Facebook LIVE: So holen Sie noch mehr Reichweite heraus!

15. Januar 2017Facebook LIVE ist ein spannendes Werkzeug. Wer diese Tricks berücksichtigt, erzielt damit jetzt noch mehr natürliche Reichweite.

Mit Facebook LIVE können Unternehmen und Marken ganz schön Spaß haben. Und wie man sieht, wird bereits eifrig getestet. Manche haben sehr früh damit begonnen, andere ziehen jetzt nach. Allen gemeinsam ist der Wille, Facebook LIVE für das eigene Storytelling zu nutzen.

mit Facebook-Steraming mehr erreichen

Facebook LIVE kann ein wirksames Instrument für die Produktion werthaltiger Inhalte sein.

Was ist Facebook-Live?

Facebook LIVE ist ein Facebook Feature. Es ermöglicht das Streaming von LIVE-Videos über das Smartphone bzw. genauer gesagt die Facebook-Smartphone App.
Alle, die Facebook-LIVE am Computerbildschirm suchen, werden es also nicht finden können. Streamen kann jeder Facebook-Nutzer über sein persönliches Profil und jeder Seiten-Administrator. Aber eben nur über Mobiltelefon und App.

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Wie lässt sich Reichweite erzielen über Facebook LIVE?

Ich bin jetzt versucht, zu sagen, gar nicht mehr so einfach, wie etwa noch vor ein paar Monaten. Da reichte es wirklich, LIVE zu gehen und die Kamera auf einen bewegten Gegenstand zu richten, fertig. Warum das damals noch reichte, ist einfach erklärt.

Facebook belohnte den Einsatz dieser Funktion mit massig natürlicher Reichweite, weil es von seinen Nutzern mehr Video-Inhalte, genauer, LIVE Video Inhalte sehen wollte. Dies, um die „Umerziehung“ der Nutzer in Richtung Bewegtbild voranzutreiben. Jetzt, wo Facebook-LIVE von immer mehr Nutzern eingesetzt wird, hat Facebook erreicht, was es wollte und kann die natürlich zu erzielende Facebook-Reichweite getrost etwas zurückschrauben. Es sein denn, man lässt sich da etwas einfallen.

DAS ist bereits eines der wichtigsten Takeaways! Sich etwas einfallen zu lassen, ist für den Einsatz von Facebook LIVE heute oberstes Gebot. LIVE zu gehen und das Telefon auf einen x-beliebigen Gegenstand zu richten, reicht heute bei weitem nicht mehr aus.

Nachtrag: Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel, wie dieses Video von TaiPan Touristik mit stattlichen 6.900 Aufrufen zeigt!

 

Formate für Facebook-LIVE machen Sinn

Geht man als einfacher Facebook-Endverbraucher LIVE so sollte der Nutzen für die eigenen „Freunde“ anders aussehen, als wenn etwa Marken und Unternehmen LIVE streamen. Was im Freundeskreis Freundes- oder Cliquen-Content sein kann, sollte im Corporate-Einsatz anders gestrickt sein.

Darüber sollte sich jedes Unternehmen vorher Gedanken gemacht haben. Weil es, wie gesagt, heute nicht mehr reicht, auch Facebook-LIVE zu machen.

Facebook-LIVE machen jetzt viele: So machen Sie den Unterschied

Es gibt da ein paar Dinge, mit denen Facebook LIVE noch mehr Spaß macht. Und ich habe dann Spaß, wenn unterm Strich natürliche Reichweite herausschaut. Wo also ansetzen?

Mir ist aufgefallen, dass viele Unternehmen beim Streaming über Facebook LIVE mittlerweile auf ein gutes Setting achten.

  • An das Licht achten. Natürliches Licht ist gut. Wenn es nicht ausreicht, dann die Szene besser mit eigenem Licht ausleuchten.
  • Auf die Bildführung achten, sprich, Stativ und Gimbal verwenden. Verwackelte Bilder waren gestern. 50 Euro in ein Stativ zu investieren, zahlt sich bei Facebook-LIVE doppelt aus. Gimbals machen dann Sinn, wenn sich der Sprecher etwa durch einen Raum bewegen soll. Alternativ kann man hier aber auch mit einem Kameraschwenk arbeiten.
  • Nicht nur mit einer Einstellung arbeiten. Wenn der Sprecher vor der Kamera lediglich seinen Mund bewegt, so scheint das für Facebook nicht sonderlich interessant. Bessere Ergebnisse habe ich erzielt, wenn die Kamera bewegt wird oder sich gar der Sprecher selbst bewegt.
  • Der Ton macht die Musik. Smartphones haben gute eingebaute Mikros. Fakt ist aber auch, dass die Tonqualität vieler Facebook-Live Streamings zu wünschen übrig lässt. Vor allem wenn es Umfeldgeräusche gibt. Hier mittels eigenem Mikro nachzuhelfen, macht absolut Sinn!
Bei Video ist der Ton besonders wichtig

Wer seinem Smartphone für den Facebook-LIVE Einsatz ein externes Mikro spendiert, meint es gut mit seinen Zuhörern.

Folgende weitere Dinge tragen bei zu einer höheren natürlichen Reichweite auf Facebook LIVE

Facebook braucht ein wenig Zeit, das LIVE Video nach erfolgtem Start in die Feeds der Freunde bzw. Fans der Seite zu bringen. Vor diesem Hintergrund machen längere Streamings Sinn. Wer z.B. nach 30 Sekunden abbricht, bringt sich um LIVE-Zuseher, die sich so möglicherweise für das nächste LIVE-Video benachrichtigen lassen und nimmt sich damit auch natürliche Reichweite.

5 Minuten sind gut, 10 Minuten besser!

Wer also weiß, was er zu sagen hat und / oder dazu in der Lage ist, den Spannungsbogen über zehn Minuten zu halten, der sollte dies unbedingt tun.

Facebook-Live ankündigen

Wenn ich weiß, dass meine Seite in zwei oder drei Stunden livesteamen wird, dann kann ich dies gut und gerne auf Facebook ankündigen. Hier kann man dann nicht nur den genauen Startzeitpunkt nennen, sondern die Fans aktiv auch dazu auffordern, vorab Fragen zu stellen und sich so aktiv einzubringen. Alle Kommentare, Likes und möglicherweise Shares zu dieser Ankündigungen, erhöhen die Chance, dass die betreffenden Personen in ihren Feeds dann auch wirklich meine LIVE-Bilder zu sehen bekommen.

FB LIVE lebt von Interaktion!

Interaktion ist eine coole Sache. Interaktion meine ich zwischen denen, die via FacebookLIVE Streamen und jenen, die sich die Inhalte ansehen. Wem es hier gelingt, Nähe herzustellen zwischen Sendern und Empfängern, der macht es besonders richtig.

Auf’s Hallo und Danke nicht vergessen

Wenn sich Zuseher während dem LIVE-Streaming mit ihren Fragen und LIKES melden, sollte man unbedingt darauf eingehen. Noch besser jedoch ist es, diese Interaktionen gezielt auszulösen, indem gefragt oder eben (zurück)gegrüßt wird. Ja, das alles sind Kleinigkeiten. Jedoch helfen sie ungemein, wenn es darum geht, über Facebook-LIVE natürliche Reichweite zu erzielen.

Probieren Sie es selbst aus!

Mehr Tipps und Tricks zu Facebook-LIve finden Sie bei Facebook LIVE

 

 

 

Storytelling: Wie du gute Stories findest oder auch nicht

11. Januar 2017Machen wir uns nichts vor. Wer Geschichten aus dem eigenen Unternehmen oder Berufsleben erzählen will, muss diese Geschichten zuerst einmal finden. Nicht selten scheitert Storytelling genau dort!

Neulich im Workshop. Das Klima ist toll, die Stimmung gelöst und das Miteinander angstfrei und wertschätzend. Man geht aufeinander zu, erzählt sich aus dem Nähkästchen aber das, worum es eigentlich geht, will und will sich nicht einstellen: Geschichten.

Storytelling setzt voraus dass im Unternehmen Stories gefunden werden. Optimalerweise als laufender Prozess.

Storytelling Workshop: Was macht uns aus, was treibt uns an, warum tun wir, was wir tun? Mit diesen und anderen Fragen lassen sich Differenzierungsmerkmale leichter finden und herausarbeiten.

Unser Workshop hat mit dem Unternehmen, dem Kern der Marke zu tun, und dreht sich deshalb vor allem um das „Warum“, also etwa,

  • Warum produzieren wir auf diese Art und Weise?
  • Warum haben wir uns zu dieser oder jener Lösung durchgerungen?
  • Warum ist dieser oder jene Standpunkt für uns wichtig?
  • Warum haben wir uns von einem Geschäftspartner / Kunden getrennt?
  • Warum ist es uns wichtig, ein familienfreundliches Unternehmen zu sei?
  • Warum tun wir, warum sind wir (geworden) wie wir jetzt sind?
  • etc.

All diese Fragen kann man aufwerfen. Man kann sie konkret stellen. Man kann sie mittels Beamer an die Wand werfen oder meinetwegen ins Handout schreiben. Gebracht hat das – zumindest bei mir – selten etwas. Die Frage bleibt. Sie lautet:

Wie lassen sich im Umfeld eines Unternehmens Stories ausfindig machen? Konkret, im nächsten Workshop oder Sales-Meeting. Und jetzt nicht wieder das übliche Herumgedruckse!

Wie lassen sich Geschichten heben?

Wie lassen sie sich Geschichten heben wie ein Schatz und wie lässt sich daraus gar ein mehr oder weniger standardisierter Prozess machen, den man z.B. jedes halbe Jahr aufs neue durchlaufen kann? Das wäre schon cool, nicht wahr? Und genau daran arbeite ich derzeit.

viele dringen zum Kern von Storytelling gar nicht erst vor.

Wer die Kraft von Geschichten für sich und sein Unternehmen nutzen will, sollte sich nicht mit Luftschlössern begnügen.

 

Viel Storytelling-Blabla um Walt Disney & Co

Mein Eindruck ist, dass viele zur aktiven Suche nach Geschichten gar nicht erst kommen. Sie sind beim Pixar-Video hängen geblieben oder haben die Heldenreise so inhaliert, dass sie nicht mehr ans Wesentliche denken können.

Mir ist das zu wenig. Anders ausgedrückt:

Pixar & Co verstellt mir die Sicht auf das, was im Storytelling immer noch zentral sein sollte. Die Geschichte und ihr Zustandekommen.

 

Was tun wenn die guten Stories ausbleiben?

Zurück zu meiner jüngsten Workshop-Erfahrung. Was also tun, wenn die Geschichten ausbleiben? Wo ansetzen, wenn das beste Klima und das angestrengteste Nachdenken im Team nicht dazu führen, dass der Außendienstmitarbeiter, der Marketingleiter oder die Fachbeamtin ins Erzählen kommen? Folgende Instrumente können hier förderlich sein:

Die Grabesrede

Makaber, schon klar. Aber stellt man sich einmal vor, man würde am Grab des eigenen Unternehmen stehen, was würde man bedauern? Welche Lösungen würde es dann nicht mehr geben?

Welche Produkte oder Dienstleistungen würden den Hinterbliebenen nun fehlen? All diese Fragen lenken den Blick auf die eigenen Besonderheiten, der früher oder später Auskunft gibt über das Warum des Unternehmens, der Abteilung, des Gründers, etc.

Mit Extremen arbeiten

Workshop-Teilnehmer von ihrem schönsten oder meinetwegen schlimmsten Tag im Unternehmen erzählen zu lassen oder sie über ihren größten geschossenen Bock zu befragen, sorgt meist für allgemeine Heiterkeit.

Die Auf-Lösung ist dann meist nicht mehr das Problem. Schlimm war es meist ja nur einen Augenblick lang, dann gab es glückliche Wendungen, unterstützende Kollegen, verständnisvolle Kunden, prägend Lernerlebnisse, etc.

Wenn im Storytelling-Workshop nichts mehr geht, hilft das gemeinsame Nachdenken über Misserfolge und wie man damit umgegangen ist.

Schiffbruch: Aus Fehlern lässt sich nicht nur prima lernen. Fehler und wie man damit umging, bilden auch tollen Stoff für Storytelling.

Der Lebenslauf

Sich seinen Lebenslauf vorzustellen, das geht meistens ganz einfach. Zwischen den einzelnen Stationen gibt es bei näherem Hinsehen aber auch Phasen, über die wir weniger gerne sprechen, die wir weglassen und zwar aus gutem Grund.

Die vermasselte Mathe-Matura gehört hier etwa zu meinem Repertoire, das halbe Jahr Arbeitslosigkeit oder der Krach mit meinem Chef, der mich dazu veranlasste, zu kündigen.

Solche Sachen meine ich! Jeder hat sie, jeder kennt sie. Kaum aber einer nutzt sie für das eigene Storytelling!

Bloß liegen gerade hier die spannenden Ausgangspunkte für packende Erzählungen. Erzählungen im übrigen, mit denen wir unseren Zuhörern mehr von uns erzählen, als mit jedem (geschönten) Lebenslauf.

Die Unternehmensgeschichte

Und wo wir gerade beim Lebenslauf waren. Jedes Unternehmen durchläuft ebenfalls einen Lebenszyklus, scheitert, erfindet sich neu. Und wer darüber immer nur das Beste berichtet, der lässt einen Haufen weg.

Schade, weil im vergangenen Konkurs samt Kündigungen, weil im Streit mit der Bank und weil in der Art und Weise, wie dann doch wieder gemeinsam Fahrt aufgenommen werden konnte, große narrative Kraft liegt. Kraft, an die wir nicht denken und die dann ungenutzt bleibt.

Storytelling setzt das Wissen und die Sensibilität um Geschichten voraus. Aber nicht nur das: Es braucht dazu natürlich auch eines, und zwar Geschichten

Storytelling: Im passenden Augenblick mit der richtigen Geschichte zur Stelle zu sein, das ist für unsere Zuhörer nicht selten ein wahres Geschenk. Verstehen abseits von Zahlen, Daten und Fakten wird möglich.

Mit welchen Fragen oder Übungen fördern Sie Geschichten zu Tage? Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn es hierzu Kommentare gibt.

Weiterführende Artikel zu Storytelling

Post: Mit Storytelling zu einem besser funktionierenden Intranet?
Post: Content-Marketing – mit kleinem Ego zur besseren Story
Post: Storytelling auf Facebook (1)


Wenn Sie ein Gespräch über den Kern Ihrer Marke führen wollen, in dem wir unter anderem auf das „Warum“ Ihres Unternehmens zu sprechen kommen, nehmen Sie noch heute mit uns Kontakt auf ed@edwohlfahrt.com

Content Audit: Der perfekte Start ins neue Jahr

4. Januar 2017Ins neue Jahr zu starten und seinen Blick auf die Inhalte der vergangenen Tage und Wochen zu richten, macht Sinn. Welche Fragen zu stellen Sinn macht, lesen Sie hier

Wer sich die Inhalte der eigenen Webseite, des eigenen Blogs und der daran anschließenden Profile in sozialen Medien kritisch anschaut, erkennt rasch, was funktioniert hat im abgelaufenen Jahr und was weniger.

Und jetzt startet das neue Jahr und wir alle scharren mit den fertigen Postingplänen in den Startlöchern oder machen uns gerade Gedanken, wie die Inhalte und das daran schließende Marketing der kommenden Wochen aussehen soll.

Aber halt! Jetzt einfach weiter zu wursteln ist nicht der Weisheit letzter Schluss! Damit der Start ins neue Content-Jahr 2017 gut gelingt, lohnt ein Blick zurück.

Jetzt alle Postings eines Blogs oder einer Facebook-Seite aufzulisten, und zu sehen, was wie stark kommentiert, geteilt oder geliked wurde, ist schon mal ein guter Anfang. Zudem ist es einfach, weil ein Blick ins Blog-Backend dafür ausreicht.

Content Strategie braucht Content Audit

Der Blick ins Backend des Blogs ist ein guter Anfang. Facebook -Statistiken oder Tools wie FanpageKarma liefern weitere interessante Einblicke.

Detailliertere Schlüsse lassen sich aber vor allem dann ziehen, wenn man sich die Inhalte auf Basis bestehender Business-Ziele ansieht. Das Posting mit den vielen Likes oder der Blogpost, in den besonders viel Zeit und Mühe gesteckt wurde, verliert dann möglicherweise seinen Glanz, wenn das, was er transportiert nicht oder nur in geringem Ausmaß zur verfolgten Business-Strategie passt.

Content Audit heißt kritisch Hinschauen auf die eigenen Inhalte

Neben der Qualität der Inhalte spielt immer auch der Posting-Zeitpunkt eine wichtige Rolle.

Hier heißt es nachzubessern und sich im ersten Schritt noch eingehender mit den eigentlichen Business-Zielen auseinander zu setzen. Sich also beispielsweise zu fragen:

  • Mit welchen Themen / Dienstleistungen oder Produkten möchte ich 2017 punkten?
  • Welche Umsätze in welchem Quartal mit welchen Dienstleistungen oder Services erzielen?
  • In welchen Themenbereichen möchte ich in welchem Zeitraum welche Zielgruppe erreichen?

Von strategischem Interesse im Content Marketing sind also jene Postings, die nicht nur gut funktionieren, sprich angenommen werden, sondern eben auch auf die eigenen Zielsetzungen einzahlen.

Kontakt Ed Wohlfahrt

Wir dürfen Sie bei Ihrem Content Audit unterstützen? Wir sind unter +43 463 914131 gerne für Sie da.

Lesetipp:
Einen sehr guten Post zum Thema Content Audit finden Sie im Blog von Babak Zand Content Audit

 

Kommunikation ist oft unbedankt

2. November 2016In postfaktischen Zeiten wie diesen wird die Kommunikations-Luft immer dünner. Manchen geht zuerst die Luft, dann die Lust aus.

„Ich habe auf Facebook etwas Tolles geteilt und es hat niemand verstanden“, sagt die Workshop Teilnehmerin frustriert. Sie ist sendungsbewusst, reflektiert und kommuniziert aus Überzeugung.

Dennoch kann sie von Aufmerksamkeit für das, was sie erzählen und sagen will, einfach nur träumen.

Der nächste Frauenkörper im Bikini, der nächste Sonnenuntergang und das nächste Buzzfeed-Video sind nur einen Klick entfernt.

Was sagt man so jemandem? Was gibt man ihm mit auf den Weg?

  • Die neuesten Wege mit denen man den Algorithmus austrickst?
  • Input wie man noch stärker zuspitzt, aufregt und emotionalisiert?
  • Empathie und Zuspruch weiter zu kommunizieren wer und was man ist?

Ich habe mich natürlich für den dritten Weg entschieden, was gar nicht so leicht war. Zu spannend ist es, die Inhalte zu schärfen, hier anzusetzen und zu versuchen, im Geschrei der Massen, egal ob nun online oder offline, noch lauter und noch effizienter zum Punkt zu kommen.

Ich denke, dass es um jeden einzelnen Sender von Botschaften selbst geht. Es geht um das, was in ihm vorgeht, darum, was ihn antreibt oder eben, wie im vorliegenden Fall unendlich frustriert.

Das jetzt als Nabelschau zu verstehen, zu sagen, „jaja Social, da gehts halt primär um die Befindlichkeiten der Absender“, das greift zu kurz.

Wir selbst, unsere Sichtweisen und Geschichten sollten in unserer Online Kommunikation eine größere Rolle spielen.

Wer bis du? Was treibt dich an? Wofür brennst du und warum? Darüber zu sprechen kann nie falsch sein.

Ich denke, es kann oder besser könnte genau das sein, was uns dabei hilft aus der Masse rauszutreten und letztlich in die Relevanz zu kommen.

Jetzt nicht in die Relevanz der Vielen aber zumindest in die Relevanz der für uns jeweils kritischen Masse. Haben wir diese erreicht, können wir mehr als zufrieden sein.

Ich habe der Dame also geraten, bei dem zu bleiben, was sie sagen will. Weiter zu gehen auf ihrem Weg, für sich, für ihr Unternehmen auf Facebook (und anderswo) Bewusstsein zu bilden und sich einen Scheiß darum zu kümmern, was gerade angesagt ist im angeblich so professionellen Content-Marketing.

Ihr hat das vorerst mal sehr gut getan. Sogar richtig Lust hat sie wieder bekommen auf ihrer Unternehmensseite zu posten.

Ich denke, das ist mal ein guter Anfang.

Blogparade „Zukunft Online Video“

18. Mai 2016Die Blogparade #ZukunftOnlineVideo geht dem Zusammenhang von Online Video, Social Media und Content Strategie auf den Grund. Mitmachen kann jeder, der zu diesem Thema beitragen möchte. Verlinken bitte nicht vergessen!

Online Marketer, Community-Manager und PR-Leute wissen es längst. An Video-Inhalten führt 2016 kein Weg mehr vorbei.

Grund genug, dem Phänomen Bewegtbild auf den Grund zu gehen und genauer hinzusehen. Zu fragen, wo die Stärken bewegter Bilder liegen und wie sie sich im Kontext professioneller Marken- und Kommunikationsarbeit online am besten einsetzen lassen, ist mehr denn je ein Gebot der Stunde.

Denn klar ist, dass die Zeiten verwackelter Handy-Videos der Vergangenheit angehören und heute professionelles Bewegtbild vorausgesetzt wird.

Online Video Blog Parade Ed Wohlfahrt

Jeder „kann“ Video, hat es den Anschein. Jeder schaut aber auch gerne Videos. Ob auf Webseiten oder Facebook. Was bedeutet dies für das Content Marketing sowie bestehende Strategien und wie bedeutsam ist Online-Video wirklich?

An wen wendet sich die Blogparade #ZukunftOnlineVideo

Die Blogparade wendet sich an alle, die sich mit dem Thema Online Video beschäftigen jedoch nicht zwingend an Personen, die Online-Videos selbst produzieren.

Angesprochen fühlen sollten sich also sowohl Content-Manager, als auch PR-Leute, Filmschaffende und Social Media Auskenner. Alle diese Leute haben das Thema Video auf dem Radar.

Die Blogparade hat das Ziel, bestehendes Wissen zu verbreitern und neues zu schaffen und die Relevanz des Themas damit ein Stück weit stärker zu verankern.

Dauer der Blogparade #ZukunftOnlineVideo

Die Blogparade startet heute (19. Mai) und läuft bis einschließlich 30. Juni 2016

Gebrauchsanweisung zur Blogparade #ZukunftOnlineVideo

Mitmachen kann jede/r Blogger/in die etwas zum Thema Online Video beitragen möchte. Basis des ganzen ist ein Post oder Video auf dem eigenen Blog oder auf Youtube / Vimeo, etc. sowie eine Verlinkung mit diesem Artikel, mittels Kommentar bzw. Trackback.

Alle eingereichten Blogposts und Videos werden hier, im Anschluss an diesen Posts sowie am neu erstellten Online Video Space (Testballon) auf Google veröffentlicht

Hier können alle eingereichten Blogposts und Videos eingesehen aber auch diskutiert werden.

Hier können alle eingereichten Blogposts und Videos eingesehen aber auch diskutiert werden.

Wer mich auf Google adden will bitte hier lang ==> +EdWohlfahrt

Nachfolgend finden sich Themenvorschläge, die nach Lust und Laune umgestaltet und erweitert werden können.

Schön wäre es, würden alle TeilnehmerInnen auf ihren Blogs, im weiteren auch auf Twitter, Facebook und allen anderen Kanälen, den Hashtag #ZukunftOnlineVideo verwenden.

Wertschätzung statt Nabelschau

Die eingereichten Blogposts dürfen keine Werbe-Einschaltungen sein. Der Austausch, qualitatives Feedback und konstruktives Lernen voneinander steht im Vordergrund.

Themenvorschläge für die Blogparade #ZukunftOnlineVideo

  • Wie schätze ich persönlich das Thema Online Video generell bzw. für die Content Strategie von Unternehmen, Privatpersonen, etc. ein?
  • Wie professionell muss Video-Content heute sein? Bis zu welchem Punkt können oder sollen Unternehmen und PR-Agenturen selbst Hand anlegen?
  • Werkzeuge- und Plattformen-schau: Welche Dienste setze ich ein, welcher Plattform gebe ich den Vorzug und warum?
  • Womit ich drehe und warum: Wie sieht mein Video-Setup aus (Kamera/Licht/etc.) und für welche Zwecke setze ich es ein?
  • Periscope, Google & Facebook LIVE: Einsatzmöglichkeiten, Best Practise-Beispiele, Do’s & Dont’s bzw. auch Wie lassen sich diese Dienste im Rahmen einer bestehenden Content Strategie einsetzen?
  • Wo liegt die Zukunft für Online Videos, wie genau könnte sie aussehen und warum, wohin entwickeln sich Branche, Plattformen und Anwender?
  • Online Video und Suchmaschinen-Marketing. Welche Rolle spielt Video Content für SEO?

Alle eingereichten Posts oder Videos werden hier angeführt:

 

1. Videos statt Fernsehen: Virtual Reality und 360-Grad-Videos

2. Online Video Marketing – Beitrag von Logmedia

3. Der Tourismus-Blog: Videos Statt Fernsehen

4. Beitrag vom Bremen Blog „Bremen in Video erleben“

 

Corporate Intranet: Storytelling statt Verlautbarung!

30. April 2016Viele Intranets klingen wie Amtsblätter. Mitarbeiter holen sich ihren Klatsch und Tratsch lieber von Facebook, Snapchat oder Whats App. Interaktion, Engagement und Ideen fließen ab. Was kann man tun, wo ansetzen, damit sich das ändert?

Wie bringen wir unsere Intranets aus der Sicht des einzelnen Mitarbeiters wieder zurück in die Relevanz? Wie müssen Inhalte aussehen, damit sie Aufmerksamkeit bekommen und was genau braucht es, damit Social Intranets kein rein technisches Phänomen bleiben? Genau darum ging es im Interview, zu dem mich jüngst Gerald Pitschek, auch bekannt als The Content Guy, freundlicherweise gebeten hat.

Interview – Content-Strategie im Intranet from The Content Guy on Vimeo.

Brauchen Intranets Geschichten?

Absolut ja! Narrative Elemente bzw. Storytelling machen hier genau so viel Sinn, wie in der Kommunikation nach außen. Fast noch wichtiger finde ich jedoch das, was es auf dem Weg zur Story braucht. Nachfolgend ein paar Punkte, die ich als essentiell für die Kommunikation mit und über Geschichten erachte:

1. Vertrauens-Kultur
Intranets funktionieren dort gut, wo man einander vertraut. Das Management den Mitarbeitern, die Mitarbeiter dem Management. Nicht zuletzt aber auch Vertrauen zwischen den Mitarbeitern untereinander.

Eine Kultur des Vertrauens und des Miteinanders braucht aktives Handeln und Zeit. Ein Intranet mit sozialer Funktionalität einzuführen, ist zu wenig.

Weiter zu: Wie funktioniert Storytelling auf Facebook?

2. Support von oben

„Macht das mal nach der Arbeit“ oder „Ach Gott, jetzt haben wir wieder Märchenstunde“. Solche Aussagen zeigen deutlich, dass die Wirksamkeit von Geschichten bei der Unternehmensführung noch nicht angekommen ist.

Storytelling und Corporate Content

Storytelling kann sich in der internen und externen Unternehmenskommunikation wirklich auszahlen. Ohne die Unterstützung durch die Unternehmensführung geht dem zarten Pflänzchen aber nicht selten die Luft aus.

Storytelling gelingt nur, wenn es von ganz oben unterstützt wird. Wenn der CEO etwa auf seinem eigenen LinkedIn-Profil oder am Blog Geschichten aufgreift und teilt, dann gibt es eine seriöse Chance.

3. Bewusstsein
Ein Unternehmen, das „seine“ Geschichten kennt, das über ihre Kraft und Bedeutung Bescheid weiß, verfügt über die notwendige Basis, diese Geschichten laufend in seiner Kommunikation nach innen und außen einsetzen zu können. Ist dieses Bewusstsein nicht gegeben, steht es auch mit den für Storytelling notwendigen zeitlichen und budgetären Rahmenbedingungen nicht zum besten.

4. Prozesse
Storytelling ist nichts, was man mal schnell einführt und das ab diesem Zeitpunkt mehr oder weniger von alleine läuft. Aus diesem Grund braucht der Prozess, an dessen Ende fix-fertig aufbereitete und in verschiedenen Formaten erzählbare Geschichten stehen, einen strukturierten Ablauf. Ohne diesen lässt sich ein laufendes Finden, Heben und Verwerten von Geschichten im Unternehmen nicht sicherstellen.

Weiter zu: Warum funktionierten emotionale Stories besser?

5. Mut
Sich hinzusetzen und sich über zu erzählende Inhalte auszutauschen, das braucht neben Offenheit auch Mut. Es braucht Mut, die eigenen Intranet-Inhalte kritisch zu hinterfragen, schließlich haben sie Zeit und Geld gekostet. Letztlich braucht es auch Mut, in seiner Kommunikation nach innen und außen neue Wege einzuschlagen und ausgetretene, nachweislich nicht funktionierende wieder zu verlassen.

 

Storytelling ist ein überaus wirksamer Hebel. Es versetzt Unternehmen in die Lage, relevantere und bedeutsamere Inhalte für ihr Intranet aufzubereiten und anzubieten. Die schlechte Nachricht: Die Methodik passt nicht auf jedes Unternehmen. Zudem braucht es sowohl das notwendige Mindset der handelnden (Führungs-) Persönlichkeiten, als auch ein prozesshaftes Herangehen, sodass Storytelling seine volle Wirkung entfalten kann.

Next Internet: Warum wir omline am Radar haben sollten

14. Januar 2016Viele die Rede ist derzeit vom einer neuen, bewussteren Haltung, mit der Nuzter angeblich online gehen. Omline nennt sich das ganze. Was ist damit gemeint und was macht dies Entwicklung für Online Marketer interessant?

Was meint Matthias Horx wenn er von Omline bzw. dem Omline-Trend spricht? Kurz zusammengefasst, eine neue Achtsamkeit, die in einen veränderten Umgang mit dem Internet mündet.

Omline: Neues Bewusstsein der Nutzer

Es geht nicht mehr um online oder offline, sondern darum, wie Menschen online gehen. Horx spricht hier von einer neuen Achtsamkeit. Angelehnt an den Om-Laut, den einige von uns aus dem Yoga-Kurs kennen, wird daraus das Kunstwort „Omline“.

Omline der neue Megatrend?

Laut Zukunftsforscher Horx gehen Nutzer immer bewusster online. Diese Haltung, dieses neue Bewusstsein im Umgang mit dem Internet, nennt er Omline. Angelehnt an dem Om-Laut aus Meditation und Yoga.

Auf welchen Prozentsatz an Onlinern diese spezielle Form der achtsamen Nutzung nun jedoch zutrifft, ist nicht bekannt.

Verändertes Bewusstheit auch auf Anbieter-Seite

Nicht erst seitdem der Begriff „Inbound Marketing“ in unseren Breiten Einzug hält, gehen immer mehr Anbieter von Online-Inhalten dazu über, möglichst nützlich zu sein bzw. die Informationsbedürfnisse ihrer Leser/Kunden ins Zentrum ihres Publizierens zu stellen.

Ich sage nicht, diese Entwicklung wäre neu, doch gibt es derzeit vermehrt Stimmen, die von Marken und Anbietern eine neue Nützlichkeit einfordern.

Ob nun als Antwort auf den von Horx beschriebenen Omline-Trend, sei dahingestellt. Vielleicht gibt es auch einfach nur immer mehr Anbieter von Inhalten und damit verfügbaren Content, sodass sich nur noch jene durchsetzen, die über besonders nützliche Inhalte verfügen?

Eine neue Ökonomie der Nützlichkeit als Resultat der von Georg Franck ins Treffen geführten Ökonomie der Aufmerksamkeit vielleicht?

Respekt! Neue Kundensicht im Online-Marketing

Neulich habe ich auf Lead Digital einen Gastbeitrag von Meike Leopold gelesen. Sie schreibt über guten Content bzw. darüber, dass die Produktion desselben auch etwas wert sei. In den Kommentaren finde ich dann folgenden Satz. Ich greife ihn hier heraus, weil ich ihn für zentral halte:

Denn es ist die Basis für alle Kanäle, wenn ein geiler Text die Leser mit reißt. Und es ist dem Leser Respekt erweisen.

Er stammt aus der Feder von Richard Sirch, dem Geschäftsführer von Tastenfeuer. Schon interessant was er da schreibt.

Hier gehts um nicht mehr oder weniger als dem Nutzer Respekt zu werweisen oder, um das Wort noch einmal zu strapazieren, ihm respektvoll zu begegnen. Inhaltlich, spricht textlich wohlgemerkt! So lese ich Richard hier einfach mal.

neues Bewusstsein der Online Erfahrung

Die Erstellung von Online Inhalten hat viel mit Respekt zu tun. Wer seine Leser mit ihren Bedürfnissen, ja auch Nöten abholen will, schafft Vertrauen und Relevanz.

 

Respektvoller Umgang mit dem Leser

Dies führt unweiterlich zur Frage, was denn das Gegenteil wäre bzw. wie sich Online Inhalte anfühlten, die es an diesem Respekt vermissen lassen? Nun, hierzu fällt mir gleich eine ganze Menge ein

Online Inhalte, die es an Respekt vermissen lassen

  • Inhalte, die einzig das Ziel verfolgen, dass sich damit jemand „warmschreibt“ bevor er dann, möglichst weit unten, mehr oder weniger nebenbei, dazu bereit ist, zum Punkt zu kommen.
  • Inhalte, die nicht einlösen, was ihre Verpackung in Form von Headline, Meta-Tags & Co versprochen hat.
  • Inhalte, die primär für Maschinen oder Suchmaschinen geschrieben wurden und die aus diesem Umstand erst gar kein Hehl machen.
  • Inhalte, die uns hinhalten oder sogar arglistig hinters Licht führen, nur damit wir in weiterer Folge gezwungenermaßen klicken, herunterladen oder anderweitig „interagieren“.
  • Inhalte, deren Ziel primär darin besteht, die Lücken zwischen den links, rechts, oben und unten angebrachten Werbeanzeigen von Amazon, Willhaben & Co zu füllen, weil diese Seiten sonst komisch aussehen würden.

Diese Liste ist absolut erweiterbar. Ich denke, dass uns viele dieser Dinge in absehbarer Zeit so alt vorkommen werden, wie vor zehn Jahren die ausgedruckten E-Mails in der Postmappe des Geschäftsführers.

Fazit: Warum Omline, Respekt und Inbound zusammengehören

Omline, Respekt und Inbound-Marketing gehören zusammen oder haben zumindest viel miteinander zu tun.

Wenn ich den Nutzer nicht respektiere, setze ich ihm Inhalte vor, die primär meinen eigenen Interessen dienen, aber nicht den seinen. Er wird entsprechend reagieren.

Inhalte zu erstellen und anzubieten, die die Zeit und die Bedürfnisse unserer Kunden und Dialogpartner im Blick behalten, ist also mehr denn je ein Gebot der Stunde.

Dies auch deshalb, weil man Lesern, die immer genauer hinsehen und die Information immer bewusster nachfragen, aufnehmen oder einfach weglassen, damit jenen Respekt entgegenbringen kann, den sie eigentlich verdienen.

 

Sorry, keine Zeit für deine Story!

13. Januar 2016In der Produktion relevanter Online-Inhalte mühen sich viele ab. Sie schreiben Geschichten, vesuchen zu emotionalisieren und lassen auch sonst nichts unversucht. Was aber, wenn Nutzer für die hochwertigen Früchte dieser Arbeit gar keine Zeit haben?

Mir geister dieser Gedanke schon lange im Kopf herum. Was ist, wenn wir in unseren Texten mit Bildern, Metaphern und Geschichten arbeiten, wir den Leser damit aber gar nicht (mehr) abholen, weil dieser an chronischem Zeitmangel leiden oder zumindest am Plafond seiner Aufnahmefähigkeit steht?

storytelling dortydoing content erstellung

Wir setzen in unseren Texten vielfach auf Narrative, Metaphern oder Microstories. Die Frage steht im Raum, ob die Leser dafür überhaupt genügend Zeit und Lust mitbringen.

Wäre es da nicht klüger, auf Info-Happen und Bullet-Points zu setzen und narrative Ansätze (Stichwort: Storytelling) in unserem Online-Marketing gänzlich über Bord zu werfen? Ich meine, Aufwand ist das ja wirklich genug. Die Frage ist, ob dieser sich lohnt.

Wer stellt sich ähnliche Fragen und wer hat darauf vielleicht sogar schon Antworten?

Ich befinde mich schon länger in dieser „Storytelling-ist-super“-Clique, weiß, dass wir uns seit Jahrtausenden Geschichten erzählen und darauf (angeblich) abfahren.

Ich frage mich, inwieweit die Gleichung „Relevante Geschichte gut erzählt ist gleich Aufmerksamkeit“ noch stimmt bzw. ob sie überhaupt jemals gestimmt hat.

Jetzt gibt es all diese Beispiele von interaktivem Storytelling, also vom Ineinandergreifen hochwertig aufbereiteter multimedialer Inhalte. Die Frage stellt sich aber, wer sich für ein solches Angebot dann wirklich die Zeit nimmt, minuten- oder wohl besser stundelang verweilt und genießt.

Storytelling Storydoing Attention Span

Sinkende Aufmerksamkeitsspannen und gleichzeitig Texte, die aufwändig erzählte Geschichten beinhalten. Geht das zusammen?

Wie sehr muss man sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen, wie viel Zeit mitbringen und wie viel Muse? In einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne immer weiter nach unten rutscht, Kinder flennen und Telefone bimmeln.

Ach ja, mein Computer erinnert mich gerade an den nächsten Termin! Storytelling? Fehlanzeige.

Ich, und ich glaube viele von uns haben die Zeit einfach nicht. Und da stellt sich die eingangs erwähnte Frage noch einmal: Macht es überhaupt noch Sinn, in bzw. mit unseren Texten (Achtung, ich spreche hier nicht von Videos, Grafiken oder Bildern!) den ernsthaften Versuch zu unternehmen, Geschichten zu erhählen.

 

Mehr aus der Rubrik Storytelling hier am Blog

 

Andreas Khol’s Antrittsvideo unter der Lupe

11. Januar 2016Die Online Videos der Kandidaten zur Wahl des Österreichischen Bundespräsidenten unter der Lupe. Heute an der Reihe: ÖVP Kandidat Dr. Andreas Khol

Ob es schnell hat gehen müssen mit diesem Video? Mit Sicherheit. Und das kann man auch sehen. So gibt es bei Bewegungen Khols einige Male das typische Pumpen des Autofokus. Das Video ist einige Sekunden lang nicht scharf.

Narrative Eisprenkel

Interessant jedoch ist folgendes: Khol macht sozusagen aus der Not eine Tugend und kommt gleich zu Beginn auf den Umstand zu sprechen, dass er hat einspringen müssen. In seiner Formulierung „sicherlich kennen Sie das aus ihrem eigenen Leben – plötzlich kommt eine Herausforderung auf einen zu, mit der man überhaupt nicht gerechnet hat“

Muss man das sagen oder kann man das sagen, wenn man unbedingt will? Warum startet Khol seine Antrittsrede auf Youtube genau mit diesem Satz? Ich denke aber, dass dieses Hinweisen auf eine Situation, wie sie Khol gerade durchlebt, die jedoch auch jeder Zuseher schon einmal erlebt haben dürfte, sehr gut gewählt ist.

Ob das jetzt Storytelling ist oder nicht, sei dahingestellt. Dennoch halte ich es für geschickt, dieser nicht vorteilhaften Situation durch das Andocken an die Erfahrungswelt des Betrachters, ein wenig die Spitze zu nehmen.

Videoqualität und Bildführung

Wie bereits erwähnt, es hat sicher schnell gehen müssen. Einzelnen Sequenzen des Videos bzw. die Schnitte sind vor allem zu Beginn des Videos sehr kurz gehalten und wirken, zumindest auf mich, ein wenig hektisch. Zudem wird z.B. bei 0:13 so stark auf den Kopf fokussiert, dass dieser bis zu den Augen abgeschnitten ist. Auch dies wirkt auf mich wenig präsidial, um es mal so zu formulieren.

In dieser Einstellung verschwindet Khol's Kopf ungewollt.

In dieser Einstellung wird der Kopf des Kandidaten wohl etwas zu stark angeschnitten ;)

Fazit

Khols Video hat mit Sicherheit noch Luft nach oben. Andererseits, die Wahlen finden ja auch erst im April statt bzw. stand das Team im vorliegenden Fall unter starkem Zeitdruck. Der gewählte Einstieg, mit dem der Kandidat Bezug nimmt auf eine Situation, die wohl jeder so oder anders schon mal erlebt hat, finde ich jedoch sehr gut gewählt.

Nachtrag

Wie man der Tageszeitung DER STANDARD vom 12. Jänner 2016 entnehmen kann, war bei Khols Videodreh wirklich Eile angesagt. Laut Standard wurde das Video nur wenige Stunden vor der offiziellen Präsentation des Kandidaten angefertigt. Die grüne Krawatte, die er auch bei der Präsentation trug, lieferte den Hinweis, wen das interessiert ; )

Weitere Informationen zum Kandidaten:
Webseite von Dr. Andreas Khol
Die Seite von Andreas Khol auf Facebook
Der Kanal von Andreas Khol auf Youtube

 

Hier weitere Postings zu dieser Blog-Serie:
Irmgard Griss‘ Antrittsvideo unter der Lupe
Alexander Van der Bellen’s Antrittsvideo unter der Lupe

Alexander Van der Bellen’s Antrittsvideo unter der Lupe

11. Januar 2016Wow… Das Antritts-Video des Grünen Präsidentschaftskandidaten Dr. Alexander Van der Bellen spielt im direkten Vergleich mit jenem von Irmgard Griss in einer völlig anderen Liga. Sorry jetzt, doch habe ich …

Wow… Das Antritts-Video des Grünen Präsidentschaftskandidaten Dr. Alexander Van der Bellen spielt im direkten Vergleich mit jenem von Irmgard Griss in einer völlig anderen Liga. Sorry jetzt, doch habe ich mir vorgenommen, mir jedes Video für diesen Post zum ersten Mal anzusehen, damit meine Eindrücke möglichst frisch sind.

Videoqualität und Bildführung

Der Kandidat ist mehr oder weniger ständig in Bewegung, was dem Video viel Dynamik bringt. Die Stimme des Kandidaten kommt aus dem Off und unterstreicht die ebenfalls emotionalisierenden Close-Ups – ich würde sie eher Super-Close-Ups nennen – zusätzlich. HInzu kommt, dass das das Video im ungewohnten Cinemascope-Format daherkommt. Dieses „echte“ Kinoformat verleiht dem gesamten Erscheinungsbild des Kandidaten noch einmal zusätzlichen Glanz.

Narrative Elemente

Auch Van der Bellen erzählt in seinem Video keine Geschichten oder bedient sich Micro-Stories. Das muss er auch nicht, da die Close-Ups gemeinsam mit der aus dem Off kommenden Stimme für genügend emotionalen Schub sorgen.

Fazit

Van der Bellen legt mit seinem Video die Latte wirklich hoch. Genial finde ich insbesondere die Entscheidung, die Schnittbilder mehr oder weniger durchgehend mit seiner Stimme aus dem Off zu unterlegen. Das wirkt wunderbar getragen und dennoch ausreichend präsidial, wie es sich für jemandem gehört, der sich um das erste Amt im Staat bewirbt. Dass man aus der wunderbar smoothen Stimme des Kandidaten etwas Besonders macht, bietet sich zwar an. Dass es dann aber auf so gekonnte Weise umgesetzt wird, ist schon großes Kino.

Qualität zahlt sich aus – gerade auf Facebook!

Dass sich diese Qualität im Videobreich auszahlt, zeigt allein schon die Tatsache, dass Van der Bellens Antritts-Video von seiner Facebook-Seite weit über 5.000 Male geteilt wurde. Auch via Social Media lässt sich so bestimmt eine gute Reichweite erzielen. Insbesondere im jüngeren Publikumssegment.

Facebook Van der Bellen

Beachtlich! Van der Bellens Video schafft es auf über 5.000 Facebook-Shares

Weitere Informationen zum Kandidaten:
Webseite von Alexander van der Bellen
Die Seite von Alexander Van der Bellen auf Facebook
Der Kanal von Alexander Van der Bellen auf Youtube

 

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