Roaming ade: Wie Sie als Touristiker jetzt vorbauen!

30. Juni 2015Europa sei Dank! Ab 2017 hat der heimische Tourismus ein Problem weniger. Die Zurückhaltung der Gäste, ihr eigenes (teures) Mobiltelefon zu nutzen, fällt weg. Wie Sie als Touristiker darauf reagieren und Ihr Online Marketing fit machen für die Zeit danach, lesen Sie hier!

2017 ist das leidige Thema Roaming Geschichte. Urlauber können ihr geliebtes Mobiltelefon dann nutzen, ohne Angst vor den Kosten haben zu müssen. Sie brauchen beim Upload ihrer Fotos, und Check ihrer Social Media Profile nicht mehr auf den Datenverbrauch achten.

Roaming onlinePR1

Die Frage ist nun, wie Destinationen, touristische Angebotsträger und touristische Marken auf diesen Umstand reagieren. Hier gleich ein paar Optionen

  • Gute Inhalte? Haben wir eh!
    Es gibt sie, die Regionen, Marken und Angebotsträger, die bereits gestern für heute vorgesorgt haben. Sie haben nicht nur längst mobil optimierte Webseiten, sie verfügen auch über relevante Inhalte, die jedoch laufend angepasst und erneuert werden. Die Qualität dieser Inhalte ist hoch. Es gibt eine Strategie für Soziale Medien und einen laufenden Prozess, der eine gleichbleibend hohe Content Qualität sicherstellt.
  • Gute Inhalte? Keine Ahnung!
    Wenn Sie all das nicht haben, wenn die Google Suche nach Ihrem Unternehmen eine nicht gewartete Google-Plus Seite ganz oben ausspuckt, dann sprechen Sie jetzt mit Ihrer Internetagentur. Daran, sein Online-Marketing für die Zeit nach dem Wegfall der Roaminggebühren anzupassen, führt meiner Meinung nach kein Weg vorbei. Und 2017 wird es zu spät sein, damit zu beginnen. Der frühe Vogel fängt den Wurm!
  • Gute Inhalte? Brauchen wir nicht!
    Sie brauchen keine guten Inhalte? Höchst wahrscheinlich auch kein Online-Marketing, weil Ihr Betrieb auch so gut funktioniert? Sie Glücklicher! Es gibt zwar nur noch wenige Betriebe, auf die das zutrifft (und es werden immer weniger) aber lassen Sie es sich gut gehen, der nächste Gast kommt bestimmt!

Anregungen für Ihr touristisches Content Marketing

Egal zu welcher Gattung Sie sich zählen. Hier ein paar Anregungen für Destinationen, touristische Marken und Angebotsträger (deren Produkt natürlich stimmt) für die Zeit vor dem Wegfall der Roaming-Gebühren ab 2017:

Roaming OnlinePR2

1. Verschaffen Sie sich Klarheit über den aktuellen Stand Ihres Online Marketings

Wo stehen Sie jetzt oder anders gefragt, wo ist Ihr Online Marketing stehengeblieben? Hier gehts erst mal gar nicht um den Inhalt sondern um die zum Einsatz kommenden Instrumente. Gibt es eine Webseite, ist sie benutzerfreundlich auch auf mobilen Endgeräten, wo rangieren Sie auf Google, wie funktioniert der Newsletter, wie kommen Sie an neue E-Mail Adressen, was sagen Bewertungsportale über Sie aus? Wie generieren Sie neue Anfragen? All diese Fragen einer nüchternen Neubewertung zu unterziehen, dazu ist jetzt die Zeit!

2. Die Zahlen auf den Tisch!

Viele Touristiker lagern ihr Online Marketing aus. Das ist grundsätzlich ok. Viele tun es aber so, dass sie die Verantwortung dafür schlichtweg abgeben. Bedeutet, dass sie weder Interesse an der Webseiten-Statistik, noch an den Öffnungsraten der versendeten Newsletter haben. Und wer jetzt kontert, und sagt, er hätte keine Zeit, dem sage ich hier und jetzt

Wer sich nicht um sein Online Marketing kümmert, der braucht sich bald um gar nichts mehr zu kümmern!

Sich einen Überblick zu verschaffen bedeutet, sich für die Dinge zu interessieren, Fragen zu stellen um in weiterer Frage noch bessere Fragen stellen zu können. Beispiel: Kunde zur Agentur: „Bitte fügen Sie mich als Administrator der Facebook-Seite hinzu“. Tut nicht weh, wirkt aber oft Wunder und verbessert die Performanz von Social Media Seiten nachweislich!

3. Alte Zöpfe abschneiden!

Entschlacken Sie Ihr Online-Marketing um das, was Ihnen nachweislich nichts bringt. Es ist komisch, wir halten an Dingen fest, die vor langer Zeit aufgehört haben zu funktionieren. Wenn sie es überhaupt jemals getan haben! Hier geht es um den Newsletter, den kaum jemand öffnet, die Facebook-Seite des Hotels, mit der sich niemand befreunden will oder die Google-Anzeigen, die einfach verpuffen. Was Sie brauchen, um solche guten Entscheidungen zu treffen? Klarheit. Und die liefern nur harte Zahlen.

Content Marketing Strategie

Klarheit. Eine schöne Sache. Auch und vor allem im Content Marketing!

So. Jetzt sind die Zahlen auf dem Tisch, sind Dinge, die nachweislich nichts bringen abgestellt oder abbestellt, je nach dem ; ) Der Blick wird klar.

Mit 2017 ist Roaming Geschichte

Die Frage, die sich nun stellt, lautet, was brauchen bestehende und potentielle Gäste oder Kunden? Welche Inhalte, welche Angebote können ihnen clevere Touristiker jetzt, in der Minute unterbreiten?

Gutes Online-Marketing macht Sinn, stiftet Nutzen, wird nicht länger als Werbung sondern als sinnvolle Ergänzung betrachtet, weil es einen Urlaub, einen Aufenthalt, ein touristisches Erlebnis

  • zu bereichern
  • zu entschleunigen
  • zu ergänzen
  • zu erleichtern
  • zu verbreiten

in der Lage ist. Hier setzt Tourismusmarketing nach dem Wegfall der Roaming-Kosten 2017 an. Was noch können Sie tun um Ihr Online-Marketing zu optimieren?

Online Marketing: Konkrete nächste Schritte

Sorgen Sie für gute Inhalte

Dass gute Online Inhalte für Gäste ein Segen sind, sollte hinlänglich bekannt sein. Diese guten Inhalte sollten jedoch insbesondere zum richtigen Zeitpunkt vor den Augen der richtigen Nutzer erscheinen. Und hier kommt das Thema Kontext ins Spiel.

Übererfüllen Sie bestehende Erwartungen

Hoch über der Waldgrenze mit Blick über halb Oberkärnten ein Vier-Gänge-Menü einzunehmen, wie man es in Millstatt tun kann, das sind Anlässe, über die man gerne spricht. Offline und auf Facebook sowieso. Das Mobiltelefon zückt aber nur der, dessen Erwartungen wirklich übererfüllt wurden.

Diese, bestehende Erwartungshaltungen übererfüllenden Anlässe, Begegnungen und Bezüge zu schaffen, genau dorthin sollte das touristische Sinnen und Trachten verstärkt gehen. Jetzt und noch viel stärker nach 2017 wo in den Mobiltelefonen unserer Gäste nicht mehr länger eine Kostenbremse eingebaut sein wird.

Beachten Sie Kontext und Bezüge

Wenn der Musikdienst Spotify die ausgelieferte Musik an die Laufgeschwindigkeit seiner Abonnenten anpassen kann, sollten auch Sie darüber nachdenken, ob die Inhalte Ihres Online Marketings bestehende und zukünftige Kunden zum rechten Zeitpunkt, in der richtigen Stimmungslage, mit dem genau passenden Informationsbedürfnissen abzuholen in der Lage sind.

Es gibt die Möglichkeit, Teile Ihres Online Marketings so zu kuratieren und anzubieten, sodass Bezüge entstehen, die von Ihren Kunden dankend nachgefragt werden.

Folgen Sie bloß nicht der Mode

Wenn Sie wissen, dass Ihr touristisches Angebot anders ist, dann hätte es sich eigentlich auch ein anderes Online Marketing verdient. Das muss nicht immer nur die neue Webseite oder der umgestalteter Newletter sein.

Sich inhaltlich neu aufzustellen, eine neue Sprache zu verwenden oder einfach „nur“ voll und ganz in die Schuhe seiner Gäste zu schlüpfen, all das kann Sie darin unterstützen, auch im Online Marketing neue Wege einzuschlagen. Wege, wie sie nur Sie, nur Ihr Betrieb einschlagen kann.

Ihr Produkt wird einzigartig sein, Ihre Geschichte leicht verständlich und damit teilbar und ihr Online Marketing wird anders sein als alles andere. Kurz gesagt: Produkt und Online Marketing ergänzen sich optimal, sind schlüssig und vor allem glaubwürdig. Und wollen wir das nicht alle?

5 knackige Ideen für Ihr nächstes Online Video

23. Juni 2015Mit Videos ist es so eine Sache. Alle wissen, dass sie gerne gesehen werden aber kaum einer traut sich drüber. Viele Unternehmen beschränken sich deshalb darauf, Videos anderer zu teilen oder geben sich zufrieden mit einem verwaisten Youtube Kanal.

Neulich sah ich bei Marketo ein Video, bei dem ich hängen blieb. Ich sah es mir einmal an, dann noch einmal, weil ich den Ansatz schön fand. So einfach und doch wirksam.

Das Video war in der Produktion sicher nicht teuer, liefert jedoch sympathische Bilder die sich positiv auf Mitarbeiter und Marke auswirken. Nebenbei wirft es die Frage auf, „Was tut Marketo nun wirklich..“ und lädt so zu einer Beschäftigung mir der Marke ein.

Mobile Video leicht gemacht

Gutes Bewegbild muss nicht immer gleich eine Lawine kosten. Klar ist aber auch, dass ein verwackelte Handy-Video mit schlechtem Ton nicht zum gewünschten Ziel führen wird.

Sich also mal selbst fit zu machen, sich anzusehen, wie man etwa aus einer Handykamera plus Stativ richtig viel rausholen kann, ist ein lohnender erster Schritt. Eine tolle Anleitung für die Produktion von Mobile Video findet sich übrigens bei Vimeo.

Wenn das Video dann mehr können muss, wenn es Effekte, Luftaufnahmen oder eine perfekte Inszenierung für den CEO braucht, dann werden Sie an Profis nicht vorbeikommen.

Wobei sich die Frage stellt, wie gut sich perfekte Videos vom CEO auf Facebook und andern sozialen Medien überhaupt machen…

Hier ein paar nützliche Tips und Ideen für Ihr nächstes Video:

Auch das kürzeste Video verdient ein Drehbuch
Sich kurz zu skizzieren, wie das fertige Online Video aussehen soll, ist unerlässlich. Also muss ein Drehbuch / Storyboard her. Den Einstieg, den Mittelteil und den Schluss und die dazu passenden Szenen zu kennen ist das eine. Eine in sich schlüssige Handlung, um nicht zu sagen eine Dramaturgie zu haben, aber ebenso wichtig.

Aufmerksamkeit für Online Videos

Damit das nächste Online Video richtig gut wird, ist Planung geboten: Wer in seinem Video zu spät auf den Punkt kommt, hat oft nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Publikums…

Video Ideen kurz und knackig
Was wäre, würden Sie mit Mitarbeitern, nach Ablauf ihrer ersten sechs Monate im Unternehmen ein kurzes Video drehen?

Das Ein-halbes-Jahr-im-Job Video
In diesem Video spricht der Mitarbeiter davon, wie er das Unternehmen kennengelernt hat, wie damals seine Erwartungen waren, ob und wenn ja wie sie sich erfüllt haben, wie er sein Aufgabenfeld sieht, was ihm daran besondere Freunde bereitet, u.s.w.

Gedreht natürlich direkt am Arbeitsplatz. Das ganze kostet wenig und kann genau die Form von Inhalt sein, die Ihnen via Social Media und Webseite zu mehr Bewerbungen bzw. einer höheren Anzahl besser passender BewerberInnen verhilft…

Mitarbeiter des Monats für Online Videos nutzen

Mitarbeiter vor den Vorhang zu bitten kann ein wirksamer Weg sein wenn es um die Produktion kostengünstiger Online-Videos geht. Wertschätzung der eigenen Belegschaft gegenüber ist auch immer wieder schön.

Das Ein-Tag-in-meinem-Job-Video
Gewinnen Sie den telegensten Ihrer Mitarbeiter für diese Idee und begleiten ihn einen Tag durch seinen Job. Lassen Sie ihn über seine kniffeligen Aufgabenstellungen sprechen und darüber, wie er sie löst.

Ist dieser Mitarbeiter möglicherweise ein Morgenmuffel? Na dann bietet sich als erste Einstellung ja schon der Kaffeeautomat an. Weiter geht’s dann ähnlich wie zuvor. Also, was macht deinen Job aus, was verschönert dir den Tag? Was geht überhaupt nicht, etc.?

Das Video zum Projektstart
Sie oder eines Ihrer Teams steht am Beginn eines wichtigen Projektes? Eine gute Möglichkeit, die Beteiligten über ihre Erwartungen zu befragen. Wie denken Sie über die Herausforderungen? Warum ist dieses Projekt für sie von besonderer Bedeutung? Wie werden sie sich konkret einbringen und was soll dabei herauskommen?

Das Lieblings-Kunden-Video
Ihre Belegschaft arbeitet direkt am Endkunden? Ebenfalls eine gute Möglichkeit für das nächste Online-Video. Fragen Sie ein paar Ihrer Mitarbeiter nach ihren Lieblingskunden. Was macht für sie einen solchen Lieblingskunden aus?

Es geht hier gar nicht darum, diese auch mit Namen zu nennen, sondern darum, das Leuchten in den Augen und die Freunde Ihrer Mitarbeitern Ausdruck zu verleihen.

Das doofe-Fragen-Video
Die Konferenz ist aus, die Teilnehmer nehmen ihren Kaffee ein. Der optimale Zeitpunkt, ihnen eine dezent unpassende Frage zu stellen. Hier geht es nicht darum, jemanden bloß zu stellen sondern um das Auslösen einer Reaktion, in diesem Fall Verblüffung.

Produktvideo einmal anders
Wohl jeder kennt die legendären Videos des Mixer-Herstellers „Blendtec„. iPhones und andere teure Hightech-Geräte werden in den Mixer gesteckt und geschreddert. Der Mixer aus dem Hause des Herstellers schafft es natürlich jedes Mal.

Möglicherweise kann man auch Ihr Produkt auf unterschiedliche Weise nutzen, es für vielleicht verrückte Dinge einsetzen oder es auf bestimmte Art persönlich gestalten.

Sollten Sie Kunden haben, für die sie ganz spezielle Lösungen finden mussten oder Endkunden, die mit Ihren Produkten ungewöhnliche oder spannende Dinge anstellen, sprechen Sie in Ihrem nächsten Online Video genau darüber!

 

Weiterführende Info:
Hier ein paar Tipps zum besseren Storytelling: Warum Emotionale Geschichten besser funktionieren. 

 

 

Video-Interview mit Martin Bredl: Content Marketing ohne Kontext funktioniert nicht

17. Juni 2015Martin Bredl gilt ohne Übertreibung als einer der Vorreiter auf dem Gebiet des Content Marketings. Im Interview beschäftigten wir uns mit dem Zusammenhang zwischen Content und Kontext.

Gute Inhalte sind im Online Marketing ein Muss. Wer sich mit der Vermarktung dieser Inhalte beschäftigt, der weiß, dass es mit der Erstellung alleine noch nicht getan ist. Es braucht mehr und der Begriff „Content Marketing“ kommt ins Spiel. Wikipedia definiert Content Marketing als

… eine Marketing-Technik, die mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten die Zielgruppe ansprechen soll, um sie vom eigenen Unternehmen und seinem Leistungsangebot zu überzeugen und sie als Kunden zu gewinnen oder zu halten.

Was gutes Content Marketing nun ausmacht, wann Marketing-Automatisierung für Unternehmen Sinn macht und wie Marketer mit ihren Inhalten wettbewerbsfähig bleiben, darüber habe ich mit Martin Bredl folgendes Interview geführt.

Twitter irrelevant? Warum Umdenken sich jetzt lohnt.

16. Juni 2015Bei vielen heimischen Unternehmen führt der Kurznachrichtendienst Twitter ein Aschenputtel-Dasein. Noch, muss man sagen. Die neue Partnerschaft zwischen Google und Twitter wirft ihre Schatten voraus und betrifft auch Ihr Business. Jetzt umzudenken lohnt sich.

In den USA und Großbritannien funktioniert es bereits. Wer auf seinem Mobiltelefon oder Tablet über seinen Browser oder die Google-App eine Suchanfrage startet, bekommt dazu passende Echtzeit-Nachrichten aus Twitter serviert. Der Grund dafür: Twitter und Google kooperieren neuerdings. Fast still und heimlich, möchte man meinen.

Mehr Relevanz und Reichweite für Ihre Tweets
Die neue Partnerschaft zwischen Google und Twitter bedeutet für Unternehmen und Marken, dass ihre Twitter-Meldungen bzw. Tweets mit einem Mal mehr Reichweite, Sichtbarkeit und damit Relevanz haben.

Twitter Nachrichten auf Google

Bald auch bei uns: Im englischsprachigen Raum zeigt Google in den Suchergebnissen neuerdings Twitter-Nachrichten an.

Menschen, die auf ihrem Mobilgerät nach einem Unternehmen, einer Veranstaltung oder einer Marke suchen, bekommen dazu passende Tweets eingespielt und können von hier aus sofort weiter zu jedem beliebigen Ort im Internet. Ihre Webseite etwa oder Ihren Online-Shop. Das ganze natürlich in Echt-Zeit.

Fehlender Twitter-Account bald Wettbewerbsnachteil?
Unternehmen ohne Twitter-Account bleibt diese Möglichkeit verwehrt.

Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt die eigene Twitter-Verweigerung zu überdenken.

Höchste Zeit also, den verstaubten Twitter-Account zu reaktivieren, die hoffentlich vorhandene Strategie anzupassen und sich zu überlegen, welche Inhalte für diesen Kanal am besten geeignet sind.

OnlinePR auf Twitter

In Echtzeit: Tweets dargestellt in der Google Ergebnisseite auf mobilen Endgeräten. Eine spanende Entwicklung für Unternehmen und Marken.

Neue Suchanfragen: Unternehmen + Twitter
Nicht auszuschließen, dass die Partnerschaft zwischen Twitter und Google auch zu einer neuen Art der Suchanfrage führen wird. So könnten Nutzer gezielt nach Twitter-Meldungen Ihres Unternehmens suchen. Auf Verdacht sozusagen. Hier mit eigenen Inhalten zur Stelle zu sein, macht also Sinn.

Content Marketing: Warum die Brechstange nicht lohnt

15. Juni 2015Lügen haben kurze Beine. Content Marketing mit der Brechstange ebenfalls. Fallen Ihre Inhalte auf Webseite und in sozialen Medien zu marktschreierisch aus, so fallen sie durch.

Da hat man keine Kosten und Mühen gescheut, richtig guten Inhalt produziert und nun das. Die Absprung-Rate ist immer noch hoch, die Verweildauer pendelt sich auf niedrigem Niveau ein und im Webshop herrscht Flaute.

Was tun wenn Ihr Content nicht funktioniert

Auch in sozialen Medien will Ihren „guten“ Inhalt niemand weitertragen, liken oder kommentieren. Es nun mir der Brechstange zu versuchen lohnt definitiv nicht!

Warum funktioniert der Content nicht?!

Ist Ihr Content zu selbstbezogen, zu marketing-getrieben und werblich, dann fällt er bei Ihrer Zielgruppe durch. Woran kann das liegen?

  • Wir müssen mit unseren Content verkaufen.
  • Unser Content Marketing ist Werbung.
  • Wir dürfen nicht so wie wir wollen.
  • Wir haben keine Idee wie nützlicher Inhalt aussieht.

In allen vier Punkte lohnt es sich, zurück an den Start zu gehen, ein weiteres Mal darüber nachzudenken, für wen unserer Content gedacht ist, was Ihr Unternehmen damit erreichen will, wie idealtypische Inhalte aussehen könnten, um für die Zielgruppe relevant zu sein, etc. Ohne diesen Schritt zurück wird es nicht gehen bzw. werden Ihre Online Inhalte beim Publikum weiterhin durchfallen.

Content Marketing?  Klar haben wir das versucht aber es führt nicht zum gewünschten Ergebnis.

Ein Beispiel: Neulich kommt mir Blog von Hootsuite. Die Titelzeile klingt verheißungsvoll „4 Things to Do on Social Media While Your Event is Happening„. Da hat sich offenbar wirklich jemand Gedanken gemacht, mich thematisch abzuholen. Der Titel scheint also wie für mich geschaffen – klick!

Die Pleite folgt am stehenden Fuß: Von den vier angekündigten Dingen, die thematisch so gut gepasst hätten, lösen sich drei in Luft auf. Drei von vier Tipps beziehen sich einzig und alleine auf Produkte des Unternehmens, laden mich ein zu kaufen oder zumindest zu testen. Das war definitiv nicht der Grund, warum ich geklickt habe.

Zu werbliche Inhalte enttäuschen Kunden

Die Verpackung (Überschrift) stimmt mit dem Inhalt nicht überein. Der User springt nicht nur ab, er ist enttäuscht. Content Marketing will genau das Gegenteil davon!

Eine Vorgangsweise, wie sie mir vor allem bei Anbietern von Social Media Software zuletzt immer wieder unterkommt. Es geht um den schnellen Klick, ausgelöst durch eine verheißungsvolle Überschrift. Von dieser aber bleibt bei näherer Betrachtung kaum etwas übrig. Gutes Content Marketing funktioniert genau anders rum!

Inhalt hält was Verpackung verspricht
Auch wenn es trivial klingt. Die Super-Überschrift muss mit dem Inhalt in Einklang stehen. „Ja klar“, höre ich viele sagen. Aber wenn man genau hinsieht, ist vielfach das Gegenteil der Fall.

Content Marketer tragen mit der Überschrift meist ziemlich dick auf. So dick, dass es schwierig wird, die damit erzeugte Aufmerksamkeit auch wirklich zu halten.

Erwartungen erfüllen ist zu wenig

Wenn ich mit dem Unternehmen auf Tuchfühlung gehen soll, wenn ich den Newsletter abonnieren oder mich anderweitig binden soll, dann reicht die flotte Überschrift nicht aus. Auch nicht, dass meine Erwartungen einfach nur erfüllt werden.

Inhalt muss bestehende Erwartungen übererfüllen. Nur wenn er dazu in der Lage ist, würde ich von gelungenem Content Marketing sprechen.

Der Kunde im Fokus
Der Kunde und sein Thema oder seine Fragestellung stehen im Mittelpunkt. Nicht das Produkt. Die Lebenswelt und die Themen, die beim Kunden gerade eine Rolle spielen (könnten) werden abgehandelt und im optimalen Fall ein Stück weit gelöst.

Plumpe Werbung hat mit Content Marketing meiner Meinung nach nichts gemeinsam. Dennoch können es viele Marketer nicht lassen, von ihren Produkten in jedem zweiten Satz als den tollsten der Welt zu sprechen. Das können sie natürlich gerne tun, ihr Content jedoch fällt durch.

In Zukunft haben jene Unternehmen die Nase vorn, die online nützlichere Inhalte abliefern in der Lage sind, als ihre Konkurrenz. Nur wer dies laufend unter Beweis stellt, wird für potentielle aber auch bestehende Kunden in Zukunft noch relevant sein.

 

Weiterführende Artikel zum Thema:
Content Marketing – Mit kleinem Ego zu besseren Inhalten
Fünf Wege aus der Facebook-Sackgasse
Periscope für Unternehmen: Entdecke die Möglichkeiten!

Facebook: Zurück in die Reichweite

12. Juni 2015Viele Unternehmen merken, dass ihre natürliche Reichweite auf Facebook nicht mehr die ist, wie noch vor ein oder zwei Jahren. Hier ein paar praktische Vorschläge, wie Sie sich ein Stück dieser Reichweite einfach wieder zurückholen.

Facebook schraubt laufend an seinem Produkt. Dieses ist dann gut, wenn es für die Nutzer Relevanz besitzt. Bedeutet, dass sich Facebook sehr genau anschaut, mit welchen Inhalten seine Nutzer interagieren und welche bei ihnen durchfallen.

Da Facebook für viele Nutzer zuletzt immer werblicher wurde, also Inhalte von Unternehmen und Marken immer stärker zugenommen haben, steuert das größte soziale Netzwerk seit geraumer Zeit gegen.

Reichweite nur gegen Bares?
Bedeutet, dass Unternehmen mit ihren Inhalten auf natürliche, sprich nicht beworbene Art und Weise einen immer geringer werdenden Teil ihrer eigenen (!) Fanbasis erreichen. Ärgerlich zwar, schließlich hat die Schaffung dieser Fanbasis ja Geld gekostet, aber Fakt.

Einfach weiterzumachen auf Facebook wie bisher, das ist vielleicht nicht die klügste Variante.

Es geht auch anders
Was also dagegen tun? Wie darauf reagieren, dass Unternehmen auf Facebook trotz vieler Anstrengungen nur noch wenige wirklich erreichen? Hier ein paar Möglichkeiten, wie Sie sich ein Stück der verloren gegangenen Reichweite zurückholen können.

Facebook-Seiten mit um die 50.000 Fans erreichen gerade mal 10% ihrer Fans. Das muss nicht sein!

Facebook-Seiten mit um die 50.000 Fans erreichen gerade mal 10% ihrer Fans. Das muss nicht sein!

a) Die Kreditkarte stecken lassen
Mir ist klar, dass dieser Punkt noch keine Reichweite schafft. Doch scheint es bei einigen Unternehmen mittlerweile so zu sein, dass Facebook-Werbung ganz normal ist, sprich automatisch bzw. unhinterfragt geschalten wird. Doch halt. Der schnelle Klick auf „Beitrag bewerben“ ist sicher nicht erste Wahl!

Zum "Boost Post" mal öfter nein zu sagen ist nicht die schlechteste Wahl!

Zum „Boost Post“ mal öfter nein zu sagen und „natürliche“ Reichweite über andere Wege zu versuchen, ist nicht die schlechteste Wahl!

Hier wird ohne exzellentes Know-how schnell eine Menge Geld verbrannt. Also der Versuchung öfters mal widerstehen! Hier meine fünf Vorschläge zu einer besseren natürlichen Reichweite auf Facebook:

b) Nicht an den Peaks posten
Facebook zeigt Ihnen in den Statistiken, wann die meisten Ihrer Fans online sind. Es ist Common Sense, dass genau zu diesen Zeitpunkten gepostet werden soll. Es gibt aber Leute, die ihre Facebook Postings antizyklisch veröffentlichen und dadurch ihre natürliche Reichweite steigern.

Zu den Peaks zu posten ist eigentlich logisch, oder? Wer mehr natürliche Reichweite anstrebt sollte von diesem Schema mal Abstand nehmen und es zu anderen Zeitpunkten versuchen.

Zu den Peaks zu posten ist eigentlich logisch, oder? Wer mehr natürliche Reichweite anstrebt sollte von diesem Schema mal Abstand nehmen und es zu anderen Zeitpunkten versuchen.

Eigentlich logisch. In unseren Breiten werden wohl viele Facebook-Seiten ähnliche Grafiken  haben. Gegen Abend gehen mehr Leute online.

Bedeutet aber auch, dass es mehr Konkurrenz zwischen den Seiten geben muss. Ein Umsand, der sich wiederum negativ auf die natürliche Reichweite auswirken kann.

c) Trittbrettfahren auf Facebook
Trittbrettfahren auf Facebook bedeutet, dass sich Marken und Unternehmen mit ihren über Facebook transportierten Inhalten an aktuellen Ereignissen anhängen können.

Relevant zu sein ist gut. Um natürliche Reichweite zu erzielen gilt es, zum richtigen Zeitpunkt relevant zu sein!

Wenn das auf kurzweilige Art geschieht, lässt die natürliche Reichweite nicht lange auf sich warten. Ein wunderbares Beispiel ist der Süßwarenhersteller Oreo, der während eines Stromausfalls beim Finale der Superbowl 2013 folgendes Bild postete.

Relevanz zum Richtigen Zeitpunkt bringt natürliche Reichweite auf Facebook

Relevanz zum Richtigen Zeitpunkt bringt natürliche Reichweite auf Facebook

d) Bilder: Bloß nicht zu sparsam!
Wem es auf Facebook um Relevanz und damit Reichweite geht, der sollte keinesfalls den Fehler machen, bei den Bildern zu sparen.

Viele Seitenmanager geben sich mit einem Bild pro Post zufrieden. Es kann aber gerne auch mehr sein! Facebook ist ein visuelles Medium. Da kann es zu viele Bilder gar nicht geben!

e) Video-Content schaffen!
Dass Facebook seit geraumer Zeit viele Videos in unseren Newsfeeds anzeigt, weiß jeder. Für Unternehmen heißt das aber nicht, dass das fade Video vom Firmenjubiläum von vor drei Jahren geteilt werden sollte.

Um mit Bewegtbild auf Facebook erfolgreich zu sein, braucht es Videos einer völlig neuen Qualität. Worauf zu achten ist und was gute Videos auf Facebook ausmachen, darüber hat Thomas Hutter jüngst einen sehr guten Blogpost geschrieben. Fakt ist: Mit Videos, die halt auch auf Facebook gestellt werden, gewinnt man heute keinen Blumenstrauß mehr. Gute Facebook-Videos werden bzw. müssen genau für diesen Zweck produziert sein!

So, das waren sie also, meine fünf Vorschläge, wie Sie dem schleichenden Reichweitenverlust auf Facebook begegnen können. Lassen Sie mich gerne wissen, welche Erfahrungen Sie gemacht haben, welcher dieser fünf Punkte bei Ihnen funktioniert und welcher nicht.

Weiterführende Artikel:
Fünf Wege aus der Facebook-Sackgasse
Praxistip: Storytelling auf Facebook

Blog Interview mit Leonie Blume von den Energiebloggern

11. Juni 2015Über Storytelling reden viele ja viel zu viel. Was oft fehlt sind Beispiele zum zielgerichteten Einsatz von Storytelling im Unternehmenskontext. Die Energieblogger haben jetzt einen Geschichten-Contest gestartet und zeigen vor, wie Storytelling in der Praxis aussehen kann.

Die Energieblogger“ haben sich der Energiewende verschrieben und sind
mittlerweile zu einem Netzwerk aus 50 Blogs und Experten-Websites gewachsen.
Seit kurzer Zeit rufen sie zu einem Storytelling-Contest auf. User können ihre
Geschichten, die allesamt mit der Energiewende zu tun haben, einreichen.

Wir setzen auf Dich und warten nicht mehr auf die Bundesregierung oder irgendwelche Verbände.

Eine Jury wählt daraus die besten Geschichten aus, die dann als Video umgesetzt wird.

Storytelling in der Praxis - Deine Geschichte zur Energiewende

Storytelling in der Praxis – Die Energieblogger sammeln Geschichten zur Energiewende.

 

Was mir auffällt, und was ich gleich eingangs erwähnen möchte: Die Kampagne ist gut überlegt und umgesetzt. Potentielle Teilnehmer finden auf der Seite gleich viel nützliche Infos und Anleitungen, wie ihre Geschichte aussehen könnte und lernen eine ganze Menge über Storytelling an sich.

 

Klarheit durch konkrete Vorgaben
Man hat sich also nicht unbedingt darauf verlassen (wollen), bloß zu sagen, „Hallo ihr Leute da draußen, schickt uns mal was…“ sonder sich die Mühe gemacht, das, was man an qualitätsvollen Einreichungen anstrebt, auch ordentlich zu erklären.

Ich habe Leonie Blume, der Social Media Managerin der Energieblogger, gebeten, die laufende Storytelling-Kampagne man ein bisschen vorzustellen.

Leonie Blume setzte das Storytellingprojekt bei den Energiebloggern um.

Leonie Blume setzte das Storytellingprojekt bei den Energiebloggern um.

Ed Wohlfahrt: Was brachte euch auf die Idee das Thema Energie / Energiewende über einen Geschichten-Contest zu transportieren?

Leonie Blume: Als Teil der Energieblogger-Community habe ich auf dem letzten Barcamp Renewables einen Vortrag zum Thema Storytelling für die Energiewende gehalten. Meine Hauptaussage: Wir müssen das Thema emotionaler und persönlicher angehen als nur mit reinen Fakten – die Gegner machen es ja schließlich auch. Das kam gut an und wir haben beschlossen den Wettbewerb zu starten.

EW: Wie leicht oder schwer war es,  deine Vorgesetzten von diesem Ansatz zu überzeugen?

LB: Meine Chefin hat das Thema von Anfang an unterstützt und findet die Aktion super. Von daher war das kein Problem.

EW: Was genau wollt ihr über Storytelling erreichen, wann ist das Ganze für euch ein Erfolg?

LB: Wir wollen die Menschen zum Nachdenken anregen, berühren und im besten Fall zum Umdenken bewegen. Toll wäre es, wenn sowohl viele persönliche Anwendergeschichten als auch kreative und fiktive Geschichten entstehen würden. Für mich wäre es ein Riesen-Erfolg, wenn wir mindestens ein Video aus den Geschichten produzieren könnten, dass sich viral verbreiten lässt.

EW: Wie viele Einreichungen habt ihr bereits, wie viele strebt ihr an?

LB: Momentan läuft der Wettbewerb erst an. Aber die Aktion spricht sich langsam rum. Bis Ende August haben Interessierte Zeit, sich zu beteiligen. Von daher freue ich mich über alle, die die Aktion teilen und weiterempfehlen.

EW: Wo siehst du die Knackpunkte einer solchen Kampagne, was ist deiner Erfahrung nach zu berücksichtigen, wenn sie erfolgreich sein soll?

LB: Wir sollten uns nicht nur an die wenden, die ohnehin schon überzeugt sind, sondern v.a. an junge Kreative, die mit einem unvoreingenommenen Blick an das Thema herangehen. Wenn wir die Generation YouTube erreichen wollen, dürfen wir nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auftreten, sondern unterhalten. Ich hoffe, dass uns das gelingt.

EW: Leonie, danke für deine Auskünfte!

Studie: Social Media für CEO’s immer wichtiger

9. Juni 2015Die Strategie, die Mitarbeiter stärker in die (Für-) Sprecherrolle zu holen, das kennt man. Manche laden auch Kunden aktiv dazu ein, sich positiv für das Unternehmen oder die Marke auszusprechen. Für den verbleibenden Rest an Kommunikations- und Content-Arbeit sind dann PR und Marketing zuständig. Kennt man, oder?

Wer selten bis gar nicht spricht, das sind die Chefs. Eine neue Studie der PR-Agentur Weber Shandwick macht nun deutlich, dass hier viel Potential schlummert. Und zwar vom KMU bis hin zum globalen Konzern. Chefs oder CEO’s sind in der Kommunikation heute stärker nachgefragt denn je. Die Frage ist, wie man mit diesem Umstand umgehen will.

Stark im Kommen: Der „social“ CEO

Sozial meint hier natürlich nicht, dass Chefs sich Mitarbeitern und Kunden von der persönlichen Schmeichelweich-Seite geben müssen. Es bedeutet, dass sie sich über eigene Social Media Profile aber auch über die des Unternehmens stärker zeigen sollten.

Für die USA zeigt die Studie ein deutliches Bild: 2014 sind 28 % aller befragten CEOs in sozialen Medien aktiv. Für 22% von ihnen ist LinkedIn erste Wahl. Twitter und Facebook rangieren mit jeweils 10% ex aequo.

CEOs sollten sich in sozialen Medien stärker zu Wort melden

CEOs positionieren sich immer stärker über soziale Medien. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar. Sichtbare CEOs können eine wichtige Rolle in der Kommunikation nach innen und außen einnehmen und die Corporate-PR dadurch maßgeblich unterstützen helfen.

Viele Chefs bei Social Media noch skeptisch

Für viele in unseren Breiten noch ein Unding. „Was soll ich da“, heißt es nicht selten und auch Berater sind schnell ratlos.

Sie sind nicht in der Lage, ihren Chefs aufzuzeigen, was es ihnen, vor allem aber dem Unternehmen selbst bringt, wenn der Chef sich via Social Media stärker zu Wort meldet. Da können die Zahlen diese Studie bestimmt helfen.

Stichwort Themenführerschaft

Wenn sich Ihr Unternehmen in einem wichtigen Thema als Vordenker (Thought-Leader) positionieren will, dann geht es nicht zuletzt darum, diesen Anspruch auch entsprechend zu untermauern. Ein Thema nicht nur zu trommeln, sondern am besten einer ganzen Branche die Richtung zu weisen, dafür braucht es nicht nur hochwertige Inhalte.

Vor allem Bewegtbild spielt für die befragen CEOs eine wesentliche Rolle. Tendenz steigend.

Vor allem Bewegtbild spielt für die befragen CEOs eine wesentliche Rolle. Tendenz steigend.

Gesprächsmöglichkeiten selber schaffen!

Auch die Gesprächsmöglichkeiten für den CEO spielen eine wichtige Rolle, wenn er das Unternehmen, die Marke, als Vordenker bzw. Thought Leader positionieren will.

Hier geht es um Branchentreffen, um Anfragen von Branchenmagazinen, um Keynotes, aber eben auch darum, sich diese (Auftritts-) Möglichkeiten ein Stück weit selbst zu schaffen. Und hier kommen Soziale Medien ins Spiel. Medien bzw. Kanäle, die im Unternehmen ja seit längerer Zeit bestehen. Bloß sollte der CEO die dann auch stärker nutzen.

Content Marketing: Mit kleinem Ego zu besseren Inhalten

7. Juni 2015  Kein Online Marketing ohne gute Inhalte. Soweit, so gut. Was aber macht gute Inhalte aus, worauf ist zu achten und worin, wenn überhaupt, liegt die Qualität dieser Inhalte begründet?

Welcher Content brauchbar ist, und welcher vor dem geistigen Auge weggeklickt oder ausgeblendet wird, entscheidet immer der Betrachter. Wer Online-Inhalte wie Texte, Bilder, Videos, Grafiken oder Whitepapers produziert, der weiß, dass es sehr hilfreich ist, sein Zielpublikum möglichst genau zu kennen.

Guter Content: Kenne die, für die du produzierst
Seine Zielgruppe oder Zielpersonen möglichst gut zu kennen, ist die eine Sache. Mit den produzierten Inhalten sozusagen in ihre Schuhe zu schlüpfen, eine andere. Je genauer Sie die Info-Bedürfnisse jener kennen, für die Sie schreiben, desto besser lässt sich darauf auch eingehen.

Content zu erstellen mit der Maßgabe, dass er „möglichst vielen“ gefallen soll, ist zu wenig spezifisch. Eine Möglichkeit, mit der man hier für sich selbst möglichst große Klarheit schaffen kann, ist der Personas-Ansatz.

Sich konkret vorzustellen, wer der Konsument der Inhalte sein soll und wie dieser tickt, führt automatisch zu besseren, weil zielgerichteteren Inhalten.

Sich konkret vorzustellen, wer der Konsument der Inhalte sein soll und wie dieser tickt, führt automatisch zu besseren, weil zielgerichteteren Inhalten.

Ganz stark verkürzt, geht es hier darum, sich einen Menschen vorzustellen bzw. zu kreieren, für die Sie dieses eine Stück Content produzieren. Sich im Team, zu zweit oder meinetwegen auch alleine hinzusetzen und ein Profil dieser Zielperson zu erstellen, ihr einen Namen zu geben und auch ein Gesicht, bringt zusätzliche Klarheit.

Noch besser ist es, möglichst konkret aufzuschreiben, wie es mit dem Wissensstand dieser Person im interessierenden Thema, ihren zeitlichen Ressourcen, ihren im beruflichen Kontext wichtigsten Fragenstellungen und vielen anderen Punkte mehr bestellt ist. Mehr zum Personas-Ansatz im Content Marketing gibts z.B. im Blog von StandOut.

Kleines Ego – guter Content
Sieht man sich erfolgreiche Content Marketer an, so zeigt sich schnell, dass es denen nicht um den Applaus von Auskennern und selbsternannten Experten geht. Sie verfolgen mit ihrem Content eine klare Zielsetzung und sind sich deshalb auch nicht zu schade dafür, die Dinge einfach zu halten, nicht zu hoch anzusetzen und mit Fachvokabeln kürzer zu treten.

Richtigerweise müsste hier stehen: "Too much ego will kill your Content" :)

Richtigerweise müsste es hier heißen: „Too much ego will kill your Content“ :)

Das hat damit zu tun, dass erfolgreiche Content Marketer ihren Content nicht als Mittel zum Zweck der Nabelschau mit anderen Auskennern sehen, sondern vielmehr ihre Leser, Zuhörer und Seher im Blick haben. Warum es clever ist, das eigene Content-Ego klein zu halten, zeigt etwa der riesige Erfolg, den die Dummy-Bücherreihe hatte.

Wer sich emanzipiert, wer dazu in der Lage ist, sich selbst ein Stück weit rauszunehmen und dafür die Bedürfnisse seiner Zuhörer ins Visier nimmt, liefert automatisch besseren Content.

Weil mehr nicht besser ist: Mut zur Lücke
Menschen die Content erstellen haben zumeist das Problem, möglichst alles auf einmal loswerden zu wollen, einfach alles unterzubringen zu müssen. Diese Tendenz komm mir etwa im touristischen Content Marketing immer wieder unter.

Mit diesem Mindset produzieren wir Content, der zwar fast alles abbildet, der jedoch weder inspiriert noch irgendein anderes Bedürfnis (dazu später mehr!) unserer Zuhörer befriedigen kann. Klar ist alles darin enthalten und das Video, der Text oder die Fotostrecke somit „ok“ aber Inhalten, die nicht klar genug fokussieren, landen im Kübel.

Mit Mut zur Lücke zu besserem Content. Nicht immer muss alles vollinhaltlich erklärt, gezeigt oder gebracht werden.

Mit Mut zur Lücke zu besserem Content. Nicht immer muss alles vollinhaltlich erklärt, gezeigt oder gebracht werden.

Der Gast, der auf der Suche nach Inspiration ist, braucht die Verknappung, braucht den guten Kurator, der ihn mittels gutem Content, der von der Tendenz her eher weglässt, zum richtigen Gefühl verhilft und ihn damit in die Gänge bringt etwas zu tun.

Der Unterschied zwischen potentiellen Gästen (im Tourismus) und potentiellen Käufern (B2B oder B2C) ist gar nicht mal so groß. Wer Mut zur Lücke hat und Content erstellen kann, der Komplexität reduziert anstatt neue zu schaffen, der ist mit seinen Inhalten vorne mit dabei.

Bedürfnisse im Fokus
Um welche Bedürfnisse könnte es auf Empfängerseite nun also gehen? Ich denke der Satz „Make me care“ (Zeig mir, dass es mit mir zu tun hat), bringt es gut auf den Punkt. Aber nun im Einzelnen.

Guter Content gibt mir das (gute) Gefühl, ein Thema vollinhaltlich präsentiert zu bekommen. Wer auf Travelbook diesen Reisebericht lies, der hat wirklich das Gefühl, alles serviert bekommen zu haben, allles zu bekommen, gut bedient worden zu sein. Völlig egal, ob es dann objektiv betrachtet auch genau das war. Listen, auch Listicles genannt, funktionieren genau aus diesem Grund.

Emotion, Emotion, Emotion
Guter Content ist darüber hinaus in der Lage zu emotionalisieren. Eine Funktion die meist über eine Ansprache der Sinne (Schmecken, Fühlen, Sehen, Hören, Riechen) erfolgt. Wer etwa diesen Reisebericht aus Zypern liest, der weiß, was hier gemeint ist.
Guter Inhalt erzählt nicht selten auch über das Warum. Warum dieses „Warum“ (nicht das „Was“ oder das „Wie“) von so entscheidender Bedeutung ist, weiß Simon Sinek nur zu gut. Zum Thema Emotion habe ich mir im Blogpost „Warum emotionale Geschichten besser funktionieren“ weiterführende Gedanken gemacht.

Mit der zuvor angesprochenen Emotionalität in Verbindung steht ein weiteres Charakteristikum guter Inhalte. Sie lassen den Empfänger mitfühlen, sie sind dazu in der Lage ihn abzuholen, weil sie ihm erzählen, dass der Inhalt in dieser oder einer ähnlichen Form mit ihm selbst zu tun hat.

Wir wären wieder beim „Make me care“ angelangt und der Kreis schließt sich. Dass Inhalte auch dann gut sind, wenn sie uns unterhalten, die Zeit vertreiben, uns zum richtigen Zeitpunkt (da geschickt lanciert) unter die Augen kommen, ein konkretes Informationsbedürfnis stillen, sei abschließend auch noch erwähnlt.

In Summe liefert guten Content, wer besser in die Schuhe seiner Zuhörer, Leser und Seher schlüpfen kann, darüber hinaus aber auch auf den Punkt kommt, emotionalisiert, ohne dabei in die Beliebigkeit und in das oft gesehene Schema „Jetzt ist wirklich alles enthalten…“ verfällt. Und beim Content trennt sich bekanntlich ja die Spreu vom Weizen.

Periscope für Unternehmen: Entdecke die Möglichkeiten!

5. Juni 2015Die Twitter-App Periscope ist derzeit in aller Munde. Aber wie immer bei so neuen Sachen bleibt die Frage: Was bringt's?! Hier dazu ein paar Antworten.

Noch vor ein paar Jahren bedeutete es einen irren Aufwand, Bewegbild live zu streamen. Mit Apps wie Periscope der Meerkat ist das heute überhaupt kein Problem mehr und zwar vom mobilen Endgerät aus. Also App herunterladen und losstreamen? Im Prinzip ja. Dennoch hier ein paar Tipps, wie das ganze vielleicht auch für Unternehmen Sinn haben könnte und möglichst nicht semiprofessionell wirkt.

Periscope Online PR

Geschickt eingesetzt können Streaming-Dienste wie Periscope eine gute Ergänzung zur klassischen Unternehmenskommunikation darstellen.

Vorweg: Periscope ist eine Twitter-App. Bedeutet, dass man sich nach dem Herunterladen der Anwendung auf sein iPhone oder Android-Gerät mit seinem Twitter-Account anmelden muss (kein Twitter-Account? hier lang!). Was man auch unbedingt haben sollte: Ein wackelfreies Stativ.

Mit einem Stativ gelingen Live-Steams ruckelfrei. Achtung! Das Telefon sollte immer aufrecht, also im Portrait-Modus gehalten werden!

Mit einem Stativ gelingen Live-Steams mit Periscope absolut easy und ruckelfrei. Achtung! Das Telefon sollte immer aufrecht, also im Portrait-Modus gehalten werden!

Periscope freihändig liefert eine wenig ansprechende Qualität. So kommt etwa während der Fahrt im Auto erstellter Periscope-Content ohne Stativ stark verwackelt und damit etwas unprofessionell daher. Was man auch beachten sollte: Das Mobiltelefon muss während gestreamt wird IMMER im Portrait-Modus d.h. aufrecht halten werden.

Was macht die Periscope-App?

Im Live-Modus nimmt sie über die eingebaute Kamera auf, streamt und informiert zudem ihre Follower auf Periscope davon, dass Sie gerade live senden. Zusätzlich wird ein Tweet ausgelöst (optional), über den auch ihre Twitter-Follower darüber informiert werden.

Periscope publiziert optional einen Tweet, der Ihre Twitter-Follower über ihren gerade laufenden Live-Stream informiert.

Periscope publiziert optional einen Tweet, der Ihre Twitter-Follower über ihren gerade laufenden Live-Stream informiert.

Dieser Tweet enthalt dann einen Link, über den ihre Twitter-Follower auf die Webseite von Periscope.tv zu ihrem Live-Video gelangen. Periskope-Nutzer können dann ihr Feedback zu Video in Form von Herzen oder Kommentaren beisteuern.

Vor allem für Desktop Nutzer praktisch. Der im Tweet enthaltene Link führt Periscope.tv  wo man den Stream in einem größeren Sendeformat sehen kann.

Vor allem für Desktop Nutzer praktisch. Der im Tweet enthaltene Link führt User auf Periscope.tv wo sie den Stream bequem auf einem größeren Schirm folgen können.

So macht Periscope für Unternehmen Sinn

Wofür könnte sich Periscope nun im Unternehmen einsetzen lassen? Live-Video aus Ihrem Unternehmen macht dann Sinn, wenn es nicht bloß zu Anlässen zum Einsatz kommt, über die man eigentlich auch zeitversetzt, spricht am hauseigenen Youtube-Kanal hätte berichten können. Wenn es also Situationen und besondere Anlässe gibt, die sich gerade jetzt, also live abspielen, kann Live-Video Nutzern einen echten Mehrwert bieten. Je rechtzeitiger, je spontaner, je weniger geschliffen, desto besser und unmittelbarer für Ihre Seher. Statt dem trockenen Bilanzpressegespräch fällt die Wahl also eher auf ein kurzes Hintergrundgespräch mit einem anerkannten Experten aus ihrem Unternehmen zum vorgegebenen Thema. So kann Live-Streaming das bestehende Content Marketing sinnvoll ergänzen und abrunden helfen.

Periscope: Eine Chance auch für Kleine Unternehmen

Vor allem auch für kleine Unternehmen stellt LIVE-Video eine gute Möglichkeit dar, Kunden hinter die Kulissen blicken zu lassen, Transparenz zu zeigen und positives Envolvement zu schaffen. Eine Backstube etwa, die davon erzählt, was es braucht, damit die Brötchen ganz besonders gut werden oder welche besonderen Kuchen es im Geschäft heute zu kaufen geben wird. Im B2B Bereich könnte ich mir gut vorstellen, dass via Live-Stream Mitarbeiter vorgestellt werden oder die Expertise des Unternehmens (Stichwort: Thought Leadership) dargestellt wird. „Heute vormittag live aus dem Headquater bei uns zu Gast ist Vorname Nachname. Er gibt aktuelle Einblick über das, woran er gerade jetzt arbeitet“, etc.

Ohne Strategie wird’s schnell peinlich!

Aber das ganze sollte meiner Meinung nach nicht nur zum Unternehmen passen, sondern darüber hinaus sauber in die bestehende Kommunikations- und Online-Strategie eingearbeitet sein. Ansonsten bleibt es beim Live-Streaming Versuch, der nicht selten auch zum Schuss in den Ofen werden kann. Mit diesen Dingen im Hinterkopf wird aber alles gutgehen!

Periscope im ITunes-Store und Playstore
Meerkat im iTunes-Store und im Playstore