Was uns bewegt: Touristisches Storytelling in der Praxis

11. August 2015In touristischem Storytelling versuchen sich derzeit viele. Die Benchmark jedoch kommt aus Südtirol. Ich habe Gabriele Crepaz und Andreas Tschurtschenthaler, die Projektverantwortlichen von "Was uns bewegt", zum Interview gebeten und gefragt, was Geschichten-Marketing im Tourismus bringt und ausmacht.

Im Gespräch mit dem Verantwortlichen geht es darum, was das Südtirol Marketing mit seinem Storytelling erreichen will, welche Rolle Strategie und Messbarkeit spielen, sowie darum, wie sich der Storytelling-Ansatz über Abteilungen hinweg auf die ganze Organisation ausgewirkt hat.

Nachdem im Video wirklich alles gesagt wurde, und ich bin total happy drüber, möchte ich hier nur auf einige, für mich zentrale Aspekte eingehen.

Über Geschichten zu einer besseren Kundenansprache

Zum Projekt Was uns bewegt, führte der Umstand, dass man beim Südtirol Marketing nach neuen Wegen suchte, die Aufmerksamkeit von Menschen zu bekommen bzw. dass man in der Ansprache von Kunden neue Wege gehen wollte.

Dem Projekt liegt also das Bewusstsein zugrunde, sich nicht nur über das Produkt, sondern eben auch über die Kundenansprache vom Mitbewerb abheben zu wollen. Das sagt sich jetzt wahrscheinlich so leicht. In Wirklichkeit braucht es in Kommunikation, PR und Marketing genau dazu eine Haltung, die (noch) nicht allzuweit verbreitet ist.
Viel zu oft wird deshalb über die Anzahl von Wasserrutschen und der Größe des Wellness-Bereichs gesprochen, und somit vom „Was“ und weniger vom „Warum“ erzählt. Um Auskunft über unser „Warum“ geben zu können, braucht es Geschichten. Zu diesem Thema gehe ich im Blogpost „Content Marketing: Mit kleinem Ego zu besseren Inhalten“ noch weiter in die Tiefe.

Auch Storytelling braucht Ziele

Wichtig natürlich auch die Ziele, die sich das Südtirol Marketing mit „Was uns bewegt“ gesetzt hat. Kurz zusammengefasst sind es vier.

  1. Menschen sollen über die Geschichten einen direkteren Zugang zur Marke bzw. zum Lebensraum Südtirol erhalten
  2. Eine Community soll entstehen, über die gezielt Menschen angesprochen werden, die die Werte der Marke gut heißen und dies auch über ihre eigenen sozialen Kanäle  teilen.
  3. Es soll laufend relevanter Content produziert werden.
  4. Über die Geschichten sollen Menschen dazu inspiriert werden, selbst vor Ort Nachschau zu halten, ob die vermittelten Botschaften so auch stimmen.

Der vom Südtirol Marketing gewählte Content-Ansatz wird mehrfach als „ein journalistischer“ bezeichnet. Gut so. Am Ende zählt, was dabei heraus kommt.

„Was die Destination aber schon braucht ist den Mut zu haben über diesen Storytelling-Ansatz nicht den unmittelbaren und schnellen Erfolg zu suchen… Wenn man das nicht hat, muss man die Finger davon lassen.“

Aus Sicht von Gabriele Crepaz entwickelte sich das Projekt im Unternehmen selbst zu einem abteilungsübergreifenden. Noch mehr zum Thema Messung von Storytelling-Kampangen am Beispiel von „Was uns bewegt“ gibt es übrigens hier.

Was uns bewegt ist Storytelling in Reinkultur

Was uns bewegt ist Storytelling in Reinkultur

Abteilungsübergreifend: Storytelling geht alle an

Sowohl Produktentwicklung, als auch PR, Social Media-Team und Marketing-Abteilung saßen in der Planung von „Was uns bewegt“ mit am Tisch. Crepaz bringt es sehr schön auf den Punkt, wenn sie sagt:

„Fast alle Abteilungen haben bei Was uns bewegt irgendwie die Finger im Spiel.“

Ein zentraler Punkt, weil eben das ganze Haus hinter einem solch ambitionierten Projekt stehen muss. In dieser Einbindung scheint ein zentraler Schlüssel für den Erfolg von Storytelling im touristischen Marketing zu liegen. So meint Tschurtschenthaler:

Storytelling funktioniert überall dort, wo man bereit ist, es nicht als isoliertes Projekt zu sehen. Wo es die Bereitschaft gibt, das Marketing einzubinden, das Social Media Team einzubinden. Das eine würde ohne das andere nicht funkionieren. Weder bei uns noch irgendwo anders. Dafür hätte eine Plattforma alleine nicht die Kraft.

Da schwingt für mich das mit, was gemeint ist, wenn wir von der Kraft gemischter Teams sprechen, oder davon, wie wichtig es ist, in Unternehmen von Abteilungs-Denken wegzukommen. Die erfolgreiche Umsetzung einer solchen Plattform ist zweierlei. Der Beweis dafür, dass dies möglich ist und zweitens, dass Unternehmen, die in diese Richtung gehen (können, dürfen, wollen) reich belohnt werden.

Geschichten bedeuten nicht nur guten Content

Storytelling verändert Organisationen, Sender aber auch Empfänger. Abschließend betrachtet, ist Was uns bewegt mehr als bloß alter Wein in neuen Schläuchen. Klar wird dieser Umstand unter anderem, wenn Tschurtschenthaler, der PR- und Content-Management-Verantwortliche, sagt:

Am Start des Projekts war das Marketing ein Vehikel um das Projekt (Anm. Was uns bewegt) bekannt zu machen.  Inzwischen ist es ein elementares Kampagnen-Teil geworden. Ohne Was uns bewegt würden wir die Kampagnen nicht so machen wie wir sie heute machen. Und das ist schon ein Paradigmenwechsel…

Abermals schön auf den Punkt gebracht. Geschichten bzw. das Arbeiten mit und die Kommunikation über Geschichten, verändert Unternehmen und ihre Tonalität nachhaltig.

Geschichten verändern unser Marketing (und uns selbst)

Die Kraft von Geschichten mag vielfältig sein. Dass sich daraus aber auch neue Sichtweisen auf Althergebrachtes (im touristischen Marketing) entwickeln lassen, sollte hier auf keinen Fall unerwähnt bleiben.

Nochmals vielen Dank an meine beiden Interview-Partner und speziell an Florian Castlunger, der unserem Hangout den letzten Schliff gegeben hat 😉

 

Online Marketing: Vor welchen Herausforderungen Unternehmen wirklich stehen

17. Juli 2015Neulich las ich den Vorschlag, weniger häufig, dafür besseren Content zu produzieren. Einleuchtend, dachte ich mir. Dabei liegen die Potenziale der Unternehmen im Content Marketing ganz wo anders.

Langsam aber sicher spricht es sich herum. Viel Inhalt zu produzieren und dabei zu wenig Augenmerk auf dessen Qualität zu legen, zahlt sich nicht aus. Dennoch, produzieren viele einfach weiter. Getreu dem Motto „Inhalt ist gut. Noch mehr Inhalt besser“.

Wo stehen Unternehmen im Bereich Content?

Wenn ich mir das Online Marketing bzw. die inhaltliche Qualität des Online Marketings diverser Unternehmen anschaue, so kommen mir meist diese drei Typen unter.

Typ 1: Marketing mit Inhalten? Wir haben doch eine Webseite!
Für Unternehmen vom Typ 1 war das Online Marketing mit der Fertigstellung der Webseite erledigt. Ein News-Bereich, der ursprünglich für aktuelle Infos aus dem Unternehmen gedacht war, ist zwar vorhanden, leider fühlt sich unter der Zeit aber keiner so richtig dafür verantwortlich.

Typ 2: Content Marketing? Wir tun eh…
Unternehmen vom Typ 2 produzieren mehr oder weniger laufend Inhalte, die sich in Newslettern, im News- oder Blogbereich auf der Webseite wiederfinden. Die Qualität dieser Inhalte ist manchmal höher, manchmal niedriger.

Und natürlich gibt es hier Phasen, in denen mehr Inhalte produziert werden, als in andren. Ein Beispiel hierfür sind Tourismusunternehmen, die mit der Erstellung von Inhalten erst wieder beginnen, wenn sie die Sonnenschirme aus dem Schuppen räumen.

Typ 3: Content Marketing? Leider keine Zeit!
Firmen vom Typ 3 können sich um ihre Webseiten, die darin enthaltenen News-und Blogbereiche leider nicht kümmern. Der Grund: Es werden so circa alle Social Media Kanäle bespielt, die das Mutmach-Web so bietet. Da bleibt dann einfach zu wenig Zeit.

So manches Unternehmen erschöpft sich in sozialen Medien und hat dadurch keine Ressourcen mehr für die Erstellung eigener Inhalte auf eigenen Kanälen frei.

Erschöpft von zu viel Social Media? Keine Ressourcen mehr frei für die Erstellung eigener Inhalte auf eigenen Kanälen wie Webseite und Blog?

Im Übrigen ein schwerer strategischer Fehler, alle Eier in einen Korb zu legen und sein Content Marketing ausschließlich auf jenen Plattformen stattfinden zu lassen, die außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen. Gemeint sind Facebook, Google Plus, Twitter und alle anderen.

Qualität im Content Marketing ist immer ein Thema und wird auch immer eines bleiben.

Auch wenn das Marketing, insbesondere das Online Marketing immer technischer wird, und diese Entwicklung zeichnet sich längst ab, werden Inhalte die entscheidende Rolle spielen.

Und hier wird es meiner Meinung nach um beides gehen. Also um Qualität und Quantität im gleichen Maße. Wer aber nicht in der Lage ist, eine gleichbleibende Qualität abzuliefern und zwar dauerhaft, hat keine Chance.

Content Marketing: Was ist Qualität?

Was ist jetzt wieder Qualität? Ich denke, das lässt sich einfach sagen. Wenn Unternehmen dazu in der Lage sind, in die Schuhe und Fragestellungen ihrer Zuhörer zu schlüpfen, wenn sie sich wirklich dafür interessieren, wo ihre Kunden, Gäste, Abnehmer thematisch gerade stehen und darauf Antworten liefern, dann liegen sie mit ihrem guten Content richtig.

Content Check Handlungsbedarf

Wenn Ihr Online Content einer genauen Prüfung nicht standhält, besteht Handlungsbedarf.

Wobei sich schon die Frage stellt, wie sehr Unternehmen und Firmen genau dieser Umstand interessiert. Schon möglich, dass hier manche uninteressiert mit den Achseln zucken. Aber die Inhalte, die sie online vermarkten wollen, wird niemand lesen, hören oder gar teilen wollen.

Quantität ist immer ein Thema

Es wird nicht ausreichen, ab und an etwas Hoch-Qualitatives über seine Webseite zu spannen, weil dort alle an den Lippen des Unternehmens hängen, und den Rest des Jahres zu schweigen.

Ich glaube, dass Unternehmen heute dauerhaft den Grund liefern müssen, warum es sie, warum es in ihrem Online Marketing gerade diese ihre Inhalte braucht.

Unternehmen die diesen Wahrheitsbeweis nur für einige Monate im Sommer antreten können oder wollen, fallen durch. Entweder sie sind dauerhaft relevant oder sie sind es nicht. In letzterem Fall treten andere, für das Publikum relevantere Absender an ihre Stelle.

Qualität und Quantität: Kein Entweder-Oder!

Meiner Meinung nach geht es im Content Marketing um Qualität und Quantität. Eines allein reicht nicht aus, soll das ganze Unterfangen von Erfolg gekrönt sein. Vor diesem Hintergrund halte ich den Tip, weniger Inhalte zu produzieren, dafür inhaltlich stärker auf Qualität zu setzen, für einen Luxus-Ratschlag.

Viele Unternehmen haben schlichtweg andere Sorgen. Sie liegen, wie oben ausgeführt, dort, wo es darum geht, den nächsten Post, den nächsten Newsartikel, den nächsten Newsletter-Text zu verfassen. Inhalte übrigens, die das Telefon klingeln lassen und in weiterer Folge Käufe und Neukunden nach sich ziehen sollen.

Online Empfehlungen 2015: Wie relevant ist Yelp?

10. Juli 2015Bewertungen und Empfehlungen sind die neue Währung des Internets. Ob die Empfehlungsplattform Yelp für Ihr Unternehmen Sinn macht? Nach diesem Post wissen Sie es!

Es ist Sommer. Viele Menschen suchen ihnen unbekannte Orte auf. Viele dieser Personen wollen ihr Mobiltelefon nicht nutzen, da Roaming-Gebühren anfallen. Andere tun es, da sie über Europa-Tarife verfügen. In wenigen Jahren ist Roaming dann Vergangenheit.

Bewertungen auf Yelp Österreich

Wir werden dann also noch viel stärker auf mobile Dienste zugreifen, die uns dabei helfen, unsere nächste Umgebung kennenzulernen. Egal ob daheim oder von unterwegs. Yelp ist ein Dienst, der uns dabei unterstützt.

Was genau tut Yelp?

Die Bewertungs- und Empfehlungs-Plattform Yelp verbindet ihre Nutzer mit lokal ansässigen Unternehmen und Geschäften. Nutzer können hier ihre Erfahrungen posten, sich mit anderen vernetzen oder einfach nur nach den Tipps anderer suchen.

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Die auf Yelp abgegebenen Kommentare durchlaufen einen automatisierten Bewertungsprozess und werden dann auf unterschiedliche Art angezeigt. Dieses Video erklärt den Vorgang.

Achtung: Yelp kann zicken!

Als Geschäftsinhaber kann es Ihnen also passieren, dass Sie zwar 30 Bewertungen auf Yelp haben, dass davon aber lediglich fünf angezeigt werden. Problematisch daran ist vor allem, wenn eines oder gar mehrere dieser Kommentare negativ oder teilweise negativ sind.

Nun einfach zu versuchen, positive Bewertungen nachzuschieben ist auch keine Lösung. Schließlich entscheidet der vorgeschaltene Validierungs-Prozess darüber, ob Yelp die neu hinzukommenden Bewertungen ins Töpfchen oder eben ins Kröpfchen gibt. Also ob sie angezeigt werden oder nicht.

Wer nutzt Yelp? Deutschland vs. Österreich

Um die Fragen nach der Relevanz von Yelp besser klären zu können, hilft ein Blick auf die Zahlen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Yelp in Deutschland eine wesentlich größere Rolle spielt bzw. weiter verbreitet ist, als hier in Österreich. Wie aber sieht der durchschnittliche Nutzer aus?

deutsche Yelp-Nutzer

So sieht er aus, der durchschnittliche Nutzer der Bewertungsplattform Yelp in Deutschland

Bereits hier zeigt sich, dass deutsche Yelp-Nutzer, etwa deutsche Urlauber, die ab 2017 keine Roaminggebühren mehr bezahlen müssen, eine interessante Klientel darstellen. Für lokale Kaufleute ebenso wie Restaurant- und Cafehausbesitzer. Gemeint sind sowohl der überdurchschnittliche Bildungsgrad, als auch die Einkommenssituation. Yelp-Nutzer sind finanziell entsprechend gut gepolstert.

In der Intensität, mit der Yelp genutzt wird, zeigen sich zwischen Österreich und Deutschland gravierende Unterschiede. Während Yelp in Österreich klapp 100.000 Visits erzielt, hat die Seite in Deutschland im selben Zeitraum (10. Juni bis 9. Juli 2015) 686.000 Visits.

Yelp erzielt in Deutschland zwischen zwischen 10. Juni und 9. Juli über 600.000 Visits

Yelp spielt in Österreich eine wesentlich geringere Rolle als in Deutschland. Hier die Visits im Zeitraum 10. Juni – 9. Juli 2015

Yelp Nutzerschaft Österreich vs. Deutschland

Mit über 600.000 Visits ist Yelp in Deutschland eine große Nummer unter den Bewertungs-Plattformen. Hier die Visits im Zeitraum 10. Juni – 9. Juli 2015

Nun jedoch die alles entscheidende Frage. Was bringt es einem Geschäftsinhaber, mit seinem Geschäft auf Yelp vertreten zu sein, was bringt es, seine Kunden aktiv um das Hinterlassen einer Bewertung zu ersuchen?

Wo werden Yelp-Einträge sichtbar?
Fragen iPhone Benutzer ihren persönlichen Assistenten Siri, so spuckt dieser auf entsprechende Fragen neben Ergebnissen von Trip-Advisor auch Yelp-Einträge aus. Das ganze sieht dann so aus:

Yelp Einträge tauchen zudem im Sperrbildschirm von HTC-Mobiltelefonen der Marke HTC One M9 auf. Die Nutzer dieser Handymarke können sich automatische Empfehlungen von Yelp hinsichtlich lokaler Geschäfte aus den Kategorien Resaturant, Essen & Trinken, Nightlife und Lokales anzeigen lassen. Klar, dass die Yelp-Einträge auch auf der Apple iWatch mit von der Partie sind.

Und eben nicht zu vergessen Yelp Webseite und App. Wenn wir in einen Ort fahren, wenn wir uns erkundigen, wählen wir neben TripAdvisor, GoogleMaps und GooglePlaces und anderen nützlichen Tools auch die Yelp-Webseite, stoßen über Google Suchanfragen auf Yelp-Einträge oder nutzen die Yelp-App.

Sichtbarkeit auf Yelp ist günstig zu haben – noch

Ein Blick in die Innenstädte von Klagenfurt, Graz und Salzburg zeigt: Wenige haben Yelp auf dem Radar. Dies bedeutet für Geschäftsinhaber vor allem, dass es derzeit noch relativ einfach ist, aus der Masse hervorzustechen. Den von Ihrem Betrieb angelegten Eintrag offiziell zu machen ist einfach:

Ed Wohlfahrt auf Yelp

Weiter geht es dann damit, möglichst relevante Bilder und eine Beschreibung online zu stellen. Werbung zu schalten, um Sichtbarkeit zu bekommen, würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht tun.

Meistens reichen die hier beschriebenen Dinge (Fotos, Beschreibungen, Bewertungen) völlig aus, um, wenn schon nicht ganz nach oben, so zumindest weit nach oben zu kommen in den Yelp-Ergebnisseiten.

Fazit: Yelp besitzt Relevanz

Bewertungen auf Yelp bringen lokal ansässigen Unternehmen Sichtbarkeit und haben damit Relevanz. Ob auf Android-Handy oder am iPhone, Yelp-Empfehlungen sind auf vielen Mobilgeräten auch dann mit dabei, wenn die Yelp-App nicht installiert ist. Mit ein Grund, warum Unternehmen aus dem Handel-, Service- und Dienstleistungsbereich die Empfehlungsplattform im Auge behalten bzw. die halbe Stunde, die das Anlegen eines Benutzers kostet, investieren sollten.

Sieben Tipps für Ihren Start auf Yelp

1. Claimen Sie Ihr Unternehmen
Dies bedeutet nicht mehr oder weniger, als dass Sie auf Yelp nach Ihrem Unternehmen suchen sollten. Finden Sie es bereits als Eintrag vor, sollten Sie Yelp sagen, dass er Ihnen „gehört“. Um dies tun zu können, legen Sie sich hier einen Yelp Nutzer an. Übrigens: Der Familienname wird nie voll angezeigt. Mein Yelp-Nutzer heißt demnach Ed W.

2. Stellen Sie relevante Infos bereit
Öffnungszeiten, Telefonnummer, Adresse, besondere Spezialitäten, Firmengeschichte, Gründungsjahr, Aktionen, etc.. All das können und sollen Sie hier einpflegen. Auch Backlinks zu Ihrer Webseite machen natürlich Sinn.

3. Sorgen Sie für erste Kommentare
Ein Yelp-Pickerl auf der Speisekarte oder am Eingang, tut niemandem weh, es ist aber ein Wink für Yelp-Nutzer. Um dem ganzen ein wenig Schub zu verleihen, können Sie vielleicht den einen oder anderen Gast fragen, ob er Yelp nutzt. Wenn ja, warum dann nicht auch für Ihr Geschäft?

4. Empfehlen Sie selbst!
Je besser Sie selbst mit Yelp umgehen können, desto besser für Ihr Business. Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, Ihre eigenen Empfehlungen zu veröffentlichen. Damit Sie selbst ein besseres Gefühl für Yelp bekommen, holen Sie sich die Yelp-App für Iphone oder Android bzw. die Yelp-App für Geschäftsinhaber für iPhone oder Android.

5. Machen Sie auf sich aufmerksam!
Das Yelp-Logo auf Ihre Webseite zu pflanzen ist technisch überhaupt kein Problem. Sie können es nicht nur direkt zu Ihrer Unternehmensseite verlinken, sondern laden Besucher Ihrer Webseite auch gleich zu Feedback ein. Für jeden ist somit ersichtlich, dass Ihr Geschäft auf Yelp ist und dass es hier die Möglichkeit gibt, Feedback loszuwerden.

kostet nix bringt viel

6. Behalten Sie Ihre Empfehlungen im Auge
Von Zeit zu Zeit die eigene Yelp-Niederlassung zu besuchen, macht absolut Sinn. Über die zuvor genannte App für Geschäftsinhaber lässt sich das vom eigenen Telefon aus bequem erledigen. Über diesen Weg können Sie auch mit Kunden in Dialog treten, Feedback geben und vieles andere mehr.

7. Alles in allem: Bleiben Sie vorne
Auch oder gerade eben auch über eine bessere Sichtbarkeit Ihres Unternehmens auf Yelp.

Hotel La Perla: Erfolgreich mit wertegeleitetem Content Marketing

9. Juli 2015Sie wollen sich mit Ihrer Webseite abheben? Sie schrauben jeden Tag an der Qualität der veröffentlichten Texter, Bilder und Videos? Das Hotel La Perla tut das auch. Jedoch nicht im breiten Fahrwasser des Mainstream. Wie es zu diesem Content-Ansatz kam, habe ich mit Axl Pizzinini, dem Web- und Kommunikationsverantwortlichen des Hotels besprochen.

Mit Online-Content ist es so eine Sache. Alle reden davon, aber nur wenige sind wirklich dazu in der Lage, über den eigenen Tellerrand zu blicken, sich zu fragen,

  • Wer sind wir?
  • Wofür steht unser Produkt / unsere Dienstleistung?
  • Was wollen wir vermitteln und was nicht?
  • Welche Gäste und Kunden passen zu uns und welche nicht?

Und eben erst dann Inhalte anzubieten, mit denen darauf die passenden Antworten gegeben werden.

Bei einer Recherche zu einem Vortrag stieß ich auf das Hotel La Perla in Alta Badia / Südtirol. Mir war sofort klar, dass hier interessante Menschen am Werk sein müssen und ich wurde nicht enttäuscht. Mein erster Gedanke: Eine clevere Webagentur. Ich lag falsch, wie sich später herausstellen sollte. Oder zumindest nicht ganz richtig 😉

Die News-Artikel auf der Hotelhomepage, sie werden „Pills“ genannt – im Sinne von Streicheleinheiten für die Seele – sind inhaltlich so anders, als alles andere, das man von Hotelwebseiten her kennt.

Im Beitrag „Dank der Familie Costa, den Mitarbeiter und ihrer sprichwörtlichen Hilfsbereitschaft…“ erzählt der Koch des Hauses, Nicola Laeira, über seine Herkunft, seine Eltern und letztlich darüber, wie sich all das auf seine Art zu Kochen ausgewirkt hat.

Was er da schreibt, ist keine Lobhudelei seinem Arbeitgeber gegenüber. Das, was hier steht, ist eigebettet in einen Rahmen, der das ganze glaubwürdig macht. Hier gehts nicht um Überschriften, nicht um Google oder den schnellen Klick. Balsam also für jeden Interessenten, der sich vor Urlaubsantritt frägt, ob dieses Hotel wohl zum seinem Mindset passen könnte…

Blog Inhalte aus einem Guss

Ein wunderbares Stück Blog-Content aus der Küche des La Perla

Das Wort „Blog“ mag Axl Pizzinini, das Mastermind in Sachen Online-Kommunikation, übrigens gar nicht. Deshalb eben auch der Begriff „Pills“ für jeden einzelnen Newsbeitrag. Wie sehen diese Beiträge nun aus?

Sie sind erstens textlastig, bedeutet, sie sehen einem Zeitungsbericht beinahe zum Verwechseln ähnlich. Hier ein weiteres Beispiel für gelungenes Storytelling, in dem eine ganz besondere Aushilfskraft vor den Vorhang gebeten wird. Der Titel lautet: „Drei 21er-Chromosomen… und Lebensfreude für zehn

Tut man so etwas?!

Soll man das jetzt machen? Soll man so texten? Ja, soll man! Und zwar unbedingt, will man sich von der breiten Masse abheben und strebt man ein Content Marketing an, das anders ist, als das Content-Marketing vom Betrieb nebenan.

Ganz bewusst hat man sich dazu entschieden, wegzugehen von den Bildern mit stets azurblauem Himmel, von den Berichten von sich verliebt in die Augen blickenden Paaren.

Folgerichtig gibt es im La Perla im Sommer natürlich auch keinen Apfelstrudel und im Winter keine Erdbeeren.

Content Marketing muss nicht von der Stange sein

News-Artikel, in dem der Koch Nicola Laeira von seine Herkunft und der daraus resultierenden Handschrift seiner Küche erzählt.

Auch Axl Pizzinini selbst, mein Gesprächspartner, hat eine interessante Reise hinter sich. Er kommt aus der Welt der Klick-Optimierung und des Suchmaschinen-Managements. Er kennt wohl alle Tricks und Möglichkeiten, diese punktgenau einzusetzen.

Hier im La Perla jedoch setzt er aber auf eine Webseite, in der nicht alles und jedes SEO optimiert ist. „Wir können das tun und haben Erfolg damit“, sagt er nicht ohne Stolz.

Für mich ist die Webseite des Hotels ein absolutes Paradebeispiel für qualitativ hochwertige Inhalte in Text und Bild.

Die Basis eines solchen Zugangs bilden die Werte, zu denen man sich hier bewusst entschieden hat und die sich sowohl in Produkt und Erlebnisqualität, aber eben auch in den News-Beiträgen und den Bildern der Webseite zeigen. Das Ergebnis: Ein in sich stimmiges, rundes Bild.

Für mich ist der hier eingeschlagene Weg auch deshalb so bemerkenswert, weil er wegführt vom Online-Marketing Mainstream, in dem jetzt alle über die Quadratmeteranzahl ihres Wellnessbereichs, über Raumdiagonalen und im Winter eben über die Anzahl Pistenkilometer schreiben. Einem Online Marketing, in dem man Webseiten baut, die mehr Verkaufstrichter als Inspirationsquelle sind, bei denen es primär darum geht, den Gast möglichst effizient zur Buchung zu bekommen, in denen Content Marketing mit der Brechstange versucht wird.

Es geht eben auch anders und die Content Strategie des La Perla ist dafür ein weithin leuchtendes Beispiel!

 

Online Content: Schluss-Machen will gelernt sein!

2. Juli 2015Viele Webseiten-Texte, Blogpost oder News-Artikel haben ein Problem. Sie enden schlecht. Oder besser gesagt, sie enden ohne besondere Vorkommnisse. Davon, warum ein gutes Ende ein neuer Anfang sein kann, lesen Sie hier.

Kennen Sie die Spezies Mensch, die zuerst das letzte Kapitel oder gar die letzte Seite eines Buches lesen? Es gibt sie, und es sind gar nicht wenige.

Auch Online gibt es Menschen, die Webseiten primär scannen, sich von einer Überschrift zum nächsten Zitat und von hier aus weiter zum letzten Absatz oder Satz hangeln.

Online Kommunikation Kärnten

Einen kurzweiligen Text zu schreiben, ein gutes Online Video zu drehen, ist das eine. Diese Inhalte aber auch mit einem guten Ende zu versehen, das andere

Ein besserer Schluss verleiht dem Content Flügel

Ist der Besucher dann beim letzten Absatz oder eben Satz angelangt und findet ihn wirklich gut, stellt sich bei ihm nicht selten das Gefühl ein, etwas Wichtiges verpasst zu haben.

Genau darum geht es. Und genau deshalb haben sich Ihre guten Online Texte ein noch besseres Ende verdient.

So machen Sie perfekt Schluss

Es gibt einige Techniken, mit denen Sie gezielt an der Aufmerksamkeitsschraube drehen und den Leser gezielt binden können.

Die Zusammenfassung

Sozusagen der Buchdeckel Ihres Online Artikels. Eine gute Zusammenfassung stillt den Informationshunger Ihrer Leser und erhöht zudem die Verweildauer.

Wenn schon die Zusammenfassung so gut ist, gehe ich besser noch weiter in die Tiefe, beschäftige ich mich mit dem zuvor Geschriebenen besser doch noch ein wenig mehr, könnte doch was verpassen, denkt sich der Nutzer.

Der Cliffhanger

Sie schließen damit, dass Sie ihrem Leser einen Extra-Happen anbieten, den er sich im nächsten Post, im nächsten Video, etc. abholen kann. Auch hier wird am Ende ein kräftiger Impuls gesetzt, der Nutzer zu einer konkreten Aktion eingeladen.

Guter Content für Web und Social Media

Guter Content hat sich nicht nur einen guten Beginn sonder auch ein gutes Ende verdient!

Den Deckel zumachen

Sie haben Ihren Artikeln mit einer Frage oder der Beschreibung einer konkreten Situation begonnen? Oder Sie haben zu Beginn eine Person eingeführt? Sehr gut!

Machen Sie nun Schluss, indem Sie diese Situation noch einmal aufgreifen, die eingangs gestellte Frage beantworten oder die Figur noch einmal zum Leben erwecken.

So! Und wie endet nun mein eigener Post? Es wird wohl keine Zusammenfassung werden und auch kein Cliffhanger. Ich lade jeden Leser dazu ein, seine Texte der jüngeren Vergangenheit auf ihr Ende hin zu überprüfen. Warum? Weil der nächste Anfang sich ganz einfach ein besseres Ende verdient hat!

  • Noch viel mehr zum Thema professionelles Schreiben finden Sie unter anderem beim Copyblogger oder Uberflip.
  • Auch Klaus Eck hat sich gerade mit dem Ende von Blogposts PR-Blogger beschäftigt, das seiner Ansicht nach keinesfalls werblich ausfallen sollte. Danke nach München für die Inspiration!

Roaming ade: Wie Sie als Touristiker jetzt vorbauen!

30. Juni 2015Europa sei Dank! Ab 2017 hat der heimische Tourismus ein Problem weniger. Die Zurückhaltung der Gäste, ihr eigenes (teures) Mobiltelefon zu nutzen, fällt weg. Wie Sie als Touristiker darauf reagieren und Ihr Online Marketing fit machen für die Zeit danach, lesen Sie hier!

2017 ist das leidige Thema Roaming Geschichte. Urlauber können ihr geliebtes Mobiltelefon dann nutzen, ohne Angst vor den Kosten haben zu müssen. Sie brauchen beim Upload ihrer Fotos, und Check ihrer Social Media Profile nicht mehr auf den Datenverbrauch achten.

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Die Frage ist nun, wie Destinationen, touristische Angebotsträger und touristische Marken auf diesen Umstand reagieren. Hier gleich ein paar Optionen

  • Gute Inhalte? Haben wir eh!
    Es gibt sie, die Regionen, Marken und Angebotsträger, die bereits gestern für heute vorgesorgt haben. Sie haben nicht nur längst mobil optimierte Webseiten, sie verfügen auch über relevante Inhalte, die jedoch laufend angepasst und erneuert werden. Die Qualität dieser Inhalte ist hoch. Es gibt eine Strategie für Soziale Medien und einen laufenden Prozess, der eine gleichbleibend hohe Content Qualität sicherstellt.
  • Gute Inhalte? Keine Ahnung!
    Wenn Sie all das nicht haben, wenn die Google Suche nach Ihrem Unternehmen eine nicht gewartete Google-Plus Seite ganz oben ausspuckt, dann sprechen Sie jetzt mit Ihrer Internetagentur. Daran, sein Online-Marketing für die Zeit nach dem Wegfall der Roaminggebühren anzupassen, führt meiner Meinung nach kein Weg vorbei. Und 2017 wird es zu spät sein, damit zu beginnen. Der frühe Vogel fängt den Wurm!
  • Gute Inhalte? Brauchen wir nicht!
    Sie brauchen keine guten Inhalte? Höchst wahrscheinlich auch kein Online-Marketing, weil Ihr Betrieb auch so gut funktioniert? Sie Glücklicher! Es gibt zwar nur noch wenige Betriebe, auf die das zutrifft (und es werden immer weniger) aber lassen Sie es sich gut gehen, der nächste Gast kommt bestimmt!

Anregungen für Ihr touristisches Content Marketing

Egal zu welcher Gattung Sie sich zählen. Hier ein paar Anregungen für Destinationen, touristische Marken und Angebotsträger (deren Produkt natürlich stimmt) für die Zeit vor dem Wegfall der Roaming-Gebühren ab 2017:

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1. Verschaffen Sie sich Klarheit über den aktuellen Stand Ihres Online Marketings

Wo stehen Sie jetzt oder anders gefragt, wo ist Ihr Online Marketing stehengeblieben? Hier gehts erst mal gar nicht um den Inhalt sondern um die zum Einsatz kommenden Instrumente. Gibt es eine Webseite, ist sie benutzerfreundlich auch auf mobilen Endgeräten, wo rangieren Sie auf Google, wie funktioniert der Newsletter, wie kommen Sie an neue E-Mail Adressen, was sagen Bewertungsportale über Sie aus? Wie generieren Sie neue Anfragen? All diese Fragen einer nüchternen Neubewertung zu unterziehen, dazu ist jetzt die Zeit!

2. Die Zahlen auf den Tisch!

Viele Touristiker lagern ihr Online Marketing aus. Das ist grundsätzlich ok. Viele tun es aber so, dass sie die Verantwortung dafür schlichtweg abgeben. Bedeutet, dass sie weder Interesse an der Webseiten-Statistik, noch an den Öffnungsraten der versendeten Newsletter haben. Und wer jetzt kontert, und sagt, er hätte keine Zeit, dem sage ich hier und jetzt

Wer sich nicht um sein Online Marketing kümmert, der braucht sich bald um gar nichts mehr zu kümmern!

Sich einen Überblick zu verschaffen bedeutet, sich für die Dinge zu interessieren, Fragen zu stellen um in weiterer Frage noch bessere Fragen stellen zu können. Beispiel: Kunde zur Agentur: „Bitte fügen Sie mich als Administrator der Facebook-Seite hinzu“. Tut nicht weh, wirkt aber oft Wunder und verbessert die Performanz von Social Media Seiten nachweislich!

3. Alte Zöpfe abschneiden!

Entschlacken Sie Ihr Online-Marketing um das, was Ihnen nachweislich nichts bringt. Es ist komisch, wir halten an Dingen fest, die vor langer Zeit aufgehört haben zu funktionieren. Wenn sie es überhaupt jemals getan haben! Hier geht es um den Newsletter, den kaum jemand öffnet, die Facebook-Seite des Hotels, mit der sich niemand befreunden will oder die Google-Anzeigen, die einfach verpuffen. Was Sie brauchen, um solche guten Entscheidungen zu treffen? Klarheit. Und die liefern nur harte Zahlen.

Content Marketing Strategie

Klarheit. Eine schöne Sache. Auch und vor allem im Content Marketing!

So. Jetzt sind die Zahlen auf dem Tisch, sind Dinge, die nachweislich nichts bringen abgestellt oder abbestellt, je nach dem ; ) Der Blick wird klar.

Mit 2017 ist Roaming Geschichte

Die Frage, die sich nun stellt, lautet, was brauchen bestehende und potentielle Gäste oder Kunden? Welche Inhalte, welche Angebote können ihnen clevere Touristiker jetzt, in der Minute unterbreiten?

Gutes Online-Marketing macht Sinn, stiftet Nutzen, wird nicht länger als Werbung sondern als sinnvolle Ergänzung betrachtet, weil es einen Urlaub, einen Aufenthalt, ein touristisches Erlebnis

  • zu bereichern
  • zu entschleunigen
  • zu ergänzen
  • zu erleichtern
  • zu verbreiten

in der Lage ist. Hier setzt Tourismusmarketing nach dem Wegfall der Roaming-Kosten 2017 an. Was noch können Sie tun um Ihr Online-Marketing zu optimieren?

Online Marketing: Konkrete nächste Schritte

Sorgen Sie für gute Inhalte

Dass gute Online Inhalte für Gäste ein Segen sind, sollte hinlänglich bekannt sein. Diese guten Inhalte sollten jedoch insbesondere zum richtigen Zeitpunkt vor den Augen der richtigen Nutzer erscheinen. Und hier kommt das Thema Kontext ins Spiel.

Übererfüllen Sie bestehende Erwartungen

Hoch über der Waldgrenze mit Blick über halb Oberkärnten ein Vier-Gänge-Menü einzunehmen, wie man es in Millstatt tun kann, das sind Anlässe, über die man gerne spricht. Offline und auf Facebook sowieso. Das Mobiltelefon zückt aber nur der, dessen Erwartungen wirklich übererfüllt wurden.

Diese, bestehende Erwartungshaltungen übererfüllenden Anlässe, Begegnungen und Bezüge zu schaffen, genau dorthin sollte das touristische Sinnen und Trachten verstärkt gehen. Jetzt und noch viel stärker nach 2017 wo in den Mobiltelefonen unserer Gäste nicht mehr länger eine Kostenbremse eingebaut sein wird.

Beachten Sie Kontext und Bezüge

Wenn der Musikdienst Spotify die ausgelieferte Musik an die Laufgeschwindigkeit seiner Abonnenten anpassen kann, sollten auch Sie darüber nachdenken, ob die Inhalte Ihres Online Marketings bestehende und zukünftige Kunden zum rechten Zeitpunkt, in der richtigen Stimmungslage, mit dem genau passenden Informationsbedürfnissen abzuholen in der Lage sind.

Es gibt die Möglichkeit, Teile Ihres Online Marketings so zu kuratieren und anzubieten, sodass Bezüge entstehen, die von Ihren Kunden dankend nachgefragt werden.

Folgen Sie bloß nicht der Mode

Wenn Sie wissen, dass Ihr touristisches Angebot anders ist, dann hätte es sich eigentlich auch ein anderes Online Marketing verdient. Das muss nicht immer nur die neue Webseite oder der umgestalteter Newletter sein.

Sich inhaltlich neu aufzustellen, eine neue Sprache zu verwenden oder einfach „nur“ voll und ganz in die Schuhe seiner Gäste zu schlüpfen, all das kann Sie darin unterstützen, auch im Online Marketing neue Wege einzuschlagen. Wege, wie sie nur Sie, nur Ihr Betrieb einschlagen kann.

Ihr Produkt wird einzigartig sein, Ihre Geschichte leicht verständlich und damit teilbar und ihr Online Marketing wird anders sein als alles andere. Kurz gesagt: Produkt und Online Marketing ergänzen sich optimal, sind schlüssig und vor allem glaubwürdig. Und wollen wir das nicht alle?

5 knackige Ideen für Ihr nächstes Online Video

23. Juni 2015Mit Videos ist es so eine Sache. Alle wissen, dass sie gerne gesehen werden aber kaum einer traut sich drüber. Viele Unternehmen beschränken sich deshalb darauf, Videos anderer zu teilen oder geben sich zufrieden mit einem verwaisten Youtube Kanal.

Neulich sah ich bei Marketo ein Video, bei dem ich hängen blieb. Ich sah es mir einmal an, dann noch einmal, weil ich den Ansatz schön fand. So einfach und doch wirksam.

Das Video war in der Produktion sicher nicht teuer, liefert jedoch sympathische Bilder die sich positiv auf Mitarbeiter und Marke auswirken. Nebenbei wirft es die Frage auf, „Was tut Marketo nun wirklich..“ und lädt so zu einer Beschäftigung mir der Marke ein.

Mobile Video leicht gemacht

Gutes Bewegbild muss nicht immer gleich eine Lawine kosten. Klar ist aber auch, dass ein verwackelte Handy-Video mit schlechtem Ton nicht zum gewünschten Ziel führen wird.

Sich also mal selbst fit zu machen, sich anzusehen, wie man etwa aus einer Handykamera plus Stativ richtig viel rausholen kann, ist ein lohnender erster Schritt. Eine tolle Anleitung für die Produktion von Mobile Video findet sich übrigens bei Vimeo.

Wenn das Video dann mehr können muss, wenn es Effekte, Luftaufnahmen oder eine perfekte Inszenierung für den CEO braucht, dann werden Sie an Profis nicht vorbeikommen.

Wobei sich die Frage stellt, wie gut sich perfekte Videos vom CEO auf Facebook und andern sozialen Medien überhaupt machen…

Hier ein paar nützliche Tips und Ideen für Ihr nächstes Video:

Auch das kürzeste Video verdient ein Drehbuch
Sich kurz zu skizzieren, wie das fertige Online Video aussehen soll, ist unerlässlich. Also muss ein Drehbuch / Storyboard her. Den Einstieg, den Mittelteil und den Schluss und die dazu passenden Szenen zu kennen ist das eine. Eine in sich schlüssige Handlung, um nicht zu sagen eine Dramaturgie zu haben, aber ebenso wichtig.

Aufmerksamkeit für Online Videos

Damit das nächste Online Video richtig gut wird, ist Planung geboten: Wer in seinem Video zu spät auf den Punkt kommt, hat oft nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Publikums…

Video Ideen kurz und knackig
Was wäre, würden Sie mit Mitarbeitern, nach Ablauf ihrer ersten sechs Monate im Unternehmen ein kurzes Video drehen?

Das Ein-halbes-Jahr-im-Job Video
In diesem Video spricht der Mitarbeiter davon, wie er das Unternehmen kennengelernt hat, wie damals seine Erwartungen waren, ob und wenn ja wie sie sich erfüllt haben, wie er sein Aufgabenfeld sieht, was ihm daran besondere Freunde bereitet, u.s.w.

Gedreht natürlich direkt am Arbeitsplatz. Das ganze kostet wenig und kann genau die Form von Inhalt sein, die Ihnen via Social Media und Webseite zu mehr Bewerbungen bzw. einer höheren Anzahl besser passender BewerberInnen verhilft…

Mitarbeiter des Monats für Online Videos nutzen

Mitarbeiter vor den Vorhang zu bitten kann ein wirksamer Weg sein wenn es um die Produktion kostengünstiger Online-Videos geht. Wertschätzung der eigenen Belegschaft gegenüber ist auch immer wieder schön.

Das Ein-Tag-in-meinem-Job-Video
Gewinnen Sie den telegensten Ihrer Mitarbeiter für diese Idee und begleiten ihn einen Tag durch seinen Job. Lassen Sie ihn über seine kniffeligen Aufgabenstellungen sprechen und darüber, wie er sie löst.

Ist dieser Mitarbeiter möglicherweise ein Morgenmuffel? Na dann bietet sich als erste Einstellung ja schon der Kaffeeautomat an. Weiter geht’s dann ähnlich wie zuvor. Also, was macht deinen Job aus, was verschönert dir den Tag? Was geht überhaupt nicht, etc.?

Das Video zum Projektstart
Sie oder eines Ihrer Teams steht am Beginn eines wichtigen Projektes? Eine gute Möglichkeit, die Beteiligten über ihre Erwartungen zu befragen. Wie denken Sie über die Herausforderungen? Warum ist dieses Projekt für sie von besonderer Bedeutung? Wie werden sie sich konkret einbringen und was soll dabei herauskommen?

Das Lieblings-Kunden-Video
Ihre Belegschaft arbeitet direkt am Endkunden? Ebenfalls eine gute Möglichkeit für das nächste Online-Video. Fragen Sie ein paar Ihrer Mitarbeiter nach ihren Lieblingskunden. Was macht für sie einen solchen Lieblingskunden aus?

Es geht hier gar nicht darum, diese auch mit Namen zu nennen, sondern darum, das Leuchten in den Augen und die Freunde Ihrer Mitarbeitern Ausdruck zu verleihen.

Das doofe-Fragen-Video
Die Konferenz ist aus, die Teilnehmer nehmen ihren Kaffee ein. Der optimale Zeitpunkt, ihnen eine dezent unpassende Frage zu stellen. Hier geht es nicht darum, jemanden bloß zu stellen sondern um das Auslösen einer Reaktion, in diesem Fall Verblüffung.

Produktvideo einmal anders
Wohl jeder kennt die legendären Videos des Mixer-Herstellers „Blendtec„. iPhones und andere teure Hightech-Geräte werden in den Mixer gesteckt und geschreddert. Der Mixer aus dem Hause des Herstellers schafft es natürlich jedes Mal.

Möglicherweise kann man auch Ihr Produkt auf unterschiedliche Weise nutzen, es für vielleicht verrückte Dinge einsetzen oder es auf bestimmte Art persönlich gestalten.

Sollten Sie Kunden haben, für die sie ganz spezielle Lösungen finden mussten oder Endkunden, die mit Ihren Produkten ungewöhnliche oder spannende Dinge anstellen, sprechen Sie in Ihrem nächsten Online Video genau darüber!

 

Weiterführende Info:
Hier ein paar Tipps zum besseren Storytelling: Warum Emotionale Geschichten besser funktionieren. 

 

 

Video-Interview mit Martin Bredl: Content Marketing ohne Kontext funktioniert nicht

17. Juni 2015Martin Bredl gilt ohne Übertreibung als einer der Vorreiter auf dem Gebiet des Content Marketings. Im Interview beschäftigten wir uns mit dem Zusammenhang zwischen Content und Kontext.

Gute Inhalte sind im Online Marketing ein Muss. Wer sich mit der Vermarktung dieser Inhalte beschäftigt, der weiß, dass es mit der Erstellung alleine noch nicht getan ist. Es braucht mehr und der Begriff „Content Marketing“ kommt ins Spiel. Wikipedia definiert Content Marketing als

… eine Marketing-Technik, die mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten die Zielgruppe ansprechen soll, um sie vom eigenen Unternehmen und seinem Leistungsangebot zu überzeugen und sie als Kunden zu gewinnen oder zu halten.

Was gutes Content Marketing nun ausmacht, wann Marketing-Automatisierung für Unternehmen Sinn macht und wie Marketer mit ihren Inhalten wettbewerbsfähig bleiben, darüber habe ich mit Martin Bredl folgendes Interview geführt.

Twitter irrelevant? Warum Umdenken sich jetzt lohnt.

16. Juni 2015Bei vielen heimischen Unternehmen führt der Kurznachrichtendienst Twitter ein Aschenputtel-Dasein. Noch, muss man sagen. Die neue Partnerschaft zwischen Google und Twitter wirft ihre Schatten voraus und betrifft auch Ihr Business. Jetzt umzudenken lohnt sich.

In den USA und Großbritannien funktioniert es bereits. Wer auf seinem Mobiltelefon oder Tablet über seinen Browser oder die Google-App eine Suchanfrage startet, bekommt dazu passende Echtzeit-Nachrichten aus Twitter serviert. Der Grund dafür: Twitter und Google kooperieren neuerdings. Fast still und heimlich, möchte man meinen.

Mehr Relevanz und Reichweite für Ihre Tweets
Die neue Partnerschaft zwischen Google und Twitter bedeutet für Unternehmen und Marken, dass ihre Twitter-Meldungen bzw. Tweets mit einem Mal mehr Reichweite, Sichtbarkeit und damit Relevanz haben.

Twitter Nachrichten auf Google

Bald auch bei uns: Im englischsprachigen Raum zeigt Google in den Suchergebnissen neuerdings Twitter-Nachrichten an.

Menschen, die auf ihrem Mobilgerät nach einem Unternehmen, einer Veranstaltung oder einer Marke suchen, bekommen dazu passende Tweets eingespielt und können von hier aus sofort weiter zu jedem beliebigen Ort im Internet. Ihre Webseite etwa oder Ihren Online-Shop. Das ganze natürlich in Echt-Zeit.

Fehlender Twitter-Account bald Wettbewerbsnachteil?
Unternehmen ohne Twitter-Account bleibt diese Möglichkeit verwehrt.

Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt die eigene Twitter-Verweigerung zu überdenken.

Höchste Zeit also, den verstaubten Twitter-Account zu reaktivieren, die hoffentlich vorhandene Strategie anzupassen und sich zu überlegen, welche Inhalte für diesen Kanal am besten geeignet sind.

OnlinePR auf Twitter

In Echtzeit: Tweets dargestellt in der Google Ergebnisseite auf mobilen Endgeräten. Eine spanende Entwicklung für Unternehmen und Marken.

Neue Suchanfragen: Unternehmen + Twitter
Nicht auszuschließen, dass die Partnerschaft zwischen Twitter und Google auch zu einer neuen Art der Suchanfrage führen wird. So könnten Nutzer gezielt nach Twitter-Meldungen Ihres Unternehmens suchen. Auf Verdacht sozusagen. Hier mit eigenen Inhalten zur Stelle zu sein, macht also Sinn.

Content Marketing: Warum die Brechstange nicht lohnt

15. Juni 2015Lügen haben kurze Beine. Content Marketing mit der Brechstange ebenfalls. Fallen Ihre Inhalte auf Webseite und in sozialen Medien zu marktschreierisch aus, so fallen sie durch.

Da hat man keine Kosten und Mühen gescheut, richtig guten Inhalt produziert und nun das. Die Absprung-Rate ist immer noch hoch, die Verweildauer pendelt sich auf niedrigem Niveau ein und im Webshop herrscht Flaute.

Was tun wenn Ihr Content nicht funktioniert

Auch in sozialen Medien will Ihren „guten“ Inhalt niemand weitertragen, liken oder kommentieren. Es nun mir der Brechstange zu versuchen lohnt definitiv nicht!

Warum funktioniert der Content nicht?!

Ist Ihr Content zu selbstbezogen, zu marketing-getrieben und werblich, dann fällt er bei Ihrer Zielgruppe durch. Woran kann das liegen?

  • Wir müssen mit unseren Content verkaufen.
  • Unser Content Marketing ist Werbung.
  • Wir dürfen nicht so wie wir wollen.
  • Wir haben keine Idee wie nützlicher Inhalt aussieht.

In allen vier Punkte lohnt es sich, zurück an den Start zu gehen, ein weiteres Mal darüber nachzudenken, für wen unserer Content gedacht ist, was Ihr Unternehmen damit erreichen will, wie idealtypische Inhalte aussehen könnten, um für die Zielgruppe relevant zu sein, etc. Ohne diesen Schritt zurück wird es nicht gehen bzw. werden Ihre Online Inhalte beim Publikum weiterhin durchfallen.

Content Marketing?  Klar haben wir das versucht aber es führt nicht zum gewünschten Ergebnis.

Ein Beispiel: Neulich kommt mir Blog von Hootsuite. Die Titelzeile klingt verheißungsvoll „4 Things to Do on Social Media While Your Event is Happening„. Da hat sich offenbar wirklich jemand Gedanken gemacht, mich thematisch abzuholen. Der Titel scheint also wie für mich geschaffen – klick!

Die Pleite folgt am stehenden Fuß: Von den vier angekündigten Dingen, die thematisch so gut gepasst hätten, lösen sich drei in Luft auf. Drei von vier Tipps beziehen sich einzig und alleine auf Produkte des Unternehmens, laden mich ein zu kaufen oder zumindest zu testen. Das war definitiv nicht der Grund, warum ich geklickt habe.

Zu werbliche Inhalte enttäuschen Kunden

Die Verpackung (Überschrift) stimmt mit dem Inhalt nicht überein. Der User springt nicht nur ab, er ist enttäuscht. Content Marketing will genau das Gegenteil davon!

Eine Vorgangsweise, wie sie mir vor allem bei Anbietern von Social Media Software zuletzt immer wieder unterkommt. Es geht um den schnellen Klick, ausgelöst durch eine verheißungsvolle Überschrift. Von dieser aber bleibt bei näherer Betrachtung kaum etwas übrig. Gutes Content Marketing funktioniert genau anders rum!

Inhalt hält was Verpackung verspricht
Auch wenn es trivial klingt. Die Super-Überschrift muss mit dem Inhalt in Einklang stehen. „Ja klar“, höre ich viele sagen. Aber wenn man genau hinsieht, ist vielfach das Gegenteil der Fall.

Content Marketer tragen mit der Überschrift meist ziemlich dick auf. So dick, dass es schwierig wird, die damit erzeugte Aufmerksamkeit auch wirklich zu halten.

Erwartungen erfüllen ist zu wenig

Wenn ich mit dem Unternehmen auf Tuchfühlung gehen soll, wenn ich den Newsletter abonnieren oder mich anderweitig binden soll, dann reicht die flotte Überschrift nicht aus. Auch nicht, dass meine Erwartungen einfach nur erfüllt werden.

Inhalt muss bestehende Erwartungen übererfüllen. Nur wenn er dazu in der Lage ist, würde ich von gelungenem Content Marketing sprechen.

Der Kunde im Fokus
Der Kunde und sein Thema oder seine Fragestellung stehen im Mittelpunkt. Nicht das Produkt. Die Lebenswelt und die Themen, die beim Kunden gerade eine Rolle spielen (könnten) werden abgehandelt und im optimalen Fall ein Stück weit gelöst.

Plumpe Werbung hat mit Content Marketing meiner Meinung nach nichts gemeinsam. Dennoch können es viele Marketer nicht lassen, von ihren Produkten in jedem zweiten Satz als den tollsten der Welt zu sprechen. Das können sie natürlich gerne tun, ihr Content jedoch fällt durch.

In Zukunft haben jene Unternehmen die Nase vorn, die online nützlichere Inhalte abliefern in der Lage sind, als ihre Konkurrenz. Nur wer dies laufend unter Beweis stellt, wird für potentielle aber auch bestehende Kunden in Zukunft noch relevant sein.

 

Weiterführende Artikel zum Thema:
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