Twitter-Listen: Die neuen Felsen in der Online Brandung

12. November 2009Was die Geilheit auf möglichst viele Follower anrichten kann, habe ich hier am Blog ja vor einigen Monaten vorzeigen dürfen. Mit keinem anderen Post habe ich je mehr Kommentare erhalten …


Was die Geilheit auf möglichst viele Follower anrichten kann, habe ich hier am Blog ja vor einigen Monaten vorzeigen dürfen. Mit keinem anderen Post habe ich je mehr Kommentare erhalten als auf diesen. Nun ja, aus Schaden wird man bekanntlich klug. Und die mühsame Konsolidierung meines Twitter Accounts – sprich das Rauswerfen von Selbstdarstellern, Spamern und barbusigen Avataren – verläuft entsprechend erfolgreich

Bild 3

Nun hat der Micro-Blogging-Dienst Twitter vor einigen Wochen die sehnlich erwartete Listen-Funktion eingeführt und damit das Tor aufgestoßen zu weit mehr Nutzen! Noch ein paar andere Dinge sind neu: So können beispielsweise nur noch 1.000 neue Twitterer hinzugefügt werden. Ein Umtand, mit dem man den Twitter-Spam eindämmen will. Viele haben einfach gefollowt was das Zeug hält, in der Hoffnung, dass ihnen ein Teil davon (automatisch oder aus einem Reflex heraus) zurück folgt. Heraus kommen Gespräche die keiner braucht. Heraus kommen Follower die nichts bringen. Was aber sind Listen?

Twitter Listen

Neuerdings können von jedem Nutzer Twitter-Listen angelegt werden. Hierfür wird eine Liste benannt und dann mit frei wählbaren Twitterern befüllt. Je nach Lust und Laune sozusagen. Warum das Sinn macht? Weil man dann nicht mehr allen "zuhören" muss, die man irgendwann mal gefollowt hat und die man aufgrund mangelnder Konsequenz einfach mitschleppt. Listen ermöglichen es, den Kreis jener Personen, deren Tweets einem wirklich wichtig sind, maximal eng zu fassen. Das hat den Vorteil, dass die Wahrscheinlichkeit, etwas von ihnen zu verpassen geringer wird, als sie es wäre, wenn man eben 500 oder meinetwegen 1.500 Leuten folgt. 

Ein Aspekt der mit der neun Listenfunktion auf Twitter einher geht, hat mit Online Reputation zu tun und ist nun auf jedem Twitter Profil rechts neben der Zahl der Follower sichtbar: Es handelt sich dabei um die Anzahl der Listungen des betreffenden Twitter-Accounts in den von anderen angefertigten Listen.

Twitter Listen

Leute die gelinde gesagt scheiß Inhalte bieten, werden von anderen nicht gelistet, solche die über Twitter dazu in der Lage sind anderen Nutzen zu stiften und mit anderen interagieren jedoch sehr wohl. Meiner Meinung nach tritt damit die Anzahl der Follower in den Hintergrund. Es ist also nicht mehr wichtig, möglichst viele Follower zu haben, das geht bekanntlich durch einige Zahl- und Spam-Programme recht einfach heutzutage, sondern darum, ausgewählt und durch Listen geadelt zu werden. Damit werden Listen sozusagen die Felsen in der Twitter-Brandung, da sie anderen den Weg weisen. Zu "Bandung" ist es zu "BrAnding" nicht mehr weit und auch das lässt sich über Twitter gut bewerkstelligen. Schaffe ich es, in vielen Listen dabei zu sein, sagt mit das nicht nur, dass ich guten Twitter-Content abgeliefert habe und anderen nützlich bin (ein ganz zentraler Aspekt in Social Media übrigens!), sondern weist anderen auch den Weg (zu mir) bzw. gibt ihnen die nötige Sicherheit, mir (auf Twitter und vielleicht anderswo) Gehör zu schenken. Und dass Vertrauen online wie offline Erfolg bedeutet, ist hinlänglich bekannt!

2 Gedanken zu “Twitter-Listen: Die neuen Felsen in der Online Brandung

  1. Ups, bemerke gerade, dass der Beitrag von November 2009 ist. Sorry, hatte mir mein Feed-Reader als neu angezeigt 😀

  2. Fast genau so lange wie es die Listen gibt, wird damit aber der selbe Spam Unfug getrieben. So ist jedenfalls meine Erfahrung auf Twitter. Gibt schon genug Listen von Bots, die exakt das selbe Ziel wie mit den Tausenden Followern haben.
    Die Listen sind zwar ein nettes und brauchbares Features, aber als Follower-Ersatz würde ich sie nicht heran nehmen 😉