Storycamp Salzburg 23. November 2012

8. Oktober 2012Ich möchte hier von einer Veranstaltung erzählen, die mir sehr am Herzen liegt. Gemeinsam mit Reinhard Lanner veranstalte ich am 23. November in Salzburg das Storycamp. Hier dazu ein paar Infos und einbegleitende Gedanken.


Wer braucht ein Storycamp und warum?
Mit Geschichten zu arbeiten zahlt sich einfach aus. Es hat für mich mit Nachhaltigkeit zu tun, mit gewaltfreier Kommunikation und mit Wertschätzung. Lauter Dinge, die für mich eine immer wichtiger wedende Rolle spielen. Vielfach ist man sich aber gar nicht bewusst, dass man Geschichten verwendet, um anderen einen besseren Eindruck zu vermitteln, andere besser verstehen zu lassen, etc. Insofern brauchen wir alle mehr Bewusstsein für die Kraft der Erzählung. Dieses Bewusstsein kann dieses Storycamp schaffen helfen. Es kann und wird Menschen aus unterschiedlichen Branchen und mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenbringen und voneinander lernen lassen. Und das wird einfach extrem cool!

Storycamp: Klein aber fein
Nachdem ich 2007 und 2008 bereits selbst Barcamps mitorganisieren durfte, ging diesem Veranstaltungsformat zumindest für mich irgendwann die Luft aus. Firmenpräsentationen und „wir sind toll“-Sessions zogen mir irgendwann entgültig den Stecker. Es ging irgendwie nur noch darum, möglichst zu glänzen, viele Visitenkarten an Headhunter oder potentielle Auftraggeber zu verteilen. Mein zentrales Barcamp-Learning hatte ich damals in Klagenfurt, als mir am Rande einer Session jemand mein Laptop erklärte. Es war neu und ich hatte keinen blassen Schimmer. Das hat jemand, der mit zugesehen hat erkannt, und mir spontan ein paar Kniffe beigebracht. Das ging ganz nebenbei und war geprägt vom Wunsch zu geben. Dieser Aspekt ging mir zuletzt mehr und mehr verloren. Mit dem Storycamp wollen wir in eine andere Richtung. Vielleicht zurück zu den Barcamp-Wurzeln? Wer weiß! Das Storycamp soll auf jeden Fall klein sein und fein. Klein von der Anzahl der TeilnehmerInnen – wir rechnen so in etwa mit 25-30 Personen – fein von der Qualität des Dialogs. Ach ja: Die genaue Location wird noch nachgereicht. Hier am Blog und zusätzlich auf unserer Storycamp-Page auf Amiando, auf der man sich auch anmelden kann.

Zuschnitt: Alles ist möglich!
Es sind alle Themen erlaubt, die mit Stortelling zu tun haben. Es gibt keinen Fokus auf Soziale Medien, Marketing, Tourismus oder PR. Alles kann, muss aber nicht. Es ist natürlich auch möglich, und sogar ausdrücklich erwünscht, dass Storyteller das Storycamp zum Erzählen ihrer eigenen Geschichten benutzen. Abestimmt wird, wie auf Barcamps üblich, mit den Füßen…

Dialoge statt Sessions
Das ist noch unausgegoren und wird mit den anderem Storycamp-Machern noch zu besprechen sein. Danke für diese Idee jedoch schon mal an Lisa Illichmann ; ) deren Geschichten schon bald in Buchform erhältlich sein werden. Ihr schwebt vor, dass es keine Sessions im herkömmlichen Barcamp-Sinn, sondern Dialoge gibt. Dialoge, in die das Publikum miteingebunden wird. Also nicht zuerst Session, dann Fragerunde sondern der Dialog selbst wird zum Format. So wie gute Storyteller in ihre Geschichten Stellen einbauen, in denen die Zuhörer andocken, in die Rolle der in der Story handelnden Personen schlüpfen können. Das wäre mal eine Idee, die ich hier gerne zur Diskussion stellen würde.

Bewusstsein für die Breite von Storytelling
Storytelling ist irrsinnig breit. Es reicht lange nicht aus, dieses Instument oder besser diese Technik auf Werbung, Marketing und PR alleine herunter zu brechen. Und gerade diese Breite soll im Storycamp eine Bühne bekommen. Wir wollen voneinander lernen, ganz unterschiedliche Blickwinkel und Betrachtungsweisen bekommen und viele Geschichten miteinander teilen vielleicht sogar gemeinsam Geschichte(n) schreiben? Wer dazu Lust hat ist am Storycamp auf jeden Fall richtig.

Ein passender Erzähl-Rahmen
Man kennt das. Niemand traut sich so recht aus der Deckung. Die Vertreter von tollen Firmen „Wir haben das gemacht und diesen Preis damit gewonnen“ drängen in die Sessions und das ganze läuft schief. Für mich geht es beim Storycamp Salzburg primär darum, gemeinsam mit anderen das Setting, sprich den Rahmen bereitzustellen, in dem gute Geschichten stattfinden können, in dem sich Menschen wohlfühlen, ihre Erfahrungen und Geschichten teilen und vor allem gerne geben. Erst wenn dieser Rahmen geschaffen ist, kann das Storycamp für alle Teilnehmer ein schöner Ort weden, von dem man anderen gerne erzählt und an dem man vielleicht auch gerne wieder zurückkehren möchte.

Weitere Fragen
Wer hat Lust beizutragen, zu geben und mit dabei zu sein?
Welche Ideen und Vorschläge für Sessions Dialoge sollen berücksichtigt werden?
Wer weiß in Salzburg eine tolle Location mit einer guten Geschichte?
Wer kennt Menschen, die hier unbedingt dabei sein sollten?
Wer kennt StorytellerInnen, die vom Storycamp erfahren sollten?
Welcher Aspekte von Storytelling soll unbedingt ausgeleuchtet werden?
Welche Unternehmen wollen einen Beitrag zum Gelingen des Storycamps leisten?

12 Gedanken zu “Storycamp Salzburg 23. November 2012

  1. Warum nicht. München ist doch sozusagen um die Ecke – zumindest von Salzburg aus betrachtet. Danke für das positive Feedback. Luft nach oben gibt es aber noch reichlich, finde ich. Da Feedback klein zu bleiben fand ich übrigens sehr hilfreich, denn genau hierhin gehen auch meine Überlegungen zur Fortentwicklung des #Storycamp12

  2. Das war sehr schön und inspirierend gestern. Vielen Dank für die gute Organisation und Leitung des Camps. Und ich würde mich sehr freuen, wenn wir das Ganze wiederholen würden – vielleicht das nächste Mal in München oder Umgebung?

  3. Es tut mir richtig Leid dass ich so spaet davon erfahren habe. Ich waere sehr, sehr gerne gekommen! Viel Erfolg!

    • Wir uns ebenfalls. Bitte gute Stories und Storytelling-Input mitbringen. Das Programm entsteht durch Angebot und Nachfrage vor Ort!

  4. ich freu mich sehr, dass die Idee für ein Storycamp so gut angenommen wird. Wir halten derzeit bei 18 Teilnehmern. Anmeldung übrigens hier: http://de.amiando.com/XFEUNWV.html?page=849270 und freuen uns auf eine tolle Veranstaltung. Die genaue Location ist leider immer noch offen. Wir suchen einen Ort mit einer Story, eh klar. Das ist in Salzburg Stadt / Land aber dann auch wieder gar nicht so leicht zu finden. Wer hat eine Idee?

  5. eine wunderbare Idee. Vor allem das Konzept der Dialoge gefällt mir. Wenn ich es irgendwie einrichten kann, bin ich gerne dabei. Storytelling sollte man nicht nur den Kollegen von PR und Marketing überlassen 😉 da steckt viel mehr dahinter.

  6. Ich freue mich sehr. Geschichten sind eine sehr konstruktive Möglichkeit Information und Wissen zu teilen und speichern. Bin bestimmt dabei und hoffe, dass viele andere Interessierten ebenfalls dabei sind.