Zurückrudern in Sachen Digitale Selbstbeweihräucherung

29. Januar 2011Es ist jetzt gezählte achtzehn Tage her (11. Januar 2011) da verkündete ich ein vollmundiges Nein zur digitalen Selbstbeweihräucherung. Ich rudere hiermit zurück (was ähnlich bedeutsam ist, wie der Sack …


Es ist jetzt gezählte achtzehn Tage her (11. Januar 2011) da verkündete ich ein vollmundiges Nein zur digitalen Selbstbeweihräucherung. Ich rudere hiermit zurück (was ähnlich bedeutsam ist, wie der Sack Reis, der gerade irgendwo in China umfällt). Ich muss einsetzen, dass sich ich hier annähernd unter Ausschluss der Öffentlichkeit blogge. Ich muss einsehen, dass es einen guten Grund dafür gibt, eigene Inhalte ab und an zu promoten wie übrigens auch die Blitz-Umfrage ergab. Gut, klar, kann man jetzt sagen. Wenn man sich schon dazu entschließt über solche Orchideen-Themen zu schreiben.

Poo-tee-weet? / flickr.com

Nun, ganz so ist es auch wieder nicht. Die ewige (Besucher-) Zahlengeilheit ist mittlerweile zwar kein Thema mehr für mich. Die Leute innerhalb meiner passion based audiences anzusprechen jedoch nach wie vor. Und gerade dies gelingt mir nicht, wenn ich päpstlicher bin als der Papst und gelobe keine Links zu eigenen Blogposts mehr auf Twitter oder Facebook-Fanpage zu posten. Will heißen: Ich kann die mit diesem Blog angestrebten Gespräche nicht führen, wenn ich meine (sich teilweise, aber eben nur teilweise überlappenden) Freundeskreise nicht anspreche. Oder nur einen verschwindend kleinen Teil davon. Ich sitze hier also auf dem Trockenen. Hungrig nach Input, Zu- und natürlich auch Widerspruch. Alleine, ich bekomme ihn nicht wenn ich nicht ab und an auf das was sich hier tut hinweise. Ich werde das sicher nicht mit jedem Post tun. Aber eben mit einigen. Um es mit Adenauers zu sagen: Was schert mich mein Geschwätz vom 11. Januar?!

6 Gedanken zu “Zurückrudern in Sachen Digitale Selbstbeweihräucherung

  1. Danke für die Nachhilfe in Sachen Vernetzung :) Du hast recht was die Trackbacks anlangt. Ich habe mir diese Blog-Funktionalität inzwischen leider vollends abgewöhnt. Der Grund dafür ist, dass ich vorher auf TypePad war und das Setzen von Trackbacks dort (mit anderen Blogs) mal funktioniert und sehr häufig nicht. Aber danke für die Anregung. Nachdem ich jetzt auf WordPress bin sollte es besser klappen.

  2. Das Problem liegt wesentlich wohl darin, dass du mit diesem neuen Blog eine neue Marke geschaffen hat und es schlichtweg noch nicht besonders gut aufindbar ist.

    Du könntest aber auch, und da ist der Erfolg ganz sicher nachhaltiger, auch einfach mal auf eine Eigenschaft zurückgreifen, die Blogs, lange bevor es Twitter und Facebook gab, stark gemacht haben. Das Zauberwort lautet „Vernetzung“. Es sollte grundsätzlich immer noch funktionieren.

    Wann hast du den letzten Trackback rausgeschickt? Einen, der auf der anderen Seite auch dargestellt wird?

  3. danke für die Nachsicht :) Ich will mich von der Last recht zu haben befreien. Insofern ist vieles was ich hier am Blog mache ein Nachdenkprozess mit offenem Ende. Danke fürs Reinschaun!

  4. Na also, geht doch :-) Nein, mal im Ernst: Ich finde es gut, dass Du Deine Haltung überdenkst und die Änderung kommunizierst.

    Ich bin nach wie vor hin- und hergerissen, werde aber die Artikel meines (Haupt-)Blogs gezielt und mit eigener Formulierung auf Twitter/Facebook posten. Meine anderen Tumblr-Blogs lasse ich automatisiert reinlaufen, die sehe ich eher als „längere Mikroblogs“ wie Twitter an 😉

  5. Das Problem liegt doch einfach darin, dass wir alle so unterschiedliche Ansätze zur Kommunikation mit dem Freundes-, Bekannten- und Kontakt-Kreis nutzen. Die einstige Zentralisierung durch das Blog und die (ja, wie bei mir aktuell) Feed-Leser/-Abonnenten ist mittlerweile nicht mehr gegeben. Doch als Feed-Abonnent gehöre ich (wie wohl andere auch) zu einer der ersten aussterbenden Arten der digitalen Gesellschaft. Wie heißt es so schön? Die Nachrichten finden den Nutzer. Aber auch nur dann, wenn andere Nutzer das Thema verbreiten bzw. recyceln. Ohne diese Antriebsfeder des Aktionismus bleibt selbst das beste Blog oder der beste Artikel einfach brach. Wie in der Landwirtschaft muss das Blog bestellt werden: Twitter als Pflug, Facebook zur Saat, und Google Analytics als Ernte… :)