Google+ und warum wir die Kirche doch besser im Dorf lassen

29. Juli 2011Der Einladungstext, mit dem mich ein Bekannter vor ein paar Wochen zu Google+ einladen wollte, war eindeutig. Er lautete: „Du bist noch gar nicht bei Google Plus?! Gerade von dir …


Der Einladungstext, mit dem mich ein Bekannter vor ein paar Wochen zu Google+ einladen wollte, war eindeutig. Er lautete: „Du bist noch gar nicht bei Google Plus?! Gerade von dir hätte ich mir erwartet, dass du da schon lange dabei bist“. Was sag ich dazu? Hm… Auch die Newsletter von diversen Agenturen überschlagen sich derzeit in Sachen Google+. Es handelt sich dabei wohl gemerkt um jene Internet-Agenturen, die a) Social Media lange Zeit verschlafen haben b) quer eingestiegen sind und schnell viel nachholen mussten c) jetzt voll auf dem Facebook-Zug warfen und sich c) jetzt ihrer Ursprünge (Google) besinnen, sich freuen, dass von Google endlich mal was kommt in Sachen Social Media und den Hype um Google+ nutzen so gut es geht. Sollen sie ruhig tun. Bitte nur die Newsletter-Frequenz von fünf die Woche auf einen zu reduzieren. Das Google+ Gebrüll geht mir nämlich langsam auf die Nerven.

Zurück zu mir. Ich habe mir G+ selbstverständlich angesehen. Nur mit der mir eigenen Geschwindigkeit. Ich halte nichts von dem Geschrei, möchte zuerst verstehen, Einsatzmöglichkeiten des jeweiligen Social Media Dienstes auf konkrete Problemstellungen hin durchspielen (zentrale Frage: Welches Problem be

komme ich damit besser / anders gelöst als mir einem anderen Social Media Tool?, Was macht den Unterschied konkret erlebbar, Gib es Killerfeatures, die es anderswo nicht bzw. noch nicht gibt?, etc.). Ich bin immer noch dabei, mir ein möglichst klares Bild zu machen, höre wieder mehr Podcasts, habe mir der Extensions wegen den Chrome-Browser zugelegt und sehe hie und da auch wirklich gute Beiträge zum Thema Google+ Einen davon möchte ich hier featuren. Er bzw. Doris Schuppe haben es wirklich verdient. Ich schlage vor, zuerst ihren extrem gut und dicht verfassten Blogpost zu lesen und möchte meinen LeserInnen natürlich auch nicht ihre dazu angefertigten Slides vorenthalten. Sie bewerten nüchtern ohne großes Tamtam, wägen ab, stellen gegenüber und lassen vor allem die Kirche im Dorf, d.h. übertreiben nicht. Für mich gilt weiterhin: Social Media ja, aber ohne Hype. Meine Auseinandersetzung mit G+ geht weiter. Muss sie ja. Aber ohne Geschrei, in meinem Tempo und möglichst unaufgeregt 😉
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4 Gedanken zu “Google+ und warum wir die Kirche doch besser im Dorf lassen

  1. Vielen Dank für das Feedback! Viele scheinen auch geflissentlich zu übersehen, dass Google Plus noch im (offenen) Betastadium ist 😉 Da wird sich noch eine Menge an Design und Funktionalitäten ändern, eine abschließende Pro/Contra-Betrachtung zu diesem Zeitpunkt ist einfach unsinnig. Es bleibt spannend!

  2. Hallo Reinhard, danke fürs Kommentieren! Wenn ich mir in einem Punkt sicher bin, dann in dem, dass noch eine ganze Menge kommen wird. Wie immer die neuen Dienste auch heißen mögen. Interessant wird bzw. bleibt es allemal. Ob Unternehmen bei allem mit müssen ist halt die Frage und ich tendiere hier zunehmend zu einer konservativeren Herangehensweise. Wer kann sich heute z. B. noch an Secondlife erinnern, wer an Chora oder MySpace.

  3. Da hast du den Hype wieder einmal aus der – dir eigenen und – richtigen Sicht betrachtet! Unglaublich, was sich da derzeit so abspielt. Ich verfolge die diversen Berichte abwechselnd mit Interesse, wie auch entsprechendem Vergnügen! Je nach dem!
    Bin neugierig, was da noch so alles kommt!