Location Based Marketing – Sein Netzwerk zu Kohle machen

16. August 2010Hier mal ein Post aus dem sprichwörtlichen Nähkästchen. Ich beobachte (an mir) seit längerem, wie stimmungsaufhellend Re-Tweets, Kommentare am Blog, Likes auf Facebook und andere dieser virtuellen Strokes wirken. Diese …


Hier mal ein Post aus dem sprichwörtlichen Nähkästchen. Ich beobachte (an mir) seit längerem, wie stimmungsaufhellend Re-Tweets, Kommentare am Blog, Likes auf Facebook und andere dieser virtuellen Strokes wirken. Diese Steicheleinheiten für mein Wohlbefinden bekommen für mich und wohl auch andere den Charakter einer Währung. Wie wir diese (soziale) Währung über Social Media mit anderen teilen, was dabei herauskommt, wer gibt und wer nimmt, mit diesen und anderen Fragen beschäftige ich mich seit längerer Zeit. Da passt gut ins Bild, dass das neue BrandEins auf Seite 18 über die Werber Leif Abraham und Christian Behrendt berichtet und das ganze unter den Titel "Twittern und sparen" gestellt hat. Mehr zu dieser interessanten Story gibts bei Klaus Eck

Location based SErvices - Ed Wohlfahrt
das könnte natürlich auch lauten "holen Sie sich ihren gratis Gutschein über…" 

Für einen Kunden behirne ich gerade Möglichkeiten, wie man sich über Einchecken über die location based Services (Standortbezogene Dienste ==> WikipediaFoursquare oder Gowalla Prozente für einen Einkauf oder den Kaffee im Geschäft an der Ecke holen könnte. Und da platzt auch schon diese Story auf, die genau in diese Richtung zielt. Der Bekleidungskonzern Gap möchte offensichtlich ein größerer Stern auf der Foursquare Landkarte werden und nebstbei in die Empfehlungsnetzwerke der bei ihm Einkaufenden vordringen. Satte 25 % Rabatt jedenfalls bekommen jene Leute, die im Gap Store einchecken. Damit das ganze übersichtlich bleibt und besser gemessen werden kann läuft das ganze im Rahmen eines Events ab.

Clever nenne ich das. Die Frage die sich mir dabei stellt ist, ob wir anhand diesen und ähnlicher Marketingaktivitäten schon eine Weiterentwicklung des Social Webs vor uns haben? Kann das sein? Vielleicht ist es zu drastisch von der nächsten großen Entwicklungsstufe zu sprechen aber interessant ist es allemal. Wenn ich meinen Freunden davon erzähle, dass ich gerade hier einkaufe, einen Kaffee trinke oder ähnliches, dann bekomme ich etwas gratis oder zahle weniger. Hier haben Unternehmen ganz offensichtlich den Wert von Netzwerken ihrer Kunden erkannt und zielen genau darauf ab. Ich zahl für den Espresso dann statt 1,90 halt nur noch einen Euro. Dafür wissen alle meine Freunde (bei mir sind das aktuell 137) auf Foursquare dann halt a) dass ich gerade in der Stadt bin und einen Expresso im Cafe meiner Wahl nehme und b) dass ich ein Billigmeier bin, weil ich mir diese Info abkaufen lasse? Wichtiger aber noch. Sobald jemand aus meinem Freundeskreis in der Nähe eincheckt, bekommt er – die nötigen Settings vorausgesetzt – eine Meldung auf's Display. Sie sagt sinngemäß: "Hey Ed gefällt das Cafe um die Ecke, schau doch auch mal vorbei..!" Und das, genau DAS ist Geld wert. 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.