San Francisco setzt auf Twitter

9. Juni 2009Customer Care wäre die neue PR hörte oder las ich unlängst irgendwo im Netz. Was das für Unternehmen bedeutet liegt auf der Hand. Lauscher aufmachen, Onliner abholen und, wer weiß, …


Customer Care wäre die neue PR hörte oder las ich unlängst irgendwo im Netz. Was das für Unternehmen bedeutet liegt auf der Hand. Lauscher aufmachen, Onliner abholen und, wer weiß, vielleicht ein Geschäft machen. Vielleicht fängt ja nicht nur der frühe Vogel sondern auch der, der besser zuhört als andere den Wurm. Ist jetzt wahrscheinlich nicht das Thema für den Installateur um die Ecke aber große Unternehmen tun gut daran, dass sich zuhören lohnt, möchte man zufriedene Kunden. Spontan fallen mir Internetprovider, Gerätehersteller oder Mobilfunkanbieter ein, die, wenn sie online zuhören (würden) wirklich einfach und kostengünstig glückliche Kunden produzieren könnten. Den zB. der zu Hause sitzt und sich über die neu erworbene Datenkarte ärgert. Bekanntlich bleibt dieser Ärger nicht nur auf die eigenen vier Wände beschränkt. Er dringt nach außen und manifestiert sich auf Facebook, Twitter, auf Bewertungsseiten oder Blogs. Soviel zur Vorgeschichte (und zum Warm-Schreiben…)

Bild 4

Die Starverwaltung von San Francisco hat das – wie ich im PCMAG lese – alles schon verstanden und schickt nun 311 ihrer MitarbeiterInnen ins Twitterversum, um hier zuzuhören und kleine und größere Probleme zu lösen. Über diese Page, eingerichtet auf der offiziellen Stadt-Homepage können sich Bürger registrieren und dem San Franciscoer Twitterati folgen. Dass der Kanal 24/7 offen ist, sei nur nebenbei erwähnt!

Man stelle sich das doch mal für Wien, Graz oder Klagenfurt vor. Der Bürgermeister von San Francisco ist davon überzeugt, dass sich mit dem Projekt die Art und Weise ändert, mit der die Bürger mit ihrer Verwaltung interagieren. Und ohne die Erwartungen zu hoch zu schrauben: Davon ist auszugehen. 

Bild 3

Aktuelle nehmen 1.807 Leute das Angebot der Stadtverwaltung an und informieren über diesen Kanal über Schlaglöcher, leckende Hydranten oder andere Dinge.Ob sich derlei Fragen auch in anderen Städten stellen? Mit Sicherheit! Ob auch die Bewohner anderer Städte über diesen Kanal gerne abgeholt würden? Denke schon.

SanFran auf Twitte
Ed Wohlfahrt auf Twitter

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.