Storytelling für EPU’s

28. November 2012Storytelling ist ein mächtiges Instrument. Von A wie Aufmerksamkeit bis Z wie Zusammenarbeit lässt sich damit eine ganze Reihe positiver Effekte erzielen. Wie aber können Ein-Personen-Unternehmen Storytelling einsetzen? Als Berater hat man …

Als Berater hat man einen Ansatz, wählt seinen Zugang, fokussiert auf die eine Methodik oder auf die andere, gewichtet dieses mehr, das andere dafür weniger. Kurz gesagt, man ist Mensch und damit ein Unikat. Es gibt eine Reihe von Dingen, die einen ausmachen und somit von allen anderen – im besten Falle positiv – abheben. Ein Umstand, der gewiss nicht nur auf Menschen in der Beratungszunft zutrifft, sondern in Wirklichkeit alle angeht.

Aus der Not eine Story machen

Genau dieses “Problem” habe ich auch. Wie heb’ ich mich ab, wie differenziere ich mich klar? Selbstverständlich bekommen potentielle Kunden bei mir “Facebook”. Jedoch bringe ich hier meinen eigenen Zugang mit, der erklärt sein will. Klar mache ich “Social Media” jedoch anders als die meisten anderen die ich kenne.

Andererseits brauchen auch (potentielle) Kunden eine Struktur, müssen verstehen können und brauchen somit auch Schubladen, in die sie uns Berater und mich, Ed Wohlfahrt, stecken können um besser zu verstehen. Nun – aus dieser Schublade aber muss ich raus. Weil ich nicht mit allen anderen im Pool schwimmen möchte darf! Also wie können mir Geschichten dabei helfen, meinen Beratungsansatz, meinen Zugang zum Thema Social Media entsprechend darzustellen und so zu erklären,das andere mich auch verstehen können?

Storytelling: Aus der Not eine Story machen

Interessant ist, dass ich mir (selbst) meine Welt seit vielen Jahren durch Geschichten erkläre. Warum ich z. B. in der Online Kommunikation gelandet bin, hat eine Geschichte, warum ich mich als Lösungsanbieter im Bereich Sozialer Medien positioniere ebenfalls. Mir ist das klar, aber wissen das auch potentielle oder bestehende Kunden? Wohl kaum – also setzte ich diese Geschichten mehr und mehr auch in der Außenkommunikation ein. Und zwar immer dann, wann es passt.

Ein überaus wichtiger Punkt, weil es eben nicht immer passt… Worüber diese Geschichten handeln? Über mich, über meine Arbeit und über die Art und Weise wie ich sie ausführe.

Sind Geschichten über einen selbst pfui?

Meiner Meinung nach ganz und gar nicht. Wie noch authentischer kann ich sein, wenn ich Geschichten erzähle, die von mir selbst handeln, die ich selbst erlebt habe?! Klar stehe ich im Mittelpunkt der Story, klar bin ich der Held. Es kommt jedoch ganz auf den Bogen an, den ich spanne, ob mich die Geschichte als jemanden transportiert, der jemand sein will, auf den alle Kameras und Scheinwerfer gerichtet sind oder als jemanden, der über den Verlauf der Story zu jemandem anderen wird, weil er zuerst sucht, dann versteht und schließlich findet. Ach ja. Nur weil die Stories über mich selbst handeln, heißt das noch lange nicht, dass mir immer alles gelingt, jede Gleichung aufgeht! Auch verschlungene Pfade führen bekanntlich ans Ziel bzw. “machen” die Story.

Geschichten brauchen Bewusstsein

Jeder erzählt Geschichten oder hat welche auf Lager, klar. Geschichten werden aber auch aus einem bestimmten Grund heraus erzählt. Sie haben sozusagen ein Ziel. Niemand sagt dies meiner Meinung nach besser als Alex Garland “Storytelling is the calculated release of information.” Wie wahr! Stories die wir zum besten geben, müssen also der Situation bzw. unserem Kommunikations- oder Verständnisziel angepasst sein. Ansonsten machen sie schlicht und einfach keinen Sinn. Andererseits braucht man auch das Bewusstsein dazu, dass man Stories ja selbst immer wieder (eben unbewusst) benutzt. Viele von uns täglich. Ja gut, aber wenn das so ist, wie kann ich sie strategisch, sprich, auf ein Ziel ausgerichtet, einsetzen? So lautet sie dann, die nächste Frage.

Was es bringt Geschichten zu erhählen

Kurz gesagt ein besseres Verständnis beim Gegenüber. Und zielt Kommunikation darauf nicht immer auch ab?! Mir bringen Geschichten neben Verständnis auch die Möglichkeit das Richtige zu sagen bzw. ganz ich zu sein. Was heißt das nun wieder? Das bedeutet für mich, dass ich über Geschichten Zugriff erlange zu dem, was mich ausmacht, was ich denke und zu dem, was ich letztlich bin. Und Gespräche zu führen, möglicherweise Gespräche mit potentiellen Kunden, in denen einem genau das gelingt, sind meiner Einschätzung nach gute Gespräche. Sie führen zu besserem Verständnis, zu wertschätzender Kommunikation last but not least aber auch zu den richtigen Kunden. Dass man dabei nicht immer auf den Begriff “Storytelling” pochen sollte, da es viele einfach als Geschichtenerzählen abtun, steht auf einem anderen Blatt ; )

In den Folien sind zwei Stories enthalten. Über die Tagcloud sind sie nur schwer zu erkennen und ich habe deshalb ein Video dazu gemacht.

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