11. Oktober 2012Ich habe mich hier am Blog schon öfters mit der Frage beschäftigt, welche (Social) Media Plattform sich wie gut für das Erzählen digitaler Geschichten eignet. Dieser Post soll eine Art Gegenüberstellung bieten und Gespräche triggern, die uns bei der Wahl sowohl von Plattformen, als auch Methoden im Storytelling weiterhelfen sollen.
Ich habe mich mit dem Post Storytelling auf Facebook – Es geht! schon ziemlich weit rausgelehnt. Ich habe darin einfach mal behauptet, dass sich auf Facebook Geschichten erzählen lassen. Das wird wohl stimmen auf die eine oder andere Art. Jedoch stellen sich doch ein paar Fragen:
ist Facebook der geeignete Rahmen zum Erzählen von Geschichten im (zielgerichteten) Sinn von Storytelling?
Geht es Fans einer Marke auf Facebook um Geschichten oder in Wirklichkeit doch eher um Rabatte und exklusive Infos?
Ist das Erzählen von Geschichten auf Facebook nicht geradezu fahrlässig? Schließlich werden Infos von Nutzern bestenfalls überflogen. Außerdem heißt es den Edgerank im Auge zu behalten, da man ansonsten schnell weg ist vom Fenster der Aufmerksamkeit und auf Facebook in weiterer Folge vor leeren Rängen spielen muss.
Das zuvor Gesagte betriff in erster Linie das geschriebene Wort. Videos bieten weitere Möglichkeiten und diese via Einbettung auf Facebook oder anderen Medien zu promoten, macht bestimmt Sinn. Die eingangs gestellte Frage jedoch ist, inwieweit sich Social Media Plattformen für das Erzählen von Geschichten eignen und nicht, ob es auf der einen Plattform mehr Sinn hat Links zu Geschichten zu posten als auf der anderen!
Ich habe mir vorher das Siemens-Answers Projekt angesehen. Ich bekomme E-Mails wenn es neue Stories gibt und bin davon sehr angetan.
Storytelling wird bei Siemens unter anderem dafür eingesetzt, Menschen vorzustellen, oder dafür, zu vermitteln, wie das Unternehmen für sich Verantwortung definiert. Letztlich sicher aber auch dafür, mehr Produkte – wenn in diesem Fall auch gebrauchte Produkte – abzusetzen. Schließlich muss ja auch der Rubel rennen. Aber Storytelling eignet sich bekanntlich auch für die Verkaufsunterstützung bzw. schließt diese nicht aus.
Hinaus will ich aber darauf, dass der Twitter-Kanal von Siemens Answers für die Aufgabe des Erzählens von Geschichten keine Rolle zu spielen scheint. Hier geht es meiner Meinung nach lediglich darum, auf neue Geschichten hinzuweisen. Aber nicht darum, hier aktiv Geschichten zu erzählen oder von anderen einzuholen. Daraus ergibt sich die Frage, ob sich Twitter überhaupt für das Erzählen von Geschichten im Sinne des Storytellings eignet. Und nach einer ziemlich ausgiebigen Internet-Recherche beantworte ich diese Frage mal mit einem klaren Nein.
Twitter für Storytelling unbrauchbar?
140 Zeichen sind einfach zu kurz, das Medium zu flüchtig, als dass man es für den Aufbau von Spannungsbögen benutzen bzw. das Erzählen von Geschichten nutzen könnte. Wer hier Beispiele nennen kann, die zeigen, dass Twitter sehr wohl für Storytelling taugt, der postet bitte Links in den Kommentaren. Danke dafür bereits an dieser Stelle! Auch dem Versuch, Tweets aufeinander aufzubauen bzw. ineinandergreifen zu lassen, um durch die Aneinanderreihung von 140 + 140 + 140 Zeichen einen Spannungsbogen zu erreichen, scheinen Grenzen gesetzt. Welcher Twitter-Konsument wartet schon auf Twitter auf den Fortsetzungs-Tweet? Vor allem dann, wenn man mehr als einer Person folgt. Hier gibt es meiner Ansicht nach für Unternehmen kein Durchkommen bzw. Vorbeikommen mit ihren Geschchten an den Tweets anderer.
Storytelling auf Facebook? Naja…
Facebook bietet Storytellern weit mehr Raum an als Twitter. Allerdings stellt sich auch hier die Frage, ob die Rezipienten in ihren Newsfeeds (und hier spielt sich ihr “Facebook” letztendlich ja ab!) darauf aus sind, Geschichten zu lesen. Ein anderer Aspekt scheint mir hier auch nicht unwesentlich. Wenn Unternehmen dazu in der Lage sind, in Geschichten zu denken und den hohen Aufwand nehmen, diese auch entsprechend aufzubereiten, entwerten sie diese nicht gleich wieder, indem sie diese via Facebook teilen? Werfen sie nicht sprichwörtlich Perlen vor die Säue, indem sie gute Geschichten in die Streams ihrer Fans spielen, wo sie zwischen Posts der Marke “Ich esse gerade ein Steak mit 240 Gramm Einwaage” oder “Mann ist mein neuer BMW aber klasse” zu stehen kommen? Ich will hier keinesfalls überheblich sein, aber angesichts der Tatsache, wie viel Hirnschmalz in die Entwicklung guter Geschichten fließt bzw. fließen kann, sollte diese Frage zumindest angesprochen sein.
Ist Google Plus des Storytellers erste Wahl?
Ja. Meiner Meinung nach ist es so. Es geht aber nicht darum, den einen Kanal über den anderen zu stellen. Ich betrachte Google+ derzeit als jene Plattform, auf der meine Geschichten oder Aussagen, die ich versuche, in Geschichten zu verpacken, am besten aufgehoben sind. Warum?
Auf Google+ findet sich derzeit noch wesentlich weniger Trivialität als auf Facebook. Ich weiß, es gibt Ausnahmen aber derzeit habe ich diesen Eindruck. Während die Kommentare auf Facebook nicht selten abgleiten, habe ich auf Google+ diesen Eindruck noch nicht. Mit Betonung auf “noch”. Wäre ich also ein Unternehmen, das vor der Frage steht, Stories am eigenen Blog, auf Facebook, Google+ oder Twitter zu erzählen, würde ich mich bestimmt für das eigene Blog bzw. die eigene Homepage entscheiden, gleich danach aber bereits für Google+ votieren.
Das sind jetzt allesamt ziemlich subjektive Meinungen, ist mir klar. Dennoch sehe ich – und dies unterstützt meine These – dass Unternehmen auf Google Plus viel eher dazu tendieren, ihre Updates in Stories zu verpacken, als sie dies beispielsweise auf Facebook tun. Jetzt stellt sich die Frage, wie wir “Story” oder auch “Storytelling” definieren wollen. Aber ist dieses Status-Update von Coca Cola nun eine Story oder nicht? Ich denke nicht, es ist ein Info-Quickie, der auf den schnellen Like aus ist, nicht mehr. Ach ja, und maximalen Erfolg dabei hat…
Im Unterschied dazu sehe ich bei Unternehmen auf Google Plus ein anderes Verhalten. Zumindest teilweise. Auch hier gibt’s natürlich die, die auf den schnellen Klick aus sind. Ich vermute aber, dass Unternehmen ihren Followern auf Google+ ein wenig mehr zutrauen, was das Rezipieren von Text und die damit verbundene Aufmerksamkeitsspanne anbelangt. Hierzu ein Beispiel. Die Outdoor Marke The North Face etwa erzählt ihren Fans auf Google Plus eine Wanderung in Form einer Geschichte und teasert den Betrachter, am Blog mehr darüber zu erfahren. Hier fungiert Google Plus also nicht nur als Sprungbrett zur Geschichte sondern ist selbst der Ort, an dem uns die Marke eine Geschichte erzählt. Weitere Beispiele gerne separat, ich bin schon ziemlich lang.
Fassen wir also zusammen: Ich glaube Twitter lässt Storytelling schlicht nicht zu. Facebook bedeutet – sorry – Verschwendung von Geschichten, auch wenn sie sich hier aufgrund des Platzangebotes durchaus erzählen lassen. Das Problem der Aufnahme von Facebook-Inhalten bzw. die Rezeption im Newsfeed bleibt bestehen. Das Thema Edgerank ist ein weiteres Fragezeichen für Storytelling auf Facebook. Dies gilt selbstverständlich auch für Google Plus. Dennoch sehe ich in Google+ einen geeigneteren Rahmen für Storytelling, als es Twitter & Facebook sind. Die Mutter aller Storytelling Schlachten stellt jedoch nach wie vor die eigene Homepage bzw. das eigene Blog dar. Ein Learning, das nicht zuletzt auch das Siemens Answer Projekt bietet.
Veranstaltungstipp: Storycamp Salzburg – 23. November 2012 zwischen 9 und 16 Uhr (genaue Ortsangabe folgt!) Hier gehts zur ==> Anmeldung
3. März 2012Jeder PR-Treibende weiß um die Wirkung guter Geschichten. Sie werden einfach gemerkt, gelernt und sofern die ersten beiden Punkte zutreffen auch einfach erinnert und weitergetragen. Ich hab mal eine Geschichte …
Jeder PR-Treibende weiß um die Wirkung guter Geschichten. Sie werden einfach gemerkt, gelernt und sofern die ersten beiden Punkte zutreffen auch einfach erinnert und weitergetragen. Ich hab mal eine Geschichte über ein Swarovski-Produkt, einen Feldstecher, gehört. Storytelling pur. Ganz schnell: Es ist Winter. Jäger fällt Swarovski-Feldstecher vom Hochsitz runter in den tiefen Schnee. Er sucht, findet ihn aber nicht. Im Frühling schmilzt der Schnee. Jäger kommt zurück. Findet seinen geliebten Feldstecher. Befreit ihn von Schmutz und ist happy weil das Ding einfach immer noch so funktioniert wie am ersten Tag. Das ist eine Story. Wo ich sie gehört habe weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich sie mir gemerkt und wahrscheinlich schon in mehr als zehn Workshops zur Erklärung des Themas Storytelling verwendet habe.
Jetzt hab ich ein wenig ausgeholt und komme zurück zum Thema Digital Storytelling bzw. Storytelling in und über soziale Medien im Web 2.0. Dass Facebook die Timeline für Unternehmensseiten der von Profilnutzern angepasst hat, habe ich im Post “Facebook neu: Die Timeline aus PR-Sicht” schon erwähnt. Auch den Umstand, dass Facebook Unternehmen nun förmlich dazu einlädt, ihre Geschichte(n) zu erzählen. Und das Gute daran: Unternehmen haben Geschichten. Oft wissen sie es nur nicht.
Facebook neu ermöglicht es Unternehmen nunmehr Status-Updates rückzudatieren. D.h. ich kann heute eine Update machen, das mir Facebook in der rechs angezeigten Timeline meines Unternehmens dann z. B. ins Jahr 2001 einsortiert. Ich habe mir jetzt zahlreiche neue Facebook-Pages namhafter Unternehmen angesehen und gemerkt, wie stark sie diese Funktion bereits netzt nutzen. Geschmacksache ist es nun, zu sagen, ob man pro Jahr immer nur ein oder mehrere Ereignisse im Timestream verarbeitet, wie mal also die Geschichte erzählen möchte. Detailliert oder eher in Stichworten. Wie gesagt Geschmacksache.
Die Facebook Page von Coca Cola ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie die Timeline für Geschichten bzw. digital Storytelling verwendet weden kann und ich würde vom PR-Standpunkt aus gesehen sagen verwendet werden sollte.
Warum? Weil hier echte Menschen erzählen, was sie im Jahr 1974 mit Coca-Cola erlebt haben. Die Stories stammen also nicht mal aus der Feder der PR-Abteilung! Das liest sich dann so:
My husband and I met when I tried to buy a Coke from a vending machine and dropped my change down a grate. He offered change from his pocket, our eyes met and the rest is history. We sipped Coke and talked and got to know each other. We’ve been married 31 years! –Connie S.
Eine wunderbare Story die aus dem Lehrbuch stammen hätte können. Höhen und tiefen inklusive, kurz und doch einprägsam. Beim Kosmetik-Hersteller Dove ist zwischen 1957 und 1987 nichts passiert, was ich natürlich nicht glaube.
Was ich schon glaube, ist, dass die längst die Foto- und Sujet-Archive durchstöbern um ihre Timeline aufzupeppen und die Geschichte ihres Unternehmens zu erzählen. So wie dies Lance Armstrong mit seinem Livestrong-Projekt tut.
Hier bei Lance Armstrong tut sich pro Kalenderjahr nur schon so viel, dass man schon etwas schwer tut, Wesentliches von eher Unwesentlichem zu unterscheiden. Stichwort Übersicht. Aber wie gesagt, Geschmacksache. Livestrong spricht Besucher der Seite gleich mit “Share your Stories” an und lädt sie auf die dazu gehörende App.
Auch hier wiederum können Fans erzählen, was für Sie die Marke ausmacht, was sie mit ihre verbinden, etc. Das nenne ich mal wunderbares PR-Futter und glaubwürdigen Content, wie der der PR-Firma wohl kaum aus der Feder fließen würde…
Seine Hausaufgaben in Sachen rückdatierte Statusupdate hat die New York Times gemacht. Von 1887 datieren die ersten Facebook-Einträge nach der Gründung. Auch wenn man den Inhalt, eine Titelseite aus diesem Jahr, nicht genau entziffern kann (ich habe mir die Bilddatei heruntergeladen), ist es dennoch eine Möglichkeit, zu demonstrieren, wie lange es das Unternehmen schon gibt wie viel Tradition und Patina der Name mit sich bringt, etc.
Ok ich schließe hier mal ab. Es wird mehrere Unternehmen geben, die die Timeline als Erzähl-Vehikel nutzen werden in Zukunft. Clevere online PR-Strategen sollten das auf jeden Fall auch tun. Je geschickter und glaubwürdiger die Stories natürlich sind, die hier erzählt werden, desto besser. Aber das ist wohl klar. Mit Storytelling zu arbeiten bedeutet nicht genuin Stories zu faken. Um an entsprechend hochwertige und erzählbare Geschichten aus dem eigenen Unternehmen aber natürlich auch von außen zu gelangen muss man diese heben. Dafür gibt es Storytelling-Techniken, -Workshops und so weiter. Lassen Sie uns kreativ sein!
29. November 2011Ich hatte in letzter Zeit einige Learnings in Sachen Online- bzw. Blogger Relations. Die Frage die sich Unternehmen hier stellt ist, wie geht man heran an die Berührungsgruppen, an die …
Ich hatte in letzter Zeit einige Learnings in Sachen Online- bzw. Blogger Relations. Die Frage die sich Unternehmen hier stellt ist, wie geht man heran an die Berührungsgruppen, an die Evangelisten und sozial media vernetzten Communities? Ist es einfach nur der stets auf dem neuesten Stand befindliche Verteiler, über den man ab und an News oder Probepackungen verschickt oder geht es um mehr? Hier ein paar pesönliche Insights dazu, was funktioniert und was (noch) nicht.
Für den Innovationskongress 2011 war ich für die Online Kommunikation zuständig. Als es auf mein Bestreben hin dann doch ein Innovation-Blog gab, stellte sich die Frage des gezielten Aufbaus von Netzwerkbeziehungen und Links. Gesagt getan. Eine Blog-Parade zu machen kam für mich irgendwie nicht in Frage. Obwohl ich seit vielen Jahren privat und beruflich blogge, sah ich in Blog-Carnevals, -Paraden und dem Stöckchenwerfen, wie es oft genannt und an mich herangetragen wurde, wenig Sinn. Ich tat mir schwer dabei, fühlte mich als Hündchen, ich weiß nicht. Ein paar Mal machte ich wohl mit, ließ es dann aber sein und hatte die Maßnahem auch nicht mehr in meiner gedanklichen Toolbox. Das war ein Fehler!
Der Blog-Carneval entwickelte sich für den Innovationskongress irrsinnig gut. Zuerst wurden Blogs / Blogger definiert, dann per E-Mail kontaktiert. Heraus kamen zehn Blogposts ganz unterschiedlicher Qualität die jedoch allesamt entweder das Innovationsblog oder die Veranstaltung transportieren halfen. Und zwar nicht irgendwo, sondern eben genau in jener Community bzw. Leserschaft, für die Innovationsthemen eine Rolle spielen. Super Sache, da kaum Streuverlust, gegenseitige Wertschätzung, Aufbau von Reputation (für die Veranstaltungsarke), etc. Ein wichtiger Punkt war meiner Einschätzung nach aber auch die Tatsache, dass sich das Mitmachen an der Blogparade lohnte. Schließlich ging es um drei Tickets, die unter allen TeilneherInnen ausgespielt wurden. Regulärer Preis: Über 500 Euro. Ich denke das kann schon motivieren.
Beispiel zwei eines, das aktueller nicht sein könnte. Eine Agentur trat an mich heran und fragte mich, ob ich Social Media Marketing machen könnte für ein spezielles Produkt. Ich sah es mir mal an und sagte schließlich zu. Es geht um ein Kästchen, genauer gesagt ein Lifestyle-Möbel speziell für Teenager. Man kann es für seinen persönlichen Schnickschnack oder auch als “Badezimmerschrank” verwenden, in dem die Schminksachen Platz haben. Hier ein Video dazu (Zur Info: Video und YouTube Kanal stammen nicht aus meiner Feder).
Die Agentur dachte ganz schnell über eine Facebook Page nach (und tut es immer noch). Bislang konnte ich sie erfolgreich davon abhalten. Ich schlug eine Influencer-Kampagne vor, recherchierte in einem mir völlig unbekannten Feld (Schminken, Lipgloss, Hello Kitty…), definierte Bloggerinnen und trat via E-Mail (hier die Textbeispiele) an sie heran. Ziel des ganzen war oder besser ist, der Transport des Videos und das Generieren positiver Berichterstattung in den definierten Blogs.
Reaktion bis dato. Gering. Eine Bloggerin meldete sich per Twitter an mich persönlich. Sie hat mich falsch verstanden und reagierte auf meine Antwort nicht mehr. Ich meine was nicht ist, kann ja noch werden. Dennoch habe ich ein paar Fragen, die mir im Kopf herum geistern.
a) kann oder besser darf ich überhaupt zum Thema Beauty, Lipgloss und Kajal sprechen? Oder anders, bin ich ein glaubwürdiger Gesprächspartner für Menschen aus der Zielgruppe 15 bis 25? Ich blaube nicht.
b) Mein Kunde kann das Produkt nicht einfach verschenken. Es kostet über 600 Euro, da es sehr aufwändig produziert ist. Hier gehts übrigens zur Homepage. Es für Testzwecke nach Dortmund zu schicken und zurück, schlägt mit 90 Euro Porto zu Buche. Worauf ich hinaus will: Wie weit kann, soll oder darf man als Hersteller bei Blogger-Relations in Vorkasse gehen? Eine Frage die übrigens auch für den Social Media Berater relevant ist. Inwieweit ist es geschickt, Kunden vorzuschlagen, Dinge zu verschenken? Ist das bei Blogger-Relations ein Muss oder geht es auch anders?
c) Wäre es glaubwürdiger gewesen, sich ein paar Mädels aus der Zielgruppe zu holen und sie vor den Karren zu spannen? Sie womöglich gefakte Kommentare und Bewertungen schreiben lasse oder auf ihren Facebook-Accounts Jubelmeldungen und dafür mit Peanuts zu bezahlen? Dagegen verwehre ich mich. Außerdem ist diese Vorgangsweise zig Male am Online-Pranger gestanden.
d) Was wäre gewesen, hätte ich mich selbst als Teenager, als 15 jähriges Girlie ausgegeben? Nicht sinnvoll und aus ethischen Gesichtspunkten strikt abzulehnen. Siehe Punkt c!
Wie sehen nun meine (vorläufigen) Learnings aus:
1) Blogger-Relations funktionieren gut, wenn man in der Materie drinnen ist, wenn es schon vor der Kampagne Dialogbeziehungen gibt. Das habe ich zwar auch schon auf den Teenie- und Schminkblogs, den dazugehörenden Twitter- und Facebook-Pages gemacht, die Frage ist nur, ob ich hier glaubwürdig bin und genau das glaube ich nicht. bei Innovationsthemen oder meinetwegen im Bereich der OnlinePR bin ich trittsicher und manchem sogar bekannt. Auf Beauty-Blogs hingegen bin ich ein niemand.
2) Blogger-Relations sind pull, niemals push-Aktionen. Dialogpartner können mitunter sehr verschnupft reagieren, wenn sie das Gefühl haben, jemand will ihnen einfach nur etwas verkaufen und sie sagen das dann auch sehr klar. Mit diesem Feedback heißt es gut umzugehen und zu lernen, richtig zu reagieren und die passenden Schlüsse daraus zu ziehen. Ein “Danke wir haben ihr Feedback erhalten…”-E-Mail ist bestenfalls ein Beginn.
3) Glaubwürdigkeit ist bei Blogger-Relations mehr als nur Pflicht, sie ist unabdingbar. Die Frag ist jetzt natürlich, woraus sich meine Glaubwürdigkeit zusammesetzt. Ich denke das ist von Fall zu Fall, von einem Dialogpartner zum nächsten neu zu bewerten. Klar geht immer noch mehr. Jedoch ist mein Track-Record als Berater nicht der schlechteste. Interessiert das aber eine 18 Jährige Beauty-Evangelistin, die heute Probepackungen von Douglas und morgen von DM erhält (hier mal ein YouTube-Beispiel zur Einstimmung auf die Zielgruppe)? Nein, das interessiert sie mit Sicherheit nicht. Für sie setzt sich die Glaubwürdigkeit ihrer Gesprächspartner ganz anders zusammen. Vielleicht ist meine relative Glaubwürdigkeit als Berater genau der Punkt, der mich für sie komplett unglaubwüdig weden lässt. Denkbar wär’s zumindest!
4) Über Blogger-Relations Bescheid zu wissen bedeutet noch lange nicht gute Blogger-Relations machen zu können. Ich denke für mich ein ganz zentraler Aspekt. Das hängt jetzt ein wenig mit Punkt 3) zusammen. Gute und schlechte Beispiele zu kennen und die wichtigen Fallstricke umgehen zu können (z. B. Fakes), das ist die eine Sache. Die andere, im Dialog dann auch wirklich gut zu performen, ernst genommen zu werden, zur vertrauenswürdigen Quelle geadelt zu werden, etc. Und dazu ist mehr nötig, als bloß über die Do’s and Dont’s von Blogger-Relations informiert zu sein.
Mein Fazit. Ich sehe es mal als vorläufig weil sicher noch das eine oder andere Learning hinzukommen wird: Ich kann und sollte zu Themen sprechen, in denen ich zu Hause bin. Hierzu gibt es einige. Darüber hinaus kann ich Unternehmen, Agenturen, etc. beraten, wie sie es tun könnten. Selbst mit Teenagern und Styly-Queens zu kommunizieren, das sollte ich in Zukunft aber besser lassen!
14. März 2011Sam Steiner hat diesen wunderbaren Satz geschrieben. Mehr beiläufig in seinem Blogposts Bing im Twitter-Schlamssel wegen Japan-Tweet und aus dem Zusammenhang gerissen habe ich das ganze natürlich auch noch. Der …
Sam Steiner hat diesen wunderbaren Satz geschrieben. Mehr beiläufig in seinem Blogposts Bing im Twitter-Schlamssel wegen Japan-Tweet und aus dem Zusammenhang gerissen habe ich das ganze natürlich auch noch. Der ganze Satz lautet:
Ich will nicht allzu sehr auf Bing herumdreschen – es gibt auch andere Beispiele. Die Quintessenz der Geschichte ist die: das Social Web ist auch nur ein Mensch. Oder eine Ansammlung davon. Jeder will möglichst viele Retweets. Man sollte aber darauf achten, welche Situationen man für Retweet-Aktionen nutzt.
Warum mir der Satz – und für mich ist nur mal sein erster Teil wichtig – so gefällt, ist, weil er so verkürzt wie richtig ist. Oft ist vom Social Web, von Twitter, Facebook und anderen ach so wichtigen, hochgelobten, gehypten, abgeschriebenen oder totgesagten Plattformen die Rede, dass man ganz vergisst, dass es sich bei alledem doch nur um eines handelt: Um ein Gespräch zwischen zwei oder mehreren Menschen. Meine Vermutung: Dieser Umstand wird nicht nur vergessen. Er wird in den Social Media und sonstigen Konzepten bewusst totgeschwiegen, weil Social Media für viele halt nur dann ausreichend Sinn machen wenn sie sich ins Korsett des one to many pressen lassen. Egal wie. Many to many-Kommunikation, also das Gespräch der vielen, zu den sie interessierenden Themen mit oder ohne Teilnahme von Unternehmen und Marken, das flutscht schon viel weniger gut. Das heißt Arbeit. Das führt uns weg von der Denke, man buche sich irgendwo ein Kontingent, drücke auf irgendwelche Knöpfe und die willfährigen Kunden trotten dann von alleine zur Türe rein. Gerade deshalb war für mich der Satz “Das Social Web ist auch nur ein Mensch” so gut, so passend.
Treten auf Twitter oder zum Beispiel Facebook Marken auf, so wird der Umstand, dass Social Media von Menschen getragen werden leicht verwischt. Ob bewusst oder unbewusst sei hier mal dahin gestellt. In meinen eigenen Projekten achte ich pingelig genau darauf, dass Gesprächspartner die Info vorfinden können, wer hinter dem Logo steht und spricht. Absenderklarheit heißt die Devise. Facebook z. B. hat hier gerade erst die Möglichkeit geschaffen, die Seitenbetreiber von Pages auf allen Tabs ersichtlich zu machen. Wie das geht ist hier in einem Manual dargestellt => edRelation News#1
Schnell wird so klar, ok, ich spreche hier zwar mit Unternehmen xy aber die Leute hier haben Namen, Profile, und sind für mich auch über diesen Weg “greifbar”. Das ist wichtig. Weil mich Gespräche mit Marken nicht die Bohne interessieren. Mich interessiert vielmehr der Absender. Und dem möchte ich verdammt noch mal in die Augen seines Profilbildes blicken dürfen! By the way: Können Marken überhaupt sprechen? Ich denke nicht. Menschen sprechen für sie. Und warum diese Menschen nicht sichtbar machen?
Der Anlass für Sam Steiners Blogposts war ein Tweet von Microsoft’s Suchmaschine Bing. Die Macher dahinter twitterten über ihren Kanal, dass sie für jeden Re-Tweet einen Dollar nach Japan überweisen. Damit das ganze nicht komplett aus dem Ruder läuft, wurde der Betrag mit 100.000 Dollar gedeckelt.
Bing handelte sich für dieses Vorgehen viel Kritik ein und ruderte spät nächtens mit diesem Tweet zurück. Warum waren die Leute sauer? Weil das ganze mit dieser Deckelung sehr stark nach Marketing-Maßnahmen riecht. Also nach dem Motto “Trägt mal schön unsere Aktion weiter – aber nur 100.00 Mal, dann ist Schluss, weil wir uns die Aktion einfach nicht mehr kosten lassen wollen”. Oder so ähnlich. Es ist nicht das erste Mal, dass ich während der vergangenen Tage Tweets zum Erdbeben in Japan lese, die komplett verrückt sind. Da geht es z.B. um ein Video der Monsterwelle, die in den dazu lautenden Tweets mit allen möglichen Superlativen beschrieben wird. Mich kotzt es an, sich am Leid anderer um die Vergabe von Re-Tweets anzustellen. Genauso, wie es mich ankotzt, wenn die Leute auf der Autobahn plötzlich Schrittempo fahren, nur um den Rettungskräften auf der Gegenfahrbahn beim Reanimieren zusehen zu können. Fuck you!
Um das ganze noch mal abzurunden. Das Social Web sind auch nur Menschen. Marken die sich hier betätigen sollten dies entsprechend mitdenken. Im eigenen Interesse sogar. Meiner Meinung lassen sich die Positiva, die Social Media für ihre Anwender bereithalten, nämlich nur dann voll ausschöpfen, wenn wir das Visier hochklappen, uns von einer menschlichen Seite und damit auch an-greifbar zeigen.
11. März 2011Ich habe vor einigen Wochen über Facebook mal gefragt, wer denn so in unseren Breiten Social Media Kanäle betreuen würde. Ich bekam 16 Antworten und viele Agenturen genannt, die das …
Ich habe vor einigen Wochen über Facebook mal gefragt, wer denn so in unseren Breiten Social Media Kanäle betreuen würde. Ich bekam 16 Antworten und viele Agenturen genannt, die das machen würden. Ich mache es nicht und bin gestern wieder mal auf ein Beispiel gestoßen, das mich darin bestärkt, die Finger von den Social Media Kanälen meiner Kunden zu lassen. Gleich vorweg: Ich habe es auch schon mal getan. Also das eine oder andere Posting online gestellt. Dies aber unter meinem eigenen Namen. Das an alle, die sich von mir auf den Schlips getreten fühlen.
Ich finde nichts dabei, wenn es jemand tut, oder wenn es zum Geschäftsmodell der einen oder anderen Agentur zählt. Wobei schon auch interessant ist, dass die wenigsten Anbieter diesen Service auf ihren Homepages aktiv kommunizieren.
Es ist nichts aber auch absolut nichts dabei, dass Unternehmen die Betreuung ihrer Social Media Kanäle auslagern. Meine Meinung hierzu ist bloß, dass dies nicht die optimale Lösung ist. Das ist auch der Grund, warum ich diesen Service nicht anbiete und in Kundengesprächen erst gar nicht erst ins Treffen führe. Unter uns: Ich kenne mich in den verschiedenen Themen, die meinen Kunden die Welt bedeuten ja nie und nimmer so aus, als dass ich mit meinen Postings, Tweets oder Status Updates bei den LeserInnen Feuer entfachen könnte. Von Engagement gar nicht zu sprechen! Und was tun, wenn sich an meinen halbseidenen Inhalten echte Gespräche entzünden? Ich will diese ja gar nicht führen. Nicht under cover und nicht mit offenem Visier. Warum? Na weil ich das nicht kann. Wenn es andere können, kein Problem. Ich kann’s nicht. Aber zurück zum eingangs erwähnten Beispiel, das mich in meiner Sicht der Dinge bestärkt.
Der Autohersteller Chrysler beauftragte eine Agentur mit der Verwaltung des hauseigenen Twitter-Accounts. Dabei heraus kam ein etwas unglücklicher Tweet,
der schlussendlich dazu führte, dass sich Chrysler von seiner Social Media Agentur trennte. Zuvor streute man sich Asche aufs Haupt und entschuldigte sich offiziell.
Jetzt sollte man wissen, dass die Autostadt Detroit für die ganze Automotive Branche und insbesondere für Chrysler nicht irgendeine Stadt ist. Alles andere als das! Auch der CEO der Agentur reagierte einigermaßen sauber. Passiert ist nun aber mal passiert. Ich stelle mir jetzt die Frage, ob ein solcher Tweet nicht auch einem Mitarbeiter des Konzerns, einem Kommunikationsverantwortlichen vielleicht sogar hätte passieren können. Mit Sicherheit hätte er das! Jedoch schätze ich die Wahrscheinlichkeit dafür geringer ein.
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als ich völlig neu war auf Twitter. Ich wußte über die Tonalität noch überhaupt nicht bescheid. Auch kannte ich den Unterschied zwischen public Reply und Direct Message noch nicht. Jemand schickte mir eine DM und ich antwortete mit einem verblüfften “Warum tust du das..?. Das ist jetzt schon ein paar Jährchen her.
Man möchte aber nicht meinen, wie viel Druck sich bei jemandem aufbauen kann, der sagen wir mal zwei oder drei Social Media Accounts für mehrere Marken bespielen soll. Jetzt werden einige einwenden, dass es dafür jede Menge Tools gibt, die dabei helfen, den Überblick zu bewahren. Stimmt! Hilft unter Druck aber auch nicht immer. Was ist Druck für den Social Media / Community Manager? Druck ist, dass bei ihm am Schirm alle mögliche Infos aufpoppen, mal geliked, mal geretweetet und mal auf delicious gespeichert werden wollen. Daneben Telefon, der private Facebook Account und der Lärm der Geburtstagsparty aus dem Nebenbüro. Druck ist dann, wenn noch sieben Fragen unbeantwortet und zudem das Plansoll von drei Tweets pro Tag nicht erreich sind. Das ist Druck. Und unter solchen Umständen vergisst man schon mal darauf, das Häckchen richtig zu setzen. Ach ja, und das ganze dann bitte auch noch im richtigen Account. In welchem Account bin ich denn gerade? Poste ich als Seite oder unter meinem Profil? Fragen über Fragen.
Meiner Erfahrung nach ist oder besser kann das Monitoring und das Bespielen der eigenen Social Media Kanäle so eine große, mühevolle und zeitraubende Aufgabe sein, dass es für eine Person / ein Team (je nach Größe des Unternehmens) völlig ausreicht. Auch ist das Wissen um die Tonalität, das Bauchgefühl für relevante Botschaften aus dem eigenen Unternehmen ein ungleich besseres, als wenn man diesen Job für andere zu erfüllen hat. In jedem Posting schwingt bekanntlich etwas mit. Zwischen den Zeilen sozusagen. Und dieses Feeling, glaube ich, haben Kommunikatoren viel eher zur Verfügung, wenn sie aus den Unternehmen stammen, mit diesem in enger Verbindung stehen. Dass diese MitarbeiterInnen angeleitet, geführt, trainiert, etc. werden müssen, ist klar. Die Tonalität, das Hintergrundwissen zu internen Abläufen oder wer mit wem oder welche Meldung passend und welche der sprichwörtliche Griff ins Klo ist, derlei Infos können sich MitarbeiterInnen exgterner Agenturen nur sehr schwer anlesen.
20. Januar 2011Früher gab es Tankstellen, da rollte man mit seinem Wagen an die Zapfsäule an der ein gelangweilter, an einem abgebissenen Zahnstocher kauender Tankwart in Latzhosen stand. Man blieb im Auto …
Früher gab es Tankstellen, da rollte man mit seinem Wagen an die Zapfsäule an der ein gelangweilter, an einem abgebissenen Zahnstocher kauender Tankwart in Latzhosen stand. Man blieb im Auto sitzen, kurbelte nur mal schnell die Schreibe runter (nix elektrisch!) und sagte “einmal volltanken bitte”. Wenn der Tankwart seinen Beruf wirklich ernst nahm, fragte er dann noch, ob er den Ölstand checken sollte. Manchmal reinigte er auch die Frontscheibe. Dann wurde die riesige Tankwart-Brieftasche gezückt und abkassiert. Was aber hat das mit dem Social Web zu tun?
Flickr / adesigna
Vor ein paar Tagen erhielt ich den Anruf eines Unternehmens. Nach längerem hin und her rückte der Geschäftsführer endlich heraus mit der Sprache. Man hätte jetzt alles was man brauche. So von wegen Web 2.0 und so. Was denn das heißt, fragte ich. Naja die Facebook-Einbindung, den Twitter-Stream, die Flickr-Bilder, das Blog und eben die Videos von YouTube. Aha. Alles was sie nun brauchen ist eine Strategie wie sie das richtig einsetzen können. Ganz brutal ausgedrückt: Alles was sie brauchen war eine Antwort auf die Frage, was sie damit nun anfangen sollen. Stichwort: Social Media Strategie. Hm…
Ich habe mir dann die Webseite angesehen (und für alle die jetzt wieder herummäkeln, dass ich den Link nicht bringe nur so viel: Wie würden denn alle Beteiligten dazu kommen, hier von mir vorgezeigt zu werden? Ich meine wer bin ich denn, dass ich mit ausgestrecktem Zeigefinger auf andere deute?! Ich meine, es sei denn, es handelt sich dabei um wirkliche Vorzeigeprojekte). Und die schaut wirklich absolut sauber aus. Auch die Integration der oben genannten Tools schaut nicht nur gut aus sondern ist durchdacht. Vom Look and Feel, von der Usability, vom optisch graphischen Standpunkt aus betrachtet. Das ist jetzt mal gar nicht meine Profession also sagen wir es anders: Die Webseite sah für mich prima aus. Was weniger prima war, zeigte sich auf den zweiten Blick. Als man nämlich die Homepage verlies und sich die einzelnen Kanäle en Detail ansah. Wenig Inhalte, kaum transportierter Nutzen, Botschaften, die mal den Endkunden, mal die Mitarbeiter, mal die Lieferanten adressierten, u.v.a.m.
Die umsetzende Agentur hatte tolle Arbeit geleistet. Jedoch war ihr Zugang ein sehr technischer gepaart mit einer großen Affinität zum Thema Web Design. Nein, ich will mich nicht nachträglich hinein reklamieren. Nein, ich will nicht sagen was gewesen wäre, hätte man das Projekt ganzheitlicher angelegt, nein. Das, worauf ich hinaus will, ist, dass das Unternehmen offenkundig gesagt hat “Wir brauchen Web 2.0″ und exakt das bekommen hat. Ein rundes Paket sozusagen, das jemand bekommt, der nicht wirklich weiß was er will und braucht, der sich vielleicht gar nicht in der Lage befindet, zu entscheiden was er braucht und warum. Die Frag ist jetzt, ob das gut ist oder schlecht. Die Frage ist, ob dieses Paket einen kommunikativen Mehrwert (für wen eigentlich!?) schaffen kann oder nicht. Die Frag ist nicht zuletzt, ob der eingeschlagene Weg nachhaltig ist oder nicht. Das sind nur ein paar der Fragen, die wir diskutieren werden. Ich freu mich schon drauf. Salzburg ist sowieso immer eine Reise wert!
18. Januar 2011Es ist gar noch nicht lange her, da hatte ich den Blog Blues. Was bringt das alles, so viel Aufwand wenn man es wirklich gut machen will, so viel professionelle …
Es ist gar noch nicht lange her, da hatte ich den Blog Blues. Was bringt das alles, so viel Aufwand wenn man es wirklich gut machen will, so viel professionelle Blogs überall wo an hinschaut und so viel Sogwirkung durch Facebook. Aber ist es nicht so, dass man Dinge verlernt richtig zu schätzen, wenn man sie einfach als gegeben hinnimmt? Vor gar nicht so langer Zeit wurden Blogs dann als tot oder zumindest als mega-out erklärt. Und ich muss zugeben, dass ich dieser Einschätzung damals schon etwas abgewinnen konnte. Dennoch leben Totgesagte ja angeblich länger.
Seien wir uns mal ehrlich: Wie viele Blogs funktionieren wirklich? Ich weiß, eine ganze Menge natürlich. Andererseits lohnt ein zweiter Blick. Klar, dass es für jeden Blogger etwas anderes bedeutet, wenn es heißt, das sein Internet-Tagebuch “funktioniert”. Gehe ich jedoch ein wenig über die tollen Blogs von Social Media Experten hinaus, schaue ich nicht nur auf die großartigen Projekte von Mercedes Benz und anderen großen und nicht minder kapital- und personalstarken Marken, so sehe ich einiges, das die These Blogs wären out unterstützen könnte. Klar verändert sich alles, kommerzialisiert sich möglicherweise, konvergiert, etc. Was aber ist übrig geblieben vom (wenn man so möchte) “Konzept” des Weblogs als Internettagebuch der Massen von vor sieben oder acht Jahren? Wie hat man damals gebloggt, wie sein “Tagebuch” und sein eigenes Tun damals verstanden und wie sieht man es heute? Schwierig das ganze weil hochgradig subjektiv, ist schon klar. Aber für mich gewinnt das Thema Blogging – um jetzt nicht zu sagen “Corporate Blogging” neue Relevanz. Vielleicht hat es aber auch nie aufgehört relevant zu sein, bloß habe ich nicht (mehr) richtig hingesehen weil ich mir mit vielen anderen Social Media Kanälen selbst (?) die Sicht verstellt habe? Keine Ahnung!
Die Facebook-Party ist ja noch lange nicht zu Ende. Und wenn man sich ansieht, wie viele Leute sich derzeit selbständig machen, in der Hoffnung, Facebook würde sie reich und schön machen, will ich hoffen, dass die Party auf ewig so weitergeht wie bisher. Aber wird sie das wirklich? Für Plattformen wie Flickr und eben auch Blogs gab und gibt es in diesem ganzen Facebook Trubel deutlich weniger Platz an der Sonne. Warum die Bilder noch auf Flickr hochladen wenn es doch viel einfacher auf Facebook geht? Noch dazu wenn sie hier von so viel mehr Menschen gesehen und kommentiert werden können? Dieser Gedanke ist mir weder fremd noch ist er völlig von der Hand zu weisen. Kommt schließlich einzig und alleine darauf an, was man mit seinem Content erreichen möchte. Was ich an mir während der letzten Monate jedoch bemerke ist eine leichte deutliche Abkehr von Facebook (genauer gesagt meinem Facebook-Profil). Im Umkehrschluss jedoch werden meine “alten”, schon länger sträflich vernachlässigten digitalen Weggefährten wieder interessant. Flickr, wie bereits angesprochen aber auch Twitter oder eben mein nunmehr neues Blog. Weniger ist auf einmal wieder mehr. Warum ein Foto, das mir etwas bedeutet, in einer tollen Gruppe auf Flickr einzustellen und dann zu sehen, wie es sich im wahrsten Sinn des Wortes dort entwickelt, das ist doch viel toller, gehaltvoller ja geiler, als dass mir meine 500 irgendwas Freunde auf Facebook dabei zusehen können, wie ich auf Eislaufschuhen über den gefrorenen See flitze. Dieses Bild auf Facebook mit Hinz und Kunz zu teilen, hätte für mich fast verschwenderische Züge. Ein gelungener Blogposts (sicher nicht dieser, der ist wieder mal drauf und dran superlang zu werden…) und noch gelungenere Kommentare von Menschen die ich vielleicht persönlich kenne und schätze, ist doch soviel mehr wert als ein Statusupdate, auf das dann viele mit irgendwelchen Einzeilern inklusive schwindeliger Emoticons replizieren und im Grunde doch bestenfalls “blubb” sagen.
Dass von Weblogs aber auch für Unternehmen enormes Potential ausgeht, zeigt folgende Hubspot-Untersuchung. Hubspot hat im März 2010 1.400 klein und mittelständische Unternehmen unter die Lupe genommen und weist in dieser Studie nach, dass sich das Vorhandensein eines Corporate Blogs nicht nur auf die Anzahl der monatlichen Leads sehr positiv auswirkt.
Darüber hinaus spielt auch die Größe des Blogs bzw. die Frequenz, mit der sich das Unternehmen hier zu Wort meldet eine Rolle. Auch Twitter übrigens hat enormen Einfluss auf die Marktchancen. Die Seiten neun und zehn wissen mehr dazu.
Blogs vor diesem Hintergrund als anachronistisch oder zumindest als etwas verstaubt hinzustellen, erscheint mehr als kurzsichtig zu sein. Blogs sind und werden auch in Zukunft ihre Stärken ausspielen. Davon bin ich überzeugt. Allerdings gibt es zum Thema Corporate Blog auch eine Menge an Fallstricken und Bedingungen. Anders kann ich es nicht sagen. Werden diese nicht ausreichend berücksichtigt folgt die Bauchlandung stehenden Fußes. Und ich möchte mich hier auch hinstellen und sagen, dass es alles andere als einfach ist, ein Team und einen Workflow aufzusetzen, der ein funktionierendes Blog sicherstellt. Ich sehe das Thema aus heutiger Sicht klarer als je zuvor. Meine aber zu wissen wovon ich spreche, wenn ich sage, das es einigermaßen komplex ist (nicht sein kann, IST!) ein funktionierendes Corporate Blog umzusetzen und seinen erfolgreichen laufenden Betrieb sicherzustellen. Wobei natürlich wieder vortrefflich gestritten werden kann, darüber, was das denn eigentlich bedeutet…
21. September 2010In den Salzburger Nachrichten fiel mir vergangene Woche eine Anzeige der Österreichischen Bundesbahnen auf "Wo ist Ilse Gugg? Jetzt mitraten und täglich tolle Preise gewinnen" stand hier. Darunter die URL …
In den Salzburger Nachrichten fiel mir vergangene Woche eine Anzeige der Österreichischen Bundesbahnen auf "Wo ist Ilse Gugg? Jetzt mitraten und täglich tolle Preise gewinnen" stand hier. Darunter die URL der Fanpage des Unternehmens. Ich hab mir das Gewinnspiel jetzt angesehen und möchte hier diskutieren, was mir gefällt und was nicht.
Worum geht es bei der Facebook Kampagne bzw. beim Gewinnspiel? Kurz erklärt darum, dass eine Frau namens Ilse Gugg drei Wochen lang mit den ÖBB durch Österreich fährt, dabei Fotos macht und diese auf der Fanpage postet. Die Fans können dann erraten wo genau das Foto aufgenommen wurde und so täglich Preise gewinnen. Aber lassen wir Frau Gugg doch einfach selbst zu Wort kommen:
Was mir gut gefällt:
Das Video ist meiner Meinung nach wirklich gelungen. Es ist frisch, unkonventionell und locker flockig. Man schaut es sich gerne nochmal an, weil die Darstellerin sympathisch rüber kommt.
Die Lösung des Gewinnspiels über einen eigenen Tab sowie über eine Facebook App. Wer sich mit Gewinnspielen auf Facebook auskennt, weiß, dass es hierfür Regeln gibt. Die meisten Fanpages kümmern sich darum nicht wirklich und benachrichtigen Gewinner über die Nachrichten-Funktion. Bereits das ist heikel. Die ÖBB haben das sauber gelöst und benachrichtigt Gewinner über E-Mail. An diese Daten gelangt man sauber aber eben nur über eine Anwendung…
Der Mut des Unternehmens, auf Facebook mehr zu machen wir eine simple Wall, die man dann nach und nach sich selbst überlässt. Seitens der ÖBB gibt es offenbar ein klares Bekenntnis pro Social Media und das ist gut so. Auch so ein Gewinnspiel will erst mal auf die Welt gebracht werden. Also zuerst einmal Respekt!
Was mir weniger gefällt:
So erfrischend ich das Video finde, so sehr befremdet es mich, dass hier offenbar eine Schauspielerin am Werk ist. Google kennt den Namen mal nicht (was bekanntlich nichts heißt). Das bedeutet aber, dass es zu diesem Namen keinerlei Spuren im (Social) Web gibt. Das kann natürlich schon sein. Andererseits macht es mich auch ein wenig stutzig. Die Dame erklärt echt nett. Ich zumindest würde sofort ein Zugabteil mit ihr teilen wollen. Sie wirkt sehr natürlich und lädt mich ein zu einem Gespräch auf Augenhöhe. Sie hat aber einen Namen (Klarnamen oder doch Kunstnamen?), den ich nur in Verbindung mit der ÖBB-Kampagne finde. Wie sie wirklich heißt (am Ende noch Ilse Gugg..?) weiß ich nicht. Gerade authentisch ist das meiner Meinung nach nicht. Die Frage die für mich bleibt, ist also weniger "Wo ist Ilse Gugg?" sondern vielmehr "Wer ist Ilse Gugg?"
Punkt zwei schließt daran an. Ilse Gugg verfügt natürlich auch über ein eigenes Facebook Profil. Alleine. Man kann sich mit ihr über Facebook jedoch nicht befreunden. Die Info "Personen, die nicht mit Ilse befreundet sind, sehen nur einige ihrer Profilinformationen", ist nett und schön aber auch billig. Selbst wenn ich wollte könnte ich mich mit Ilse Gugg nicht befreunden. Vielleicht ist das nicht gewollt (oder ich bin 1fach zu doof dazu?).
Die Preise. Ich weiß ich weiß. Man kann über dieses Thema elend lang diskutieren und kommt immer noch auf keinen grünen Zweig. Mich kann man mit einer Fahrt nach Venedig und einer super tollen Nikon Coolpix S8000 (ab 200 Euro) jedenfalls nur schwer aktivieren. Generell frage ich mich, warum selbst große Unternehmen mit ihren Preisen die über Facebook Gewinnspiele unter die Fans gebracht werden sollen so knausrig sind. Haben sie Angst vor dem Erfolg der eigenen Kampagne oder schätzen sie die Möglichkeiten so gering ein, dass eben auch nur ein kleiner Preis dabei herausschauen darf?
Nirgends steht, wer hinter der Kampagne steht. Außer den ÖBB natürlich. Das ist jetzt ein Kritikpunkt und doch wieder keiner. Schließlich kann der Kunde ja verlangen, dass die Agentur nirgends aufscheint. Schade finde ich es dennoch. Ich habe da einen Verdacht aber ich habe nirgends was Näheres zu den Urhebern der Kampagne gelesen oder gehört.
Fazit: Ja, ich finde schön, was Michael Schacherhofer, der Social Media Verantwortliche der ÖBB, auf Facebook sagt.
Dennoch bin ich davon überzeugt, dass man Hinsichtlich dem Aufbau von Vertrauen, Reputation und Authentizität mehr aus der Kampagne / dem Gewinnspiel hätte herausholen können. Auch frage ich mich, worum es den ÖBB hier geht. Um den Aufbau von Kommunikationsbeziehungen zu Bahnkunden? Um das Generieren neuer Kunden? Wären zumindest zwei Möglichkeiten. Vielleicht kann zu den Zielsetzungen des Gewinnspieles noch jemand etwas sagen? Ich denke aber, dass wenn Kundenbindung und offene Kommunikation eine unter mehreren Zielsetzungen waren, dann wäre die Verwendung einer möglicherweise fiktiven Person, über die die Kampagne sehr stark personalisiert (Video, Facebook Profil), doppelt zu hinterfragen.
12. August 2010 Worum geht es hier? Um die Performanz der fünfzig umsatzstärksten (bereinigten) Unternehmen Österreichs im Web 2.0. Um diese qualitativ zu erheben – genau darin lag die Zielsetzung des Unterfangens …
Worum geht es hier? Um die Performanz der fünfzig umsatzstärksten (bereinigten) Unternehmen Österreichs im Web 2.0. Um diese qualitativ zu erheben – genau darin lag die Zielsetzung des Unterfangens – haben uns folgende Kanäle angesehen:
a) Twitter b) Flickr c) YouTube d)Facebook e) Corporate Blog
und diese auf folgende Parameter hin abgeklopft. Die wiederum über Unterkategorien mit erreichbaren Punkten versehen wurden
a) Kategorie „Relevanz des Contents“ (Video/Bilder/Posts) b) Kategorie „Qualität der Kommentare“ c) Kategorie „Technische Funktionalität“ d) Kategorie „Reaktionszeit bei konkreten Fragestellungen
Die Zielsetzung lag darin, die umsatzstärksten österreichischen Unternehmen und ihr Engagement im Social Web aus einem qualitativen Blickwinkel zu betrachten. Um dabei möglichst zeitnahe zu sein wurde im Zeitraum März bis April 2010 erhoben. Die Daten der umsatzstärksten Österreichischen Unternehmen stammen übrigens aus der Zeitschrift Trend. Der Grund dafür, die Social Media Aktivitäten Österreichischer Unternehmen auf ihre Qualität hin zu untersuchen, lag wiederum in einer anderen Erhebung, durchgeführt von der Agentur Meta Communication (der ich für die Übermittlung der quantitativen Daten hier noch einmal danken möchte).
Über diese Erhebung und ihre Ergebnisse habe ich mir hier am Ed Wohlfahrt Blog ein paar Gedanken gemacht. Meine Kritik lag damals darin, dass man – wie es in der Meta Communication Erhebung gemacht wurde – keine sauberen Ergebnisse bekommt, wenn man Fans, Seitenaufrufe und Follower einfach addiert. Weiters wären über diese rein quantitative Schiene natürlich keine qualitativen Aussagen möglich. Logisch! Schade, weil ich denke und nach wie vor davon ausgehe, dass man die Qualität von Social Media und den Output, den Unternehmen in ihrer Online Kommunikation daraus zielen können nur schwer quantitativ messen kann. Durch die im Zuge der Erhebung geführten Gespräche mit Kommunikationsverantwortlichen quer durch die heimische Wirtschaft, sehe ich mich in dieser Haltung bestätigt. Social Media muss gemessen werden, ja, selbstverständlich. Doch eben nicht rein qualitativ sondern auch qualitativ. Schema "F", d.h. allgemein gültige Parameter wird es dafür kaum geben können. Aber bevor ich hier zu weit abschweife, hier das Gesamtranking. Wir haben dafür die Punkte der betreffenden Unternehmen, die es in den einzelnen Kanälen a – f erhalten hat einfach addiert. Hier also ist das Ranking der umsatzstärksten Österreichischen Unternehmen im Social Web:
Ach ja. Hier sei auch erwähnt, dass die qualitative Herangehensweise andere Unternehmen nach oben gespült hat, als die oben angeführte Meta Communication Studie. Keine Überraschung gab es jedoch ganz oben. Red Bull scheint in Social Media derzeit das Maß aller Dinge zu sein. Egal nämlich ob qualitativ oder quantitativ gemessen wird.
Weiterführende Infos zu Quality Austria, der ersten qualitativen Erhebung der heimischen Social Media Landschaft gibt es hier:
Ich habe gerade erfahren, dass die hier vorliegende Ausarbeitung zu subjektiv, ihre Aussagekraft zu gering ist. Das sagt zumindest die Austria Presse Agentur. Das Wirtschaftsblatt hab ebenfalls abgewunken, warum auch immer. Das ist schade. Ist die ganze Studie, ist die ganze Zeit die hierfür investiert wurde also für den Müll? Ich glaube nicht.
Ich denke, dass die hier vorliegenden Ergebnisse einen Beitrag zum besseren Verständnis der Bewertung von Social Media in Österreich leisten können und werden. Sie werden Unternehmen dabei helfen, die Sicht einerseits auf ihre Kommunikationskanäle im Social Web zu schärfen. Andererseits aber auch andere auf den Plan rufen, sich mit Beispielen aus dem Österreichischen Social Media Universum von qualitativer Seite her zu beschäftigen. Ist dies erreicht, so war die Ausarbeitung ein voller Erfolg, egal ob sie groß in der Zeitung steht (was ich mir natürlich insgeheim erhofft hätte…)
Ach ja: Damit andere die Arbeit fortsetzen können, sind alle Inhalte unter Creative Commons lizenziert und stelle ich alle Rankings, Parameter und Bewertungen frei ins Netz. Sollte jemandem Was abgehen oder sollten sich weiter Fragen ergeben, so einfach melden.
3. August 2010Fakten, Fakten, Fakten. Hier also gleich vorweg das Ranking der bereinigten umsatzstärksten Österreichischen Unternehmen auf Facebook. Im Anschluss gehe ich dann auf die gewählten Paramter der Erhebung ein. Platz 1 …
Fakten, Fakten, Fakten. Hier also gleich vorweg das Ranking der bereinigten umsatzstärksten Österreichischen Unternehmen auf Facebook. Im Anschluss gehe ich dann auf die gewählten Paramter der Erhebung ein.
Platz 1 Austrian Airlines 23 Punkte ==> zur FB Seite
Was haben wir uns angesehen, wie die einzelnen Facebook Fanpages und Facebook Gruppen bewertet?
a) Die Relevanz der Posts des Unternehmens Hier haben wir uns unter anderem folgende Fragen gestellt: wird die Möglichkeit geboten das Unternehmen über Facebook näher kennen zu lernen? Sind Posts so verfasst, dass sie Diskussion / Feedback fördern, beispielsweise durch Fragen, etc.? Wird auf andere Informationen zu einem bestimmten Thema hingewiesen (oder gehts dem Unternehmen rein um Verlautbarung seiner eigenen "Ergüsse")? Streben die einzelnen Posts Interaktion mit den Nutzern an oder läuft die Kommunikation "one way"?
b) Qualität der Kommentare Hier haben wir uns unter anderem angesehen, wie stark sich die Kommentare inhaltlich auf die Posts des Unternehmens beziehen, wie stark sie sich aufeinander beziehen, ob über die Kommentarfunktion Dialoge geführt werden und ob sich die Unternehmen in diesen Dialog mit einbringen.
c) Technische Funktionalität des Facebook Kanals Hier wurde gefragt, ob ein persönliches Profil, eine Gruppe oder eine Fanseite eingesetzt wird, ob Fans ( Freunde / Mitglieder Beiträge, Fotos,Videos oder Links posten dürfen, ob zusätzliche Reiter / Felder zusätzliche Infos bieten und darüber hinaus Punkte vergeben wenn technische Funktionalitäten gravierende vom Normalzustand (also der Standardkonfiguration) abweichen.
d) Reaktionszeit bei konkreten Fragestellungen Auch hier wieder waren wir voll fies, haben gefragt und dann geschaut, wie lange Unternehmen benötigen, um uns eine Antwort zu liefern. Pro verstrichenen zwei Stunden wurde von den hier zu vergebenden fünf Punkten einer weniger.
Fakt ist, dass die top platzierten Unternehmen wie AUA, Swarovski und Red Bull Facebook bereits massiv in ihren Kommunikationsmix integriert haben. Auf diesen Kanälen tut sich nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ eine ganze Menge. Dies wiederum setzt neben der konkreten Zielsetzung (welche Informationen möchte ich mit meinen Fans / Followern auf Facebook teilen, etc.) auch einen Workflow voraus. Die Kontinuität, mit der die top Unternehmen hier zu Werke gehen, lässt darauf schließen, dass es fixe Verantwortlichkeiten gibt und Menschen, die den Job mit entsprechender Professionalität und Know-how machen. Nur am Rande sei erwähnt, dass dass in den Facebook Gruppen der Unternehmen Blum und Münze Österreich die Anfrage meines damaligen Trainees am 2. Juni 2010 die letzte Aktivität war.