Corporate Intranet: Storytelling statt Verlautbarung!

30. April 2016Viele Intranets klingen wie Amtsblätter. Mitarbeiter holen sich ihren Klatsch und Tratsch lieber von Facebook, Snapchat oder Whats App. Interaktion, Engagement und Ideen fließen ab. Was kann man tun, wo ansetzen, damit sich das ändert?

Wie bringen wir unsere Intranets aus der Sicht des einzelnen Mitarbeiters wieder zurück in die Relevanz? Wie müssen Inhalte aussehen, damit sie Aufmerksamkeit bekommen und was genau braucht es, damit Social Intranets kein rein technisches Phänomen bleiben? Genau darum ging es im Interview, zu dem mich jüngst Gerald Pitschek, auch bekannt als The Content Guy, freundlicherweise gebeten hat.

Interview – Content-Strategie im Intranet from The Content Guy on Vimeo.

Brauchen Intranets Geschichten?

Absolut ja! Narrative Elemente bzw. Storytelling machen hier genau so viel Sinn, wie in der Kommunikation nach außen. Fast noch wichtiger finde ich jedoch das, was es auf dem Weg zur Story braucht. Nachfolgend ein paar Punkte, die ich als essentiell für die Kommunikation mit und über Geschichten erachte:

1. Vertrauens-Kultur
Intranets funktionieren dort gut, wo man einander vertraut. Das Management den Mitarbeitern, die Mitarbeiter dem Management. Nicht zuletzt aber auch Vertrauen zwischen den Mitarbeitern untereinander.

Eine Kultur des Vertrauens und des Miteinanders braucht aktives Handeln und Zeit. Ein Intranet mit sozialer Funktionalität einzuführen, ist zu wenig.

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2. Support von oben

„Macht das mal nach der Arbeit“ oder „Ach Gott, jetzt haben wir wieder Märchenstunde“. Solche Aussagen zeigen deutlich, dass die Wirksamkeit von Geschichten bei der Unternehmensführung noch nicht angekommen ist.

Storytelling und Corporate Content

Storytelling kann sich in der internen und externen Unternehmenskommunikation wirklich auszahlen. Ohne die Unterstützung durch die Unternehmensführung geht dem zarten Pflänzchen aber nicht selten die Luft aus.

Storytelling gelingt nur, wenn es von ganz oben unterstützt wird. Wenn der CEO etwa auf seinem eigenen LinkedIn-Profil oder am Blog Geschichten aufgreift und teilt, dann gibt es eine seriöse Chance.

3. Bewusstsein
Ein Unternehmen, das „seine“ Geschichten kennt, das über ihre Kraft und Bedeutung Bescheid weiß, verfügt über die notwendige Basis, diese Geschichten laufend in seiner Kommunikation nach innen und außen einsetzen zu können. Ist dieses Bewusstsein nicht gegeben, steht es auch mit den für Storytelling notwendigen zeitlichen und budgetären Rahmenbedingungen nicht zum besten.

4. Prozesse
Storytelling ist nichts, was man mal schnell einführt und das ab diesem Zeitpunkt mehr oder weniger von alleine läuft. Aus diesem Grund braucht der Prozess, an dessen Ende fix-fertig aufbereitete und in verschiedenen Formaten erzählbare Geschichten stehen, einen strukturierten Ablauf. Ohne diesen lässt sich ein laufendes Finden, Heben und Verwerten von Geschichten im Unternehmen nicht sicherstellen.

Weiter zu: Warum funktionierten emotionale Stories besser?

5. Mut
Sich hinzusetzen und sich über zu erzählende Inhalte auszutauschen, das braucht neben Offenheit auch Mut. Es braucht Mut, die eigenen Intranet-Inhalte kritisch zu hinterfragen, schließlich haben sie Zeit und Geld gekostet. Letztlich braucht es auch Mut, in seiner Kommunikation nach innen und außen neue Wege einzuschlagen und ausgetretene, nachweislich nicht funktionierende wieder zu verlassen.

 

Storytelling ist ein überaus wirksamer Hebel. Es versetzt Unternehmen in die Lage, relevantere und bedeutsamere Inhalte für ihr Intranet aufzubereiten und anzubieten. Die schlechte Nachricht: Die Methodik passt nicht auf jedes Unternehmen. Zudem braucht es sowohl das notwendige Mindset der handelnden (Führungs-) Persönlichkeiten, als auch ein prozesshaftes Herangehen, sodass Storytelling seine volle Wirkung entfalten kann.

Next Internet: Warum wir omline am Radar haben sollten

14. Januar 2016Viele die Rede ist derzeit vom einer neuen, bewussteren Haltung, mit der Nuzter angeblich online gehen. Omline nennt sich das ganze. Was ist damit gemeint und was macht dies Entwicklung für Online Marketer interessant?

Was meint Matthias Horx wenn er von Omline bzw. dem Omline-Trend spricht? Kurz zusammengefasst, eine neue Achtsamkeit, die in einen veränderten Umgang mit dem Internet mündet.

Omline: Neues Bewusstsein der Nutzer

Es geht nicht mehr um online oder offline, sondern darum, wie Menschen online gehen. Horx spricht hier von einer neuen Achtsamkeit. Angelehnt an den Om-Laut, den einige von uns aus dem Yoga-Kurs kennen, wird daraus das Kunstwort „Omline“.

Omline der neue Megatrend?

Laut Zukunftsforscher Horx gehen Nutzer immer bewusster online. Diese Haltung, dieses neue Bewusstsein im Umgang mit dem Internet, nennt er Omline. Angelehnt an dem Om-Laut aus Meditation und Yoga.

Auf welchen Prozentsatz an Onlinern diese spezielle Form der achtsamen Nutzung nun jedoch zutrifft, ist nicht bekannt.

Verändertes Bewusstheit auch auf Anbieter-Seite

Nicht erst seitdem der Begriff „Inbound Marketing“ in unseren Breiten Einzug hält, gehen immer mehr Anbieter von Online-Inhalten dazu über, möglichst nützlich zu sein bzw. die Informationsbedürfnisse ihrer Leser/Kunden ins Zentrum ihres Publizierens zu stellen.

Ich sage nicht, diese Entwicklung wäre neu, doch gibt es derzeit vermehrt Stimmen, die von Marken und Anbietern eine neue Nützlichkeit einfordern.

Ob nun als Antwort auf den von Horx beschriebenen Omline-Trend, sei dahingestellt. Vielleicht gibt es auch einfach nur immer mehr Anbieter von Inhalten und damit verfügbaren Content, sodass sich nur noch jene durchsetzen, die über besonders nützliche Inhalte verfügen?

Eine neue Ökonomie der Nützlichkeit als Resultat der von Georg Franck ins Treffen geführten Ökonomie der Aufmerksamkeit vielleicht?

Respekt! Neue Kundensicht im Online-Marketing

Neulich habe ich auf Lead Digital einen Gastbeitrag von Meike Leopold gelesen. Sie schreibt über guten Content bzw. darüber, dass die Produktion desselben auch etwas wert sei. In den Kommentaren finde ich dann folgenden Satz. Ich greife ihn hier heraus, weil ich ihn für zentral halte:

Denn es ist die Basis für alle Kanäle, wenn ein geiler Text die Leser mit reißt. Und es ist dem Leser Respekt erweisen.

Er stammt aus der Feder von Richard Sirch, dem Geschäftsführer von Tastenfeuer. Schon interessant was er da schreibt.

Hier gehts um nicht mehr oder weniger als dem Nutzer Respekt zu werweisen oder, um das Wort noch einmal zu strapazieren, ihm respektvoll zu begegnen. Inhaltlich, spricht textlich wohlgemerkt! So lese ich Richard hier einfach mal.

neues Bewusstsein der Online Erfahrung

Die Erstellung von Online Inhalten hat viel mit Respekt zu tun. Wer seine Leser mit ihren Bedürfnissen, ja auch Nöten abholen will, schafft Vertrauen und Relevanz.

 

Respektvoller Umgang mit dem Leser

Dies führt unweiterlich zur Frage, was denn das Gegenteil wäre bzw. wie sich Online Inhalte anfühlten, die es an diesem Respekt vermissen lassen? Nun, hierzu fällt mir gleich eine ganze Menge ein

Online Inhalte, die es an Respekt vermissen lassen

  • Inhalte, die einzig das Ziel verfolgen, dass sich damit jemand „warmschreibt“ bevor er dann, möglichst weit unten, mehr oder weniger nebenbei, dazu bereit ist, zum Punkt zu kommen.
  • Inhalte, die nicht einlösen, was ihre Verpackung in Form von Headline, Meta-Tags & Co versprochen hat.
  • Inhalte, die primär für Maschinen oder Suchmaschinen geschrieben wurden und die aus diesem Umstand erst gar kein Hehl machen.
  • Inhalte, die uns hinhalten oder sogar arglistig hinters Licht führen, nur damit wir in weiterer Folge gezwungenermaßen klicken, herunterladen oder anderweitig „interagieren“.
  • Inhalte, deren Ziel primär darin besteht, die Lücken zwischen den links, rechts, oben und unten angebrachten Werbeanzeigen von Amazon, Willhaben & Co zu füllen, weil diese Seiten sonst komisch aussehen würden.

Diese Liste ist absolut erweiterbar. Ich denke, dass uns viele dieser Dinge in absehbarer Zeit so alt vorkommen werden, wie vor zehn Jahren die ausgedruckten E-Mails in der Postmappe des Geschäftsführers.

Fazit: Warum Omline, Respekt und Inbound zusammengehören

Omline, Respekt und Inbound-Marketing gehören zusammen oder haben zumindest viel miteinander zu tun.

Wenn ich den Nutzer nicht respektiere, setze ich ihm Inhalte vor, die primär meinen eigenen Interessen dienen, aber nicht den seinen. Er wird entsprechend reagieren.

Inhalte zu erstellen und anzubieten, die die Zeit und die Bedürfnisse unserer Kunden und Dialogpartner im Blick behalten, ist also mehr denn je ein Gebot der Stunde.

Dies auch deshalb, weil man Lesern, die immer genauer hinsehen und die Information immer bewusster nachfragen, aufnehmen oder einfach weglassen, damit jenen Respekt entgegenbringen kann, den sie eigentlich verdienen.

 

Sorry, keine Zeit für deine Story!

13. Januar 2016In der Produktion relevanter Online-Inhalte mühen sich viele ab. Sie schreiben Geschichten, vesuchen zu emotionalisieren und lassen auch sonst nichts unversucht. Was aber, wenn Nutzer für die hochwertigen Früchte dieser Arbeit gar keine Zeit haben?

Mir geister dieser Gedanke schon lange im Kopf herum. Was ist, wenn wir in unseren Texten mit Bildern, Metaphern und Geschichten arbeiten, wir den Leser damit aber gar nicht (mehr) abholen, weil dieser an chronischem Zeitmangel leiden oder zumindest am Plafond seiner Aufnahmefähigkeit steht?

storytelling dortydoing content erstellung

Wir setzen in unseren Texten vielfach auf Narrative, Metaphern oder Microstories. Die Frage steht im Raum, ob die Leser dafür überhaupt genügend Zeit und Lust mitbringen.

Wäre es da nicht klüger, auf Info-Happen und Bullet-Points zu setzen und narrative Ansätze (Stichwort: Storytelling) in unserem Online-Marketing gänzlich über Bord zu werfen? Ich meine, Aufwand ist das ja wirklich genug. Die Frage ist, ob dieser sich lohnt.

Wer stellt sich ähnliche Fragen und wer hat darauf vielleicht sogar schon Antworten?

Ich befinde mich schon länger in dieser „Storytelling-ist-super“-Clique, weiß, dass wir uns seit Jahrtausenden Geschichten erzählen und darauf (angeblich) abfahren.

Ich frage mich, inwieweit die Gleichung „Relevante Geschichte gut erzählt ist gleich Aufmerksamkeit“ noch stimmt bzw. ob sie überhaupt jemals gestimmt hat.

Jetzt gibt es all diese Beispiele von interaktivem Storytelling, also vom Ineinandergreifen hochwertig aufbereiteter multimedialer Inhalte. Die Frage stellt sich aber, wer sich für ein solches Angebot dann wirklich die Zeit nimmt, minuten- oder wohl besser stundelang verweilt und genießt.

Storytelling Storydoing Attention Span

Sinkende Aufmerksamkeitsspannen und gleichzeitig Texte, die aufwändig erzählte Geschichten beinhalten. Geht das zusammen?

Wie sehr muss man sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen, wie viel Zeit mitbringen und wie viel Muse? In einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne immer weiter nach unten rutscht, Kinder flennen und Telefone bimmeln.

Ach ja, mein Computer erinnert mich gerade an den nächsten Termin! Storytelling? Fehlanzeige.

Ich, und ich glaube viele von uns haben die Zeit einfach nicht. Und da stellt sich die eingangs erwähnte Frage noch einmal: Macht es überhaupt noch Sinn, in bzw. mit unseren Texten (Achtung, ich spreche hier nicht von Videos, Grafiken oder Bildern!) den ernsthaften Versuch zu unternehmen, Geschichten zu erhählen.

 

Mehr aus der Rubrik Storytelling hier am Blog

 

Andreas Khol’s Antrittsvideo unter der Lupe

11. Januar 2016Die Online Videos der Kandidaten zur Wahl des Österreichischen Bundespräsidenten unter der Lupe. Heute an der Reihe: ÖVP Kandidat Dr. Andreas Khol

Ob es schnell hat gehen müssen mit diesem Video? Mit Sicherheit. Und das kann man auch sehen. So gibt es bei Bewegungen Khols einige Male das typische Pumpen des Autofokus. Das Video ist einige Sekunden lang nicht scharf.

Narrative Eisprenkel

Interessant jedoch ist folgendes: Khol macht sozusagen aus der Not eine Tugend und kommt gleich zu Beginn auf den Umstand zu sprechen, dass er hat einspringen müssen. In seiner Formulierung „sicherlich kennen Sie das aus ihrem eigenen Leben – plötzlich kommt eine Herausforderung auf einen zu, mit der man überhaupt nicht gerechnet hat“

Muss man das sagen oder kann man das sagen, wenn man unbedingt will? Warum startet Khol seine Antrittsrede auf Youtube genau mit diesem Satz? Ich denke aber, dass dieses Hinweisen auf eine Situation, wie sie Khol gerade durchlebt, die jedoch auch jeder Zuseher schon einmal erlebt haben dürfte, sehr gut gewählt ist.

Ob das jetzt Storytelling ist oder nicht, sei dahingestellt. Dennoch halte ich es für geschickt, dieser nicht vorteilhaften Situation durch das Andocken an die Erfahrungswelt des Betrachters, ein wenig die Spitze zu nehmen.

Videoqualität und Bildführung

Wie bereits erwähnt, es hat sicher schnell gehen müssen. Einzelnen Sequenzen des Videos bzw. die Schnitte sind vor allem zu Beginn des Videos sehr kurz gehalten und wirken, zumindest auf mich, ein wenig hektisch. Zudem wird z.B. bei 0:13 so stark auf den Kopf fokussiert, dass dieser bis zu den Augen abgeschnitten ist. Auch dies wirkt auf mich wenig präsidial, um es mal so zu formulieren.

In dieser Einstellung verschwindet Khol's Kopf ungewollt.

In dieser Einstellung wird der Kopf des Kandidaten wohl etwas zu stark angeschnitten ;)

Fazit

Khols Video hat mit Sicherheit noch Luft nach oben. Andererseits, die Wahlen finden ja auch erst im April statt bzw. stand das Team im vorliegenden Fall unter starkem Zeitdruck. Der gewählte Einstieg, mit dem der Kandidat Bezug nimmt auf eine Situation, die wohl jeder so oder anders schon mal erlebt hat, finde ich jedoch sehr gut gewählt.

Nachtrag

Wie man der Tageszeitung DER STANDARD vom 12. Jänner 2016 entnehmen kann, war bei Khols Videodreh wirklich Eile angesagt. Laut Standard wurde das Video nur wenige Stunden vor der offiziellen Präsentation des Kandidaten angefertigt. Die grüne Krawatte, die er auch bei der Präsentation trug, lieferte den Hinweis, wen das interessiert ; )

Weitere Informationen zum Kandidaten:
Webseite von Dr. Andreas Khol
Die Seite von Andreas Khol auf Facebook
Der Kanal von Andreas Khol auf Youtube

 

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Irmgard Griss‘ Antrittsvideo unter der Lupe
Alexander Van der Bellen’s Antrittsvideo unter der Lupe

Alexander Van der Bellen’s Antrittsvideo unter der Lupe

11. Januar 2016Wow… Das Antritts-Video des Grünen Präsidentschaftskandidaten Dr. Alexander Van der Bellen spielt im direkten Vergleich mit jenem von Irmgard Griss in einer völlig anderen Liga. Sorry jetzt, doch habe ich …

Wow… Das Antritts-Video des Grünen Präsidentschaftskandidaten Dr. Alexander Van der Bellen spielt im direkten Vergleich mit jenem von Irmgard Griss in einer völlig anderen Liga. Sorry jetzt, doch habe ich mir vorgenommen, mir jedes Video für diesen Post zum ersten Mal anzusehen, damit meine Eindrücke möglichst frisch sind.

Videoqualität und Bildführung

Der Kandidat ist mehr oder weniger ständig in Bewegung, was dem Video viel Dynamik bringt. Die Stimme des Kandidaten kommt aus dem Off und unterstreicht die ebenfalls emotionalisierenden Close-Ups – ich würde sie eher Super-Close-Ups nennen – zusätzlich. HInzu kommt, dass das das Video im ungewohnten Cinemascope-Format daherkommt. Dieses „echte“ Kinoformat verleiht dem gesamten Erscheinungsbild des Kandidaten noch einmal zusätzlichen Glanz.

Narrative Elemente

Auch Van der Bellen erzählt in seinem Video keine Geschichten oder bedient sich Micro-Stories. Das muss er auch nicht, da die Close-Ups gemeinsam mit der aus dem Off kommenden Stimme für genügend emotionalen Schub sorgen.

Fazit

Van der Bellen legt mit seinem Video die Latte wirklich hoch. Genial finde ich insbesondere die Entscheidung, die Schnittbilder mehr oder weniger durchgehend mit seiner Stimme aus dem Off zu unterlegen. Das wirkt wunderbar getragen und dennoch ausreichend präsidial, wie es sich für jemandem gehört, der sich um das erste Amt im Staat bewirbt. Dass man aus der wunderbar smoothen Stimme des Kandidaten etwas Besonders macht, bietet sich zwar an. Dass es dann aber auf so gekonnte Weise umgesetzt wird, ist schon großes Kino.

Qualität zahlt sich aus – gerade auf Facebook!

Dass sich diese Qualität im Videobreich auszahlt, zeigt allein schon die Tatsache, dass Van der Bellens Antritts-Video von seiner Facebook-Seite weit über 5.000 Male geteilt wurde. Auch via Social Media lässt sich so bestimmt eine gute Reichweite erzielen. Insbesondere im jüngeren Publikumssegment.

Facebook Van der Bellen

Beachtlich! Van der Bellens Video schafft es auf über 5.000 Facebook-Shares

Weitere Informationen zum Kandidaten:
Webseite von Alexander van der Bellen
Die Seite von Alexander Van der Bellen auf Facebook
Der Kanal von Alexander Van der Bellen auf Youtube

 

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Andreas Khol’s Antrittsvideo unter der Lupe
Irmgard Griss‘ Antrittsvideo unter der Lupe

Irmgard Griss‘ Antrittsvideo unter der Lupe

11. Januar 2016Im April wählt Österreich einen neuen Bundespräsidenten. Da es mehr oder weniger bereits zum guten Ton gehört, seine Kandidatur mittels Youtube Video bekannt zu geben, habe ich mir diese mal genau angesehen. Den Beginn macht Dr. Irmgard Griss.

Videoqualität und Kameraführung

Wer ganz genau hinsieht, erkennt, dass der Fokus auf das Gesicht der Kandidatin erst nach 16 Sekunden scharf stellt. Dies trifft auch auf Griss‘ Neujahrsansprache zu, wobei das Bild hier bereits schon nach 5 Sekunden scharf stellt. Bei Minute 2:25 fallen mir die etwas unruhige Kameraführung auf. Die Kamera pendelt sich zuerst in der Horizontale dann in der Vertikale ein. Dies fällt auf, weil beim Close-Up im Hintergrund ein Bilderrahmen erscheint, an dessen Rahmen man die Bewegungen der Kamera unschwer erkennen kann.

Ab 3:30 wird Griss richtig gut und authentisch. Sie spricht über ihre Chancen, warum sie antritt, was sie von den anderen Kandidaten unterscheidet und letztlich darüber, was sie anstrebt und will. Das ganze gipfelt im Satz „ich will eine unabhängige Kandidatin aller sein, die eine neue Politik wollen“ Hier kommt Griss für mich wirklich gut rüber, allerdings sind hier bereits die letzten Sekunden des Videos angebrochen.

Das ist einerseits gut, andererseits schlecht. Gut, weil die Kandidatin gegen Ende noch einmal emotionalisiert, den Seher abholt und ihm direkt mitteilt, wofür sie steht. Weniger gut ist dies deshalb, weil diese Charme- und Authentizitäts-Offensive relativ spät kommt. Möglicherweise hätte man diesen Part schon früher im Video bringen und dann darauf aufbauen können.

Narrative Elemente

Der Einsatz von Storytelling, Micro-Stories oder Bildern wäre mir bei Griess‘ Videobotschaft nicht aufgefallen. Soll jetzt keine Kritik sein, führe ich jedoch an, weil ich mir die Videos aller derzeitiger Kandidaten (Stand: 11.1.2016) vor allem auch auf diesen Aspekt hin angesehen habe.

Fazit

Griss präsentiert sich in ihrem Antrittsvideo professionell und vermittelt einen guten Eindruck davon, was man sich von ihr als Bundespräsidentin erwarten könne. Vom Schärfe-Thema abgesehen, ist das Video sehr solide gemacht, wobei das Licht und auch die gute Tiefenschärfe zu nennen sind.

Weitere Informationen zur Kandidatin:
Die Seite von Irmgard Griess auf auf Facebook
Der Kanal von Irmgard Griss auf Youtube

 

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Andreas Khol’s Antrittsvideo unter der Lupe
Alexander Van der Bellen’s Antrittsvideo unter der Lupe

Bundespräsidenten-Wahl 2016: Die Antritts-Videos unter der Lupe

11. Januar 2016Warum beschäftige ich mich mit den Video-Botschaften der Kandidaten zur Österreichischen Bundespräsidentschaftswahl?

PR braucht Video. Wie lange hören wir das bereits? Fünf Jahre oder doch schon länger? Nun ja, ich würde meinen, es kommt darauf an, welche Blogs man liest. US-Amerikanische, britische oder eben halt solche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ach so, Blogs sind ja immer noch out? Sind sie nicht aber egal, zurück zum Thema.

Warum also schaue ich mir die Kandidatenvideos an und gebe meinen Senf dazu?

Na um den Blick zu schärfen und zu lernen. So einfach ist das. Und wenn man genau hinschaut und hört, dann fallen einem zwangsläufig Dinge auf, liest man nach und lernt.

Lernen ist für mich derzeit gerade auch ein riesiges Thema. Ich habe meine Video-Ausrüstung jüngst um eine Panasonic Lumix GH4R erweitert. Der freundliche Büronachbar meinte dazu lapidar: „Na jetzt brauchst du mit dem Porsche ja nur noch fahren zu lernen“.

Wie recht er hat! Aber das tue ich unter anderem damit, dass ich den Machern der Videos von Alexander Van der Bellen, Andreas Khol und Irmgard Griss genau bei der Arbeit zusehe. Und wenn ich das schon mache, dann kann ich bloggen auch gleich drüber. Es könnte schließlich der Fall eintreten, dass jemand etwas dazu sagen, etwas beitragen will.

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Andreas Khol’s Antrittsvideo unter der Lupe
Irmgard Griss‘ Antrittsvideo unter der Lupe
Alexander Van der Bellen’s Antrittsvideo unter der Lupe

Was uns bewegt: Touristisches Storytelling in der Praxis

11. August 2015In touristischem Storytelling versuchen sich derzeit viele. Die Benchmark jedoch kommt aus Südtirol. Ich habe Gabriele Crepaz und Andreas Tschurtschenthaler, die Projektverantwortlichen von "Was uns bewegt", zum Interview gebeten und gefragt, was Geschichten-Marketing im Tourismus bringt und ausmacht.

Im Gespräch mit dem Verantwortlichen geht es darum, was das Südtirol Marketing mit seinem Storytelling erreichen will, welche Rolle Strategie und Messbarkeit spielen, sowie darum, wie sich der Storytelling-Ansatz über Abteilungen hinweg auf die ganze Organisation ausgewirkt hat.

Nachdem im Video wirklich alles gesagt wurde, und ich bin total happy drüber, möchte ich hier nur auf einige, für mich zentrale Aspekte eingehen.

Über Geschichten zu einer besseren Kundenansprache

Zum Projekt Was uns bewegt, führte der Umstand, dass man beim Südtirol Marketing nach neuen Wegen suchte, die Aufmerksamkeit von Menschen zu bekommen bzw. dass man in der Ansprache von Kunden neue Wege gehen wollte.

Dem Projekt liegt also das Bewusstsein zugrunde, sich nicht nur über das Produkt, sondern eben auch über die Kundenansprache vom Mitbewerb abheben zu wollen. Das sagt sich jetzt wahrscheinlich so leicht. In Wirklichkeit braucht es in Kommunikation, PR und Marketing genau dazu eine Haltung, die (noch) nicht allzuweit verbreitet ist.
Viel zu oft wird deshalb über die Anzahl von Wasserrutschen und der Größe des Wellness-Bereichs gesprochen, und somit vom „Was“ und weniger vom „Warum“ erzählt. Um Auskunft über unser „Warum“ geben zu können, braucht es Geschichten. Zu diesem Thema gehe ich im Blogpost „Content Marketing: Mit kleinem Ego zu besseren Inhalten“ noch weiter in die Tiefe.

Auch Storytelling braucht Ziele

Wichtig natürlich auch die Ziele, die sich das Südtirol Marketing mit „Was uns bewegt“ gesetzt hat. Kurz zusammengefasst sind es vier.

  1. Menschen sollen über die Geschichten einen direkteren Zugang zur Marke bzw. zum Lebensraum Südtirol erhalten
  2. Eine Community soll entstehen, über die gezielt Menschen angesprochen werden, die die Werte der Marke gut heißen und dies auch über ihre eigenen sozialen Kanäle  teilen.
  3. Es soll laufend relevanter Content produziert werden.
  4. Über die Geschichten sollen Menschen dazu inspiriert werden, selbst vor Ort Nachschau zu halten, ob die vermittelten Botschaften so auch stimmen.

Der vom Südtirol Marketing gewählte Content-Ansatz wird mehrfach als „ein journalistischer“ bezeichnet. Gut so. Am Ende zählt, was dabei heraus kommt.

„Was die Destination aber schon braucht ist den Mut zu haben über diesen Storytelling-Ansatz nicht den unmittelbaren und schnellen Erfolg zu suchen… Wenn man das nicht hat, muss man die Finger davon lassen.“

Aus Sicht von Gabriele Crepaz entwickelte sich das Projekt im Unternehmen selbst zu einem abteilungsübergreifenden. Noch mehr zum Thema Messung von Storytelling-Kampangen am Beispiel von „Was uns bewegt“ gibt es übrigens hier.

Was uns bewegt ist Storytelling in Reinkultur

Was uns bewegt ist Storytelling in Reinkultur

Abteilungsübergreifend: Storytelling geht alle an

Sowohl Produktentwicklung, als auch PR, Social Media-Team und Marketing-Abteilung saßen in der Planung von „Was uns bewegt“ mit am Tisch. Crepaz bringt es sehr schön auf den Punkt, wenn sie sagt:

„Fast alle Abteilungen haben bei Was uns bewegt irgendwie die Finger im Spiel.“

Ein zentraler Punkt, weil eben das ganze Haus hinter einem solch ambitionierten Projekt stehen muss. In dieser Einbindung scheint ein zentraler Schlüssel für den Erfolg von Storytelling im touristischen Marketing zu liegen. So meint Tschurtschenthaler:

Storytelling funktioniert überall dort, wo man bereit ist, es nicht als isoliertes Projekt zu sehen. Wo es die Bereitschaft gibt, das Marketing einzubinden, das Social Media Team einzubinden. Das eine würde ohne das andere nicht funkionieren. Weder bei uns noch irgendwo anders. Dafür hätte eine Plattforma alleine nicht die Kraft.

Da schwingt für mich das mit, was gemeint ist, wenn wir von der Kraft gemischter Teams sprechen, oder davon, wie wichtig es ist, in Unternehmen von Abteilungs-Denken wegzukommen. Die erfolgreiche Umsetzung einer solchen Plattform ist zweierlei. Der Beweis dafür, dass dies möglich ist und zweitens, dass Unternehmen, die in diese Richtung gehen (können, dürfen, wollen) reich belohnt werden.

Geschichten bedeuten nicht nur guten Content

Storytelling verändert Organisationen, Sender aber auch Empfänger. Abschließend betrachtet, ist Was uns bewegt mehr als bloß alter Wein in neuen Schläuchen. Klar wird dieser Umstand unter anderem, wenn Tschurtschenthaler, der PR- und Content-Management-Verantwortliche, sagt:

Am Start des Projekts war das Marketing ein Vehikel um das Projekt (Anm. Was uns bewegt) bekannt zu machen.  Inzwischen ist es ein elementares Kampagnen-Teil geworden. Ohne Was uns bewegt würden wir die Kampagnen nicht so machen wie wir sie heute machen. Und das ist schon ein Paradigmenwechsel…

Abermals schön auf den Punkt gebracht. Geschichten bzw. das Arbeiten mit und die Kommunikation über Geschichten, verändert Unternehmen und ihre Tonalität nachhaltig.

Geschichten verändern unser Marketing (und uns selbst)

Die Kraft von Geschichten mag vielfältig sein. Dass sich daraus aber auch neue Sichtweisen auf Althergebrachtes (im touristischen Marketing) entwickeln lassen, sollte hier auf keinen Fall unerwähnt bleiben.

Nochmals vielen Dank an meine beiden Interview-Partner und speziell an Florian Castlunger, der unserem Hangout den letzten Schliff gegeben hat 😉

 

Online Marketing: Vor welchen Herausforderungen Unternehmen wirklich stehen

17. Juli 2015Neulich las ich den Vorschlag, weniger häufig, dafür besseren Content zu produzieren. Einleuchtend, dachte ich mir. Dabei liegen die Potenziale der Unternehmen im Content Marketing ganz wo anders.

Langsam aber sicher spricht es sich herum. Viel Inhalt zu produzieren und dabei zu wenig Augenmerk auf dessen Qualität zu legen, zahlt sich nicht aus. Dennoch, produzieren viele einfach weiter. Getreu dem Motto „Inhalt ist gut. Noch mehr Inhalt besser“.

Wo stehen Unternehmen im Bereich Content?

Wenn ich mir das Online Marketing bzw. die inhaltliche Qualität des Online Marketings diverser Unternehmen anschaue, so kommen mir meist diese drei Typen unter.

Typ 1: Marketing mit Inhalten? Wir haben doch eine Webseite!
Für Unternehmen vom Typ 1 war das Online Marketing mit der Fertigstellung der Webseite erledigt. Ein News-Bereich, der ursprünglich für aktuelle Infos aus dem Unternehmen gedacht war, ist zwar vorhanden, leider fühlt sich unter der Zeit aber keiner so richtig dafür verantwortlich.

Typ 2: Content Marketing? Wir tun eh…
Unternehmen vom Typ 2 produzieren mehr oder weniger laufend Inhalte, die sich in Newslettern, im News- oder Blogbereich auf der Webseite wiederfinden. Die Qualität dieser Inhalte ist manchmal höher, manchmal niedriger.

Und natürlich gibt es hier Phasen, in denen mehr Inhalte produziert werden, als in andren. Ein Beispiel hierfür sind Tourismusunternehmen, die mit der Erstellung von Inhalten erst wieder beginnen, wenn sie die Sonnenschirme aus dem Schuppen räumen.

Typ 3: Content Marketing? Leider keine Zeit!
Firmen vom Typ 3 können sich um ihre Webseiten, die darin enthaltenen News-und Blogbereiche leider nicht kümmern. Der Grund: Es werden so circa alle Social Media Kanäle bespielt, die das Mutmach-Web so bietet. Da bleibt dann einfach zu wenig Zeit.

So manches Unternehmen erschöpft sich in sozialen Medien und hat dadurch keine Ressourcen mehr für die Erstellung eigener Inhalte auf eigenen Kanälen frei.

Erschöpft von zu viel Social Media? Keine Ressourcen mehr frei für die Erstellung eigener Inhalte auf eigenen Kanälen wie Webseite und Blog?

Im Übrigen ein schwerer strategischer Fehler, alle Eier in einen Korb zu legen und sein Content Marketing ausschließlich auf jenen Plattformen stattfinden zu lassen, die außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen. Gemeint sind Facebook, Google Plus, Twitter und alle anderen.

Qualität im Content Marketing ist immer ein Thema und wird auch immer eines bleiben.

Auch wenn das Marketing, insbesondere das Online Marketing immer technischer wird, und diese Entwicklung zeichnet sich längst ab, werden Inhalte die entscheidende Rolle spielen.

Und hier wird es meiner Meinung nach um beides gehen. Also um Qualität und Quantität im gleichen Maße. Wer aber nicht in der Lage ist, eine gleichbleibende Qualität abzuliefern und zwar dauerhaft, hat keine Chance.

Content Marketing: Was ist Qualität?

Was ist jetzt wieder Qualität? Ich denke, das lässt sich einfach sagen. Wenn Unternehmen dazu in der Lage sind, in die Schuhe und Fragestellungen ihrer Zuhörer zu schlüpfen, wenn sie sich wirklich dafür interessieren, wo ihre Kunden, Gäste, Abnehmer thematisch gerade stehen und darauf Antworten liefern, dann liegen sie mit ihrem guten Content richtig.

Content Check Handlungsbedarf

Wenn Ihr Online Content einer genauen Prüfung nicht standhält, besteht Handlungsbedarf.

Wobei sich schon die Frage stellt, wie sehr Unternehmen und Firmen genau dieser Umstand interessiert. Schon möglich, dass hier manche uninteressiert mit den Achseln zucken. Aber die Inhalte, die sie online vermarkten wollen, wird niemand lesen, hören oder gar teilen wollen.

Quantität ist immer ein Thema

Es wird nicht ausreichen, ab und an etwas Hoch-Qualitatives über seine Webseite zu spannen, weil dort alle an den Lippen des Unternehmens hängen, und den Rest des Jahres zu schweigen.

Ich glaube, dass Unternehmen heute dauerhaft den Grund liefern müssen, warum es sie, warum es in ihrem Online Marketing gerade diese ihre Inhalte braucht.

Unternehmen die diesen Wahrheitsbeweis nur für einige Monate im Sommer antreten können oder wollen, fallen durch. Entweder sie sind dauerhaft relevant oder sie sind es nicht. In letzterem Fall treten andere, für das Publikum relevantere Absender an ihre Stelle.

Qualität und Quantität: Kein Entweder-Oder!

Meiner Meinung nach geht es im Content Marketing um Qualität und Quantität. Eines allein reicht nicht aus, soll das ganze Unterfangen von Erfolg gekrönt sein. Vor diesem Hintergrund halte ich den Tip, weniger Inhalte zu produzieren, dafür inhaltlich stärker auf Qualität zu setzen, für einen Luxus-Ratschlag.

Viele Unternehmen haben schlichtweg andere Sorgen. Sie liegen, wie oben ausgeführt, dort, wo es darum geht, den nächsten Post, den nächsten Newsartikel, den nächsten Newsletter-Text zu verfassen. Inhalte übrigens, die das Telefon klingeln lassen und in weiterer Folge Käufe und Neukunden nach sich ziehen sollen.

Online Empfehlungen 2015: Wie relevant ist Yelp?

10. Juli 2015Bewertungen und Empfehlungen sind die neue Währung des Internets. Ob die Empfehlungsplattform Yelp für Ihr Unternehmen Sinn macht? Nach diesem Post wissen Sie es!

Es ist Sommer. Viele Menschen suchen ihnen unbekannte Orte auf. Viele dieser Personen wollen ihr Mobiltelefon nicht nutzen, da Roaming-Gebühren anfallen. Andere tun es, da sie über Europa-Tarife verfügen. In wenigen Jahren ist Roaming dann Vergangenheit.

Bewertungen auf Yelp Österreich

Wir werden dann also noch viel stärker auf mobile Dienste zugreifen, die uns dabei helfen, unsere nächste Umgebung kennenzulernen. Egal ob daheim oder von unterwegs. Yelp ist ein Dienst, der uns dabei unterstützt.

Was genau tut Yelp?

Die Bewertungs- und Empfehlungs-Plattform Yelp verbindet ihre Nutzer mit lokal ansässigen Unternehmen und Geschäften. Nutzer können hier ihre Erfahrungen posten, sich mit anderen vernetzen oder einfach nur nach den Tipps anderer suchen.

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Die auf Yelp abgegebenen Kommentare durchlaufen einen automatisierten Bewertungsprozess und werden dann auf unterschiedliche Art angezeigt. Dieses Video erklärt den Vorgang.

Achtung: Yelp kann zicken!

Als Geschäftsinhaber kann es Ihnen also passieren, dass Sie zwar 30 Bewertungen auf Yelp haben, dass davon aber lediglich fünf angezeigt werden. Problematisch daran ist vor allem, wenn eines oder gar mehrere dieser Kommentare negativ oder teilweise negativ sind.

Nun einfach zu versuchen, positive Bewertungen nachzuschieben ist auch keine Lösung. Schließlich entscheidet der vorgeschaltene Validierungs-Prozess darüber, ob Yelp die neu hinzukommenden Bewertungen ins Töpfchen oder eben ins Kröpfchen gibt. Also ob sie angezeigt werden oder nicht.

Wer nutzt Yelp? Deutschland vs. Österreich

Um die Fragen nach der Relevanz von Yelp besser klären zu können, hilft ein Blick auf die Zahlen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Yelp in Deutschland eine wesentlich größere Rolle spielt bzw. weiter verbreitet ist, als hier in Österreich. Wie aber sieht der durchschnittliche Nutzer aus?

deutsche Yelp-Nutzer

So sieht er aus, der durchschnittliche Nutzer der Bewertungsplattform Yelp in Deutschland

Bereits hier zeigt sich, dass deutsche Yelp-Nutzer, etwa deutsche Urlauber, die ab 2017 keine Roaminggebühren mehr bezahlen müssen, eine interessante Klientel darstellen. Für lokale Kaufleute ebenso wie Restaurant- und Cafehausbesitzer. Gemeint sind sowohl der überdurchschnittliche Bildungsgrad, als auch die Einkommenssituation. Yelp-Nutzer sind finanziell entsprechend gut gepolstert.

In der Intensität, mit der Yelp genutzt wird, zeigen sich zwischen Österreich und Deutschland gravierende Unterschiede. Während Yelp in Österreich klapp 100.000 Visits erzielt, hat die Seite in Deutschland im selben Zeitraum (10. Juni bis 9. Juli 2015) 686.000 Visits.

Yelp erzielt in Deutschland zwischen zwischen 10. Juni und 9. Juli über 600.000 Visits

Yelp spielt in Österreich eine wesentlich geringere Rolle als in Deutschland. Hier die Visits im Zeitraum 10. Juni – 9. Juli 2015

Yelp Nutzerschaft Österreich vs. Deutschland

Mit über 600.000 Visits ist Yelp in Deutschland eine große Nummer unter den Bewertungs-Plattformen. Hier die Visits im Zeitraum 10. Juni – 9. Juli 2015

Nun jedoch die alles entscheidende Frage. Was bringt es einem Geschäftsinhaber, mit seinem Geschäft auf Yelp vertreten zu sein, was bringt es, seine Kunden aktiv um das Hinterlassen einer Bewertung zu ersuchen?

Wo werden Yelp-Einträge sichtbar?
Fragen iPhone Benutzer ihren persönlichen Assistenten Siri, so spuckt dieser auf entsprechende Fragen neben Ergebnissen von Trip-Advisor auch Yelp-Einträge aus. Das ganze sieht dann so aus:

Yelp Einträge tauchen zudem im Sperrbildschirm von HTC-Mobiltelefonen der Marke HTC One M9 auf. Die Nutzer dieser Handymarke können sich automatische Empfehlungen von Yelp hinsichtlich lokaler Geschäfte aus den Kategorien Resaturant, Essen & Trinken, Nightlife und Lokales anzeigen lassen. Klar, dass die Yelp-Einträge auch auf der Apple iWatch mit von der Partie sind.

Und eben nicht zu vergessen Yelp Webseite und App. Wenn wir in einen Ort fahren, wenn wir uns erkundigen, wählen wir neben TripAdvisor, GoogleMaps und GooglePlaces und anderen nützlichen Tools auch die Yelp-Webseite, stoßen über Google Suchanfragen auf Yelp-Einträge oder nutzen die Yelp-App.

Sichtbarkeit auf Yelp ist günstig zu haben – noch

Ein Blick in die Innenstädte von Klagenfurt, Graz und Salzburg zeigt: Wenige haben Yelp auf dem Radar. Dies bedeutet für Geschäftsinhaber vor allem, dass es derzeit noch relativ einfach ist, aus der Masse hervorzustechen. Den von Ihrem Betrieb angelegten Eintrag offiziell zu machen ist einfach:

Ed Wohlfahrt auf Yelp

Weiter geht es dann damit, möglichst relevante Bilder und eine Beschreibung online zu stellen. Werbung zu schalten, um Sichtbarkeit zu bekommen, würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht tun.

Meistens reichen die hier beschriebenen Dinge (Fotos, Beschreibungen, Bewertungen) völlig aus, um, wenn schon nicht ganz nach oben, so zumindest weit nach oben zu kommen in den Yelp-Ergebnisseiten.

Fazit: Yelp besitzt Relevanz

Bewertungen auf Yelp bringen lokal ansässigen Unternehmen Sichtbarkeit und haben damit Relevanz. Ob auf Android-Handy oder am iPhone, Yelp-Empfehlungen sind auf vielen Mobilgeräten auch dann mit dabei, wenn die Yelp-App nicht installiert ist. Mit ein Grund, warum Unternehmen aus dem Handel-, Service- und Dienstleistungsbereich die Empfehlungsplattform im Auge behalten bzw. die halbe Stunde, die das Anlegen eines Benutzers kostet, investieren sollten.

Sieben Tipps für Ihren Start auf Yelp

1. Claimen Sie Ihr Unternehmen
Dies bedeutet nicht mehr oder weniger, als dass Sie auf Yelp nach Ihrem Unternehmen suchen sollten. Finden Sie es bereits als Eintrag vor, sollten Sie Yelp sagen, dass er Ihnen „gehört“. Um dies tun zu können, legen Sie sich hier einen Yelp Nutzer an. Übrigens: Der Familienname wird nie voll angezeigt. Mein Yelp-Nutzer heißt demnach Ed W.

2. Stellen Sie relevante Infos bereit
Öffnungszeiten, Telefonnummer, Adresse, besondere Spezialitäten, Firmengeschichte, Gründungsjahr, Aktionen, etc.. All das können und sollen Sie hier einpflegen. Auch Backlinks zu Ihrer Webseite machen natürlich Sinn.

3. Sorgen Sie für erste Kommentare
Ein Yelp-Pickerl auf der Speisekarte oder am Eingang, tut niemandem weh, es ist aber ein Wink für Yelp-Nutzer. Um dem ganzen ein wenig Schub zu verleihen, können Sie vielleicht den einen oder anderen Gast fragen, ob er Yelp nutzt. Wenn ja, warum dann nicht auch für Ihr Geschäft?

4. Empfehlen Sie selbst!
Je besser Sie selbst mit Yelp umgehen können, desto besser für Ihr Business. Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, Ihre eigenen Empfehlungen zu veröffentlichen. Damit Sie selbst ein besseres Gefühl für Yelp bekommen, holen Sie sich die Yelp-App für Iphone oder Android bzw. die Yelp-App für Geschäftsinhaber für iPhone oder Android.

5. Machen Sie auf sich aufmerksam!
Das Yelp-Logo auf Ihre Webseite zu pflanzen ist technisch überhaupt kein Problem. Sie können es nicht nur direkt zu Ihrer Unternehmensseite verlinken, sondern laden Besucher Ihrer Webseite auch gleich zu Feedback ein. Für jeden ist somit ersichtlich, dass Ihr Geschäft auf Yelp ist und dass es hier die Möglichkeit gibt, Feedback loszuwerden.

kostet nix bringt viel

6. Behalten Sie Ihre Empfehlungen im Auge
Von Zeit zu Zeit die eigene Yelp-Niederlassung zu besuchen, macht absolut Sinn. Über die zuvor genannte App für Geschäftsinhaber lässt sich das vom eigenen Telefon aus bequem erledigen. Über diesen Weg können Sie auch mit Kunden in Dialog treten, Feedback geben und vieles andere mehr.

7. Alles in allem: Bleiben Sie vorne
Auch oder gerade eben auch über eine bessere Sichtbarkeit Ihres Unternehmens auf Yelp.