Zusammenarbeit: Welche Tools nutzen eigentlich Ihre Mitarbeiter?

26. Juli 2012Dass es in vielen Unternehmen bereits Paralleluniversen gibt, liegt auf der Hand. Das Unternehmen kommuniziert nach innen über Intranet, schwarzes Brett und Mitarbeiterzeitung. Parallen dazu hat ein großer Teil der …


Dass es in vielen Unternehmen bereits Paralleluniversen gibt, liegt auf der Hand. Das Unternehmen kommuniziert nach innen über Intranet, schwarzes Brett und Mitarbeiterzeitung. Parallen dazu hat ein großer Teil der Mitarbeiter Accounts auf Facebook, Xing oder Google Plus.

Das Unternehmen ist natürlich auch auf Facebook, Xing und Google Plus. Aber was kratzt das die Mitarbeiter..? Viel Nutzen für ihre tägliche Arbeit finden sie auf der Fanpage des Unternehmens zumeistens nicht. Schließlich gehts hier darum, dass sich das Unternehmen von seiner schönsten Seite her zeigt. Wie Unternehmen mit dieser Situation umgehen können? Etwa, indem sie ihre eigene Kommunikation überdenken und gegebenen Falles anpassen!

Bildquelle: thx2 derekbruff / flickr.com

Es muss nicht immer gleich das komplett vernetzte „Social“ Business sein, dass Unternehmen hier anstreben sollen. Dennoch ist es vielleicht nicht schlecht auch hinsichtlich der Kommunikationstools mit der Zeit oder eben mit dem Mitarbeiter zu gehen. In technischer Hinsicht geben sich viele Unternehmen schon recht offen. Bring your own device ist die Devise. Der Mitarbeiter kann also von seinem Endgerät her in der Arbeit das nutzen, was er auch zu Hause gut findet und nutzt. Unternehmen die diese „Bring your own device“-Policy verfolgen, sind davon überzeugt, dass es ihnen von den Mitarbeitern gedankt wird, dass diese gerne und vielleicht sogar mehr arbeiten.

Mitarbeiter zu fragen lohnt sich!
Wie aber erfolgt die Kommunikation am Arbeitsplatz genau? Um dies herauszufinden, lohnt es sich, den Mitarbeitern mal genauer bei der Arbeit bzw. dem Lösen der hier entstehenden (Kommunikations-)Probleme zuzusehen. Auch aktives Nachfragen ist zielführend. Etwa „Wie machen Sie das jetzt genau“ oder „Welchen Weg dieses Problem zu lösen finden Sie den besten oder effizientesten?“. Ein Bekannter hat genau das getan und gesehen, dass ein großer Teil seiner Mitarbeiter die Nachrichtenfunktion von Facebook nutzt. Facebook ist nebenbei immer offen. Aber eben nicht um hier bedingt lustige Updates zu posten oder den Freunden zuzusehen, sondern vielmehr dazu, um am kurzen Weg zu kommunizieren. Wieder andere benutzen Skype, SMS oder Google Hangout. Nicht selten ist es auch so, dass Mitarbeiter auf Facebook geschlossene Gruppen bilden oder sich gegenseitig auf Twitter folgen, um dadurch einen schnellen und oft auch mobilen Zugang zum Gegenüber sicherzustellen. Schließlich arbeitet nicht jeder immer am Arbeitsplatz sondern ist auswärts, arbeitet von zu hause, etc.

Yammer, Salesforce oder Socialcast? Mitarbeiter einbinden!
Als mir mein Bekannter das erzählte machten wir uns gleich daran, die richtigen Learnings aus dieser Beobachtung zu ziehen. Jetzt suchen wir die Tools aus (dazu bald ein weiterer Post!) und werden einen Piloten umsetzen. Dann gehts darum, die Mitarbeiter dazu zu bringen, das neue Tool auch wirklich einzusetzen. Kooperation sozusagen. Vielleicht ist das auch gar nicht so schwer. Schließlich wurden die Mitarbeiter dazu eingeladen, ihre Requirements zu nennen und selbst abzustimmen. Sie sind nun auch aktiv in die Tests eingebunden und angeschafft wird nicht das, was andere für gut finden, sondern das, was bei den Mitarbeitern am besten ankommt.

Social Business braucht Fürsprecher
Nichts geht leicht. Aber ich hab‘ hier gelernt, wie wichtig es ist, dass der Chef von Anfang an hinter dem Projekt steht, es persönlich trägt und vorantreibt. Dazu braucht es die passende Vision, die sich klarerweise niemanden eingetrichtert lässt. Entweder sie ist da oder eben nicht. Wichtig ist aber auch eine weitere Zutat: Vertrauen in die Mitarbeiter und ihre Fähigkeiten. Wenn dieses Vertrauen da ist, ist in Wirklichkeit kein Ziel zu ambitioniert. Da im vorliegenden Fall beides, also sowohl der CEO als auch das Vertrauen in die Mitarbeiter gegeben ist, sehe ich in den kommenden Wochen nicht nur viel Arbeit. Ich sehe auch Sinn und – noch wichtiger – große Freude!

2 Gedanken zu “Zusammenarbeit: Welche Tools nutzen eigentlich Ihre Mitarbeiter?

  1. Danke, wir stehen auch vor der Frage welche Tools wir einsetzen und testen und testen. Jede Woche kommt etwas neues. Was uns besonders interssiert ist ein Tool wie wir für unsere Kunden Content-Marketing am besten organisieren. Was haltet ihr von: https://contently.com/platform

    • Hallo Martin, schön dich zu lesen! Das Tool kenne ich nicht und muss es mir erstmal enschauen. Mit dem Testen ist es so eine Sache. Es geht irrsinnig viel (unbezahlte) Arbeitszeit dafür drauf. Ich persönlich nutze für Collaboration und interene Kommunikation Yammer, teste aber auch noch Salesforce Chatter, Teamlab und Campfire