Pressearbeit: Geschenke als Turbo?

23. Dezember 2010Die Redaktionen quellen gerade über. Vor Geschenken. Alljährlich stapeln sich die Umathum-Kartons, die  Edelbrände und natürlich die Gutscheine für Wellnesswochenenden, die Pralinenschachteln oder die Körbe voller Fressalien. Da greifen die …


Die Redaktionen quellen gerade über. Vor Geschenken. Alljährlich stapeln sich die Umathum-Kartons, die  Edelbrände und natürlich die Gutscheine für Wellnesswochenenden, die Pralinenschachteln oder die Körbe voller Fressalien. Da greifen die Redakteure dann gerne zu. Ich meine, was soll man machen?! Oder greifen doch nicht alle zu? Kann man über ein Unternehmen eigentlich noch kritisch berichten, wenn man Donnerstag bis Sonntag auf deren Kosten in Loipersdorf entspannt hat? Oder gehen gar die Unternehmen zu weit, die mit ihren „kleinen Aufmerksamkeiten“ immer öfter übers Ziel hinaus schießen? Keine Ahnung.

Ich würde gar nicht schenken. Rein gar nichts. Ich würde Redaktionen auf ganz andere Art beschenken. Dadurch z. B. dass ich sie ab sofort noch besser serviciere. Professionell gesehen und nicht lukullischem natürlich. Ich würde als Unternehmen z. B. meine E-Mail Verteiler durchgehen, sodass ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen kann, dass meine Infos die Inboxen der falschen Leute verstopft. Ich würde als Unternehmen überhaupt nur noch dann sprechen, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe und Medienvertreter auch nur noch dann kontaktieren. Ein echt schönes Geschenk, wenn man sich ein ganzes Jahr daran hält. Was noch? Ich würde generell versuchen, weniger E-Mails zu verschicken dafür aber relevantere Infos. Ich würde mir Zeit nehmen, besser verstehen zu lernen, wer welcher Redakteur ist, wie er tickt, was welchen Redakteur, welche Redakteurin interessiert, wofür sie brennen, etc. Ob hier die Blogs und Tweets von Journalisten einen möglichen Zugang darstellen könnten? Mit Sicherheit! Ich würde versuchen alles zu tun, damit Journalisten ein leichteres (Berufs-)Leben haben. Dann nämlich hätten sie das ganze Jahr Weihnachten und nicht nur am 24. Dezember! Was noch könnte man Medienvertretern unterm Baum legen?

2 Gedanken zu “Pressearbeit: Geschenke als Turbo?

  1. Hallo mark, thx fuer den Input! Imho entwickeln dich anhänge in aussendungen immer mehr zum no-go. wofür gibt es schliesslich links zb zu weiterführenden Info die abgerufen werden können wenn gewünscht. Aber eben nur dann

  2. Hallo Ed!

    Schöne Beispiele, die du in deinem Artikel anregst. In Sachen Inbox-Verstopfung empfehle ich auch bei Aussendungen die armen Redaktions-Konten nicht mit Multi-Megabyte-Anhängen zu verstopfen. Sonst kommt’s leicht zum Denial of Service von Seiten des jeweiligen Redakteurs.