Twitter: Mein ganz persönlicher Blog-Killer

18. Dezember 2008Is schon still uman Blog… könnte es in Anlehnung an eine depressive Kärntner Weise oft lauten, wenn die Startseite meines Browsers mein Blog öffnet. Warum? Weil es Tools gibt, über …


Is schon still uman Blog… könnte es in Anlehnung an eine depressive Kärntner Weise oft lauten, wenn die Startseite meines Browsers mein Blog öffnet. Warum? Weil es Tools gibt, über die ich heute viel schneller, viel unmittelbarer und leichter kommunizieren kann, als über mein Blog. Twitter und Facebook heißen die Verdächtigen, in die nun einiges jenes Hirnschmalzes und viele jener Minuten hinein rinnen, die ich früher in mein Blog steckte. Aber mal ganz im Ernst: Wen kratzt das außer mich? Siehste! 

Wenngleich ich in dieses Blog-Lamento („Blogs sind tot“ oder schlimmer: „Blogs sind 2004″) nicht einstimmen will, ich halte sie immer noch für eine spannende Kommunikationsplattform, merke ich, dass die Zeit auch vor dem Medium Blog nicht halt macht. Und Gott sei dank, dass sie es nicht tut! Gäbe es die Blogs in meinem Leben nicht, es wäre ein anderes. Besser, schlechter? Keine Ahnung. Mein soziales Umfeld wäre auch anders. Vielleicht würde ich besser schlafen und hätte wohl auch einen anderen Job. Wovon ich aber auch n

ichts wüsste, gäbe es die Blogs, gäbe es das Soziale Internet nicht, wäre der paradigmatische Wandel, die sich – davon maßgeblich befeuert – in der Kommunikation gerade abspielt. Ich wüsste also auch nicht schon jetzt, was Twitter kann und ist, und wie sich Facebook für diese oder jene kommunikativen Erfordernisse einsetzen lassen würde. Ich würde es nicht wissen wollen, weil ich keinen Gedanken daran verschwenden würde. Und das taugt mir dann schon ordentlich. Mich bereits heute mit Zukünften von online Kommunikation und online PR beschäftigen zu dürfen, die bei der breiten Masse wenn überhaupt, dann erst übermorgen aufschlagen werden. Das macht Spass. Heute, jetzt und 2009!

Das ist kein Abschiedl-Post für dieses Jahr – wehe! – aber weil mir gerade danach ist: Danke an alle, die hier mit mir diskutieren, mein Blog lesen, mir folgen, mir ihre Gedanken und ihr Feedback beisteuern und sich bemühen, mich zu verstehen. Danke an alle da draußen, die das hier auch möglich machen!
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6 Gedanken zu “Twitter: Mein ganz persönlicher Blog-Killer

  1. Auch grad drüber nachgedacht und geschrieben: Twitter ist zwar nett, aber die am wenigsten nachhaltige Form der Online-Kommunikation. Blogs dagegen haben Inhalte, die auch Monate oder Jahre noch über Google & Co. gefunden werden.
    Neuer Vorsatz für 2009: Mehr bloggen, weniger twittern.

  2. Sentimentale Weihnachtsstimmung hin oder her, ist doch eigentlich besser als gar keine Weihnachtsstimmung! Viel Erfolg auch fürs neue Jahr und viele gute, erfüllbare Vorsätze.

  3. Heute wohl ein bisserl in sentimentaler Weihnachtsstimmung? 😉 keine Angst, Blogs sind nicht Tod sondern gerade dabei erwachsen zu werden. Und spätestens wenn wir mit unseren mobilen Geraten gelernt haben so flott zu schreiben wie mit einer normalen Tastatur wird auch wieder mehr kommentiert. Aber du hast natürlich ganz recht, es ist total faszinierend was sich in der Kommunikation gerade so tut.

  4. kinder, der tod ist gar nicht so schlimm … denn wem 140 zeichen zu wenig und 1.000 seiten zu viel sind, der kann ja immer noch via http://www.twitblogs.com bloggen, wobei die headline sinnigerweise automatich zu einem tweet wird und alles ist wieder gut: „Danke an alle da draußen, die das hier auch möglich machen!“