. Sie wollten immer schon lernen, Videos zu schneiden oder wissen, wie RSS funktioniert? Jetzt ist die richtige Zeit dazu, den eigenen Horizont zu erweitern. Und alles was Sie zusätzlich "drauf" haben, macht Sie zum Auskenner und damit schwerer ersetzbar.

3. Führen Sie positive Gespräche
Jeder Mensch hat so seine Themen. Mit einem Schlossbesitzer über historische Bausubstanz, mit einem Landschaftsgärtner über Gartengestaltung oder mit einem Bauer über den aktuellen Getreidepreis zu sprechen, schafft en passant neues Wissen. Mit diesem Wissen machen Sie im Gespräch mit anderen deutlich, dass Sie dazu in der Lage sind, über den Tellerrand des eigenen Tuns zu blicken und sich auch in Bereichen auskennen, die ihnen andere nicht zugetraut haben. Solche Leute braucht man in der Krise mehr denn je!

4. Lernen Sie neue Menschen kennen
Steht in direkter Verbindung mit Punkt 3. Neue Menschen kennen zu lernen oder an bekannten Menschen neue Facetten zu entdecken, schafft alternative Zugänge und Wissen. Sich mit anderen zusammenzutun und sich mit ihnen online oder offline zu vernetzen, erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, relevante Infos schneller zu bekommen als jemand anderer. Je dichter Ihr Netz, desto mehr Halt ergibt sich daraus. Manager mit prall gefülltem Telefonbuch fallen in der Regel nach oben. Sie sind mit einem Wort zu gut vernetzt, sie haben einfach zu zu vielen Menschen Zugang, als dass man sie so ohne weiteres ziehen lassen könnte.

5. Profilieren Sie sich
Sie haben herausragendes Know-how, sie haben langjährige Erfahrung? Reden Sie darüber! In ihrem Bekanntenkreis ebenso wie beispielsweise in ihrem eigenen Online Tagebuch. Damit erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit und beginnen aus der Menge herauszuragen. Dadurch wird das, wofür Sie stehen, das, was Sie besondes gut können und auch das, was Sie von anderen unterscheidet auch online sichtbar. Unternehmen profitieren von Mitarbeitern, die über eine entsprechend hohe Online Reputation verfügen, da diese natürlich auch positiv auf das Unternehmen abstrahlt (warum immer bloß umgekehrt??!). Ein weiterer Grund dafür, dass sie an Bord bleiben!

6. Bleiben Sie in Bewegung
Sport Ist platt, ich weiß. Aber Menschen die dem Herbst und der Winterdepression ein Schnippchen schlagen, haben einfach mehr Spaß. Und zwar an allem. Spaß an dem was man tut, lässt sich weder verheilichen noch verstecken. Andere merken das, treffen sich gerne mit Ihnen und beginnen Sie als Diskussionspartner zu schätzen. Von Leuten, die den Kopf in der Krise nicht in den Sand stecken, die nach der Lösung suchen und nicht das Problem beweinen, trennt man sich weniger leicht als von mieselsüchtigen Arbeitskollegen, die immer schon wußten, dass einmal alles den Bach runter gehen wird.

7. Verbrennen Sie ihr Fernsehgerät
TV, so wie es die meisten Menschen – mir inklusive – benutzen, ist Gift. Es macht die Birne weich und unglückliche, dicke Menschen aus uns. Mein Tipp: Tauschen Sie den schicken Flachbildschirm gegen einen kleinen Schwarz-Weiss Kasten ein. Diesen stellen Sie dann in eine Ecke und einen Holzsessel – möglichst unbequem – davor. TV wird dann zu einem bewussten Akt. Gucken Sie mal auf die neudischen Blicke ihrer brainwashed Arbeitskollegen, wenn sie sagen, dass Sie nicht fernsehn. Die dadurch gewonnene Zeit investieren sie in Gespräche (Punkt 2. oder Punkt 3).

Man kann bestimmt noch 100 andere Dinge tun, um als Arbeitgeber entsprechend attraktiv zu bleiben. Ich freue mich über weitere Punkte, die uns dabei helfen, eine persönliche Krise erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Update:: Titel geändert: So werden Sie als Arbeitgeber unersetzlich. Montag 17:01h

3 Gedanken zu “Krisentipps: So werden Sie als Arbeitnehmer unersetzlich

  1. damit, dass die Liste total universell ist hast du absolut recht :) Genausogut könnte man sich hinsetzen und Tee trinken. Danke für dein wie ich denke sehr treffendes Feedback

  2. Nette Liste, aber ziemlich universell! Man könnte sie auch anwenden, um Depressionen zu vermeiden bzw. aus einer herauszukommen. Positive Listen sind einfach immer gut! :)