Social Media Policy: Telstra zeigt wie’s geht!

18. Dezember 2009Kommt in heimischen Unternehmen die Sprache auf Regeln, Guidelines oder Policies in Sachen Social Media Nutzung ihrer MitarbeiterInnen, so herrscht meist betretenes Schweigen im Walde. Von positiven Beispielen wie die …


Kommt in heimischen Unternehmen die Sprache auf Regeln, Guidelines oder Policies in Sachen Social Media Nutzung ihrer MitarbeiterInnen, so herrscht meist betretenes Schweigen im Walde. Von positiven Beispielen wie die Österreich Werbung mal abgesehen. Der Australische Telekommunikationsanbieter Telstra zeigt nun vor, wie der Spagat zwischen "keiner unserer Mitarbeiter darf online irgendwas sagen" und "was, unsere Angestellten nutzen Facebook & Co? Ist das für uns wichtig?" funktionieren kann. Wenn man bei Unternehmen genauer hinhört, so sind diese Extrempositionen gar nicht so selten. An einem professionellen Herangehen an das Thema führt bei näherer Betrachtung jedoch kein Weg vorbei. Es sei denn man verschließt sich der Netz-Realität vollends, und welches Unternehmen möchte dies schon von sich behaupten?

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Für alle 40.000 Mitarbeiter von Telstra wurde nun ein verpflichtendes Social Media Trainingsprogramm entworfen, das auf sehr anschauliche Art und Weise die Eckpfeiler der Social Media Policy des Unternehmens a) Responsibility b) Respect und c) Representation veranschaulicht. Für mich ein überaus gelungener Ansatz, der MitarbeiterInnen nicht nur droht, sondern sie sensibilisiert und ihnen die Regeln mittels Beispielen aus dem täglichen Arbeitsalltag (ganz wichtig!) näher bringt. Dass das ganze multimedial umgesetzt wurde, und damit sehr leicht zu konsumieren ist, stellt einen zusätzlichen, sehr positiven Aspekt, dar. Hier dazu ein paar Beispiele bzw. das ganze online Dokument. Der Nutzer ist darin aktiv aufgefordert zu klicken, sich Videos reinzuladen, etc. Genau so wird jenes Envolvement erzeugt, das in der Auseinandersetzung mit dem Thema Social Media Policy so wichtig ist.

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Hinweisen möchte ich auch noch auf einen Teilaspekt von Social Media Policies, der mir im neuen Buch "Crush It" – Why now is the Time to cash in on your passion" von Weinguru Gary Vaynerchuk (ein absolutes Must-Read übrigens!!) untergekommen ist. Hier schreibt er sinngemäß, dass Unternehmen, die ihren MitarbeiterInnen verbieten im sozialen Internet eine öffentliche Person zu sein bzw. zu werden, dem Untergang geweiht sind. Und dieser Umstand ist nicht uninteressant, zielt er doch unter anderen genau in die Social Media Policy Debatte. Unternehmen sind heute schlicht und ergreifend nicht mehr in der Position, ihren Mitarbeiterinnen Engagement im Social Web zu untersagen. Und wenn sie es versuchen, kämpfen sie mit diesem Vorgehen auf verlorenem Posten. Gary geht sogar so weit, dass er MitarbeiterInnen solcher Unternehmend nahelegt, diese Firma zu verlassen. Denken wir darüber mal nach!

Wer im Bereich Social Media Policy weiter in die Tiefe gehen möchte, dem sei diese Social Media Policy Superlist auf Social Media Today empfohlen, in der die Policies so namhaften Unternehmen wie der BBC, Dell oder FedEx auflistet sind. Happy Reading!